Ein­la­dung 123. Mon­tags­de­mo +++ End­spurt Volks­in­itia­ti­ve Nacht­flug +++ Fak­ten +++ Infor­ma­tio­nen & Kom­men­ta­re +++ Klei­ne Pres­se­schau

Herz­lich will­kom­men zum wöchent­li­chen News­let­ter der FBI; ver­bun­den mit der Ein­la­dung zur nun­mehr 123.Mahnwache/Montagsdemo auf dem Fried­richs­ha­ge­ner Markt­platz.

An die­sem Mon­tag wird Hr. Dr. Marz den Ant­wort­brief des Kreis­vor­sit­zen­den der CDU Treptow-Köpenick, Hr. Nie­der­ge­säß, kom­men­tie­ren und die von Hr. Nie­der­ge­säß genann­ten Fak­ten einer Prü­fung unter­zie­hen.

Ein wei­te­rer Dis­kus­si­ons­punkt wird das Gut­ach­ten der „Sach­ver­halts­dar­stel­lung zu Stö­run­gen des Pro­jekt­ab­lau­fes und deren Aus­wir­kun­gen“ von ERNST & YOUNG vom 27. April 2012 sein, des­sen Her­aus­ga­be durch den Unter­su­chungs­aus­schuss zum BER in der letz­ten Woche bei einer RAZZIA bei den BER-Architekten erwirkt wur­de. Der FBI liegt die­ses Gut­ach­ten seit Anfang der letz­ten Woche eben­falls vor.

VOLKSINITIATIVE

In die­sem Monat müs­sen wir die Volks­in­itia­ti­ve Nacht­flug­ver­bot abschlie­ßen und benö­ti­gen dafür noch ca. 1.000 bis 1.500 Unter­schrif­ten. Dar­um rufen wir für die­ses Wochen­en­de noch ein­mal auf, Unter­schrif­ten zu sam­meln.

Beson­ders gut las­sen sich die Unter­schrif­ten wahr­schein­lich am Sonn­tag, den 03.11. vor den Wahl­lo­ka­len sam­meln, wenn in Ber­lin über den Volks­ent­scheid Ener­gie abge­stimmt wird.  Laut Wahl­ge­setz muss man einen Abstand von 30 m zum Ein­gang des Wahllokales/Grundstückes ein­hal­ten.

Hier gibt es eine Lis­te der Ber­li­ner Wahl­lo­ka­le:

https://www.fbi-berlin.org/wp-uploads/2013/10/VE-Wahllokale-Energietisch.pdf

Wich­tig:

Letz­ter Abga­be­ter­min der Lis­ten ist der 15. Novem­ber, denn in der Woche drauf wol­len wir die Lis­ten im Abge­ord­ne­ten­haus abge­ben.

Wei­te­re Infos: https://www.fbi-berlin.org/archives/7671

Die Lis­ten kön­nen natür­lich auch am Mon­tag bei der 123.Montagsdemo abge­ge­ben wer­den.

Wei­te­re aktu­el­le Ter­min­hin­wei­se:

  • MONTAGSDEMOS in Fried­richs­ha­gen, Markt­platz, immer 19 Uhr | Mahn­wa­chen mit Infor­ma­ti­on, Dis­kus­si­on, Pro­test. Die­se Woche zum 123igsten Male
  • Treff der Aktio­nis­ten an jedem Mitt­woch von 18.00 bis 19.00 in der Remi­se
    Ansprech­part­ne­rin­nen: Mari­an­ne und Susan­ne (Infos auch bei den Mahn­wa­chen)
  • DEMO am Sams­tag, 16. Novem­ber 2013 um 15 Uhr in der Mül­ler­stras­se 163 (Wed­ding) vor der SPD-Parteizentrale
    mehr Infos zu der Demo: klick hier 
  • 16.12.2014, 19:00 Uhr:  Gro­ßes Weih­nachts­sin­gen der FBI auf dem Markt­platz!!!
  • 14.11.2013_ 11:15 Uhr:  Ver­hand­lungs­ter­min in dem Ver­fah­ren Prof. Dr. Schwarz ./. Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH (sie­he unten)

Land­ge­richt Ber­lin, Mit­tei­lung des Ver­hand­lungs­ter­mins in dem Ver­fah­ren Prof. Dr. Schwarz ./. Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH
Ver­hand­lungs­ter­min in dem Ver­fah­ren Prof. Dr. Schwarz ./. Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH (Akten­zei­chen 93.O.55/13) fin­det am 14.11.2013 um 11.15 Uhr im Saal III/3123 statt.
Land­ge­richt Ber­lin, Lit­ten­str. 12-17, 10179 Ber­lin
Pas­send hier­zu noch ein­mal die Zei­tungs­lek­tü­re aus dem Sep­tem­ber, als die Kla­ge publik wur­de:

http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/schwarz-klagt-auf-weiterzahlung-des-gehalts-32420274.bild.html

Dr. Frank Wel­skop
Der BER-Kostenwahnsinn schon bei 20 Mrd. €? Vom BBI-Skandal zur BER-Pleite! (Teil 1 zu den wah­ren Kos­ten)
http://www.bbi-skandal.de/

DIESE FRAGEN MUSS MAN LESEN! BEKOMMEN WIR AUCH WAHRHEITSGETREUE ANTWORTEN?

Gro­ße Anfra­ge der Pira­ten­frak­ti­on
Was hat die Errich­tung des Flug­ha­fens Ber­lin Bran­den­burg (BER) bis­her gekos­tet?
https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/issues/8162

Wir fra­gen den Senat:

