+++ News­let­ter +++ Ein­la­dung 126. Mon­tags­de­mo +++ Infos & Klei­ne Pres­se­schau +++

Lie­be Mit­strei­te­rin­nen und Mit­strei­ter,

ein kur­zer News­let­ter mit einem kur­zen Über­blick über die Woche….

Am Mon­tag fin­det neben der 126.Montagsmahnwache in Berlin-Friedrichshagen auch eine Kund­ge­bung in Berlin-Lichtenrade statt:

Ange­sichts des immer deut­li­cher wer­den­den BER – Finanz­de­ba­kels sowie kata­stro­pha­ler Planungs- und Bau­män­gel wer­den die Lärm­wehr Berlin-Brandenburg und das Info-Büro Flug­lärm e.V.

am Mon­tag, 25.11.2013, in der Zeit von 17:45 bis 18:30 Uhr

in Ber­lin Lich­ten­ra­de, Bahnhof-/Ecke Stein­str.

eine Protest-Kundgebung ver­an­stal­ten.

 Pres­se­mit­tei­lung BER 2013.docx

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RÜCKBLICK

Don­ners­tag, 21.11.2013:  

Über­ga­be von mehr als 26.000 Unter­schrif­ten der Volks­in­itia­ti­ve Nacht­flug­ver­bot im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus

rbb-Abendschau: http://youtu.be/EB3e9y4DgQ4
Pres­se­mit­tei­lung der FBI und wei­te­res Info­ma­te­ri­al: https://www.fbi-berlin.org/archives/7740

http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article122143640/26-000-Menschen-unterschreiben-fuer-Nachtflugverbot.html
26.000 Men­schen unter­schrei­ben für Nacht­flug­ver­bot
Meh­re­re Bür­ger­initia­ti­ven haben dem Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus über 26.000 Unter­schrif­ten gegen Flug­lärm in Tegel und Schö­ne­feld über­ge­ben. Sie for­dern ein Nacht­flug­ver­bot von 22 bis 6 Uhr.
Ver­tre­ter meh­re­rer Bür­ger­initia­ti­ven haben am Don­ners­tag mehr als 26.000 Unter­schrif­ten gegen Flug­lärm an den Prä­si­den­ten des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses, Ralf Wie­land (SPD), über­reicht. Damit wur­de zugleich der Antrag für eine neue Volks­in­itia­ti­ve unter dem Titel „Nach­flug­ver­bot von 22 bis 6 Uhr – Ver­hand­lun­gen mit Bran­den­burg. Jetzt!“ gestellt, teil­te die Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve (FBI) mit. Das Bünd­nis for­dert dar­in ein gene­rel­les Nacht­flug­ver­bot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr sowohl an den bestehen­den Ber­li­ner Air­ports als auch in Zukunft am Hauptstadt-Airport BER.

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Die Bür­ger­initia­ti­ven wol­len nun mit poli­ti­schen Druck eine Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots errei­chen.

Seit der letz­ten Debat­te im Abge­ord­ne­ten­haus zum The­ma Nacht­flug­ver­bot hät­ten sich zahl­rei­che neue Fak­ten erge­ben, sag­te FBI-Sprecher Hans Behr­bohm. So habe es in Bran­den­burg ein erfolg­rei­ches Volks­be­geh­ren für eine län­ge­re Nacht­ru­he am BER gege­ben. Neue­re wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen wür­den die krank machen­den Fol­gen von Flug­lärm und Flug­zeug­ab­ga­sen erneut bele­gen. Behr­bohm ver­weist unter ande­rem auf eine im Juli 2013 ver­öf­fent­lich­te Stu­die der Uni­ver­si­tät Mainz zu den Gesund­heits­fol­gen nächt­li­chen Flug­lärms.

