63. Mon­tags­de­mons­tra­ti­on am 10.09.2012 um 19:00 Uhr in Fried­richs­ha­gen

Am 10. Sep­tem­ber 2012 fin­det um 19:00 Uhr die 63. Mon­tags­de­mons­tra­ti­on auf dem Markt­platz in Fried­richs­ha­gen statt. Wir haben wie­der inter­es­san­te Neu­ig­kei­ten für Euch. Anbei zur Ein­stim­mung zwei Arti­kel die bewei­sen:

  • Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Peter Ram­sau­er hat sich in NRW gegen die rot­grü­ne Regie­rung und die Flug­ha­fen­an­woh­ner gestellt und das Nacht­flug­ver­bot gekippt, sie­he dazu u. a. Gene­ral­an­zei­ger Bonn: Minis­ter Ram­sau­er kippt Nacht­flug­ver­bot für Köln/Bonn. Ein­mal mehr zeigt er hier, dass ihm das Luft­ver­kehrs­kar­tell wich­ti­ger ist, als die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung
  • Und auch in Lon­don, wo bereits 5(!) Flug­hä­fen am Netz sind, soll aus­ge­rech­net in Heathrow eine 3. Start­bahn ent­ste­hen – gegen den erbit­ter­ten Wider­stand der Anwoh­ner und Bür­ger­meis­ter Boris John­son. Dar­über schreibt Spie­gel Online.

Ein inter­es­san­tes Pro­gramm erwar­tet Sie:

Wir erwar­ten Harald Moritz, den ver­kehrs­po­li­ti­schen Spre­cher der Frak­ti­on Die Grü­nen, der die Arbeit sei­ner Par­tei beim Unter­su­chungs­aus­schuss BER erör­tern wird. Des Wei­te­ren wer­den wir wie­der über den Stand des Volks­be­geh­rens Nacht­flug­ver­bot infor­mie­ren. Zur Ver­fü­gung wer­den wir dies­mal auch 200 Schall­schutz­an­trä­ge stel­len, damit die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sich mit unse­ren Anlie­gen befasst.
Wir wer­den ana­ly­sie­ren, wie Frau Mer­kel und Herr Ram­sau­er gern mit ZWEIERLEI MASS mes­sen:

MIT ZWEIERLEI MASS 1

Ange­la Mer­kel 2011: Mei­ne Kraft kommt aus der Ruhe!
„… und außer­dem bin ich auf dem Lan­de auf­ge­wach­sen, da habe ich ruhig geschla­fen, und das gibt mir wahr­schein­lich heu­te auch viel Kraft – für den Rest mei­nes Lebens!“ Die­ses Plä­doy­er für eine unge­stör­te Nacht­ru­he hat Bun­des­kanz­le­rin Frau Dr. Ange­la Mer­kel (CDU)  am Sonntag,den 25. Sep­tem­ber 2011 im Fern­se­hen bei Gün­ther Jauch gehal­ten.

Ange­la Mer­kel  2012: In ande­ren Län­dern der Welt schlie­fen die Bür­ger auch nicht und woll­ten bes­ser leben, sag­te Mer­kel „Und bei uns gibt es schon Thea­ter, wenn man eine drit­te Lan­de­bahn bau­en will, einen neu­en Bahn­hof, oder in Ber­lin einen Flug­ha­fen fer­tig­stel­len will.“
http://www.welt.de/politik/deutschland/article108945458/Merkel-Bier-und-Hohn-fuer-Berlins-Pannen-Airport.html

MIT ZWEIERLEI MASS 2

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Ram­sau­er kippt Nacht­flug­ver­bot für Köln/Bonn und sorgt für Ruhe ab 18 Uhr in Süd­deutsch­land
Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat der Düs­sel­dor­fer  Lan­des­re­gie­rung die Ein­füh­rung eines Nacht­flug­ver­bots für  Pas­sa­gier­flü­ge unter­sagt. Das berich­ten der „Köl­ner Stadt-Anzeiger“  und der „Express“ (Mitt­woch­aus­ga­ben). In einem Schrei­ben, das bei­den  Zei­tun­gen vor­liegt, wird dem Land mit­ge­teilt, dass der Bund „der  Ein­füh­rung einer Betriebs­be­schrän­kung für Pas­sa­gier­flü­ge in der  Kern­nacht“ nicht zustim­me. Man habe die aus NRW ein­ge­reich­ten  Gut­ach­ten geprüft. Den­noch ergä­ben sich „erheb­li­che Zwei­fel an der  Recht­mä­ßig­keit des beab­sich­ti­gen Vor­ge­hens“. Daher wol­le man, wie  zuvor ange­kün­digt, als Fach­auf­sicht ein­schrei­ten – zumal der  Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter sich nicht hin­rei­chend „mit den Hin­wei­sen des  Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums aus­ein­an­der­ge­setzt“ habe. Die rot-grüne  Lan­des­re­gie­rung hat­te kurz vor den Neu­wah­len in NRW im Mai 2012 für  den Köln/Bonner Flug­ha­fen ein Nacht­flug­ver­bot für Pas­sa­gier­flü­ge  zwi­schen null und fünf Uhr mor­gens ange­ord­net. Zuvor waren  Rechts­gut­ach­ten und die Stel­lung­nah­men der betrof­fe­nen Unter­neh­men  ein­ge­holt wor­den. Die Lan­des­re­gie­rung stütz­te ihre Ent­schei­dung auf  einen Wider­rufs­vor­be­halt in der Betriebs­ge­neh­mi­gung. Die­sen Vor­be­halt hält aber das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um für rechts­wid­rig, so dass das Vor­ge­hen der Lan­des­re­gie­rung unzu­läs­sig sei.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/region/Minister-Ramsauer-kippt-Nachtflugverbot-fuer-Koeln-Bonn-article848759.html

Staats­ver­trag Schweiz-Deutschland
Künf­tig soll der Luft­ver­kehr in Zürich am Abend drei Stun­den frü­her als bis­her nur noch über Schwei­zer Gebiet erfol­gen, statt wie bis­her über Deutsch­land. Damit sol­len die Anwoh­ner im Schwarz­wald und am Boden­see in den Abend­stun­den ab 20 Uhr ent­las­tet wer­den. Spä­tes­tens ab Janu­ar 2020 sol­len dann werk­tags von 18 Uhr bis 6:30 Uhr und an Wochen­en­den und Fei­er­ta­ge von 18 Uhr bis 9 Uhr kei­ne Anflü­ge über Süd­deutsch­land erfol­gen. Im Gegen­zug ver­zich­tet die Bun­des­re­pu­blik dar­auf, die Zahl der Flü­ge über Süd­deutsch­land zu begren­zen, indem sie zusätz­li­che Flü­ge in den Mor­gen­stun­den ab 6:30 Uhr erlaubt.
http://www.tagesschau.de/ausland/schweiz242.html

BIS MONTAG auf dem Markt­platz in Fried­richs­ha­gen!