  1.  In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die von der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH bis­her für den Kauf von Grund­stü­cken für die Errich­tung des Flug­ha­fens Ber­lin Bran­den­burg (BER) auf­ge­bracht wer­den muss­ten?
  2. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die von der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH für infra­struk­tu­rel­le Maß­nah­men für die Errich­tung des BER auf­ge­bracht wer­den muss­ten?
  3. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die von der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH für die ver­kehr­li­che Anbin­dung des BER auf­ge­bracht wer­den muss­ten?
  4. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die von der öffent­li­chen Hand für infra­struk­tu­rel­le Maß­nah­men für die Errich­tung des BER auf­ge­bracht wer­den muss­ten und wie hoch ist dabei der Anteil des Lan­des Ber­lin?
  5. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die von der öffent­li­chen Hand für die ver­kehr­li­che Anbin­dung des Flug­ha­fens BER auf­ge­bracht wer­den muss­ten und wie hoch ist dabei der Anteil des Lan­des Ber­lin?
  6. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH für Bera­tungs­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit der Errich­tung des BER auf­ge­bracht hat?
  7. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH für Pla­nungs­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit der Errich­tung des BER auf­ge­bracht hat?
  8. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH für Gut­ach­ten in Zusam­men­hang mit der Errich­tung des BER auf­ge­bracht hat?
  9. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die vom Land Ber­lin für Bera­tungs­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit der Errich­tung des BER auf­ge­bracht wur­den?
  10. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die vom Land Ber­lin für Gut­ach­ten im Zusam­men­hang mit der Errich­tung des BER auf­ge­bracht wur­den?
  11.  In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die vom Land Ber­lin für recht­li­che Bera­tung im Zusam­men­hang mit der Errich­tung des BER auf­ge­bracht wur­den?
  12. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die die öffent­li­che Hand im Zusam­men­hang mit dem Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zur Errich­tung des BER sowie den dazu­ge­hö­ri­gen Anhö­rungs­ver­fah­ren auf­ge­bracht hat und wie hoch ist dabei der Anteil des Lan­des Ber­lin?
  13. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten für Gebüh­ren, die die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft für das gesam­te Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren auf­ge­bracht hat und in wel­cher Höhe bewe­gen sich die Gebüh­ren, die über die­sen Weg an das Land Ber­lin geflos­sen sind?
  14. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg bis­her im Zusam­men­hang mit recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die die Errich­tung des BER sowie sons­ti­ge mit dem Flug­ha­fen im Zusam­men­hang ste­hen­de Umstän­de betref­fen, auf­ge­bracht hat?
  15. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die Kos­ten, die die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg im Zusam­men­hang mit dem geschei­ter­ten Pri­va­ti­sie­rungs­ver­fah­ren (z. B. für Abfin­dun­gen, Scha­dens­er­satz­ver­pflich­tun­gen) auf­ge­bracht hat?
  16. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her für die Errich­tung des BER ange­fal­le­nen Bau­kos­ten?
  17.  In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her für die Ent­schä­di­gung von in Fol­ge des Baus des BER nicht mehr oder nur noch ein­ge­schränkt benutz­ba­ren bau­li­chen und sons­ti­gen Anla­gen, für deren Rück­bau und für damit ver­bun­de­ne Ersatz­in­ves­ti­tio­nen?
  18. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her für akti­ven und pas­si­ven Schall­schutz ver­aus­gab­ten Kos­ten, in wel­cher Höhe sind bereits Ver­trä­ge ein­ge­gan­gen und in wel­cher Höhe bestehen noch recht­lich begrün­de­te Ansprü­che, die bis­her noch nicht gel­tend gemacht wur­den, für die aber die Mög­lich­keit der Gel­tend­ma­chung aktu­ell besteht?
  19. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her an Ent­schä­di­gun­gen, Bei­hil­fen oder Ver­trags­stra­fen ver­aus­gab­ten Kos­ten für Ver­kehrs­un­ter­neh­men, Mie­ter, Päch­ter und sons­ti­ge Ver­trags­part­ner, die in Fol­ge des nicht zum geplan­ten Ursprungs­ter­min 3. Juni 2012 erfolg­ten Inbe­trieb­nah­me des BER Ansprü­che gel­tend gemacht haben; in wel­cher Höhe sind bestehen­de Ver­trä­ge oder Ver­gleichs­ver­ein­ba­run­gen bereits abge­schlos­sen, aber noch nicht begli­chen und in wel­cher Höhe bestehen noch recht­lich begrün­de­te Ansprü­che, die bis­her noch nicht gel­tend gemacht wur­den, für die aber die Mög­lich­keit der Gel­tend­ma­chung aktu­ell fort­be­steht?
  20. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her bei der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft selbst auf­ge­lau­fe­nen inter­nen kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten, die dem Pro­jekt „Bau eines inter­na­tio­na­len Groß­flug­ha­fens BBI/BER“ zuge­ord­net sind?
  21. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her ange­fal­le­nen zusätz­li­chen Kos­ten, die dadurch bedingt sind, dass der Ver­kehrs­flug­ha­fen Berlin-Tegel nicht wie geplant zum 04. Juni 2012 außer Betrieb gehen konn­te, son­dern wei­ter­hin an sei­ner Kapa­zi­täts­gren­ze arbei­tet?
  22.  In wel­cher Höhe bewe­gen sich die auf­ge­brach­ten Kos­ten für gekauf­te Reser­ve­flä­chen, die in die bis­he­ri­ge Nut­zung noch nicht ein­ge­hen?
  23. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her ange­fal­le­ne Kos­ten für den soge­nann­ten „Erhal­tungs­be­trieb“ des Flug­ha­fens BER (regel­mä­ßi­ges Anfahren/Wartung von Gepäck­bän­dern, Strom- und Ener­gie­kos­ten, Trans­port­ge­rä­ten, ande­ren beweg­li­chen Tei­len, der Lüftungs- und Kli­ma­tech­nik, Behei­zung, Betrieb von sog. Geis­ter­zü­gen, die mit regel­mä­ßi­gen Leer­fah­ren den Bahn­hof des BER durch­fah­ren)?
  24. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her ange­fal­le­nen Kos­ten für das Mar­ke­ting bzgl. der nicht statt­ge­fun­de­nen Inbe­trieb­nah­me des BER sowie dar­auf fol­gen­de Maß­nah­men zur Image­pfle­ge (z. B. eröff­nungs­vor­be­rei­ten­de Groß­pla­ka­te, Anzei­gen­se­ri­en, die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Eröff­nungs­ver­schie­bung, diver­se Image- und Mar­ke­ting­kam­pa­gnen wie Flug­feld­par­tys, sport­li­che Wett­be­wer­be auf der Start­bahn, Tage der offe­nen Bau­stel­le, geführ­te Fußgänger-, Rad- und Bus­tou­ren, Fami­li­en­fes­te etc.)?
  25. In wel­cher Höhe bewe­gen sich die bis­her ange­fal­le­ne Kos­ten für Bera­ter, Juris­ten und Wirt­schafts­prü­fer und deren Rei­se­kos­ten nach Brüs­sel für die Erstel­lung und den Plau­si­bi­li­täts­nach­weis der Wirt­schafts­plä­ne für die bei­hil­fe­recht­li­che Prü­fung der EU-Kommission?
  26. Wel­che Objek­te des Flug­ha­fens BER wur­den über Lea­sing­ver­trä­ge gesi­chert, in wel­cher Höhe bewe­gen sich die monat­li­chen Lea­sing­ra­ten pro Objekt und zu wel­chem Zeit­punkt wer­den die jewei­li­gen Objek­te in das Eigen­tum der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH über­ge­hen?
  27. Wie hoch ins­ge­samt ist der Bar­wert der ein­ge­gan­ge­ne Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen bei Lea­sing­ver­trä­gen im Zusam­men­hang mit dem Pro­jekt BER, die mehr als ein Jahr lau­fen, mit wel­chem Zins­satz wur­de bei die­ser Bar­wert­ermitt­lung gerech­net und wie hoch ist der abso­lu­te Betrag die­ser Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen ins­ge­samt?
  28. In wel­chen Titeln des Lan­des­haus­halts sind seit 1990 alle antei­li­gen Finanz­mit­tel ein­ge­stellt, die bis­her in Pla­nung und Bau des BBI/BER geflos­sen sind und wie ist die Gesamt­sum­me der Mit­tel, die bis Okto­ber 2013 in die­sen Haus­halts­ti­teln für Pla­nung und Bau des BBI/BER ver­aus­gabt wur­den?
  29. Wie schlüs­seln sich die ins­ge­samt bis­her für das Pro­jekt BER direkt oder bedingt ange­fal­le­nen, lau­fend wei­ter anfal­len­den und noch nicht ange­fal­le­nen, aber zukünf­tig zu zah­len­den Kos­ten auf die ein­zel­nen benann­ten Sach­ver­hal­te auf und wel­che mit dem Pro­jekt ver­bun­de­ne sons­ti­gen, in den vor­an­ge­stell­ten Fra­gen nicht ent­hal­te­nen Kos­ten wur­den in der Ver­gan­gen­heit ver­aus­gabt und wer­den vor­aus­sicht­lich noch anfal­len?
  30.  Wel­che Kos­ten ein­schließ­lich Schul­den­dienst sind für den Betrieb des Flug­ha­fens Ber­lin Bran­den­burg bis 2023 kal­ku­liert?
  31. Wel­cher jähr­li­che Umsatz ist nach Busi­ness­plan bis 2023 kal­ku­liert und wel­che Geschäfts­tä­tig­kei­ten bestim­men mit wel­chen Antei­len die Umsatz­grö­ßen?
  32. Wel­che erfor­der­li­chen Kre­di­te in wel­cher Höhe müs­sen zu wel­chem Zeit­punkt bei der EU-Kommission bean­tragt wer­den, um das not­wen­di­ge Kre­dit­vo­lu­men sicher­zu­stel­len und wel­ches Kre­dit­vo­lu­men ist der­zeit bereits bean­tragt?

