+++ News­let­ter FBI +++ Ein­la­dung 164. & 165. Mon­tags­pro­test +++ Pres­se­schau & Infor­ma­tio­nen +++

Lie­be Mit­strei­ter und Sym­pa­thi­san­ten,

wie schon ange­kün­digt, wird der News­let­ter in den nächs­ten Wochen mit einem etwas grö­ße­ren zeit­li­chen Abstand erschei­nen.

Um Ent­zugs­er­schei­nun­gen vor­zu­beu­gen, emp­feh­len wir, sich den Inhalt gut auf­zu­tei­len, denn es war­ten wie­der inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen zu den The­men des Luft­ver­kehrs und sei­nen Aus­wir­kun­gen auf Mensch und Umwelt, die es wert sind, gele­sen und wei­ter berichtet/verteilt zu wer­den. Und die Mon­tags­mahn­wa­chen als wöchent­li­cher fes­ter Ter­min blei­ben ja auch. Dazu an die­ser Stel­le die herz­li­che Ein­la­dung zur 164. Mahn­wa­che am 18.08. und zur 165. am 25.08.2014.

Die Wahl in Bran­den­burg wirft ihre Schat­ten vor­aus und wie­der ein­mal zeigt sich über­deut­lich das Phä­no­men der „Politiker-Demenz“ bei allen Par­tei­en. Hof­fent­lich haben vie­le mün­di­ge Bürger/Wähler ein sehr gutes Gedächt­nis, vor allem immer dann, wenn Poli­ti­ker bei eini­gen The­men ver­su­chen, sich vor der Wahl in ein posi­ti­ves Licht zu stel­len, obwohl gera­de ihr Han­deln dunk­le Schat­ten wirft.Nachfolgend ein Bei­spiel:
Bran­den­burg ist anders:

Das ist nicht Ber­lin, das ist Bran­den­burg – steht groß auf dem Pla­kat der Lin­ken. Chris­ti­an Gör­ke ist ihr Bran­den­bur­ger Spit­zen­kan­di­dat:  Er ärgert sich über die Poli­tik des Ber­li­ner Senats, weil die­ser gegen eine Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots am Flug­ha­fen BER ist. http://www.rbb-online.de/rbbaktuell/archiv/20140812_2145/6.html

Und war­um haben dann die Lin­ken im Bran­den­bur­ger Land­tag gegen die Anträ­ge gestimmt, die eine Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bo­tes gefor­dert haben?
Der Abge­ord­ne­te Chris­toph Schul­ze hat die Anträ­ge ein­mal tabel­la­risch zusam­men­ge­stellt mit den jewei­li­gen Abstim­mungs­er­geb­nis­sen.
Zu fin­den hier bzw. im Anhang zur Mail:
SPRUCH DER WOCHE
„Wir neh­men Ihrer Zukunft das Zuhau­se -B€R“

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TERMINE & AKTIONEN
 
Akti­ons­bünd­nis Berlin-Brandenburg (ABB),  Bünd­nis Süd­Ost (BüSO), Bür­ger­ver­ein Brandenburg-Berlin e.V. (BVBB) und Schutz­ge­mein­schaft Umland­ge­mein­den Flug­ha­fen Schö­ne­feld e.V.  star­ten gemein­sa­me  BER-Informationskampagne
Um die Bran­den­bur­ger vor der Wahl noch ein­mal umfas­send über die Geschich­te und vor allem gesund­heit­li­chen und wirt­schaft­li­chen Fol­gen des BER für die Anwoh­ner und alle Bür­ger des Lan­des auf­zu­klä­ren, haben die Bür­ger­initia­ti­ven und Bünd­nis­se aus Ber­lin und Bran­den­burg zusam­men einen Fly­er erstellt, der in einer hohen Auf­la­ge im Land Bran­den­burg an mög­lichst vie­le Haus­hal­te ver­teilt wer­den soll.
Kam­pa­gne B€R-Desaster – Der BER ist nicht nur ein regio­na­les Pro­blem für die Anwoh­ner son­dern ein wirt­schaft­li­ches Desas­ter für das gesam­te Land.