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BBBTV – Neue Sen­dung online und im Kabel-TV

3. Start­bahn BER und die Ver­spre­chen der Poli­tik – BBB TV vom 14.11.2013

Inhalt:

  • Kommt sie oder nicht: 3. Pis­te BER? Wie ver­bind­lich sind die Aus­sa­gen der Poli­tik?
  • Jobs mehr oder weni­ger: Durch Flug­plät­ze? Beschäf­tig­te von Tegel und Schö­ne­feld ste­hen im Regen.
  • Gemein­sam oder getrennt: Initia­ti­ven gegen Flug­lärm. Die Bür­ger­initia­ti­ven von Ber­lin und Bran­den­burg wol­len noch enger zusam­men­ar­bei­ten.
  • Kampf um Nacht­schlaf: Demo 16.11.13, 15.00 Uhr, Lan­des­ver­band Ber­lin Kom­men Sie zur Groß­de­mo für sofor­ti­ges Nacht­flug­ver­bot

http://www.youtube.com/watch?v=xJFSzIE2IdE&list=PL370CAB808D320BF4

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TERMIN!

JAHRESTAG GEWONNENES VOLKSBEGEHREN IN BRANDENBURG am 03.12.2013
Zum Jah­res­tag des gewon­ne­nen Volks­be­geh­rens rufen wir alle Bür­ger auf, sich in Pots­dam vor dem neu­en Bran­den­bur­ger Land­tag, Friedrich-Ebert-Straße/ Brei­te Stra­ße am Film­mu­se­um von 17.00 bis 18.00 Uhr an  einer Mahn­wa­che zu betei­li­gen.
https://www.fbi-berlin.org/archives/7784

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PRESSESCHAU

Bau­ord­nungs­amt warnt vor BER-Totalabsturz
Land­rat Ste­phan Loge for­dert eine ernst­haf­te Pla­nung des BER. Ansons­ten könn­ten Bau­ge­neh­mi­gun­gen aus­lau­fen.

In einem Brand­brief an Flughafen-Chef Hart­mut Meh­dorn (71) warnt der Dienst­herr des Bau­ord­nungs­amts vor einer tota­len Bruch­lan­dung des BER-Projekts.
Soll­te der Flug­ha­fen kein „trag­fä­hi­ges Kon­zept“ für den Brand­schutz ein­rei­chen, „sehe ich einer Fer­tig­stel­lung des Flug­gast­ter­mi­nals mit Sor­ge ent­ge­gen“, schreibt der Land­rat von Dahme-Spreewald, Ste­phan Loge (54).
Hin­ter­grund ist die Gel­tungs­dau­er der Bau­ge­neh­mi­gung für die Flug­ha­fen­ge­bäu­de. „Sie beträgt sechs Jah­re“, schreibt Loge. Nach B.Z.-Informationen läuft dem­nach die letz­te Fertigstellungs-Frist für das Ter­mi­nal am 30. Okto­ber 2016, für das Süd­pier (Air Ber­lin) bereits am 10. August 2016 aus. Danach erlö­schen die Geneh­mi­gun­gen.
„Nach den mir vor­lie­gen­den Kennt­nis­sen muss ich jedoch mei­ne Beden­ken mit­tei­len“, schreibt Loge. „Allein die akri­bisch durch­ge­führ­te Bestands­ana­ly­se, ohne eine abschlie­ßen­de Pla­nung der bau­li­chen Maß­nah­men, wird nicht zu den erfor­der­li­chen Ergeb­nis­sen füh­ren.“
So lie­ge bis heu­te auch noch kein Nach­weis für die Sys­tem­zu­ver­läs­sig­keit der Sprink­ler­an­la­ge vor. Ein 9. Ent­wurf sei der Behör­de nicht über­ge­ben wor­den, wes­halb, „ich an der Ernst­haf­tig­keit Ihrer Bemü­hun­gen zwei­feln“ muss, schreibt Loge.
Der Flug­ha­fen äußer­te sich Diens­tag nicht zu den Vor­wür­fen.
http://www.bz-berlin.de/service/flughafen-berlin-brandenburg/bauordnungsamt-warnt-vor-ber-totalabsturz-article1765148.html

Hier das Ori­gi­nal des Brie­fes von Land­rat Loge an den Flug­ha­fen (Quel­le: Twit­ter  / www.ber-na.de)

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Neu­es zur Luft­ver­kehrs­steu­er