Gro­ße Anfra­ge BER-Kosten insgesamt.doc (88,5 KB) Bene­dict Ugar­te Chacón, 29.10.2013 14:22
https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/issues/8162

Pas­send dazu: eine PETITION:
Die­se Peti­ti­on wur­de schon vor über einem Jahr begon­nen, ist aber wei­ter­hin aktu­ell und hat bis jetzt viel zu wenig Unter­zeich­ner:
Kei­ne wei­te­ren deut­schen Steu­er­gel­der für den Gross­flug­ha­fen BER
https://secure.avaaz.org/de/petition/Keine_weiteren_deutschen_Steuergelder_fur_den_Grossflughafen_BER_3/?tta

War das denn wirk­lich nötig?
Nach der Durch­füh­rung einer poli­zei­li­chen Maß­nah­me durch den Unter­su­chungs­aus­schuss zum BER-Desaster bei dem Archi­tek­tur­bü­ro gmp stel­len Men­schen, ange­heizt durch eine Pres­se­ver­öf­fent­li­chung von gmp, die Fra­ge ob die Maß­nah­me denn aus­rei­chend begrün­det und wirk­lich nötig war. Sie war sowohl aus­rei­chend begrün­det, denn sie wur­de von der Mehr­heit des Aus­schus­ses beschlos­sen, als auch nötig, denn sonst hät­ten wir die Arbeit und die Schrit­te gar nicht auf uns genom­men. Auch das Gericht hät­te dem Antrag des Aus­schus­ses auf die­se Maß­nah­me sonst nicht statt­ge­ge­ben. Aus­führ­li­cher dazu im fol­gen­den Text.
http://martindelius.de/2013/10/war-das-denn-wirklich-noetig/

Das Gut­ach­ten kön­nen Sie hier down­loa­den:   https://www.fbi-berlin.org/archives/7660

Kom­men­tar der „Neu­en Akti­on“ zu vor­ge­nann­tem Gut­ach­ten  gibt es hier zum her­un­ter­la­den.

Hat der BER kei­ne Flug­rou­ten mehr und was sind mög­li­che Kon­se­quen­zen?

Eben erst ent­deckt !

Der BER hat seit Mona­ten kei­ne Flug­rou­ten mehr !!

Und kei­ner hat es offen­bar bis­her gemerkt.

Wat nu Hart­mut?? Damit ist die „Lego­lan­der­öff­nung“ Maku­la­tur.

Zur Inbe­trieb­nah­me des BER muss ein neu­es Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für die Flug­rou­ten erfol­gen. Zeit­raum etwa 18 Mona­te. Danach kön­nen wir uns dann wie­der auf neue Kla­gen freu­en. Die bis­he­ri­gen Kla­gen gegen die Flug­rou­ten, ob erfolg­reich oder  nicht, waren für die Ton­ne.

Gleich­wohl bleibt zu prü­fen, ob nicht ein neu­er Kla­ge­grund gegen die Bun­des­re­pu­blik und das Land Bran­den­burg ent­stan­den ist. Das OVG hat­te offen­bar zu den erst kürz­lich ent­schie­de­nen Fäl­len kei­ne Infor­ma­ti­on, dass der Kla­ge­ge­gen­stand, die Wann­see­rou­te und die Rou­ten über Mahlow/Blankenfelde, gar nicht mehr exis­tent waren. Span­nend, oder? Da sind Ver­hand­lun­gen geführt wor­den und Ent­schei­dun­gen getrof­fen wor­den über – ja über was eigent­lich?

Im Klar­text: Wenn ein neu­er Ter­min für die Inbe­trieb­nah­me fest­liegt beginnt die gan­ze Dis­kus­si­on um die rich­ti­gen Flug­rou­ten wie­der von vor­ne, Es kann dann neu geklagt wer­den, die Flug­lärm­kom­mis­si­on wird wie­der wich­tig und alle Flug­rou­ten­hu­ber und Flug­rou­ten­ma­ler kön­nen wie­der von vor­ne anfan­gen.

http://www.ber-na.de/


Außer Spe­sen nichts gewe­sen? Doch!
Auch die­se AR-Sitzung ist in Wirk­lich­keit eine nähe­re Betrach­tung wert

Zwölf Stun­den hat er getagt, der Flughafen-(FBB)-Aufsichtsrat unter sei­nem Inte­rims­vor­sit­zen­den Wowe­reit (SPD). Auf den Punkt gebracht – auf­grund der Erklä­run­gen zu den Ergeb­nis­sen – kann man auch for­mu­lie­ren: für 12 Stun­den Spe­sen nichts gewe­sen. Das soll­te auch das Ergeb­nis sein, was Wowe­reit zu spä­ter Stun­de den dann noch (mit dicken Füßen vom Ste­hen) anwe­sen­den Jour­na­lis­ten „ver­kauf­te“. Die Tak­tik: Das Dra­ma vor und hin­ter den Kulis­sen muss ent­dra­ma­ti­siert wer­den, d. h. wei­ter­hin ver­tu­schen, Pro­ble­me her­un­ter­spie­len, Halb­wahr­hei­ten ver­kün­den und das Sys­tem von Intrans­pa­renz als Betrugs­me­tho­de fort­set­zen.

Tat­säch­lich wird es aber in 12 Stun­den mehr gewe­sen sein, was strit­tig war und was ver­zwei­felt und im Selbst­be­trug bequatscht wur­de. Unvor­stell­bar, dass über den nun wei­ter­hin aus­ste­hen­den Ter­min der Inbe­trieb­nah­me, der ja nach „Dödel“ Meh­dorn ver­kün­det wer­den soll­te, nur fest­ge­stellt wur­de: ver­tagt bis Dezem­ber 2013 – viel­leicht wird es dann etwas mit der Ter­min­ver­kün­di­gung. Unvor­stell­bar auch, dass man nicht ermit­teln konn­te, wann dann wenigs­tens Meh­dorns „Legoland-Inbetriebnahme“ mit 1000 Flug­äs­ten und 8 bis 10 Flug­zeu­gen fäl­lig ist. Eben­so unglaub­wür­dig, dass es kei­nen aktu­el­len Finanz­sta­tus gibt, der eine Aus­kunft dar­über per­spek­ti­visch ermög­licht, wie viel die­ser Pleite-Flughafen kos­ten wird. Es besteht doch all­ge­mein die Ver­pflich­tung zu ordent­li­cher Buch­füh­rung nach Vor­ga­ben einer fort­zu­schrei­ben­den Gewinn- und Ver­lust­rech­nung. Schließ­lich muss doch immer aktu­ell fest­ge­stellt wer­den kön­nen, ob oder ob nicht ein Insol­venz­ver­fah­ren ansteht. Viel­leicht hat man sich aber auch in 10 von 12 Stun­den dar­über gefreut, dass der Ver­trags­part­ner Sie­mens zuge­sagt hat, die Be- und Ent­lüf­tung als Teil der Brand­schutz­tech­nik in 18 Mona­ten in Betrieb neh­men zu kön­nen. Bis dahin – gro­ße Freu­de! – wer­den dann auch die Sprink­ler­an­la­gen als Was­ser­lö­scher funk­tio­nie­ren. Nur, dass die­ser Tech­ni­sche Geschäfts­füh­rer – ein noch vor weni­gen Mona­ten in jeden Him­mel gelob­ter Amann – des­halb als ein Ver­sa­ger ermit­telt wur­de, weil er 75 000 Bau­män­gel iden­ti­fi­ziert hat­te und dabei nach der bescheu­er­ten Mei­nung von Auf­sichts­rä­ten ver­gaß, den Flug­ha­fen in Betrieb zu neh­men, reicht für sei­ne Son­der­be­hand­lung, die auch ganz auf erpres­se­ri­schen Metho­den von Dödel begrün­det ist.

Aber der Rei­he nach: Was wird mit Tegel?