Damit die Infor­ma­tio­nen mög­lichst vie­le Bran­den­bur­ger erreicht, brau­chen wir Hil­fe beim Ver­tei­len. Wich­tig sind auch Kon­takt­adres­sen von ande­ren Ver­ei­nen und Initia­ti­ven im Land, die uns ggf. bei der Ver­tei­lung in ihren Berei­chen unter­stüt­zen kön­nen.
Daher möch­ten wir alle zur Mit­hil­fe auf­ru­fen:
  1. Ver­tei­lung der Fly­er in Bran­den­burg
  2. Kon­tak­te in Bran­den­burg (Freun­de, Ver­wand­te, Ver­ei­ne, BIs), wo Fly­er ver­teilt wer­den könn­ten…. (Bit­te Kon­takt­da­ten von  Ver­ei­nen und Initia­ti­ven mai­len, damit wir die­se kon­kret anspre­chen kön­nen).
Ab 18.08.2014 ste­hen die Fly­er zur Ver­fü­gung und kön­nen an ver­schie­de­nen Stel­len (z.B. auch bei den wöchent­li­chen Mon­tags­de­mos) abge­holt wer­den. Infos zu den Abho­lungs­stel­len erhal­ten Sie bei uns, ein­fach kur­ze Anfra­ge sen­den.  Bit­te unter­stüt­zen Sie die Bür­ger­initia­ti­ven und Bünd­nis­se bei der Ver­tei­lung!!  
Der offi­zi­el­le Kam­pa­gnen­start ist der 1.9., zu dem auch eine öffent­lich­keits­wirk­sa­me Akti­on geplant ist. Infos dazu geben wir in Kür­ze rum.
header milliardendesaster
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SCHALLSCHUTZ

„Welt­bes­ter“ Flug­lärm­schutz am BER Ein „Erfolgs­mär­chen“ aus Ber­lin und Bran­den­burg
http://bvbb-ev.de/index.php/weitere-aktuelle-infos/1216-weltbester-fluglaermschutz-am-ber-ein-erfolgsmaerchen-aus-berlin-und-brandenburg?pk_campaign=1216&pk_kwd=fb
von Prof. Dr. Ulrich Ges­ke (VDGN):
Es ist eigent­lich unfass­bar. 1996 gab es den Kon­sens­be­schluss zum neu­en Flug­ha­fen (jet­zi­ge Bezeich­nung BER) für Ber­lin. Dar­an anknüp­fend legt am 4. Juli 1996 der Senat dem Abge­ord­ne­ten­haus von Ber­lin den ent­spre­chen­den Bericht vor. Schon damals, vor 18 (acht­zehn!) Jah­ren, wuss­ten die Ver­ant­wort­li­chen, dass am vor­ge­se­he­nen Flug­ha­fen­stand­ort, im dicht­be­sie­del­ten Gebiet, der Lärm­schutz eine beson­de­re Rol­le spielt:?Berlin wird im Rah­men die­ses Ver­fah­rens ins­be­son­de­re dar­auf hin­wir­ken, dass durch die Opti­mie­rung des Flug­ha­fen­lay­outs sowie qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Lärm­schutz­maß­nah­men die Aus­wir­kun­gen auf die von dem Flug­ha­fen­aus­bau betrof­fe­nen Men­schen so gering als mög­lich blei­ben.? (Unter­schrift: Senat von Ber­lin, Eber­hard Diep­gen).