Eine Kla­ge der Air­lines hat­te kei­nen Erfolg:

Finanz­ge­richt bestä­tigt umstrit­te­ne Luft­ver­kehrs­steu­er

28.10.2013

Der Bund darf eine Luft­ver­kehrs­steu­er erhe­ben. Mit die­sem Urteil hat jetzt ein Gericht Kla­gen von Flug­ge­sell­schaf­ten gegen die Abga­be abge­wie­sen. Aus Sicht der kla­gen­den Air­lines wird gegen Ver­fas­sungs­recht ver­sto­ßen.

http://www.airliners.de/finanzgericht-bestaetigt-umstrittene-luftverkehrssteuer/30654

Dafür aber offen­sicht­lich die Lob­by­ar­beit

BDL-Präsident: Luft­ver­kehrs­steu­er schafft wei­ter vie­le Ver­lie­rer

20.11.2013

Der BDL hat jetzt einen neu­en Bericht zur Luft­ver­kehrs­steu­er vor­ge­legt und erneut die Abschaf­fung der Abga­be gefor­dert. Um sei­ne Zie­le zu errei­chen, will der Ver­band künf­tig stär­ker mit der Indus­trie zusam­men­ar­bei­ten.

http://www.airliners.de/bdl-praesident-luftverkehrssteuer-schafft-weiter-viele-verlierer/30817

Und sie­he da, nun eini­gen sich CDU und SPD in ihren Son­die­run­gen auf eine Abschaf­fung!!

http://taz.de/Mit-Vollgas-in-die-Klimakatastrophe/!127852/
Die Ver­hand­ler von Uni­on und SPD haben sich offen­bar auf die Abschaf­fung der Luft­ver­kehrs­steu­er geei­nigt. Ein Aus der Abga­be sei „nicht unwahr­schein­lich“, erfuhr die taz aus dem Umfeld der bei den Ber­li­ner Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen tagen­den Arbeits­grup­pe Ver­kehr.

Durch die Ver­bil­li­gung des extrem umwelt­schäd­li­chen Ver­kehrs­mit­tels Flug­zeug sei­en die mög­li­chen Groß­ko­ali­tio­nä­re dabei, den „Kli­ma­schutz zu ver­kau­fen.“ Das sei ein „Frei­flug in die Kli­ma­ka­ta­stro­phe.“

Die Luft­ver­kehrs­steu­er war von CDU, CSU und FDP 2011 aus rein fis­ka­li­schen Grün­den ein­ge­führt wor­den, um mehr Geld in den Bun­des­haus­halt zu spü­len. Aktu­ell wer­den auf Kurz­stre­cken­ti­ckets 7,50 Euro pro Flug­gast fäl­lig. Bei Mit­tel­stre­cken beträgt die Abga­be 23,43 Euro, auf Lang­stre­cken sind 42,18 Euro zu zah­len. Hin­zu kommt die Mehr­wert­steu­er von 19 Pro­zent.

Luft­fahrt­in­dus­tie macht Druck
Denn im Hin­ter­grund macht sich die Luft­fahrt­in­dus­trie für eine schnel­le Abschaf­fung der Steu­er stark: Wegen der Zusatz­kos­ten wichen gera­de in grenz­na­hen Gebie­ten Flug­gäs­te auf aus­län­di­sche Flug­hä­fen aus, argu­men­tier­te etwa der Prä­si­dent des Bun­des­ver­bands der Deut­schen Luft­fahrt (BdL), Klaus Peter Sieg­loch, erst am Diens­tag. Die Fol­ge sei­en rote Zah­len bei deut­schen Air­lines und Flug­hä­fen und damit Arbeits­platz­ver­lus­te.

Inter­es­sen­ge­steu­ert und nicht seri­ös sei­en ent­spre­chen­de vom BdL in Auf­trag gege­be­ne Stu­di­en, kon­ter­te dage­gen am Mitt­woch ein Bünd­nis von Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen wie dem BUND, dem Ver­kehrs­club VCD, Green­peace und Brot für die Welt in Ber­lin. Die NGOs prä­sen­tier­ten eine Stu­die des Volks­wirts Fried­rich Thie­ßen von der TU Chem­nitz.