Bericht und Fotos von der 62. Mon­tags­de­mo
https://www.youtube.com/watch?v=l2tsawqnazE&feature=youtu.be
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.424174264286473.84321.192148484155720&type=3&l=15c92bea91

Die­sen Arti­kel müs­sen Sie lesen:
Der Neu­start als Far­ce
Nicht mal als Kri­sen­ma­na­ger bewäh­ren sich die Chefs des Ber­li­ner Flug­ha­fens. Die pein­lichs­te Bau­stel­le Deutsch­lands wird teu­rer und teu­rer
http://www.zeit.de/2012/37/Flughafen-Berlin

TERMIN

„Neue Akti­on“ (NA) lädt ein zur The­men­ta­gung BER (s. Anla­ge)
Wann: am Sonn­abend, dem 15. Sep­tem­ber, von 10:00 – 19:00 Uhr
Wo: In der Gast­stät­te Zur Eiche, 15827 Blan­ken­fel­de, Dorf­str. 25
Was: 9 Stun­den kri­ti­sche Ana­ly­se zum Flug­ha­fen­stand­ort Schö­ne­feld – suchen Sie sich Ihr The­ma her­aus und kom­men Sie zu „Ihrem The­ma“. Natür­lich sind Sie auch zu den ande­ren The­men herz­lich will­kom­men. Kos­ten­bei­trag 5 €uro.

Arbeits­kreis „Neue Akti­on“ (NA) for­dert Kla­ge­fonds für die Flug­lärm­be­trof­fe­nen von BER (PM im Anhang).

BER-Witz: Jeg­li­che Kri­tik ent­behrt natür­lich wie immer jeder Grund­la­ge: Dafür ist der BBI aber ein soli­de geplan­tes Pro­jekt!

http://www.frank-welskop.de/

Spen­den für das Volks­be­geh­ren Nacht­flug­ver­bot in Ber­lin ab sofort unter www.betterplace.org mög­lich
Das Volks­be­geh­ren Nacht­flug­ver­bot in Ber­lin ist ab sofort unter www.betterplace.org erreich­bar, eine sozia­le Platt­form, auf der Spen­den für gemein­nüt­zi­ge Pro­jek­te gesam­melt wer­den.
http://www.betterplace.org/de/projects/10737-volksbegehren-nachtflugverbot-am-ber

Kon­fe­renz deut­scher Fluglärm-Initiativen in Köln
Auf einer Kon­fe­renz in Köln haben sich am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de die Spre­cher von Fluglärm-Initiativen aus Deutsch­land getrof­fen, um Stra­te­gi­en für ein gemein­sa­mes Vor­ge­hen abzu­stim­men und neue Aktio­nen zu pla­nen. Ein­ge­la­den waren in einer ers­ten Stu­fe Initia­ti­ven aus Ber­lin, Frank­furt, Mün­chen, Düs­sel­dorf, Köln, und Leip­zig, die bereits im März des Jah­res par­al­lel einen bun­des­wei­ten Akti­ons­tag gestal­tet haben.
http://www.bvbb-ev.de/index.php/pressemitteilungen-als-liste/904-konferenz-deutscher-fluglaerm-initiativen-in-koeln

PRESSESCHAU

ERÖFFNUNGSTERMIN UND GROSSBAUSTELLE BER

Der Beweis! Flughafen-Chef wuss­te schon 2008, dass der BER zu spät fer­tig wird
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/der-beweis-flughafen-chef-wusste-bescheid-26071990.bild.html

Bau-Desaster
So ver­rot­tet sieht es im Bauch der BER-Baustelle aus
Ris­se im Bau­werk, und noch immer ist die Brand­schutz­an­la­ge nicht in Takt: Vie­le der Gerüch­te über die Bau­schä­den am künf­ti­gen Groß­flug­ha­fen in Schö­ne­feld haben sich jetzt bestä­tigt. Bran­den­bur­ger CDU-Landtagsabgeordnete sahen am Don­ners­tag vor Ort das Bau-Desaster mit eige­nen Augen.
http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/ber-baustelle-baumaengel-beweis-fotos-cdu-brandenburg-berlin,7169128,17191042.html

Brandschutz-Anlagen feh­ler­haft?
Angeb­lich wur­den 70 Pro­zent falsch ver­baut
http://www.bild.de/news/inland/flughafen-berlin-brandenburg-international/ber-70-prozent-der-brandschutzanlage-fehlerhaft-verbaut-26072010.bild.html

Der Brand­schutz am neu­en Air­port muss für 3 bis 5 Mil­lio­nen Euro umge­baut wer­den. Zeit­plan wie­der in Ver­zug?
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/brandschutz-umbau-fuer-mehrere-millionen-article1537148.html

„Sau­teu­rer Flug­ha­fen ohne Per­spek­ti­ve“
Exper­te – Auch BER-Eröffnung im Herbst 2013 ist ambi­tio­niert
Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta kri­ti­siert zahl­rei­che Pla­nungs­feh­ler beim neu­en Groß­flug­ha­fen BER.
Die 1,2 Mil­li­ar­den Euro wer­den erst ein­mal benö­tigt, um die Feh­ler der letz­ten Mona­te zu bezah­len. Um die Kapa­zi­täts­pro­ble­me, die ich benannt habe, zu besei­ti­gen, kom­men noch ein­mal 1,5 bis zwei Mil­li­ar­den oben­drauf. Damit ist man aber noch nicht am Ende. Es wer­den wei­te­re Inves­ti­tio­nen gebraucht, um die Zukunfts­fä­hig­keit des Flug­ha­fens sicher zu stel­len. Das läuft schließ­lich dar­auf hin­aus, dass die Eigen­tü­mer sechs bis sie­ben Mil­li­ar­den Euro inves­tiert haben. Dafür hat man am Ende einen sau­teu­ren Flug­ha­fen, der nicht erwei­ter­bar und damit nicht zukunfts­fä­hig ist. Der Flug­ha­fen hat, so wie er jetzt gebaut wur­de, kei­ne Per­spek­ti­ve, und das ist das Dilem­ma.
Um all die­se Pro­ble­me zu lösen, müss­te die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft wei­te­re zwei Mil­li­ar­den Euro in die Hand neh­men. Die kann sie aber nicht inner­halb eines Jah­res ver­bau­en. Viel­leicht bei den Beton­flä­chen, aber nicht im Hoch­bau. Das heißt, man muss mit ande­ren Lösun­gen arbei­ten.
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article109063630/Experte-Auch-BER-Eroeffnung-im-Herbst-2013-ist-ambitioniert.html

