34. Mon­tags­de­mo am 20. Febru­ar in Fried­richs­ha­gen

Zum 34. Mal in Fol­ge demons­trie­ren die Müggelsee-Anrainer gegen das uner­war­te­te Vor­ha­ben der Flug­ha­fen­pla­ner, Ost­ber­lins gro­ßes Wohn-, Freizeit-, Naturschutz- und Trink­was­ser­schutz­ge­biet  am Tag und den „Tages­rand­zei­ten“ bei Ost­wind mit einem per­ma­nen­ten Lärm- und Abgas­tep­pich zu über­zie­hen.

Wir wer­den die nun publik gewor­de­ne, mög­li­cher­wei­se gra­vie­ren­de Erhö­hung von Über­flü­gen des Wann­sees auf dem Markt­platz ana­ly­sie­ren und zei­gen, wel­che Fol­gen das auch für den Müg­gel­see haben kann, der nach der­zei­ti­ger Dik­ti­on rund 120 mal pro Tag über­flo­gen wer­den soll.

Ver­kom­men die bei­den größ­ten und belieb­tes­ten Ber­li­ner Seen zu den Lärm- und Dreck­klos der Metro­po­le? Für gen­gend Gesprächs­stoff auf dem Markt­platz ist  gesorgt.

Wir bit­ten Sie wie­der um zahl­rei­ches Erschei­nen.

Soeben in der Zeit ist die­ser Arti­kel erschie­nen, der Ver­ständ­nis für Flug­lärm­be­trof­fe­ne zeigt.

Dunk­le Wol­ken: Dop­pelt so vie­le Über­flü­ge auch für den Müg­gel­see?

DPA-Meldung:

Bis zu 83 Starts pro Tag

Flug­si­che­rung: Mehr Flü­ge vom Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg im Som­mer

Ber­lin – Im Flugrouten-Streit bahnt sich neu­er Ärger an: Wie heu­te bekannt wur­de, müs­sen sich Anwoh­ner des Haupt­stadt­flug­ha­fens Berlin-Schönefeld teil­wei­se auf mehr Über­flü­ge ein­stel­len als bis­lang bekannt, wie der Spre­cher der Deut­schen Flug­si­che­rung (DFS), Axel Raab, heu­te der Nach­rich­ten­agen­tur dpa sag­te. Die Flug­ge­sell­schaf­ten hät­ten einen höhe­ren Bedarf für den Som­mer­flug­plan ange­mel­det. Anwoh­ner reagier­ten empört.

Laut Flug­si­che­rung wer­den allein auf der soge­nann­ten Wannsee-Route bei West­wind 83 Starts pro Tag mög­lich sein. Bis­lang waren dort 48 Abflü­ge vor­ge­se­hen. Die Maschi­nen auf die­ser Rou­te dür­fen zum Teil auch über Stahns­dorf, Klein­mach­now, Tel­tow und Berlin-Zehlendorf flie­gen. Auch auf ande­ren Rou­ten sei­en mehr Flü­ge zu erwar­ten, sag­te Raab. Dafür lägen ihm aber kei­ne kon­kre­ten Infor­ma­tio­nen vor.

Ans Licht brach­te die Ände­rung die Anfra­ge einer Anwalts­kanz­lei, die die Gemein­den Tel­tow, Klein­mach­now und Stahns­dorf ver­tritt. Fach­leu­ten dürf­te die Ange­le­gen­heit jedoch schon bekannt gewe­sen sein, bevor das Bun­des­auf­sichts­amt für Flug­si­che­rung im Janu­ar die Flug­rou­ten fest­leg­te: Im Dezem­ber traf sich die Bran­che in Sin­ga­pur zu einer Kon­fe­renz, auf der Zeit­fens­ter (Slots) für Starts und Lan­dun­gen ver­ge­ben wur­den – mit Fol­gen für den Pro­gno­se­flug­plan für den Groß­flug­ha­fen BER, der im Juni in Schö­ne­feld in Betrieb geht.

„Da haben jetzt mehr Flug­ge­sell­schaf­ten Flü­ge für den Flug­ha­fen Ber­lin ange­mel­det”, sag­te Raab. Dabei reser­vie­ren sich die Air­lines zunächst die Slots – in wel­chem Umfang tat­säch­lich zusätz­lich geflo­gen wer­de, blei­be aber abzu­war­ten. „Die Flug­ge­sell­schaf­ten kön­nen sich 20 Pro­zent mehr Slots sichern als sie benö­ti­gen.” Das heißt: Ob der Wann­see wirk­lich 83 Mal über­flo­gen wird, steht noch nicht fest.

Ob die Ände­rung auch zusätz­li­che Über­flü­ge für den Müg­gel­see bedeu­tet, konn­te Raab nicht sagen. Bis­lang sind auf der umstrit­te­nen Rou­te für Starts bei Ost­wind etwa 122 Flü­ge vor­ge­se­hen. Flug­zeu­ge star­ten gegen den Wind. In Ber­lin herrscht an zwei von drei Tagen West­wind.

Die Bür­ger­initia­ti­ven, die heu­te auf die neu­en Zah­len auf­merk­sam mach­ten, reagier­ten ver­är­gert. „Das Trick­sen geht wei­ter”, kri­ti­sier­te die Tel­tower Initia­ti­ve. Erst sei­en den Bür­gern jah­re­lang fal­sche Rou­ten ver­mit­telt wor­den, nun beleg­ten die neu­en Zah­len, dass das Bun­des­auf­sichts­amt für Flug­si­che­rung bei der Rou­ten­fest­le­gung fal­schen Berech­nungs­grund­la­gen folg­te. Die Stahns­dor­fer Bür­ger­initia­ti­ve sieht dar­in einen Beleg, „mit wel­chen bei­spiel­lo­sen poli­ti­schen und recht­li­chen Metho­den ver­sucht wird, das Infra­struk­tur­pro­jekt BER am fal­schen Stand­ort durch­zu­drü­cken.” dpa

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