Flug­ver­kehr mas­siv sub­ven­tio­niert
Laut Thie­ßen liegt der Grund für die von der Indus­trie beklag­ten schlech­te Geschäf­te im deut­schen Luft­ver­kehr nicht an der Steu­er, son­dern an Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zes­sen: „Der Trend geht zu inter­na­tio­na­len Dreh­kreu­zen, klei­ne­re Flug­hä­fen und Air­lines ver­lie­ren.“

Ins­ge­samt aber wach­se der Luft­fahrt­in­dus­trie so stark wie sonst nur die IT-Branche, sag­te Thie­ßen. „Beschäf­ti­gungs­ver­lus­te“ kön­ne er nicht erken­nen. Über die BdL-Untersuchungen habe er sich „maß­los geär­gert“, beton­te der Inha­ber eines Lehr­stuhls für Finanz­wirt­schaft: „Sie müs­sen sich immer fra­gen, wo dabei gera­de mani­pu­liert wird.“

Schließ­lich wird der Flug­ver­kehr wird schon heu­te mas­siv sub­ven­tio­niert: Im Gegen­satz zu Auto und Bahn wer­den bei Flü­gen weder Energie- noch Mehr­wert­steu­er fäl­lig. „Das bedeu­tet Ver­güns­ti­gun­gen von mehr als zehn Mil­li­ar­den Euro“, rech­ne­te Alex­an­der Mah­ler vom Forum ökologisch-soziale Markt­wirt­schaft vor.

Eine Fra­ge der „Kli­ma­ge­rech­tig­keit“
Für Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Brot für die Welt ist die Luft­ver­kehrs­steu­er schlicht eine Fra­ge der „Kli­ma­ge­rech­tig­keit“: Durch den Kli­ma­wan­del her­vor­ge­ru­fe­ne Kata­stro­phe trä­fen wie zuletzt auf den Phil­ip­pi­nen „Entwicklungs- und Schwel­len­län­der“ – dabei nutz­ten aktu­ell nur die reichs­ten zwei Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung Flug­zeu­ge.

Die Ver­bän­de wol­len des­halb Druck für eine Erhal­tung der Steu­er machen. Soll­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten bei ihrer Linie blei­ben, droht Wer­ner Reh, wer­de der BUND sei­ne 500.000 Mit­glie­der mobi­li­sie­ren und die SPD-Basis beim Mit­glie­der­ent­scheid fra­gen: „Wollt ihr die­sen Koali­ti­ons­ver­trag wirk­lich?

Inter­es­sant dabei ist: 

Regie­rung Schwarz-Gelb führt die Steu­er 2011 ein
Regie­rung Schwarz-Rot schafft die Steu­er 2014 vorraus­sicht­lich wie­der ab.

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Job­wun­der BER???
http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafen-ber-berliner-jobs-auf-dem-abflug/9086492.html
Wenn der BER eröff­net, gehen im Nord­wes­ten der Stadt Stel­len ver­lo­ren. Wie vie­le es sind, lässt sich bis­her nicht sagen. Ein Gut­ach­ter bezwei­felt aber, dass es in Schö­ne­feld wie pro­gnos­ti­ziert ein­mal 40 000 Beschäf­tig­te im Flug­ha­fen­be­reich geben wird.

Wer hat eigent­lich noch einen Über­blick über die Kos­ten am BER???
Der Bran­den­bur­ger Finanz­mi­nis­ter offen­bar nicht, wie nach­fol­gen­de Berichte/Zitate zei­gen:

http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/landtag-beschaeftigt-sich-mit-ber-mehrkosten.html

Dass jeder Monat Ver­zö­ge­rung 35 Mil­lio­nen Euro kos­te, wider­leg­te Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­ter Hel­muth Mar­kov (Lin­ke) hin­ge­gen. Eine Gesamt­auf­stel­lung der Ein­nah­men und Aus­ga­ben der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft wer­de zei­gen, dass die­se Sum­me nicht zutref­fe. Eine Sum­me im übri­gen, die von Hart­mut Meh­dorn immer erwähnt wur­de.