RBB Spe­zi­al: BER – wie­der ver­scho­ben!

http://www.rbb-online.de/rbbspezial/archiv/neuer_eroeffnungstermin.html

Sehr geehr­te Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner, bit­te bege­ben Sie sich in 417 Tagen zu Ihrem Abflug-Gate. Viel­leicht…
Ob es tat­säch­lich beim 27. Okto­ber bleibt, ist aller­dings noch unsi­cher.
http://www.bz-berlin.de/service/flughafen-berlin-brandenburg/ber-eroeffnungstermin-jetzt-im-oktober-2013-article1535522.html

Vor­aus­sicht­lich wird die gesam­te Ver­spä­tung fast zwei Mil­li­ar­den Euro kos­ten
Die wei­te­re Ver­schie­bung der Eröff­nung treibt die Kos­ten des Groß­flug­ha­fens wei­ter in die Höhe.  Der neue Chef­pla­ner soll nun das Cha­os rich­ten.
http://mobil.berliner-zeitung.de/cms/home/flughafeneroeffnung-erneut-verschoben-ber-start-erst-im-oktober-2013,10820300,17173142,view,asFitMl.html

Neu­er Haupt­stadt­flug­ha­fen: „Kos­ten aus dem Blick ver­lo­ren“
BER kos­tet rund eine Mil­li­ar­de Euro mehr als geplant. Das Geld kommt natür­lich vom Steu­er­zah­ler.
http://m.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/24251686/30803c/Sp%C3%A4t-sp%C3%A4ter-BER.html

Der neu­er Ber­li­ner Haupt­stadt­flug­ha­fen BER kann wohl erst im Okto­ber 2013 eröff­net wer­den
End­lich steht das Datum fest: Der Ber­li­ner Groß­flug­ha­fen soll am 27. Okto­ber 2013 eröff­net wer­den, mel­det die Bild-Zeitung. Unter Beru­fung auf Ber­li­ner Regie­rungs­krei­se berich­tet das Blatt, Chef­pla­ner Horst Amann wol­le den neu­en Ter­min an die­sem Frei­tag im Auf­sichts­rat ver­kün­den. Des­sen eigent­lich für den 14. Sep­tem­ber geplan­te Sit­zung sei um eine Woche vor­ver­legt wor­den, um die Spe­ku­la­tio­nen um den BER-Start zu been­den.
Die Gesell­schaf­ter sei­en über den neu­en Eröff­nungs­ter­min am Mon­tag infor­miert wor­den, schrieb die Bild-Zeitung. Ber­lins Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit, Bran­den­burgs Minis­ter­prä­si­dent Mat­thi­as Plat­z­eck und der Ver­tre­ter des Bun­des, Rai­ner Bom­ba, wür­den die Pla­nung mit­tra­gen. Im Moment sei man auf der Bau­stel­le zwei bis drei Mona­te im Ver­zug, es fehl­ten aber noch Aus­füh­rungs­pla­nun­gen und vor allem die Geneh­mi­gung für die geschoss­über­grei­fen­de Ent­rau­chung.
http://www.berliner-zeitung.de/hauptstadtflughafen/flughafen-berlin-ber-soll-im-oktober-2013-starten,11546166,17048046.html
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/berliner-flughafen-eroeffnung-angeblich-auf-oktober-2013-verschoben/v_detail_tab_print/7090152.html
http://www.n-tv.de/wirtschaft/BER-oeffnet-wohl-erst-im-Herbst-2013-article7126166.html
http://www.rbb-online.de/themen/flughafen-ber/flughafen_ber/countdown/flughafen_berlin_brandenburg.listall.on.printView.on.html
http://m.welt.de/article.do?id=wirtschaft%252Farticle108989855%252FArroganz-Verzoegerung-Vertuschung
http://www.bz-berlin.de/service/flughafen-berlin-brandenburg/offiziell-ber-soll-am-27-10-2013-oeffnen-article1537748.html

Jetzt ist die Bla­ma­ge amt­lich: Der Eröff­nungs­ter­min des neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fens wird wie­der ein­mal ver­scho­ben. Der BER soll nun am 27. Okto­ber 2013 öff­nen.
http://www.bild.de/news/inland/flughafen-berlin-brandenburg-international/aufsichtsrat-sitzung-berliner-flughafen-ber-26083070.bild.html
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/wie-lange-haelt-dieser-vertrag-noch-26097842.bild.html

Haupt­stadt­flug­ha­fen War­um wird die BER-Eröffnung wie­der ver­scho­ben?
Am Flug­ha­fen, dem wich­tigs­ten Infra­struk­tur­pro­jekt der Regi­on, ist zum Teil plan­los gebaut wor­den. Unter­la­gen waren, wie Insi­der sagen, feh­ler­haft, Aus­füh­rungs­pla­nun­gen für die Fir­men hät­ten zum Teil kom­plett gefehlt. Weil die Fir­men an Ter­mi­ne gebun­den waren, hät­ten sie zum Teil auf eige­ne Faust gebaut. Größ­tes Pro­blem dabei: So wur­den auch Kabel in Schäch­te gelegt, die dafür gar nicht geeig­net waren.
Schwach­strom­lei­tun­gen lie­gen nun neben Stark­strom­ka­beln, was nicht zuläs­sig ist. Vor allem im Bereich der Gepäck­aus­ga­be müs­sen nun die Kabel­tras­sen ent­wirrt und die Lei­tun­gen zum Teil in neue Schäch­te gelegt wer­den. Der neue tech­ni­sche Geschäfts­füh­rer der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft, Horst Amann, der erst seit 1. August im Amt ist, habe sich beim Sich­ten der Unter­la­gen auf nichts ver­las­sen und alle vor­han­de­nen Plä­ne über­prüft, heißt es am Flug­ha­fen…
http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber/hauptstadtflughafen-warum-wird-die-ber-eroeffnung-wieder-verschoben/7094448.html

Bau­stopp am BER – Flug­ha­fen soll nun im Herbst 2013 eröff­nen: Am BER steht fast alles still.