Lärm­schutz gleich Null
Gera­de beim Unter­zeich­ner, dem Senat von Ber­lin, scheint jed­we­des Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein für die Ein­hal­tung sei­ner eige­nen Fest­le­gun­gen zu feh­len. Heu­te, 18 Jah­re spä­ter und nach end­los lan­ger Zeit, die Zusi­che­rung ehr­lich zu erfül­len sowie zwei Jah­re nach der fehl­ge­plan­ten und fehl­ge­schla­ge­nen Inbe­trieb­nah­me des BER, war­ten noch immer zehn­tau­sen­de von Anwoh­nern auf den Lärm­schutz ihrer Häu­ser. Als ob den Betei­lig­ten nicht bewusst ist, dass die plan­fest­ge­stell­te Bedin­gung für die Inbe­trieb­nah­me des Flug­ha­fens die Rea­li­sie­rung der Lärm­schutz­maß­nah­men an den 25.500 zu schüt­zen­den Häu­sern, 14.000 davon im stark lärm­be­trof­fe­nen Tag­schutz­ge­biet, ist. Der VDGN wird sich wei­ter­hin mit den ihm zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln dafür ein­set­zen, dass die­se Rei­hen­fol­ge von Bedin­gun­gen und Fol­ge­run­gen kon­se­quent und voll­stän­dig ein­ge­hal­ten wird.
Unge­rührt von der Rea­li­tät spricht der Flug­ha­fen­chef von ?Schall­schutz ohne Wenn und Aber? und vom ?welt­bes­ten Schall­schutz?. Wie sieht aber die­ser welt­bes­te Schall­schutz mit 0-Prozent-Realisierungsgrad-Realität aus? Schlim­mer als es die­se Begriffs­bil­dung ahnen lässt! Selbst den Mit­glie­dern der Arbeits­grup­pe ?Lärm­schutz? im VDGN, die sich seit Jah­ren mit den man­gel­haf­ten Maß­nah­men zum Lärm­schutz in den Häu­sern der Anwoh­ner und dem schlep­pen­den Fort­gang des Lärm­schutz­pro­gramms der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft beschäf­tigt, ver­schlägt es den Atem, was von der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft FBB, offen­bar mit Rücken­de­ckung, fort­dau­ernd und immer noch und aktu­ell an aben­teu­er­li­chen Text­in­ter­pre­ta­tio­nen lan­ciert wird. Eini­ge der ekla­tan­tes­ten Bei­spie­le für die von uns als Beschnei­dung not­wen­di­ger Schutz­maß­nah­men ange­se­he­nen Vor­ge­hens­wei­sen der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sind die Ein­brin­gung eines das Lärm­pro­blem ver­nied­li­chen­den Gut­ach­tens im Jahr 2001über ledig­lich 1,9 Mio. DM für erfor­der­li­che Lärm­schutz­maß­nah­men in die Antrags­un­ter­la­gen zur Plan­fest­stel­lung; die eigen­mäch­ti­ge dras­ti­sche Redu­zie­rung des plan­fest­ge­stell­ten Schutz­ziels im Jahr 2008 trotz feh­len­der Zustim­mung der Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de und aktu­ell, 2014, eine allen Anzei­chen nach nicht nur in Aus­nah­me­fäl­len erfol­gen­de Unter­stel­lung der Untun­lich­keit von Lärm­schutz­maß­nah­men, so dass die­se Häu­ser gegen die Höhe des zu erwar­ten­den Lärms nicht, wie zuge­si­chert, geschützt sein wer­den. Eine Maß­nah­me ist untun­lich, wenn sie die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft finan­zi­ell zu stark belas­tet. Ist das der welt­bes­te Schall­schutz?
Was ist Welt­spit­ze?
Wagen wir einen Blick in die Welt: Nach eige­ner Dar­stel­lung des Flug­ha­fens Ams­ter­dam wur­den von ihm dort bereits seit den 80-iger Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts durch­schnitt­lich 43.000 Euro in jedem Haus in dem Schutz­ge­biet für Schall­schutz aus­ge­ge­ben. Im lau­fen­den Schutz­pro­jekt sind es ca. 47.000 Euro pro Haus.
