8. Weih­nachts­sin­gen der FBI am 17.12.2018

Mo 17.12.2018 um 19 Uhr Markt­platz Fried­richs­ha­gen

Ruhi­ge und besinn­li­che Weih­nachts­zeit? ODER für 4 Tage Christ­mas Shop­ping um die hal­be Welt flie­gen?

Pünkt­lich zur Vor­weih­nachts­zeit lan­det auch Wer­bung von Flug­ge­sell­schaf­ten in unse­ren Brief- und Post­käs­ten. Luft­han­sa & Co. locken mit Offer­ten wie die­sen:

4 Tage Christ­mas Shop­ping in New York, Flug & 4 Näch­te im Hotel, 400 € p.P.

…den­ken wir über sol­che Ange­bo­te nach, wenn wir sie lesen? Ist das eine tol­le Idee? Oder hat unse­re Gesell­schaft das Gefühl für die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ver­lo­ren? 20 Stun­den und 12.800 km um die hal­be Welt flie­gen, um 4 Tage Weih­nachts­ein­käu­fe zu machen? In Zei­ten der Bil­lig­flie­ger ist das alles für weni­ge Euro zu haben. Das kann sich fast jeder leis­ten! Aber kön­nen wir uns das wirk­lich leis­ten?

Pro Per­son ent­steht für den o.g. Flug eine CO2-Emmission von 3.158 kg. Das kli­ma­ver­träg­li­che Jah­res­bud­get eines Men­schen für alle sei­ne Akti­vi­tä­ten beträgt aber nur ca. 2.300 kg (Quel­le: www.atmosfair.de).

Der Flug­ver­kehr ist in den letz­ten Jah­ren über­pro­por­tio­nal ange­stie­gen, dies ist ins­be­son­de­re auch eine Fol­ge des künst­lich erzeug­ten Bedarfs durch die quer­sub­ven­tio­nier­te Bil­lig­preis­po­li­tik. Par­ty­wo­chen­en­de in Mal­lor­ca, Wochen­end­trip nach Lis­sa­bon, wer güns­tig bucht, fliegt unter 30 €.

Die Fol­gen des stark wach­sen­den Flug­ver­kehrs tref­fen nicht nur die Umwelt, son­dern auch die Men­schen, die im Umfeld der Flug­hä­fen leben und Tag und Nacht dem Lärm und den Abga­sen aus­ge­setzt sind. Und nicht zuletzt sind die­se Prei­se auch nur auf dem Rücken von arbeit­neh­men­den Dienst­leis­tern zu finan­zie­ren, die sich am Ran­de einer gera­de mal und wenn über­haupt dann noch immer nicht lebens­un­ter­hal­ten­den Bil­lig­lohn­exis­tenz pla­gen. Die Fol­gen solch einer Poli­tik erle­ben wir täg­lich in allen Berei­chen. 

Die Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve (FBI) weist seit 2011 auf die Pro­ble­me hin, die sich für unse­re Regi­on und ihre Bewoh­ner durch den fal­schen Stand­ort des Ver­kehrs­flug­ha­fens BER erge­ben. Aber wir machen auch deut­lich, dass es sich hier nicht nur um ein regio­na­les Pro­blem han­delt, son­dern ins­ge­samt ein Umden­ken in der Ver­kehrs­po­li­tik erfol­gen soll­te, um schä­di­gen­de Aus­wir­kun­gen auf Mensch und Umwelt zu mini­mie­ren (z.B. Ver­la­ge­rung von Kurz­stre­cken­flü­gen auf die Bahn). Jeder kann hier­zu einen Bei­trag leis­ten und mit sei­nem Han­deln Zei­chen set­zen.

Das Bewusst­sein für die eige­ne Ver­ant­wor­tung wächst und so hat z.B. ein pro­mi­nen­ter schwe­di­scher Sport­ler, der ehe­ma­li­ge Biath­let Björn Fer­ry, für sich die Ent­schei­dung getrof­fen, dem Kli­ma zulie­be aufs Flie­gen zu ver­zich­ten, beruf­lich und pri­vat. Sei­nem Vor­bild fol­gen bereits vie­le Men­schen in Schwe­den und es ist eine regel­rech­te Bewe­gung ent­stan­den, für die sich auch ein neu­er Begriff ein­ge­bür­gert hat: „Flygs­kam“ – sich wegen sei­ner Flug­rei­sen schä­men (Quel­le: www.klimareporter.de).

Aber bringt die „Flygskam“-Kampagne Ein­zel­ner denn wirk­lich etwas für das Kli­ma? Für Björn Fer­ry ist das nicht ent­schei­dend: Er sagt: „Vie­le fin­den das viel­leicht idio­tisch. Aber man­che den­ken viel­leicht auch: Ver­dammt, was der Fer­ry kann, das kann ich doch auch.“

In Schwe­den hat die Kam­pa­gne jeden­falls bereits zu einer Sen­kung der inner­schwe­di­schen Flug­rei­sen geführt und zu einem mas­si­ven Anstieg bei den Bahn­bu­chun­gen. Das Bahn­an­ge­bot wur­de dar­auf­hin bereits erwei­tert, ins­be­son­de­re bei den Nacht­zü­gen.

Ein ers­ter Schritt kann manch­mal so ein­fach sein.

Viel­leicht kön­nen auch die­se Zei­len eine Anre­gung sein, auf ein Weih­nachts­shop­ping in New York o.ä. zu ver­zich­ten und statt­des­sen ent­spannt durch die Böl­sche­s­tra­ße und die Alt­stadt von Köpe­nick zu bum­meln, dabei Weih­nachts­ein­käu­fe zu erle­di­gen und ganz neben­bei noch die regio­na­le Wirt­schaft zu stär­ken.

Und dann gibt es ja auch in die­sem Jahr wie­der das tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­sin­gen der FBI auf dem Markt­platz, zu dem wir herz­lich ein­la­den

8. Weih­nachts­sin­gen in Fried­richs­ha­gen.

Mon­tag, 17.12.2018, ab 18:45 Uhr

Das Weih­nachts­sin­gen wird von Andrea Timm (voc, git) musi­ka­lisch unter­stützt. Bit­te Ker­zen mit­brin­gen.

Pla­kat FBI-Weihnachtssingen 2018 | Lay­out: S. Köp­cke

Wir wün­schen allen Fried­richs­ha­gen­ern und Müg­gel­see­an­rai­nern eine fried­li­che und besinn­li­che Vor­weih­nachts­zeit und freu­en uns auf ein stim­mungs­vol­les Weih­nachts­sin­gen mit Ihnen.

In eige­ner Sache:

Da wir bei unse­rer ehren­amt­li­chen Arbeit auch auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen sind, freu­en wir uns über Spen­den für unse­re Arbeit:

Kon­to:

Bür­ger­ver­ein Fried­richs­ha­gen e. V.

IBAN:  

DE 48 1009 0000 3662 0100 05

Ver­wen­dungs­zweck:

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