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag hat­te die „Soko BER“ des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums die Flug­ha­fen­bau­stel­le besich­tigt. Dabei soll der Chef­pla­ner, der seit 1. August im Amt ist, deut­lich gemacht haben, dass die Bau­ar­bei­ten noch nicht wie­der voll auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. Zu vie­le Pro­ble­me müss­ten noch gelöst wer­den. Sechs Wochen nach den angeb­lich erfolg­rei­chen Heißgas-Rauchtests ist die Brand­schutz­an­la­ge immer noch weit davon ent­fernt zu funk­tio­nie­ren.
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article108953113/Baustopp-am-BER-Flughafen-soll-nun-im-Herbst-2013-eroeffnen.html

BER-Eröffnung im Okto­ber 2013: Die Mau­er stand schnel­ler
Für den neu­en Flug­ha­fen Berlin-Brandenburg gibt es einen neu­en Eröff­nungs­ter­min: Im Okto­ber 2013 soll es nun end­lich so weit sein. Die Kos­ten erhö­hen sich wei­ter.
https://www.taz.de/BER-Eroeffnung-im-Oktober-2013/!100948/

BER-Mängel: Der gehei­me Prüf­be­richt
Der Bericht ist alar­mie­rend! Nur 15 von 140 Test-Szenarien zum Brand­schutz waren erfolg­reich. Die Schluss­fol­ge­run­gen der Sach­ver­stän­di­gen sind alar­mie­rend. Aus­zü­ge: Der­zeit nur pro­vi­so­ri­scher Betrieb für GFA (Gepäck­för­der­an­la­ge) und Gepäck­aus­ga­be FGT (Flug­gast­ter­mi­nal) Süd über Hand­steue­rung mög­lich. Hier­bei besteht jedoch bei unsach­ge­mä­ßer Bedie­nung der Steu­er­schal­ter die Gefahr der Zer­stö­rung der Ent­rau­chungs­ka­nä­le durch zu hohen Unter­druck bei fal­scher Klap­pen­stel­lung.
Die Rauch­schür­zen (Brandschutz-Vorhänge) sind nicht betriebs­be­reit. Die Gas-Löschanlage in den betrof­fe­nen Räu­men ist wir­kungs­los. Bit­ter das Experten-Fazit zur Ent­rau­chung in Pier Nord und Süd: „Eine Betriebs­si­cher­heit und Wirk­sam­keit für die Ent­rau­chungs­funk­ti­on (…) kann durch den Prüf­sach­ver­stän­di­gen nicht bestä­tigt wer­den.“
http://www.bz-berlin.de/service/flughafen-berlin-brandenburg/der-geheime-ber-pruefbericht-article1533943.html
http://www.bild.de/news/inland/flughafen-berlin-brandenburg-international/umzug-brandschutz-26003838.bild.html

Eröff­nung zum 4. Mal ver­scho­ben – jetzt auch noch das Vor­läu­fi­ger Bau­stopp am BER!
Rich­tig mit Arbei­ten geht es erst wie­der im November/Dezember los. Ein neu­es Pla­nungs­team wird jetzt zusam­men­ge­stellt.
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/baustopp-eroeffnung-verschoben-ber-26022312.bild.html

Plat­z­eck: Tech­nik­chef wird erneu­te BER-Verschiebung vor­schla­gen
Im Vor­feld der nun für Okto­ber 2013 geplan­ten Eröff­nung soll es eine lan­ge Test­pha­se geben.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber/berliner-flughafen-desaster-platzeck-technikchef-wird-erneute-ber-verschiebung-vorschlagen/7090524.html

BER däm­mert vor sich hin
Das Ver­falls­da­tum für die Eröff­nungs­ter­mi­ne des Haupt­stadt­flug­ha­fens BER wird immer schnel­ler erreicht. Dies­mal hat­te der 17. März 2013 rund vier Mona­te Bestand. Das zeigt, wie hek­tisch es bei den Flug­ha­fen­pla­nun­gen zuge­hen muss.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/237565.ber-daemmert-vor-sich-hin.html

BER-Eröffnung nur im Test­be­trieb
Was dann als Eröff­nung des BER gel­ten wür­de, wäre jedoch nach Exper­ten­mei­nung nur ein ver­kapp­ter Test­be­trieb, mit Scha­den­er­satz­kla­gen von Gewer­be­trei­ben­den, die ihre Läden erneut nicht eröff­nen könn­ten, zu umge­hen.
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/677636/

Schon vor 2500 Jah­ren bau­te man schnel­ler als am BER
http://www.welt.de/kultur/history/article108997619/Schon-vor-2500-Jahren-baute-man-schneller-als-am-BER.html

Ein nicht zukunfts­fä­hi­ger Stand­ort. Alles nach dem Prin­zip: Augen zu und durch. „Haupt­sa­che, Ber­lin bekommt den Flug­ha­fen – selbst, wenn es der fal­sche Stand­ort ist“
Der Flug­ha­fen­ar­chi­tekt Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta sieht die Unter­neh­men zumin­dest indi­rekt in der Schuld: „Die grund­sätz­li­che Fehl­ent­schei­dung wur­de 1996 mit dem Beschluss getrof­fen, dass der neue Haupt­stadt­flug­ha­fen in Schö­ne­feld ste­hen soll.“ Man müs­se den Wirt­schafts­ver­bän­den, Kam­mern, aber auch der Luft­han­sa „den Vor­wurf machen, dass sie sich damals nicht dage­gen gewehrt haben, einen nicht zukunfts­fä­hi­gen Stand­ort aus­zu­wäh­len“. Alles nach dem Prin­zip: Augen zu und durch. „Haupt­sa­che, Ber­lin bekommt den Flug­ha­fen – selbst wenn es der fal­sche Stand­ort ist.“ Damit habe das Desas­ter begon­nen. Doch nicht nur der Stand­ort sei falsch, auch das Pro­jekt sei zwei­fel­haft: Es sei schwie­rig, „ein Ter­mi­nal zu bau­en, bei dem man die Geset­ze der Phy­sik auf den Kopf stellt, indem der Rauch nach unten abge­saugt wer­den soll“, kri­ti­siert Fau­len­bach. „Eigent­lich folgt die Form der Funk­ti­on, hier folgt die Funk­ti­on der Form.“ Damit sei­en letzt­lich auch die Unter­neh­men über­for­dert.
http://www.berliner-zeitung.de/politik/ber–das-bekommen-wir-schon-hin-,10808018,17197700.html