Bis zur Auf­de­ckung der von der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft des BER betrie­be­nen ?sys­te­ma­ti­schen Ver­feh­lung? (Zitat aus dem OVG-Urteil) des Schutz­ziels durch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Berlin-Brandenburg woll­te die FBB mit knapp 1/10 die­ser Sum­me aus­kom­men. Übri­gens ist es bemer­kens­wert, wie fein­füh­lig Gerich­te Tat­be­stän­de benen­nen kön­nen, für die der Nor­mal­bür­ger ganz ande­re Begrif­fe ver­füg­bar hat. Man denkt, nach der gericht­li­chen Klä­rung ist das nun­mehr Ver­gan­gen­heit, denn auch Herr Meh­dorn hat kürz­lich auf Grund der durch das Gericht auf­er­leg­ten Ver­pflich­tung, sich an die Fest­le­gung des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses zu hal­ten, die Not­wen­dig­keit von 730 Mil­lio­nen Euro für den Lärm­schutz zuge­ge­ben. Man kann es anhand der ange­ge­be­nen Anzahl von zu schüt­zen­den Häu­sern nach­rech­nen, es wären im Mit­tel nur 29.000 Euro pro Haus. Anders for­mu­liert, um zwar nicht bes­ser zu sein, aber zumin­dest mit der Welt­spit­ze gleich­zu­zie­hen, wären ca. 1,2 Mil­li­ar­den Euro für den Lärm­schutz an den Häu­sern auf­zu­brin­gen. Oben­drauf kom­men unse­rer Mei­nung nach noch beträcht­li­che Kos­ten für DIN-gerechte Belüf­tungs­ein­rich­tun­gen, die nicht zum Lärm­schutz bei­tra­gen, aber zwin­gend not­wen­dig und vor­ge­schrie­ben sind, weil die Fens­ter per­ma­nent geschlos­sen gehal­ten wer­den müs­sen und um Schim­mel­ge­fahr abzu­wen­den. Die­se Sum­me, um wenigs­tens zur Welt­spit­ze auf­zu­schlie­ßen, wäre aus­schließ­lich eine Fol­ge der Stand­ort­ent­schei­dung und des Fest­hal­tens an die­ser ?Erfolgs­ge­schich­te? (Zitat, Reg. Bür­ger­meis­ter von Ber­lin) und kenn­zeich­net nur die finan­zi­el­len Mit­tel für das ver­bürg­te Mini­mum an Schall­schutz. Sie beinhal­tet ent­ge­gen ande­rer Dar­stel­lung kei­ner­lei groß­zü­gi­ge Inter­pre­ta­tio­nen von Vor­schrif­ten und Geset­zen und kei­ner­lei Zusatz­for­de­run­gen von Betrof­fe­nen (?Eigen­sinn des radi­ka­len Ego­is­ten?, Zitat Pres­se­spre­cher BER).
Aus­nah­me wird zum Regel­fall
Das Ver­hal­ten der FBB in der Ver­gan­gen­heit ist offen­sicht­lich ihr Ver­hal­ten der Gegen­wart. Das Ziel ist anschei­nend gleich geblie­ben: Wie kön­nen die Mit­tel für Lärm­schutz redu­ziert wer­den? Der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss besagt, dass die Häu­ser bau­tech­nisch zu schüt­zen sind und sieht vor, dass im Aus­nah­me­fall, wegen Über­schrei­tung einer Kap­pungs­gren­ze (Schall­schutz teu­rer als 30 Pro­zent des Immo­bi­li­en­wer­tes), statt Lärm­schutz eine Ent­schä­di­gung gezahlt wird. Der Aus­nah­me­fall wird nun etwas groß­zü­gi­ger inter­pre­tiert und eine Immo­bi­li­en­be­wer­tungs­fir­ma beauf­tragt, für etwa 5000 Häu­ser eine Über­prü­fung vor­zu­neh­men, ob even­tu­ell die­ser Aus­nah­me­fall vor­liegt. Häu­ser, für die das bestä­tigt wird, blei­ben dann ohne Lärm­schutz. Die Zah­lung einer Ent­schä­di­gung ist an kei­nen Ter­min gebun­den. Wenn zusätz­lich noch deutsch­land­weit gän­gi­ge Wert­ermitt­lungs­vor­schrif­ten durch eine krea­tiv erfun­de­ne ?Schall­schutz­be­zo­ge­ne Wert­ermitt­lung? aus­ge­he­belt