Es wäre sträf­lich und unver­ant­wort­lich, wenn für den mög­li­chen Ter­min der Inbe­trieb­nah­me des BER und sei­ne mög­li­chen Fol­gen nicht vor­sorg­lich Ent­schei­dun­gen getrof­fen wur­den. Ein Inbe­trieb­nah­me­ter­min nach 2016, mit dem Exper­ten schon heu­te rech­nen, erzwingt die recht­lich fest­ge­schrie­be­ne Ver­pflich­tung eines umfas­sen­den Lärm­schut­zes für sicher­lich 150 000 Betrof­fe­ne des Flug­lärms aus dem fort­ge­setz­ten Betrieb von Tegel (TXL). Auf Betrei­ben der für Flug­ha­fen­neu­bau unfä­hi­gen Ber­li­ner Poli­ti­ker wur­de 2007 in das neue „Flug­lärm­schutz­ge­setz“ (bes­ser Schutz des Flug­lärms vor einer pro­tes­tie­ren­den Bevöl­ke­rung) eine soge­nann­te „Lex Tegel-Lex Schö­ne­feld“ geschmug­gelt. In die­sem schänd­li­chen Gesetz wur­de fest­ge­schrie­ben, dass die vom Flug­lärm des Flug­ha­fens Tegel betrof­fe­nen Men­schen bis 2016 kei­ne Schutz­rech­te haben (§4). Die­se Begren­zung zur Ver­hin­de­rung von Lärm­schutz beruh­te auf der ver­rück­ten Annah­me Ber­li­ner Poli­ti­ker, dass ja in 2015 Tegel wegen des Neu­baus in Schö­ne­feld geschlos­sen sei. Immer­hin wur­den nun Inves­ti­ti­ons­maß­na­men vor­ge­nom­men, die den Betrieb in Tegel noch für 5 Jah­re mög­lich machen. Jetzt müs­sen auch die dümms­ten Auf­sichts­rats­mit­glie­der gemerkt haben, dass sie in einer Kosten- und Orga­ni­sa­ti­ons­fal­le ste­cken, die sie zu Rechts­bre­chern macht, wenn Tegel über 2015 hin­aus in Betrieb bleibt. Denn: Mit einem Fun­ken an Ver­ant­wor­tung müss­ten dar­um nun die Auf­trä­ge erteilt wer­den, deren Umset­zun­gen not­wen­dig sind, um nach 2015 den Lärm­schutz auch für die Betrof­fe­nen von TXL sicher­zu­stel­len. Dar­auf haben sie einen gesetz­lich garan­tier­ten Anspruch. D. h.: vor­sorg­lich müss­ten auch Finanz­mit­tel für den Lärm­schutz kal­ku­liert und bereit­ge­stellt wer­den, mit denen die erzwun­ge­nen Lärm­schutz­maß­nah­men finan­ziert wer­den. Ob dies dann 500 Mio. oder 1Mrd. Euro sind, soll­te auch bereits ermit­telt sein.

Man kann Wet­ten dar­auf abschlie­ßen, dass Ein­zel­hei­ten die­ses Pro­blems das Licht der Öffent­lich­keit nicht erbli­cken sol­len. Natür­lich wer­den jetzt „Win­kel­ad­vo­ka­ten“ beauf­tragt, die sich eine Umge­hung des Flug­lärm­schut­zes für die TXL-Betroffenen durch Will­kürin­ter­pre­ta­ti­on ein­fal­len las­sen müs­sen. Bei die­sem schä­bi­gen Ver­such wer­den dann selbst­ver­ständ­lich ser­vi­le Beam­te des Ber­li­ner Senats Hil­fe leis­ten. Par­al­lel wer­den dann die Ber­li­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten in Bewe­gung gesetzt, um so klamm­heim­lich wie eben mög­lich eine Novel­le zum §4 „Flug­lärm­schutz­ge­setz“ zu bewerk­stel­li­gen. Da kann dann das „Hohe Haus“ ver­bor­gen in einem „Arti­kel­ge­setz“ beschlie­ßen, dass die Betrof­fe­nen in Tegel, Pan­kow und Rei­ni­cken­dorf bit­te­schön ohne jeden Lärm­schutz wei­ter­zu­le­ben haben, bis der Flug­ha­fen Tegel, wann auch immer, geschlos­sen wird. Mit die­ser Novel­le des Geset­zes kann Tegel dann bis zum St.-Nimmerleinstag wei­ter betrie­ben wer­den, ohne dass es die FBB einen Cent an Lärm­schutz kos­tet. Denn: Gewarnt durch den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss „Neu­bau BER“ wis­sen nun auch dum­me Auf­sichts­rä­te und Abge­ord­ne­te, was es kos­tet, wenn sie Lärm­schutz sel­ber fest­schrei­ben.

Inbe­trieb­nah­me? Nichts Genau­es weiß man nicht

Natür­lich wur­de aber auch über einen mög­li­chen oder unmög­li­chen Ter­min einer Inbe­trieb­nah­me des BER gere­det. Wenn in die­sem Zusam­men­hang nicht auch His­to­rie und Schuld­fra­ge über die vier­ma­li­ge Ver­schie­bung bequatscht wor­den wären, dann müss­te man anneh­men, dass die Auf­sichts­rä­te Geis­ter­fah­rer sind. Ihnen dürf­te aber klar sein, dass die Fra­ge nach dem „Wer hat über­haupt und wann schon etwas über anste­hen­de Ter­min­ver­schie­bun­gen gewusst?“ zur Klä­rung der Ver­ant­wor­tung am Desas­ter und sei­nen Fol­ge­kos­ten unum­gäng­lich macht. Es passt in jedem Fall, dass nun zur Klä­rung die­ser Fra­ge der U-Ausschuss im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus – der Vor­sit­zen­de Mar­tin Deli­us (Pira­ten) – jetzt durch­greift. Des­halb nun der Gerichts­be­schluss und Ein­satz der Staats­an­walt­schaft gegen den Chef­ar­chi­tek­ten Ger­kan, dem vor­ge­wor­fen wird, gera­de in der unge­klär­ten Termin-Schuldfrage mani­pu­lier­te oder unvoll­stän­di­ge Akten vor­ge­legt zu haben. Jetzt ist auch in ande­ren Krei­sen, die eben­so Ver­ant­wor­tung für das bei­spiel­lo­se Desas­ter tra­gen, mit Sicher­heit Panik aus­ge­bro­chen. Erst­mals müs­sen sie nun fürch­ten, dass „der Pirat“ auch zu ihnen bei wei­te­ren Ver­tu­schungs­ver­su­chen mit der Staats­an­walt­schaft daher­kommt. Das passt auch zum mög­li­chen Inhalt der am Tage vor­her statt­ge­fun­de­nen Auf­sichts­rats­sit­zung. Den Auf­sichts­rä­ten wur­de näm­lich mit­ge­teilt, dass sie auf Beschluss der Gesell­schaf­ter durch „Ent­las­tung“ für ihre Tätig­keit und ihre Ent­schei­dun­gen für die Jah­re 2011/12 nicht mehr in Haf­tung genom­men wer­den kön­nen. Wie mafi­ös auch die­se Ent­las­tung durch „die Gesell­schaf­ter“ ist, zeigt die Tat­sa­che, dass sich die Gesell­schaf­ter­ver­tre­ter Wowe­reit und die Lan­des­mi­nis­ter Mar­kov und Christoff­ers als Auf­sichts­rä­te selbst ent­las­ten kön­nen und dies selbst­ver­ständ­lich auch getan haben.

Nun wird ver­ständ­li­cher­wei­se dar­über spe­ku­liert, dass Wowe­reit durch die SPD-Mitglieder im U-Ausschuss über die Durch­su­chungs­ak­ti­on bei Ger­kan recht­zei­tig infor­miert war. So konn­te er wie­der­um zu Recht mut­ma­ßen, dass nun Fak­ten, auch sol­che die ihn betref­fen, über die Ter­min­ver­schie­bun­gen bekannt wer­den wür­den. Da ist es dann schon gut und rat­sam, eine mög­li­che Schuld am Ter­min­desas­ter durch Ent­las­tung der Auf­sichts­rats­tä­tig­keit, auch als deren Vor­sit­zen­der, durch vor­aus­ei­len­den „Frei­spruch“ im Vor­feld abzu­blo­cken.