(IN)SOLVENZ DES FLUGHAFENS

Dem Flug­ha­fen BER geht im Novem­ber das Geld aus
Grund sind Mehr­kos­ten beim Bau des Groß­flug­ha­fens von rund einer Mil­li­ar­de Euro, die vor allem durch Pfusch am Bau und man­geln­den Brand­schutz ent­stan­den sind, heißt es in der Ant­wort der Bran­den­bur­ger Regie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der Bran­den­bur­ger CDU.
Allein die Bau­ver­zö­ge­run­gen kos­ten dem­nach bis zu 20 Mil­lio­nen Euro pro Monat. Die Flughafen-Anteilseigner Bund, Ber­lin und Bran­den­burg strei­ten aller­dings noch dar­über, wer wie viel von den Mehr­kos­ten über­neh­men soll.
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article108921389/Dem-Flughafen-BER-geht-im-November-das-Geld-aus.html
http://www.focus.de/finanzen/news/berlin-geht-das-geld-aus-pleite-flughafen-ber-droht-bereits-im-november-die-insolvenz_aid_811043.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bund-und-laender-basteln-an-rettungsplan-fuer-pannenflughafen-a-853378.html

Mil­li­ar­den­pro­jek­te: Die größ­ten schwar­zen Steuergeld-Löcher

Der Haupt­stadt­flug­ha­fen, Stutt­gart 21, die Elb­phil­har­mo­nie: Etli­che Bau­pro­jek­te haben Steu­er­gel­der in Mil­li­ar­den­hö­he ver­schlun­gen. Ihre Kos­ten sind meist um ein Viel­fa­ches höher als geplant. FAZ.NET zeigt die größ­ten Sicker­gru­ben für öffent­li­che Gel­der.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/milliardenprojekte-die-groessten-schwarzen-steuergeld-loecher-11866499.html

Das ist ja ein ein­zi­ger Scher­ben­hau­fen, der da ent­stan­den ist. Ein groß­ar­ti­ges Bei­spiel für Miss­ma­nage­ment der öffent­li­chen Hand.
Ryanair-Chef Micha­el O’Leary: „Flug­hä­fen soll­ten so sein wie Aldi und Lidl“
„Es müs­sen kei­ne prunk­vol­len Glas- und Mar­mor­pa­läs­te sein, die man dann Flug­ha­fen nennt und mit hohen Start- und Lan­de­ge­büh­ren finan­ziert, die wir dann über die Tickets wei­ter­ge­ben müs­sen. So ein Palast ent­steht ja gera­de in Ber­lin. Das ist ja ein ein­zi­ger Scher­ben­hau­fen, der da ent­stan­den ist. Ein groß­ar­ti­ges Bei­spiel für Miss­ma­nage­ment der öffent­li­chen Hand. Ber­lin hat­te eigent­lich fan­tas­ti­sche Mög­lich­kei­ten mit sei­nen drei Flug­hä­fen. Es hat kei­nen Sinn, Tegel und Tem­pel­hof zu schlie­ßen, außer für die Luft­han­sa viel­leicht. Die will wohl nur einen Flug­ha­fen, um die Kon­trol­le zu haben. Ber­lin soll­te wei­ter­hin meh­re­re Flug­hä­fen haben, die mit­ein­an­der kon­kur­rie­ren.“
„Air Ber­lin wür­de ich nicht mal umsonst neh­men. Da fin­det das Miss­ma­nage­ment auf einem deut­lich höhe­ren Niveau als bei Aer Lin­gus statt. Und Air Ber­lin ist gera­de dabei, sich selbst zu zer­le­gen.“
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/ryanair-chef-michael-oleary-wie-lange-er-noch-chef-bleibt/7090676-3.html

Credit Suis­se Group stuft AIR BERLIN auf under­per­form
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/4995874-credit-suisse-group-stuft-air-berlin-underperform

Was ver­schweigt AIR BERLIN?
Dass es Air Ber­lin schlecht geht – das heu­len die Tur­bi­nen beim Start- wie beim Land­an­flug. Aber im Flug­lärm geht unter, dass der Car­ri­er pein­lich bemüht ist, Aktio­nä­re und Anle­ger über sei­ne wah­re Lage im Unkla­ren zu las­sen.
Für das zwei­te Quar­tal 2012 wies die Bilanz   einen auf 66,2 Mil­lio­nen Euro erhöh­ten Net­to­ver­lust (Vor­jah­res­zeit­raum: 43,9 Mil­lio­nen) auf. Schwe­rer wiegt, dass Air Ber­lin kaum noch über eige­ne Mit­tel ver­fügt. Im zwei­ten Quar­tal hal­bier­te sich das Eigen­ka­pi­tal der Grup­pe auf nur noch 101 Mil­lio­nen Euro. Die Net­to­schul­den­last steigt von 616,1 Mio. auf 811,9 Mio und beginnt wohl die Luft des Unter­neh­mens so weit abzu­schnü­ren, dass man lie­ber dar­über nicht mehr spricht.
http://blog.wiwo.de/chefsache/2012/09/04/was-verschweigt-air-berlin/

Pas­sa­gier­zah­len bei Air Ber­lin sin­ken wei­ter
Trotz Feri­en sind die Pas­sa­gier­zah­len bei Air Ber­lin, Deutsch­lands zweit­größ­ter Flug­ge­sell­schaft, rück­läu­fig. Die Aus­las­tung ver­schlech­ter­te sich im zurück­lie­gen­den Monat – obwohl das Sitz­platz­an­ge­bot redu­ziert wur­de.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/trotz-ferien-passagierzahlen-bei-air-berlin-sinken-weiter/7100582.html

Tep­pich­ba­sar vol­ler Fall­gru­ben, Win­kel und Neben­gas­sen

http://www.frank-welskop.de/allgemein/ber-im-haushalt-brandenburgs-wie-ein-teppichbasar-voller-fallgruben-winkel-und-nebengassen/

AUFSICHTSRAT UND GESCHÄFTSFÜHRUNG: WOWEREIT UND CO.