wer­den kön­nen, lie­ße sich der Lärm­schutz auf viel­leicht 20.000 Euro begren­zen. Phan­ta­sie? Was wür­den die ver­ant­wort­li­chen Minis­te­ri­en, der Senat von Ber­lin, der BER-Aufsichtsrat dazu sagen? Rea­li­tät: Genau zu einer der­ar­ti­gen ?Schall­schutz­be­zo­ge­nen Wert­ermitt­lung? fand eine Bera­tung am 20. Febru­ar 2014 im Pots­da­mer Minis­te­ri­um statt! Rea­li­tät ist auch, dass die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft 2012 ein Gut­ach­ten ein­ge­reicht hat, um nach­zu­wei­sen, dass die Kos­ten für Lärm­schutz viel zu hoch sind. Dabei ist sie selbst, ohne Immo­bi­li­en­wert­gut­ach­ten anfer­ti­gen zu las­sen, von einem pau­scha­len Immo­bi­li­en­wert von 200.000 Euro aus­ge­gan­gen, d.h. von mög­li­chen 60-70.000 Euro für Lärm­schutz. Auch die Außen­be­reichs­ent­schä­di­gung nach Plan­fest­stel­lungs­be­schluss geht von die­sem Wert aus. In der 3. Flug­lärm­schutz­ver­ord­nung von 2013 wird die­ser Wert zeit­ge­mäß sogar auf 250.000 Euro erhöht.
Zusi­che­rung ein­hal­ten
Unse­re For­de­rung ist, die Zusi­che­rung zum best­mög­li­chen Lärm­schutz ein­zu­hal­ten und stan­dard­mä­ßig von einer Pau­schal­sum­me von 250.000 Euro für den Immo­bi­li­en­wert eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses aus­zu­ge­hen. Die­se Sum­me wäre der Aus­gangs­punkt für die 30-prozentige Kap­pungs­gren­ze. Zeit­auf­wen­di­ge, teu­re und zu einer Unmen­ge von Kon­flik­ten anlass geben­de Wert­ermitt­lun­gen sind auf sel­te­ne Aus­nah­me­fäl­le ein­zu­gren­zen. Dadurch könn­te sicher­ge­stellt wer­den, dass der im Plan­fest­stel­lungs­be­schluss zuge­si­cher­te Lärm­schutz tat­säch­lich auch rea­li­siert wer­den kann. Aktu­ell wer­den die Betrof­fe­nen, die zunächst Kennt­nis für die für ihr Haus berech­ne­ten Schall­schutz­maß­nah­men haben und die Berech­nun­gen über­prü­fen möch­ten, mit Ein­schüch­te­rungs­schrei­ben der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft genö­tigt, der Wert­ermitt­lung nach deren Maß­ga­be zuzu­stim­men: ?Soll­ten Sie auf Ihrer For­de­rung bestehen, müs­sen wir die Bear­bei­tung Ihres Antrags lei­der zurück­stel­len.? (Zitat, Schrei­ben der FBB). Um das Schwarze-Peter-Spiel per­fekt zu machen, wird nach der jah­re­lan­gen Ver­schlep­pung des Lärm­schut­zes durch die FBB im nächs­ten Satz nun­mehr der Lärm­be­trof­fe­ne ver­ant­wort­lich gemacht: ?Soll­ten dadurch zeit­li­che Ver­zö­ge­run­gen bei der Erfül­lung der Auf­la­gen des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses ent­ste­hen, geht dies nicht zu unse­ren Las­ten? (Zitat, Schrei­ben der FBB). Die FBB schreibt den Betrof­fe­nen: ?? die schall­tech­ni­sche Objekt­be­ur­tei­lung hat erge­ben, dass bei Ihnen die Schall­schutz­maß­nah­men 30 Pro­zent des schall­schutz­be­zo­ge­nen Ver­kehrs­wer­tes ? über­stei­gen könn­ten?. D.h., der FBB lie­gen die Kos­ten für die Maß­nah­men vor und sie beauf­tragt die Wert­ermitt­lung bei der ver­trag­lich für die­sen Zweck gebun­de­nen Fir­ma. Die Bewer­tungs­fir­ma hat dadurch auch Kennt­nis, dass es sich um einen der­ar­ti­gen Fall han­delt. Wie soll unter die­sen Umstän­den noch eine unbe­ein­fluss­te, objek­tiv und neu­tra­le Wert­ermitt­lung vor sich gehen?