Der Macht­kampf

Dann kommt das The­ma des schon mona­te­lang wäh­ren­den „Macht­kamp­fes“ zwi­schen dem selbst­er­nann­ten Dödel Meh­dorn (Inter­view in „Die Zeit“ v. 08.09.2013) und dem hoch­ge­fei­er­ten Super­ex­per­ten für Flug­ha­fen­bau, dem Tech­nik­vor­stand Amann auf den Tisch. Was da, natür­lich mit Zustim­mung devo­ter Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter, zur Lösung die­ses Macht­kamp­fes ent­schie­den wur­de, ist sach­lich ver­ant­wor­tungs­los und mensch­lich eine Schwei­ne­rei! Man kann zu Amann ste­hen wie man will. Dass aber aus­ge­rech­net Auf­sichts­rä­te, die ihn im August 2012 „mit klin­gen­dem Spiel und Fah­nen“ in das Amt des Tech­nik­vor­stan­des hiev­ten, nun zur Erkennt­nis kom­men: Amann taugt nur noch für einen „Einmann-Betrieb“, der für die FBB Strom und Was­ser beschafft und für Abwas­ser zustän­dig ist, dafür aber ein Jah­res­ge­halt von über 300 000 € bekommt – das ist auch ein neu­er Höhe­punkt an per­so­nel­len Fehl­ent­schei­dun­gen! Schließ­lich hat Amann in sei­ner Funk­ti­on als Noch-Technikvorstand die­ses Geschäft sei­ner neu­en Fir­ma so neben­bei besorgt. Es hat ihn nie belas­tet und in sei­ner Bedeu­tungs­lo­sig­keit auch kei­ne Rol­le gespielt.

Die Wahr­heit heißt: Die­ser ver­ant­wor­tungs­lo­se und sich im Dau­er­zu­stand der Unfä­hig­keit befind­li­che Auf­sichts­rat hat­te an die Dumm­heit von Amann geglaubt und dabei gehofft, dass die Mob­be­rei von Meh­dorn gegen ihn dazu führt, dass Amann frei­wil­lig dahin zurück­geht, wo er her­ge­kom­men ist. Denn Frei­wil­lig­keit bedeu­tet: kei­ne Ver­trags­er­fül­lung der Gage. Man woll­te sich damit brüs­ten, dass man durch her­bei­ge­mobb­te Frei­wil­lig­keit sicher­lich bis zu 1,5 Mio. Euro ein­ge­spart hat. Also so blöd war Amann nicht wie die eigent­li­chen Blö­den, die Auf­sichts­rä­te, spe­ku­liert hat­ten! Da lässt er sich lie­ber auf den best­be­zahl­ten Früh­stücks­di­rek­tor­pos­ten der Repu­blik abschie­ben – ohne Mit­ar­bei­ter, sicher­lich aber unter Meh­dorns Anwe­sen­heits­kon­trol­le. Dort kann Amann weit über 3 Jah­re bei vol­lem Jah­res­ge­halt „über­win­tern“. Sei­ne Nicht­ar­beit wird mit dem wohl zweit­bes­ten Gehalt inner­halb der FBB glän­zend bezahlt. Es ist schon nicht mehr erstaun­lich, dass sol­che Prak­ti­ken von den Mehr­hei­ten der Abge­ord­ne­ten in den Par­la­men­ten auch noch gedeckt wer­den und den Medi­en nur eine Notiz von drei Zei­len wert ist. Mit Sicher­heit hofft Amann – nicht unbe­rech­tigt – in die­ser Zeit noch den Abgang von Dödel mit sei­nem sprung­haf­ten Wir­ken und wei­te­re Skan­da­l­ent­schei­dun­gen des Auf­sichts­ra­tes mit­er­le­ben zu kön­nen. Die Öffent­lich­keit kann auch an die­sem Bei­spiel wie­der erle­ben, wie Sozi­al­de­mo­kra­ten und Lin­ke, sei­en es Wowe­reit oder die Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter, mit Men­schen umge­hen und sie öffent­lich in die Gos­se sto­ßen, wenn es ihnen in den Kram passt. Ekel­haft!! Dass es schief gehen wür­de zwi­schen Amann und Meh­dorn, ist auf die­ser Web­sei­te nach­les­bar. Eine Vor­aus­sa­ge war nicht schwie­rig. Bei­de waren als Ego-Typen bekannt.

Das lie­be Geld fehlt – die Ursa­che für unbe­stimm­te Inbe­trieb­nah­me

Die Mit­tei­lung, dass es nun durch Ver­trags­ab­schluss mit Sie­mens mit der Lösung der Bau­pro­ble­me so rich­tig los­geht, ist nichts wei­ter als Pro­pa­gan­da. In der Sache hat der Auf­trag an Sie­mens für die Inbe­trieb­nah­me kei­ne ent­schei­den­de Bedeu­tung. Da ste­hen neben dem Schwach­sinn des „Übungs­flug­ha­fens Nord­pier“ noch ande­re Pro­ble­me an, die nicht trans­pa­rent gemacht wer­den. Das größ­te Pro­blem sind aber nicht die zu besei­ti­gen­den Bau­män­gel und die Sicher­stel­lung der Funk­ti­ons­ab­läu­fe, die einen Flug­ha­fen in Funk­ti­on brin­gen. Die­se Pro­ble­me könn­ten, unab­hän­gig von Zeit­ho­ri­zon­ten, alle gelöst und besei­tigt wer­den. Aber das kos­tet Geld, das die FBB nicht mehr hat. Die Kre­di­te sind ver­braucht oder im Lärm­schutz ver­plant. Die Still­stands­kos­ten wer­den mit 35 Mio. Euro im Monat wei­ter­lau­fen. Die Kos­ten für diver­se Scha­dens­er­satz­an­sprü­che stei­gen und sind nicht bezif­fert. Allei­ne schon aus die­sem Grund muss zu die­sen mög­li­chen Kos­ten eine vor­sorg­li­che Pla­nung erfol­gen (Rück­stel­lung). Dar­um darf man sicher sein, dass hier­zu in der Auf­sichts­rats­sit­zung das wirk­li­che Kata­stro­phen­pro­blem behan­delt wur­de – wenn auch unqua­li­fi­ziert wegen feh­len­der Sach­kennt­nis. Das Finan­zie­rungs­pro­blem: woher die Mit­tel neh­men und wie von der EU geneh­migt bekom­men, wenn sie ver­füg­bar sein müs­sen. Weil es dazu kein Kon­zept gibt und die Fra­gen nicht beant­wort­bar sind, gibt es auch kei­nen Ter­min für die Inbe­trieb­nah­me des BER. Das ist die nack­te Wahr­heit.

Ohne fri­sches Geld – zunächst mit Sicher­heit eine wei­te­re Mil­li­ar­de, in der End­rech­nung dann weit über zusätz­li­che 2 Mil­li­ar­den Euro – geht für die Fer­tig­stel­lung des Baus nichts mehr. Es ist ein ein­ma­li­ger Vor­gang, dass der/die Finanzchef/in eines Vor­stan­des nicht in der Lage ist, dem Auf­sichts­rat die Fak­ten zu lie­fern, die er zur Beur­tei­lung des Zustan­des sei­ner Gesell­schaft unab­ding­bar benö­tigt. Es gehört in das Reich von Mär­chen­er­zäh­lun­gen, wenn behaup­tet wird, man braucht zur Fest­stel­lung für den Finanz­sta­tus noch bis Dezem­ber und dazu auch den end­gül­ti­gen Ter­min der Inbe­trieb­nah­me. Es ist aber anzu­neh­men, dass die Finanz­che­fin genau Bescheid weiß und dem Auf­sichts­rat klar­ge­macht hat, dass die Gesell­schaf­ter für die Sicher­stel­lung der Zah­lungs­fä­hig­keit dann zustän­dig sind, wenn der Vor­stand aus bekann­ten Grün­den, auch den der anste­hen­den Illi­qui­di­tät, kei­ne Kre­di­te mehr bekommt. Man darf dar­um Wet­ten dar­auf abschlie­ßen dass die Gesell­schaf­ter natür­lich auch des­halb auf eine neue Regie­rung der „Gro­ßen Koali­ti­on“ war­ten, weil es dann leich­ter ist, dass Mut­ter Mer­kel den Kom­mis­sa­ren der EU klar­ma­chen kann, dass sie gefäl­ligst zu lie­fern hät­ten, näm­lich die Geneh­mi­gung zu wei­te­rer Kre­dit­auf­nah­me für den BER. Eines ist aber, egal wie viel die Par­ty noch kos­tet, klar: Die­ser BER wird wegen jähr­li­cher Sub­ven­tio­nen im drei­stel­li­gen Bereich dem Steu­er­zah­ler als Müh­len­stein für die nächs­ten 30 Jah­re um den Hals gehängt.

