FBI zur aktu­el­len Flug­rou­ten­de­bat­te

Zum Schutz der Ber­li­ner Bür­ger im Süd­os­ten und der Demo­kra­tie muss die Flug­lärm­kom­mis­si­on an den Ver­hand­lungs­tisch zurück!

Die 77. FLK-Sitzung am 23. Mai 2011 ging mit fol­gen­dem Ergeb­nis zu Ende:

  • Die FLK gibt KEINE Emp­feh­lung zu den An- und Abflug­rou­ten, da auf­grund der Viel­zahl der ver­schie­de­nen Anträ­ge kein Kon­sens gefun­den wer­den kann.
  • Die FLK hat nur die all­ge­mei­ne Emp­feh­lung aus­ge­spro­chen kein dicht besie­del­tes Gebiet und kei­ne Erho­lungs­ge­bie­te zu über­flie­gen.
  • Die Ent­schei­dung über die Flug­rou­ten liegt nun bei der Deut­schen Flug­si­che­rung (DFS).
  • Der Lei­ter der DFS, Herr Nie­bergall beton­te, dass nun ALLE Rou­ten geprüft wer­den (also auch die Müg­gel­see­rou­te).

Mit Unver­ständ­nis hat die FBI die Ent­schei­dung der Flug­lärm­kom­mis­si­on (FLK) zur Kennt­nis genom­men, sich nicht wei­ter bei den An- und Abflug­rou­ten für die Inter­es­sen Hun­dert­tau­sen­der Bür­ger im Süd­os­ten Ber­lins ein­zu­set­zen. Es ist ein schlech­tes Zei­chen für die Demo­kra­tie, wenn die in die FLK del­gier­ten Volks­ver­tre­ter bei Lärm­schutz kei­ne ein­heit­li­che Linie und kei­nen Inter­es­sen­aus­gleich selbst für benach­bar­te Orts­tei­le fin­den kön­nen, sich aus der Ver­ant­wor­tung steh­len und dabei noch den betrof­fe­nen Bür­gern die Schuld geben.

Die FLK erin­ner­te mehr an Pon­ti­us Pila­tus und weni­ger an Salo­mon, als sie das Schick­sal des Ber­li­ner Süd­os­tens ohne demo­kra­tisch legi­ti­mier­ten Beschluss­la­ge in die Hand der Deut­schen Flug­si­che­rung (DFS) leg­te.

Das tut den Men­schen nicht gut. Das tut der Demo­kra­tie nicht gut. Daher emp­fiehlt die FBI der Flug­lärm­kom­mis­si­on und spe­zi­ell deren Ver­tre­tern aus Süd­ost ein­dring­lich: Neh­men Sie Ihr Man­dat als Volks­ver­tre­ter wahr. Keh­ren Sie an den Ver­hand­lungs­tisch zurück und set­zen Sie sich bis zur abschlie­ßen­den Sit­zung am 6. Juni für einen trag­fä­hi­gen Kom­pro­miss zum Woh­le der von Ihnen reprä­sen­tier­ten Bür­ger in Ber­lins Süd­os­ten ein! Die­sen Kom­pro­miss kön­nen Sie dann als Emp­feh­lung an die DFS wei­ter­lei­ten.

Wer die letz­ten Tage die Medi­en ver­folgt hat muss­te fest­stel­len, dass sich ledig­lich der BBI-Chef posi­tiv zu dem Ergeb­nis der letz­ten Flug­lärm­sit­zung äußert – das müs­sen Sie kor­ri­gier­ren, wenn Sie um Akzep­tanz und Ver­trau­en für den Flug­ha­fen bei der Bevöl­ke­rung wer­ben wol­len.

Posi­tiv hat die FBI hin­ge­gen den Beschluss der FLK zur Kennt­nis genom­men, dass Nah­erho­lungs­ge­bie­te nicht von BBI-Fliegern über­quert wer­den sol­len. Das ist ein kla­res Signal für den Müg­gel­see und sei­nen Hun­der­tau­sen­den Nah­erho­lern. Ver­tei­di­gen Sie die­se mensch­lich und öko­lo­gisch sinn­vol­le Posi­ti­on kon­se­quent gegen die Macht ein­zel­ner.

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