Wir for­dern des­halb den sofor­ti­gen Stopp die­ser augen­schein­lich die Betrof­fe­nen extrem benach­tei­li­gen­den Wert­ermitt­lung und bekräf­ti­gen auch auf­grund die­ser Vor­ge­hens­wei­se die Zugrun­de­le­gung einer Pau­schal­sum­me von 250.000 Euro für den Ver­kehrs­wert eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses und damit für die Höhe der Kap­pungs­gren­ze. Den Eigen­tü­mern sind zur Ver­mei­dung wei­te­rer Ver­zö­ge­run­gen unver­züg­lich die der FBB vor­lie­gen­den bepreis­ten Leis­tungs­ver­zeich­nis­se zur Prü­fung und mög­li­chen Beauf­tra­gung aus­zu­hän­di­gen.
[Auf der von der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft offi­zi­ell ver­kün­de­ten Lis­te der ver­trag­lich gebun­de­nen Fir­men zur Rea­li­sie­rung kom­ple­xe­rer Lärm­schutz­maß­nah­men ste­hen gera­de ein­mal fünf Fir­men. Ande­re Fach­fir­men beauf­tra­gen zu kön­nen, erscheint hoff­nungs­los, denn anstatt den Fir­men einen ein­mal erstell­ten zer­ti­fi­zier­ten Bau­teil­ka­ta­log für nicht in der DIN4109 auf­ge­führ­ten Bau­kon­struk­tio­nen zur Ver­fü­gung zu stel­len, beauf­lagt die FBB die­se Fir­men mit der ??Vor­la­ge von Prüfzeugnissen?(Zitat, Schrei­ben der FBB) für die Ein­bau­ten. Bau­fir­men wer­den im All­ge­mei­nen aus finan­zi­el­len Grün­den nicht in der Lage sein, die­se Zer­ti­fi­ka­te zu beauf­tra­gen und wer­den die Gefahr erken­nen, ihre Leis­tun­gen mög­li­cher­wei­se nicht bezahlt zu bekom­men und ver­mut­lich der­ar­ti­ge Auf­trä­ge ableh­nen. Wir for­dern des­halb, um den Still­stand bei der Rea­li­sie­rung des Lärm­schut­zes zu über­win­den und Res­sour­cen­ver­schwen­dung zu ver­mei­den, die Ver­an­las­sung der ein­ma­li­gen Erstel­lung eines zer­ti­fi­zier­ten Bau­teil­ka­ta­logs für abseh­ba­re bau­li­che Kon­struk­tio­nen zum Lärm­schutz, der allen inter­es­sier­ten Fir­men zur Ver­fü­gung gestellt wird.