Wowe­reit schei­tert

Dann, so durf­te die Öffent­lich­keit aus der Quat­sche­rei in der Auf­sichts­rats­sit­zung erfah­ren, wur­de der Lieb­lings­ta­ges­ord­nungs­punkt, die Wie­der­wahl des Auf­sichts­rats­vor­sit­zen Wowe­reit, abge­setzt. Gespeist von Mit­glie­dern die­ses Gre­mi­ums wur­de schon vor der Sit­zung durch­ge­sto­chen, dass Wowe­reit mit dem Wunsch, sein eige­ner Nach­fol­ger zu wer­den, mit Zitro­nen gehan­delt hat­te. Irgend­wie muss ihm zu Ohren gekom­men sein, dass sei­ne Wie­der­wahl nicht statt­fin­det. Die­ser Wider­stand aus Bran­den­burg war aber schon vor­her bekannt. Sicher­lich hat Wowe­reit geglaubt, dass die paar Bran­den­bur­ger sei­ne Wie­der­wahl nicht ver­hin­dern könn­ten. Gefragt wur­de hin­ter Wowe­reits Rücken, war­um er das über­haupt will. Eine schlüs­si­ge Ant­wort gab es nicht. War es sein Ego oder die Hoff­nung, wie­der „Herr des Gesche­hens“ zu wer­den, auch um Unge­mach für die eige­ne Per­son abweh­ren zu kön­nen? Denn: da wird ja noch unter­sucht – auch Wowe­reits Rol­le.

Jetzt war Not am Mann. Für die abge­setz­te Wie­der­wahl des Wowe­reit muss­te nun eine Aus­re­de her, damit die Schram­men im Gesicht des Wowe­reit noch so eben ver­träg­lich blie­ben. Dann kam der genia­le Ein­fall. Der Min­der­hei­ten­ver­tre­ter im Auf­sichts­rat (der Bund mit 26%) ist ent­schei­dend für die Wahl eines neu­en Vor­sit­zen­den. Bis zur Bil­dung der neu­en Regie­rung (bitte­bit­te eine Gro­ße Koali­ti­on!) ist die Regie­rung nur geschäfts­füh­rend im Amt. Dar­um muss gewar­tet wer­den, bis die Koali­ti­on bestimmt, wer neu­er Gesell­schaf­ter­ver­tre­ter im Auf­sichts­rat wird. Anders, den Fak­ten näher: Es muss gewar­tet wer­den, bis die SPD-Mitglieder per Brief­wahl bestä­ti­gen, wen die SPD dann zu Minis­tern machen kann. Wenn dann die Minis­ter fest­ste­hen und die Staats­se­kre­tä­re bestimmt sind, dann wird die­se Regie­rung auch zum Tages­ord­nungs­punkt „per­so­nel­le Bestim­mung zu zwei Mit­glie­dern im Auf­sichts­rat der FBB“ in der Lage sein. Ob dann der Min­der­heits­be­tei­lig­te einen Vor­sitz vor­schlägt, ist noch eine Fik­ti­on, die als Aus­re­de her­hal­ten muss. Von die­sen zwei Ver­tre­tern des Bun­des hängt dann ab, wer neu­er oder doch alter Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der FBB wird. Über die­se Fik­ti­on darf man lachen! Das Erbärm­li­che an die­ser Geschich­te ist, dass Auf­sichts­rä­te, die sich wegen Ent­schei­dungs­un­fä­hig­keit die­se Mär­chen ein­fal­len lie­ßen, auch glau­ben, dass die Öffent­lich­keit die­se fau­le Aus­re­de auch glau­ben wird.

Auch nach die­ser Auf­sichts­rats­sit­zung stel­len sich zwei Fra­gen:

Wie lan­ge müs­sen sich die Ber­li­ner und Bran­den­bur­ger Bür­ger noch gefal­len las­sen, dass unfä­hi­ge Poli­ti­ker und Auf­sichts­rä­te das natio­na­le und inter­na­tio­na­le Anse­hen von Ber­lin und Bran­den­burg rui­nie­ren, weil sie an ihren Pos­ten kle­ben, obwohl sie nach­weis­lich unfä­hig sind, einen Flug­ha­fen zu bau­en?

Wie lan­ge müs­sen Hun­der­tau­sen­de dar­un­ter lei­den, weil sie die Fol­gen einer Fehl­ent­schei­dung tra­gen müs­sen, die ihre Gesund­heit rui­niert und ihr Eigen­tum ent­wer­tet?

Es gibt nur eine Lösung: die Befrei­ung von die­sem Pro­jekt, die Nach­nut­zung des Invest­ments und der Neu­bau eines Zen­tral­flug­ha­fens, der pri­vat gebaut und betrie­ben wird (NNK).

Der ers­te Schritt in die­se ein­zig rich­ti­ge Rich­tung zur Lösung des Pro­blems:

Wowe­reit und der gan­ze Auf­sichts­rat müs­sen sofort abge­löst und ersetzt wer­den. Er und die Mit­glie­der haben sich in einem Aus­maß dis­kre­di­tiert, das in der deut­schen Wirt­schafts­ge­schich­te ein­ma­lig ist. Dar­um müs­sen end­lich die eigent­lich Schul­di­gen, die Abge­ord­ne­ten in den Par­la­men­ten, han­deln. Sie sind ihrer Kon­troll­pflicht nicht nach­ge­kom­men und haben bis­her alles, was ihnen vor­ge­legt wur­de, nur abge­nickt. Nur sie kön­nen die Bür­ger von die­ser prak­ti­zier­ten Unfä­hig­keit und Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit befrei­en. Dazu gehört dann auch der sofor­ti­ge Ver­zicht auf den Irr­glau­ben, dass der BER durch „rich­ti­ge“ Flug­rou­ten, „rich­ti­ge“ Nachtflug- und Betriebs­be­schrän­kungs­re­geln ohne eine drit­te Start- und Lan­de­bahn zu ret­ten sei.