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/804984/
„Wir bemü­hen uns“
von Thors­ten Metz­ner
Wie teu­er wird er denn? Und wann ist Eröff­nung? Die Finanz­che­fin des BER spricht über viel, viel Geld
Pots­dam – Für den Bau des neu­en Ber­li­ner Haupt­stadt­flug­ha­fens BER in Schö­ne­feld, der 2006 für rund zwei Mil­li­ar­den Euro kal­ku­liert war, sind bereits 4,6 Mil­li­ar­den Euro auf­ge­bracht wor­den. Das hat Hei­ke Föls­ter, Finanz­ge­schäfts­füh­re­rin der staat­li­chen Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Ber­lins, Bran­den­burgs und des Bun­des (FBB) am Don­ners­tag vor Jour­na­lis­ten im Bran­den­bur­ger Land­tag bestä­tigt. Sie ist die ers­te BER-Verantwortliche, die das tut. Selbst Auf­sichts­rä­te, denen Doku­men­te mit die­ser kor­rek­ten Zahl zum bis­he­ri­gen Finan­zie­rungs­vo­lu­men vor­lie­gen, spre­chen dage­gen bis­her öffent­lich regel­mä­ßig von 4,3 Mil­li­ar­den Euro.
Wie teu­er der BER am Ende wird, dazu woll­te Föls­ter im Finanz­aus­schuss des Land­ta­ges kei­ner­lei Aus­sa­ge machen, nicht ein­mal eine Schät­zung. „Ich kann kei­ne Zahl sagen“, so die Finanz­ma­na­ge­rin. Man beschäf­ti­ge sich inten­siv damit. „Mei­ne Auf­ga­be ist es, eine vali­de Kos­ten­schät­zung vor­zu­neh­men. Ich brau­che dafür vom Bau Infor­ma­tio­nen. Ich habe sie noch nicht“, sag­te Föls­ter. „Erst wenn wir alles zusam­men­ha­ben, kommt ein Preis­schild an jede Posi­ti­on und es wird zusam­men­ge­rech­net. Vor­her wer­de ich kei­ne Zahl prä­sen­tie­ren.“
Im bis­he­ri­gen Finan­zie­rungs­vo­lu­men von 4,6 Mil­li­ar­den Euro sind die 1,2 Mil­li­ar­den Euro ent­hal­ten, die Ber­lin, Bran­den­burg und der Bund als Eigen­tü­mer wegen der ver­scho­be­nen BER-Eröffnung Ende 2012 bewil­ligt hat­ten. Wegen des Still­stan­des auf der Bau­stel­le ist davon aber erst ein Bruch­teil abge­flos­sen, es sind ledig­lich 242 Mil­lio­nen Euro. Wie die PNN exklu­siv unter Beru­fung auf einen inter­nen Bilanz­be­richt der FBB zum von BER-Chef Hart­mut Meh­dorn gestar­te­ten Pro­gramm „Sprint“ berich­te­ten, sind im Ter­mi­nal von den nöti­gen Arbei­ten für eine Inbe­trieb­nah­me erst 3 Pro­zent erle­digt. Eine Eröff­nung vor Win­ter 2015/2016 scheint damit unmög­lich.
Föls­ter bestä­tig­te, dass die 1,2 Mil­li­ar­den Euro nicht aus­rei­chen wer­den, um den BER fer­tig­zu­stel­len. „Allen ist klar, dass der Flug­ha­fen mehr kos­ten wird. Es gibt mehr Liqudi­täts­be­darf.“ Zwar ist von den 1,2 Mil­li­ar­den Euro bis­her fast nichts aus­ge­ge­ben, aber das Gros ist nach inter­nen FBB-Angaben bereits gebun­den oder reser­viert, sodass der Kos­ten­rah­men nicht aus­rei­chen wird, wie dem Auf­sichts­rat im Okto­ber mit­ge­teilt wur­de. Die Fünf-Milliarden-Grenze ist nur noch eine Fra­ge der Zeit.