Hoch­stap­ler bevor­zugt
Vor ein paar Jah­ren erschien in den Ber­li­ner Tages­zei­tun­gen fol­gen­de Stel­len­an­zei­ge: „Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sucht für den Vor­sitz und den stell­ver­tre­ten­den Vor­sitz ihres Auf­sichts­ra­tes geeig­ne­te Kan­di­da­ten. Sie soll­ten nicht die gerings­ten Kennt­nis­se und Erfah­run­gen auf dem Gebiet der Luft­fahrt, der Archi­tek­tur, der Buch­hal­tung und der Tech­nik (ins­be­son­de­re Brand­schutz und Ent­rau­chung) vor­wei­sen und eben­falls nicht die gerings­te Neu­gier auf eines die­ser Gebie­te ver­spü­ren. Sie soll­ten sich dar­über hin­aus immer bewusst sein, dass sie an füh­ren­der, also ver­ant­wort­li­cher Stel­le bei der Ver­wirk­li­chung eines der anspruchs­volls­ten Bau­vor­ha­ben der Bun­des­re­pu­blik mit­wir­ken, also das selbst­stän­di­ge Bin­den einer Kra­wat­te beherr­schen und Übung im Tra­gen fal­ten­frei­er Anzü­ge haben. Erwar­tet wird wei­ter­hin siche­res Auf­tre­ten im Umgang mit der Öffent­lich­keit, ins­be­son­de­re mög­lichst lang­jäh­ri­ge Erfah­rung mit den dafür erfor­der­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­teln: Plat­ti­tü­den, Phra­sen, Halb-, Viertel-, Achtel- und Duo­dezwahr­hei­ten, Schaum, Sei­fe sowie Sül­ze. Hoch­stap­ler wer­den bei glei­cher Qua­li­fi­ka­ti­on bevor­zugt ein­ge­stellt.“
Es war nie­mand über­rascht, als kur­ze Zeit spä­ter die Minis­ter­prä­si­den­ten von Ber­lin und Bran­den­burg, Klaus Wowe­reit (SPD) und Mat­thi­as Plat­z­eck (SPD), zum Vor­sit­zen­den und stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH beru­fen wur­den.
http://www.berliner-zeitung.de/politik/leitartikel-hochstapler-bevorzugt,10808018,17199024.html

Kaum Auf­sicht, kein Rat
Klaus Wowe­reit, der Vor­sit­zen­de des Gre­mi­ums, fühlt sich wohl unschul­dig ver­folgt. Ver­mut­lich hat­te er nicht ein­mal in Umris­sen geahnt, auf was er sich ein­ließ, als er den Job über­nahm. Ein Auf­sichts­rat galt lan­ge als Grüß­au­gust, nicht nur bei die­sem Flug­ha­fen.
Das Wort Auf­sichts­rat besteht aus den Sub­stan­ti­ven Auf­sicht und Rat. Offen­bar über­rasch­te es im Fal­le der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft eini­ge Auf­sichts­rä­te, dass mit der Über­nah­me der Funk­ti­on wirk­lich eine wenn auch nur tem­po­rä­re Tätig­keit ver­bun­den ist. Es ist Auf­sicht zu füh­ren über die Arbeit der Geschäfts­füh­rung. Dazu muss regel­mä­ßig Bericht erstat­tet wer­den. Um beur­tei­len zu kön­nen, ob Rap­por­te der Geschäfts­füh­rer plau­si­bel sind, soll­te der Auf­sichts­rat etwas von der Arbeits­wei­se eines Unter­neh­mens ver­ste­hen. Falls es sich, wie hier, um ein gro­ßes Bau­vor­ha­ben han­delt, soll­te sich der Auf­sichts­rat regel­mä­ßig von den Bau­fort­schrit­ten über­zeu­gen, damit ihm nicht Geschich­ten über Potem­kin­sche Dör­fer erzählt wer­den.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/grossprojekt-berliner-flughafen-kaum-aufsicht-kein-rat/7109402.html

DIE ZEIT: Haupt­stadt­flug­ha­fen: Das Ber­li­ner Schuld-Kartell
Von Links­par­tei bis CSU: Beim Flughafen-Debakel haben alle Par­tei­en mit­ge­pfuscht, des­halb gibt es kei­ne Rück­trit­te und kaum Auf­klä­rung.
Die­ses par­tei­po­li­ti­sche Tak­tie­ren ist es erst, was aus dem Technik-Debakel BER ein poli­ti­sches Deba­kel macht. Alle Sei­ten scheu­en sich, die Feh­ler und Ver­ant­wort­li­chen, auch in den eige­nen Rei­hen, klar zu benen­nen. Es müs­sen ja nicht gleich rei­hen­wei­se Köp­fe rol­len. Doch bis­her stel­len die Poli­ti­ker die Loya­li­tät zu ihren Par­tei­freun­den und Koali­ti­ons­part­nern über die Loya­li­tät zu ihren Wäh­lern, die ein Recht auf Auf­klä­rung haben. Das ist der eigent­li­che Skan­dal.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-09/Flughafen-Berlin-Kommentar

Steht Wowe­reits BER-Desaster dem Ban­ken­skan­dal in nichts nach?
Ein Blick zurück lohnt: Bei­de Ereig­nis­se haben ihre Ursprün­ge im Metro­po­len­wahn der 90er Jah­re und heu­te wie damals gibt es kei­ne Schul­di­gen
http://www.neues-deutschland.de/artikel/237760.html

Deba­kel um den Groß­flug­ha­fen BER – Ramo­na Pop (Grü­ne): „Die Sup­pe muss Wowe­reit selbst aus­löf­feln“
Ramo­na Pop (Grü­ne) erklärt, war­um sie trotz BER-Debakel kei­nen Rück­tritt des Senats­chefs Klaus Wowe­reit for­dert. Die Poli­ti­ke­rin kri­ti­siert jedoch das schlech­te Kri­sen­ma­nage­ment und die man­geln­de Trans­pa­renz.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/debakel-um-den-grossflughafen-ber-ramona-pop—die-suppe-muss-wowereit-selbst-ausloeffeln-,10809148,17032128.html

S-Bahn, Flug­ha­fen, Bau­stel­len – In Wowe­reits Ber­lin regiert das Cha­os
Ber­lin erscheint nicht struk­tu­riert. Wer sich täg­lich durch die Stadt quält, hofft ver­geb­lich auf eine funk­tio­nie­ren­de Ver­kehrs­pla­nung, koor­di­nier­te Infra­struk­tur­maß­nah­men und vor­aus­schau­en­des Kri­sen­ma­nage­ment. Man ver­misst die ord­nen­de Hand. Sie fehlt bei den nor­ma­len Bau­tä­tig­kei­ten der Metro­po­le und sie fehl­te erst recht bei dem Groß­pro­jekt Berlin-Brandenburg. Aus­sicht auf Bes­se­rung gibt es nicht.
https://www.focus.de/politik/deutschland/fietz-am-freitag/buergermeister-fehlt-die-ordnende-hand-s-bahn-flughafen-baustellen-in-wowereits-berlin-regiert-das-chaos_aid_810648.html