Redak­ti­on Neue Akti­on (NA) www.ber-na.de

 

BER Flug­lärm­ter­ror
Trickst der Flug­ha­fen wei­ter beim Schall­schutz?
Zumin­dest die­sen Ein­druck muss bekom­men, wer fol­gen­de Zei­len aus einer Ant­wort der EU-Kommission an einen Beschwer­de­füh­rer liest, der Akten­ein­sicht in den BER betref­fen­de Unter­la­gen begehr­te (Doku­men­te sie­he unten). Die Ein­sicht wur­de u.a. ver­wei­gert, weil: …http://fluglaermterror.tumblr.com/

Unge­heu­er­li­cher Ver­dacht: War Auf­sichts­rat vor der Raz­zia bei BER-Planern gewarnt?
Neu­er Pau­ken­schlag beim Skandal-Flughafen BER: Auf Anord­nung des Unter­su­chungs­aus­schus­ses des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses hat die Staats­an­walt­schaft heu­te Räum­lich­kei­ten des ehe­ma­li­gen BER-Chefplaners durch­sucht. Der Vor­wurf lau­tet, das Archi­tek­tur­bü­ro habe den Aus­schuss über den Ver­bleib von Beweis­mit­teln getäuscht. Von beson­de­rem Inter­es­se dabei ist ein Schrift­stück, in dem Hin­wei­se ver­mu­tet wer­den, dass bereits nach der ers­ten Ver­schie­bung Zwei­fel am neu­en BER-Eröffnungstermin im Juni 2012 bestan­den haben….
http://fluglaermterror.tumblr.com/

***Beginn Leser­brief***
Zwei­er­lei Maß
Zu „Zwangs­ur­laub für Ber­li­ner Bischof“ und „Ver­lo­ren in der Matrix“ (bei­de SZ Nr. 246 vom 24.10.2013)

Inner­halb nur einer Aus­ga­be der SZ wird von immenser Geld­ver­schwen­dung berich­tet: Hier der Lim­bur­ger Bischof, dort der Auf­sichts­rat für den Berlin/Brandenburger Flug­ha­fen­neu­bau BER.

Mir scheint, der Lim­bur­ger Bischof hat ein­fach nur Pech. Pech, dass er ein kirch­li­cher Wür­den­trä­ger ist und nicht ein staat­li­cher Amts­trä­ger. Er hat ein­ma­lig Bau­kos­ten von ca. 35  Mil­lio­nen ver­ur­sacht und wird „beur­laubt“. Am Ber­li­ner Flug­ha­fen­neu­bau (, der übri­gens in Bran­den­burg liegt) wer­den monat­lich(!) ca. 35 Mil­lio­nen ver­brannt und kei­nen kümmert’s. (Na gut, es gibt ein biss­chen Spott.)

Mit 20.000 bis 70.000 Feh­lern am Bau kann der Bischof aller­dings nicht auf­war­ten. Das ist posi­tiv für ihn.

Auch posi­tiv für ihn: die Lage des Bischofs­sit­zes scheint am rich­ti­gen Ort zu sein. Am BER zeigt sich immer deut­li­cher, dass der Trick, einen vor­han­den Flug­ha­fen (Schö­ne­feld) zu einem lt. Plan­fest­stel­lungs­be­schluss „Flug­ha­fen für die Regi­on Berlin/Brandenburg“ um- und aus­bau­en zu wol­len, den Geburts­feh­ler hat, am fal­schen Stand­ort geplant wor­den zu sein. Aber kei­ner hat den Mut, das zu sagen – geschwei­ge denn, laut über eine ech­te Neu-Planung an einem ande­ren Stand­ort nach­zu­den­ken.

Beur­laubt wird hier aber kei­ner.

Micha­el Gil­lit­zer, Tel­tow
***Ende Leser­brief***

…………………….

PRESSESCHAU

Tipp: Auf nach Spe­ren­berg
Her­vor­ra­gend recher­chier­ter Arti­kel von Falk Jae­ger in der aktu­el­len Print­aus­ga­be der Zeit­schrift CICERO (Kos­ten 8.50 €)
Ber­lin – Der Unter­su­chungs­aus­schuss zum Deba­kel um den neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen ver­nimmt an die­sem Frei­tag einen wei­te­ren Auf­sichts­rat. Der Ver­kehrs­staats­se­kre­tär des Bun­des, Rai­ner Bom­ba (CDU), steht den Par­la­men­ta­ri­ern des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses Rede und Ant­wort.
Der Grünen-Abgeordnete Andre­as Otto kri­ti­sier­te im Vor­feld die man­geln­de Kon­trol­le des Mil­li­ar­den­pro­jekts durch Bom­ba und die übri­gen poli­ti­schen Ver­tre­ter, dar­un­ter der Ber­li­ner Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit (SPD). Die­se hät­ten das Vor­ha­ben viel stär­ker beauf­sich­ti­gen müs­sen, spä­tes­tens nach­dem 2010 ein ers­ter Eröff­nungs­ter­min abge­sagt wor­den war, sag­te Otto.
http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article121430342/Parlament-vernimmt-Staatssekretaer-Bomba-zu-Flughafendebakel.html
BER: Flughafen-Ausschuss ver­nimmt Staats­se­kre­tär Bom­ba
Ließ der Auf­sichts­rat am Haupt­stadt­flug­ha­fen die Zügel schlei­fen? Dar­über sol­len Betei­lig­te im Unter­su­chungs­aus­schuss für Auf­klä­rung sor­gen. Doch aus Oppo­si­ti­ons­sicht wol­len sie nur ihre Haut ret­ten.
http://www.airliners.de/ber-flughafen-ausschuss-vernimmt-staatssekretaer-bomba/30695

Geheim­be­richt exklu­siv in BILD
Die BER-Kosten steu­ern auf 6 Mrd. Euro zu
Seit Wochen macht der Flug­ha­fen ein Geheim­nis aus den Gesamt­kos­ten für das Skandal-Projekt BER. BILD liegt jetzt dazu ein gehei­mer Bericht des Pro­jekt­steue­rers WSP/CBP vor.
Danach benö­tigt die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Berlin-Brandenburg (FBB) eine „kauf­män­ni­sche Vor­sor­ge über 1,1 Mil­li­ar­den Euro“, um die Fer­tig­stel­lung des neu­en Hauptstadt-Flughafens sicher­zu­stel­len.
Wie die FBB das gewal­ti­ge Finanz­loch stop­fen soll, ist noch unklar. Wahr­schein­lich wird aber ein­mal mehr der Steu­er­zah­ler für die Bla­ma­ge in Haf­tung genom­men.
Sicher ist nur: Die Kosten-Explosion kata­pul­tiert die Gesamt­aus­ga­ben für den BER auf rund 5,7 Mil­li­ar­den Euro – inklu­si­ve Fremd-investitionen (0,5 Mil­li­ar­den Euro für u. a. unter­ir­di­schen Bahn­hof, Stra­ßen­bau und die Bau­feld­räu­mung für das Regie­rungs­ter­mi­nal).
Eine Ver­dopp­lung der Kos­ten seit dem Richt­fest für das Ter­mi­nal 2008!
Erst vor einem Jahr muss­ten die drei Gesell­schaf­ter Ber­lin, Bran­den­burg und der Bund dem Pleite-Flughafen 1,2 Mil­li­ar­den Euro an Steu­er­gel­dern frei­ge­ben wegen der geplatz­ten Eröff­nun­gen. Die geplan­ten Gesamt­kos­ten stie­gen damals auf 4,6 Mil­li­ar­den Euro.
Jetzt braucht der BER das nächs­te Ret­tungs­pa­ket! Wochen­lang rech­ne­te der Pro­jekt­steue­rer an der Pannen-Quittung. Dabei wur­de eine bau­li­che Fer­tig­stel­lung des Flug­ha­fens für den Jah­res­wech­sel 2014/2015 ange­nom­men – also nach einem sechs­mo­na­ti­gen Pro­be­be­trieb eine frü­hest­mög­li­che Eröff­nung Mit­te 2015.
Was steckt in den Mehr­kos­ten von 1,1 Mil­li­ar­den Euro?
– 125 Mil­lio­nen Euro ent­fal­len auf Pro­gno­se­er­hö­hun­gen, die der Auf­sichts­rat bereits seit April 2013 geneh­mi­gen muss­te.
– 170 Mil­lio­nen Euro für wei­te­re Planungs- und Bau­maß­nah­men.
– 240 Mil­lio­nen Euro kos­tet die län­ge­re Siche­rung und Kon­trol­le der Bau­stel­le (zwi­schen 17 und 18 Mio. Euro pro Monat). Einnahme-Ausfälle von rund 17 Mil­lio­nen Euro pro Monat durch die gerin­ge­ren Gebüh­ren in Tegel berück­sich­tigt WSP/CBP offen­bar nicht.
-290 Mil­lio­nen Euro für bes­se­ren Schall­schutz der Anwoh­ner.
-75 Mil­lio­nen für Sons­ti­ges.
– Auf­grund offe­ner Pro­ble­me (Scha­dens­er­satz­kla­gen, Brand­schutz, Fir­men­for­de­run­gen) emp­fiehlt WSP/CBP einen Risi­ko­puf­fer von zusätz­li­chen 205 Mil­lio­nen Euro.
Soll­ten die Gesell­schaf­ter die Kos­ten (wie­der) über­neh­men, wer­den sie antei­lig auf Ber­lin (37 Pro­zent), Bran­den­burg (37 Pro­zent) und den Bund (26 Pro­zent) ver­teilt.
Hei­kel: In dem Fall wird die zustän­di­ge EU-Kommission genau hin­se­hen. Denn unver­hält­nis­mä­ßi­ge Staats­zu­schüs­se für einen Ver­kehrs­flug­ha­fen sind aus Wett­be­werbs­grün­den unzu­läs­sig.
Von Gesellschafter-Vertretern aus Ber­lin, Bran­den­burg und Bund hieß es ges­tern auf Anfra­ge, dass der Flug­ha­fen noch kei­ne kon­kre­ten Zah­len vor­ge­legt hat.
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/ber-kosten-steuern-auf-sechs-mrd-zu-33210408.bild.html