Fest steht nach PNN-Informationen, dass zu den 4,6 Mil­li­ar­den Euro allein 305 Mil­lio­nen Euro für Schall­schutz nach­ge­bucht wer­den müs­sen, die trotz ein­deu­ti­ger Rechts­la­ge nach den Urtei­len des Ober­ver­wal­tungs­ge­rich­tes Ber­lin Bran­den­burg bis­lang nicht ver­an­schlagt wor­den sind. Außer­dem kom­men nach Anga­ben von Föls­ter monat­li­che Still­stands­kos­ten von 35 Mil­lio­nen Euro hin­zu, was letz­te Woche Bran­den­burgs Finanz­mi­nis­ter Hel­muth Mar­kov (Lin­ke) – Chef des Finanz­aus­schus­ses im Auf­sich­strat – noch bestrit­ten hat­te. Laut Föls­ter set­zen sich die 35 Mil­lio­nen Euro aus 17 Mil­lio­nen Euro ver­schie­bungs­be­ding­ten Mehr­aus­ga­ben pro Monat und wei­te­ren 17 Mil­lio­nen Euro aus­blei­ben­de Ein­nah­men zusam­men, die der Flug­ha­fen mit dem BER erwirt­schaf­ten woll­te. Auf­sichts­rä­te wie Mar­kov hat­ten dem Flug­ha­fen vor­ge­wor­fen, die­se Min­der­ein­nah­men nicht mit Mehr­ein­nah­men etwa durch den boo­men­den Air­port Tegel zu ver­rech­nen. Auch dem wider­sprach Föls­ter: „Der Boom Tegels ist in der Zahl bereits abge­bil­det.“ Und noch eine Zahl steht fest. Nach Anga­ben von Föls­ter muss die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft bereits jetzt 120 Mil­lio­nen Euro jähr­lich für Zin­sen auf­wen­den, die wegen der BER-Baukredite über 2,4 Mil­li­ar­den Euro fäl­lig wer­den.
Nach einem Controlling-Bericht des Pro­jekt­steue­rers für die FBB-Geschäftsführung wer­den für die Fer­tig­stel­lung des BER noch ein­mal rund 1,1 Mil­li­ar­den Euro benö­tigt, die die öffent­li­che Hand auf­brin­gen müss­te. Der Auf­sichts­rat, der die­se Zahl nicht kennt, in dem die Unzu­frie­den­heit über die schwam­mi­gen Finan­zie­rungs­zah­len der FBB wächst, will bis Dezem­ber Klar­heit.
Aller­dings ist zwei­fel­haft, ob der Flug­ha­fen dann schon so weit ist, da die Gesamt­kos­ten vom völ­lig unkla­ren BER-Fertigstellungstermin abhän­gen. Föls­ter deu­te­te bereits an, dass es län­ger dau­ern könn­te. Der Auf­sichts­rat habe gebe­ten, mög­lichst bis Dezem­ber eine Gesamt­kos­ten­schät­zung und einen Eröf­fungs­ter­min zu nen­nen, sag­te sie. „Wir bemü­hen uns, das ein­zu­hal­ten.“
Email an Autor schrei­ben Erschie­nen am 15.11.2013 auf Sei­te 16