Fest steht, dass Ber­lin jetzt über 2156 Hekt­ar Land ver­fügt, das von nicht funk­ti­ons­fä­hi­gen Flug­hä­fen bedeckt ist
Im Jah­re 2004 hat Wowe­reit geschrie­ben: „In Schö­ne­feld ent­steht bis 2010 das wich­tigs­te Infra­struk­tur­pro­jekt für Ber­lin und Bran­den­burg.“ Zu Tem­pel­hof schrieb er: „Ein guter Kauf­mann kann es sich nicht leis­ten, auf Dau­er Ver­lus­te zu machen. Allein im ver­gan­ge­nen Jahr gab es“ – in Tem­pel­hof – „15,3 Mil­lio­nen Euro Ver­lus­te. Wir brau­chen alle finan­zi­el­len Resour­cen, um den Aus­bau des neu­en Flug­ha­fens zu finan­zie­ren.“ Was die wie­der­hol­te Ver­schie­bung in Schö­ne­feld kos­tet, weiß kein ein­zi­ger Kauf­mann genau. 300 Mil­lio­nen? Eine Mil­li­ar­de? Man kann das unmög­lich wis­sen, solan­ge man nicht weiß, wann der neue Flug­ha­fen auf­macht. Fest steht, dass Ber­lin jetzt über 2156 Hekt­ar Land ver­fügt, das von nicht funk­ti­ons­fä­hi­gen Flug­hä­fen bedeckt ist. Dies ent­spricht der Grö­ße des Fürs­ten­tums Mona­co.
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/wiesen-eroeffnen-ist-einfach/7083822.html

Ber­lin Arm und lahm: Die Lach­num­mer namens Ber­li­ner Flug­ha­fen geht in die zwei­te Ver­län­ge­rung.
Für Außen­ste­hen­de war es schon lan­ge ein Rät­sel, war­um es aus­ge­rech­net in Ber­lin, wo man so ger­ne auf die Stra­ße geht, nicht zu Mas­sen­de­mons­tra­tio­nen gegen den neu­en Flug­ha­fen kam wie in Mün­chen oder beim Bahn­hof­um­bau in Stutt­gart. Soll­ten die Geg­ner des Pro­jekts von Anfang an auf die Unfä­hig­keit des Bau­herrn gesetzt haben? Dann wären sie die ein­zi­gen, die jetzt nicht ent­täuscht wer­den: Die Lach­num­mer namens Ber­li­ner „Groß­flug­ha­fen“ geht in die zwei­te Ver­län­ge­rung.
http://www.faz.net/aktuell/politik/berlin-arm-und-lahm-11879176.html

Wowe­reit kann ein­pa­cken
Das Cha­os ist noch schlim­mer als befürch­tet, der Bau des neu­en Ber­li­ner Flug­ha­fens ist für Klaus Wowe­reit ein ein­zi­ges Desas­ter. Als Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter von Ber­lin ist er der Haupt­ver­ant­wort­li­che, sei­ne Feh­ler haben ihn für die Füh­rung einer Metro­po­le dis­qua­li­fi­ziert. Klaus Wowe­reit, um es kurz­zu­ma­chen, kann ein­pa­cken als Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter von Ber­lin. Wer so leicht­fer­tig die Zukunft einer Regi­on ver­spielt, wer Hun­der­te Mil­lio­nen in Rauch auf­ge­hen lässt, über Mona­te nur belei­digt spielt, ver­tuscht, statt Feh­ler auf­zu­klä­ren, hat sich für die Füh­rung einer Metro­po­le dis­qua­li­fi­ziert.
http://www.sueddeutsche.de/politik/flughafen-berlin-brandenburg-wowereit-kann-einpacken-1.1458870

Wowe­reits Zeit ist um
https://www.focus.de/politik/deutschland/presseschau-zum-berliner-flughafen-debakel-klaus-wowereit-kann-einpacken_aid_813147.html

Kein Königs­mör­der in Sicht
Längst gäbe es Grün­de genug, um den Rück­tritt von Ber­lins Regie­ren­dem Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit zu for­dern. Doch nichts geschieht.
https://www.taz.de/Wowereits-Flughafen-Desaster/!101021/

Neu­er BER-Bauleiter Amann Der Mann, der alles rich­ten soll
Der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter ist voll des Lobes über den Mann, der den Flug­ha­fen BER zur Betriebs­rei­fe füh­ren soll. „Herr Amann ist ein Mann mit Durch­set­zungs­kraft, der die Spra­che der Bau­bran­che spricht“, ließ Klaus Wowe­reit (SPD) im Juli mit­tei­len, als fest­stand, dass der Inge­nieur Horst Amann am 1. August den neu­en Job in Ber­lin antre­ten wird. Ande­re, die den 59-Jährigen ken­nen, spre­chen von einem Bull­do­zer, der sei­ne Mann­schaft vor sich her trei­ben kann. So for­mu­liert es zumin­dest der Flug­ha­fen­ar­chi­tekt Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta, der in Offen­bach ein Con­sul­ting­bü­ro betreibt. Er erleb­te Horst Amann wäh­rend der Planungs- und Bau­pha­se der neu­en Lan­de­bahn Nord­west des Frank­fur­ter Flug­ha­fens. Amann lei­te­te das Vor­ha­ben für die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Fra­port, Fau­len­bach unter­stütz­te lärm­ge­plag­te Anwoh­ner. „Amann will sich immer durch­set­zen“, sagt Fau­len­bach. „Aber er kann nicht moti­vie­ren und über­zeu­gen.“ Die umstrit­te­ne Pis­te in Frank­furt ging im Okto­ber 2011 in Betrieb, und sie galt in Ber­lin als bes­te Refe­renz für Amanns künf­ti­ge Auf­ga­be. Dabei lief das Frank­fur­ter Pro­jekt alles ande­re als gut. Schon zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutsch­land soll­ten die Lan­de­bahn und ein neu­es Ter­mi­nal genutzt wer­den kön­nen. Das Ter­mi­nal gibt es bis heu­te nicht und die Lan­de­bahn kos­te­te 670 Mil­lio­nen Euro mehr als geplant. Mit Zin­sen soll sich die Sum­me noch auf rund eine Mil­li­ar­de Euro erhöhen.Der Kos­ten­sprung hät­te nicht pas­sie­ren dür­fen. Doch Amann, so wird in Frank­furt erzählt, habe die Hoch­bau­ten der Che­mie­fa­brik Tico­na in der Anflug­schnei­se schlicht über­se­hen. Fra­port kauf­te das Werk schließ­lich im Som­mer 2007 auf und lässt es jetzt abrei­ßen. Nur so konn­te danach, im Dezem­ber 2007, der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für die Lan­de­bahn erteilt wer­den. Tico­na bau­te sich an ande­rer Stel­le ein neu­es Werk.
Vor die­sem Pro­jekt war Amann bei der Deut­schen Bahn zustän­dig für die Schnell­fahr­stre­cke Köln-Rhein/Main. Auch damals hieß es, er habe eine sau­be­re Arbeit abge­lie­fert – auch wenn sie zwei Mil­li­ar­den Euro mehr kos­te­te und drei Jah­re spä­ter fer­tig wur­de als vor­ge­se­hen.
So wur­de Amann in Ber­lin nahe­zu wie ein Heils­brin­ger erwar­tet, der schon alle Pro­ble­me am Flug­ha­fen BER lösen wird. Sei­nen glück­lo­sen Vor­gän­ger, den bis­he­ri­gen Tech­nik­chef Man­fred Kört­gen, hat­te der Auf­sichts­rat Mit­te Mai für das Flug­ha­fen­de­ba­kel ver­ant­wort­lich gemacht. Kört­gen muss­te gehen.
Die Nach­richt, dass Horst Amann Kört­gens Platz am Flug­ha­fen in Schö­ne­feld ein­neh­men soll­te, wur­de in Frank­furt nicht unbe­dingt mit Bedau­ern zur Kennt­nis genom­men. Mit­ar­bei­ter hät­ten in Frank­furt Sekt­kor­ken knal­len las­sen, heißt es.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/neuer-ber-bauleiter-amann-der-mann–der-alles-richten-soll,1472780,17173146.html