Sie­mens durch­kreuzt Meh­dorns Eröffnungs-Pläne
Laut dem Bericht wer­den die not­wen­di­gen Bau­ar­bei­ten an der Brand­schutz­an­la­ge frü­hes­tens im März 2015 abge­schlos­sen sein. Eine voll­stän­di­ge BER-Eröffnung sei daher unter opti­ma­len Bedin­gun­gen am „31. Juli 2015“ mög­lich, so Sie­mens, da Bau­ab­nah­men und Pro­be­be­trieb wei­te­re vier Mona­te in Anspruch neh­men wür­den.
Nach BILD-Informationen soll aber bereits die­ser Ter­min­plan um acht Wochen im Rück­stand sein. Dar­auf wei­sen Sach­ver­stän­di­ge hin, sie for­dern einen Risiko-Puffer von min­des­tens sechs Mona­ten und rech­nen mit einer Eröff­nung Anfang 2016.

In einem Ver­merk ver­weist Sie­mens beson­ders auf die Abhän­gig­keit von ande­ren Bau­maß­nah­men – zum Bei­spiel die auf­wen­di­ge Sanie­rung der falsch ver­leg­ten Kabel im Ter­mi­nal.
Dem Ver­neh­men nach ist Sie­mens zwar auf­ge­for­dert wor­den, den Zeit­plan um etli­che Mona­te zu beschleu­ni­gen. „Wir prü­fen den Wunsch, zwei­feln aber dar­an, dass der Auf­trag schnel­ler erfüll­bar ist, als wir es dar­ge­stellt haben“, sagt ein füh­ren­der Siemens-Mitarbeiter aus Mün­chen.
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/siemens-durchkreuzt-mehdorns-eroeffnungs-plaene-31850538.bild.html

Schö­ne­fel­der Bruch­lan­dung war abseh­bar
http://www.berliner-zeitung.de/hauptstadtflughafen/ber-planer-ueberfordert-schoenefelder-bruchlandung-war-absehbar,11546166,24834894.html

Geheim-Gutachten zu Pan­nen beim BER steht jetzt im Inter­net
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article121428721/Geheim-Gutachten-zu-Pannen-beim-BER-steht-jetzt-im-Internet.html

… Wer behaup­te, die Men­schen unter den An- und Abflug­rou­ten wür­den sich an den Lärm gewöh­nen, sei „zynisch“….
Hel­mut Mader, ehe­ma­li­ger Investment-Banker, der sich in der Bür­ger­initia­ti­ve „Ein­tracht gegen Flug­lärm“ enga­giert, wird sich in der Grup­pe um die Wirt­schafts­ethik, etwa um die Fra­ge nach den Gren­zen des Wachs­tums, küm­mern. Der Flughafen-Ausbau ent­spre­che einer Wirt­schafts­ethik des 19. Jahr­hun­derts: „Wir wol­len Arbeits­plät­ze zu Las­ten der Gesund­heit kau­fen“, kri­ti­sier­te Mader und ergänz­te sein State­ment mit einem kla­ren Bekennt­nis zum Kapi­ta­lis­mus. …
http://www.fr-online.de/ob-peter-feldmann-frankfurt/flughafen-feldmann-will-neue-flughafenpolitik,11317964,24809416.html

Habe S-Bahn-Chaos ver­ur­sacht, bie­te Flug­ha­fen­de­sas­ter …
S.P.O.N. – Der Kri­ti­ker: Men­schen, Tie­re, Kos­ten­ex­plo­sio­nen!
In der fort­dau­ern­den Pos­se um den Ber­li­ner Flug­ha­fen geht es nicht mehr nur um die han­deln­den Per­so­nen und deren Unfä­hig­keit – son­dern um ein Sys­tem, das unfä­hig ist zur Kor­rek­tur und Erneue­rung.
Wie macht man eigent­lich Kar­rie­re im Spät­ka­pi­ta­lis­mus? Reicht es, dass man her­um läuft wie ein gela­de­ner Revol­ver, von dem nie­mand weiß, wann er knallt? Oder muss man schon mal eine rich­tig gro­ße Plei­te hin­ge­legt haben?
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-wowereit-und-mehdorn-a-930008.html

Deutsch­land geizt mit Daten
Wie gehen Regie­run­gen mit Daten zu Wahl­er­geb­nis­sen, Fahr­plä­nen oder Geset­zen um? Groß­bri­tan­ni­en führt den Län­der­ver­gleich des Open Data Index an, Deutsch­land hin­ge­gen schnei­det schlecht ab – schlech­ter als Chi­na.
http://www.sueddeutsche.de/digital/open-data-index-deutschland-geizt-mit-daten-1.1805654

Mar­kov spricht mit Bür­ger­meis­tern über Schall­schutz
In der Umge­bung des neu­en Flug­ha­fens BER sorgt man sich um den zu erwar­ten­den Flug­lärm. Finanz­mi­nis­ter Hel­muth Mar­kov traf sich anläss­lich einer Kabi­netts­sit­zung in Lüb­ben mit den Bür­ger­meis­tern von Zeu­then, Eich­wal­de und Schul­zen­dorf. Dabei ging es auch um eine mög­li­che Kulanz­re­ge­lung beim Schall­schutz.
Erst soll mit dem BER Geld ver­dient wer­den
Er habe bei den Bür­ger­meis­tern um Ver­ständ­nis gewor­ben, sag­te Mar­kov. „Bevor die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Berlin-Brandenburg über eine Kulanz­re­ge­lung nach­denkt, muss sie den Flug­ha­fen ans Netz brin­gen.“ Erst wenn der Flug­ver­kehr am Air­port in Schö­ne­feld zu Ein­nah­men füh­re, kön­ne auch mehr für den öffent­li­chen Schall­schutz getan wer­den. Die Kom­mu­nen könn­ten aber für den kos­ten­in­ten­si­ven Ein­bau von Lärm­schutz auch För­der­mit­tel nut­zen, die für die ener­ge­ti­sche Sanie­rung öffent­li­cher Gebäu­de ver­ge­ben wer­den.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/fluglaerm/markov-spricht-mit-buergermeistern-ueber-schallschutz.html

Cal­den – ein Miss­ver­ständ­nis?
Der letz­te Lini­en­flug für die nächs­ten sechs Mona­te hat Kassel-Calden am Diens­tag ver­las­sen. Ein wirt­schaft­li­ches Desas­ter? Der Flug­ha­fen sei ohne­hin nicht pri­mär für den Lini­en­ver­kehr gebaut wor­den, heißt es nun.
http://www.hr-online.de/website/specials/extended/index.jsp?rubrik=80473&key=standard_document_49975183

12-Friedrichshagen

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