„OFFENBARUNGSEID“
Lan­des­re­gie­rung: „Kein Flug­ha­fen Anwoh­ner in Blankenfelde-Mahlow hat bis­her den recht­lich geschul­de­ten Schall­schutz“

In sei­ner Klei­nen Anfra­ge Nr. 3178 vom 20.09.2013 frag­te der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Chris­toph Schul­ze die Lan­des­re­gie­rung: „Wie vie­le Bür­ger in der Gemein­de Blankenfelde-Mahlow, dif­fe­ren­ziert nach ihren Orts­tei­len, haben zum Stich­tag 10.09.2013 Schall­schutz – so wie ihn das OVG-Urteil basie­rend auf dem Plan­fest­stel­lun­g­an­trag und dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss bestimmt hat – ein­ge­baut bekom­men?“

Die Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung, Land­tags­t­ruck­sa­che 5/7987“ lau­tet lapi­dar: „Kei­ne“.

Dazu erklärt der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Chris­toph Schul­ze:
Eigent­lich soll­te der Flug­ha­fen BER seit vier Jah­ren in Betrieb sein. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat die Fra­gen des Schall­schut­zes abschlie­ßend geklärt. Obwohl klar ist, dass der BER nur in Betrieb gehen darf, wenn alle Anlie­ger, die ein Recht auf Schall­schutz haben und sich bei der Umset­zung des Schall­schut­zes halb­wegs koope­ra­tiv gezeigt haben, ist trotz aus­rei­chen­der Zeit und Geld nichts pas­siert. Aber: Mil­lio­nen wur­den ver­pul­vert.
Das OVG Berlin-Brandenburg hat die Lan­des­re­gie­rung, die den BER-Schallschutz-Pfusch seit 2008 gedeckt und gedul­det hat, 2012 und 2013  zur Ord­nung geru­fen,  abge­kan­zelt und ihr „sys­te­ma­ti­schen Rechts­buch“ attes­tiert (OVG-Beschluss 12 S 27.12 vom 15.06.2012, OVG-Urteil 11 A 14.13 vom 25.04.2013).

Was bleibt fest­zu­stel­len!
In 8 Jah­ren, die die Lan­des­re­gie­rung und der BER Zeit hat­ten, ist nicht eine ein­zi­ge Wohn­ein­heit mit dem gesetz­li­chen und dem recht­lich vor­ge­schrie­be­nen Schall­schutz aus­ge­stat­tet wor­den.

Dar­an kann man sehen und erken­nen, wie wich­tig die Lan­des­re­gie­rung Bran­den­burg und allen Ver­ant­wort­li­chen in Poli­tik, Ver­wal­tung und Wirt­schaft das gel­ten­de Recht und die Gesund­heit der Bür­ger sind.
Es wird immer wie­der wort­reich im Land­tag Bran­den­burg und durch die Lan­des­re­gie­rung u.a. beteu­ert, wie sich­tig der Schall­schutz und die Gesund­heit der Bür­ger sei. Die Rea­li­tät sieht anders aus!

Wahr ist ein­zig das, was in der Rea­li­tät nach­prüf­bar ist:

Die Rea­li­tät ist: Null gesetz­li­cher Schall­schutz.

Die Rea­li­tät ist: Es ist ihnen egal.

Ein jeder Mit­bür­ger, ganz gleich, ob nun per­sön­lich vom Flug­lärm BER betrof­fen oder nicht, soll­te sich  sei­ne Gedan­ken dar­über machen.

Was wird mit ihm, wenn er mal Pro­ble­me hat und Regie­rung und Poli­tik Ver­spre­chun­gen machen?

Kann man denen noch glau­ben und ver­trau­en?

Die Anwoh­ner von BER haben ein gesetz­li­ches und durch Bun­des­ge­rich­te ver­brief­tes Recht.

Was wird mit denen, egal in wel­cher Ange­le­gen­heit, die weni­ger Rechts­an­sprü­che haben? Wer glaubt noch an Ver­spre­chun­gen der Landesregierung/Politik?

Anla­gen: Ant­wor­ten der Lan­des­re­gie­rung
http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab%5F8000/8073.pdf
http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab%5F8000/8074.pdf
http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab%5F8000/8072.pdf
http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab%5F8000/8075.pdf
http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab%5F8000/8070.pdf

 

Wir wün­schen eine gute Woche!

 

Newsletter-Team der FBI
Corin­na Lud­wig
Sup­port und Web: Iris Bujok, Regi­na Men­zel
Soci­al­me­dia: Sebas­ti­an Köp­cke, Bea­te Schwar­zer

FBI – Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve
Böl­sches­tr. 44, Remi­se, 12587 Ber­lin
Öff­nungs­zei­ten: Di. u. Do. von 17 bis 19 Uhr
Neue Tele­fon­num­mer FBI-Büro: 030/98335562
Mobil: 0157 – 84 66 26 32
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