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

So mani­pu­lie­ren Lob­by­is­ten die Geset­ze
In Brüs­sel arbei­ten bis zu 20.000 Lob­by­is­ten, schätzt die Anti-Korruptionsorganisation Lob­by Con­trol. Ein über­ar­bei­te­ter „Rei­se­füh­rer“ zeigt, wie die Indus­trie Poli­ti­ker mani­pu­liert und kon­trol­liert.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/lobby-planet–so-manipulieren-lobbyisten-die-gesetze-,1472780,17060446.html

S-Bahn-Chaos, Ver­zö­ge­run­gen beim Schloss­neu­bau, ein zu kur­zes Bahn­hofs­dach und nun der Ärger beim Groß­flug­ha­fen. Die Haupt­stadt Ber­lin mag das Groß­spu­ri­ge, ver­gisst aber das Hand­werk­li­che.

Schon der Preu­ßen­kö­nig hat­te so sei­ne Mühe mit dem Bau­en. Fried­rich II. ließ Ende des 18. Jahr­hun­derts in Pots­dam das „Neue Palais“ als eine der prunk­volls­ten Schloss­an­la­gen des preu­ßi­schen Barock erbau­en. Es war ein in Stein gemei­ßel­ter poli­ti­scher Herr­schafts­an­spruch. Doch nach der Fer­tig­stel­lung mach­ten den Bewoh­nern feuch­te Decken, abblät­tern­de Wand­ma­le­rei­en und mor­sche Sani­tär­an­la­gen zu schaf­fen.
http://nachrichten.rp-online.de/politik/hauptstadt-der-pannen-1.2981086

Gre­gor Gysi im Inter­view: Den Mumm hat kei­ner
http://www.maulbeerblatt.com/2012/09/den-mumm-hat-keiner/

SATIRE

SWR2 Chan­son des Monats Ber­lin Air­port von Tho­mas Pigo
Mr. Wowe­reit, open this gate!
In den Bran­den­bur­ger Sand
Set­zen wir ganz ent­spannt
Den Air­port Wil­ly Brandt
http://www.swr.de/swr2/swr2-chanson-des-monats-pigor/-/id=7576/nid=7576/did=7365184/mpdid=10281766/yiyc0z/index.html

Schö­ne­feld: Pres­se­kon­fe­ren­zen zum Öff­nungs­ter­min künf­tig live auf Astro-TV
Die Berlin-Brandenburger Flug­ha­fen­ge­sell­schaft (FHG) hat für die Bau­zeit des neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fens eine Medi­en­part­ner­schaft mit dem Fern­seh­sen­der Astro-TV ver­ein­bart. Wie heu­te bekannt wur­de, wird Astro TV  künf­tig alle Ver­laut­ba­run­gen von FHG-Vertretern zum Öff­nungs­ter­min live aus­strah­len. “Sol­che Pro­phe­zei­un­gen pas­sen pri­ma in unser Port­fo­lio”, bestä­tig­te ein Spre­cher des Spar­ten­sen­ders für Para­nor­ma­les. Im Gegen­zug wer­de Astro-TV die FHG bei der wei­te­ren Bau­pla­nung  mit Know-How und Spe­zi­al­tech­nik aus­rüs­ten, wie z.B. Tarot­kar­ten, Glas­ku­geln und Pen­del.
http://www.kojote-magazin.de/2012/schonefeld-pressekonferenzen-zum-offnungstermin-kunftig-live-auf-astro-tv/6646/

„Drau­ßen steht die Welt­pres­se und will einen Schul­di­gen für das Pla­nungs­de­sas­ter sehen… der Par­la­ments­aus­schuss hat her­aus­ge­ar­bei­tet, dass Sie es sind!“
http://wiedenroth-karikatur.de/KariAblage201205/20120518_Flughafen_Berlin_Brandenburg_Desaster.jpg

Fast rich­ti­ge Schlag­zei­len (2013 od. 2014, viel­leicht aber auch 2017)
Flug­ha­fen Berlin-Brandenburg von Lufthansa-Streik nicht betrof­fen!
http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnews[tt_news]=5179&cHash=1178901f9491e390982af4b31baa7e33

Plan B für Ber­li­ner Flug­ha­fen: Nim­mer BER
Der Ber­li­ner Groß­flug­ha­fen soll nun im Herbst 2013 eröff­net wer­den. Wer’s glaubt! Vier zukunfts­wei­sen­de Vor­schlä­ge für die Nach­nut­zung.
https://www.taz.de/!100995/

Früh­stück bei Ste­fa­nie: Ver­tü­delt
http://www.bvbb-ev.de/index.php/mediathek/alle-medienbeitraege-als-liste/917-fruehstueck-bei-stefanie-vertuedelt?pk_campaign=pm_917&pk_kwd=tw

Eröff­nungs­fei­er Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg: 1. April 2026
Nach einer kur­zen Ver­zö­ge­rung wird Pres­ti­ge­bau der Haupt­stadt annä­hernd pünkt­lich eröff­net. Bereits 58594 Zusa­gen.
https://www.facebook.com/events/404222712946474/

Der fünf­tei­li­ge Flug­ha­fen­rei­gen mit Zusatz­ka­non
http://diewallerts.de/flughafen/