FBB-Praxis zer­stört Ver­trau­en
So gut wie alle Häu­ser im Tag­schutz­ge­biet erfor­dern nach unse­ren Erhe­bun­gen und Abschät­zun­gen der­ar­ti­ge kom­ple­xe Lärm­schutz­maß­nah­men. Mit den genann­ten Res­sour­cen wird es mehr als ein Jahr­zehnt dau­ern, bis die Häu­ser geschützt sind (Annah­men: 14.000 Häu­ser im Tag­schutz­ge­biet mit drei zu schüt­zen­den Räu­men, fünf Fir­men ver­füg­bar, eine Fir­ma benö­tigt zum Schutz eines gesam­ten Hau­ses ein­schließ­lich aller Vor- und Nach­ar­bei­ten nur einen Tag). Die Über­schrei­tung des Zeit­punk­tes der Inbe­trieb­nah­me und mög­li­cher­wei­se mas­sen­haft nicht geschütz­te Häu­ser wer­den offen­bar bewusst in Kauf genom­men (es sei denn, intern ist schon ein Ter­min 2028 für die BER-Inbetriebnahme bekannt). Zu ver­mu­ten wäre, dass es der FBB an finan­zi­el­len Mit­teln man­gelt, die aus­ge­führ­ten Leis­tun­gen der Fir­men zu bezah­len und sie des­halb das Pro­gramm auf Kos­ten der Gesund­heit der Anwoh­ner in die Län­ge zieht. Falls das zuträ­fe, wäre zu fra­gen, wo die min­des­tens 300 Mil­lio­nen Euro geblie­ben sind, die von der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft bei der EU aus­drück­lich für den Lärm­schutz als Bei­hil­fe bean­tragt und von die­ser bewil­ligt wur­den? Die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft hat durch die vor­ste­hend beschrie­be­nen und wei­te­re Akti­vi­tä­ten über mehr als ein Jahr­zehnt gezeigt, daß Sie ihrer Ver­ant­wor­tung beim Lärm­schutz der Flughafen-Anwohner nicht nach­kom­men kann und will. Nun­mehr sind jeg­li­cher Glau­be in ihre Inte­gri­tät und Ver­trau­en in Maß­nah­men, die von ihr aus­ge­hen, dau­er­haft zer­stört.
Gene­rel­ler Ansatz zur Lösung des Lärm­schutz­pro­blems
Ähn­lich wie es gera­de bei der Bau­kos­ten­über­wa­chung vom Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um gefor­dert wird, ist die Koor­di­nie­rung der Lärm­schutz­maß­nah­men an eine exter­ne, neu­tra­le, von der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft voll­kom­men unab­hän­gi­ge Insti­tu­ti­on zu über­tra­gen, die treu­hän­de­risch die finan­zi­el­len Mit­tel für den Lärm­schutz ver­wal­tet und die für die gesam­te Rea­li­sie­rung des Lärm­schut­zes ver­ant­wort­lich ist und pri­mär den Auf­sichts­gre­mi­en bzw. den Gesell­schaf­tern des BER berich­tet.
Wir hat­ten schon 2012 im Bran­den­bur­gi­schen Land­tag aus den genann­ten Grün­den vor­ge­schla­gen, die­se Auf­ga­be bei­spiels­wei­se dem Bran­den­bur­gi­schen Lan­des­amt für Umwelt, Gesund­heit und Ver­brau­cher­schutz (LUGV) zu über­tra­gen. Ziel der Treu­hand­stel­le muss es sein, den Lärm­schutz min­des­tens in plan­fest­ge­stell­ten Umfang zu gewähr­leis­ten und sicher­zu­stel­len, daß die Häu­ser zur BER-Inbetriebnahme im fest­ge­leg­ten Umfang und voll­stän­dig lärm­ge­schützt sind. Viel­leicht wird aus einer bis­her nur als Wort­hül­se gebrauch­ten Buch­sta­ben­fol­ge dann noch, zumin­dest in der begrenz­ten Flä­che der eige­nen vier Wän­de, Rea­li­tät – ?welt­bes­ter Schall­schutz? ? aber Grund­stück, Gar­ten, Umge­bung, Spiel­plät­ze, Frei­flä­chen wer­den selbst dann unglaub­lich und gesund­heits­ge­fähr­dend ver­lärmt sein.
Aus dem VDGN-Verbandsjournal 7/2014 mit freund­li­cher Geneh­mi­gung des VDGN-Vorstands


Aktu­el­le Lärm­mess­wer­te an den Mess­stel­len der Flug­hä­fen Tegel und Schö­ne­feld


 
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AUS DEN BI´S
Den Bau­stopp am BER gibt es schon solan­ge wie die Unfä­hig­keit den BER in Betrieb zu neh­men.
Täu­schung und Lüge als Prin­zip der Volks­ver­dum­mung
Die Ver­säum­nis­se einen Bau­stopp auf­zu­he­ben haben einen Namen: Dumm­heit und Arro­ganz
Am 30. April 2013 hat „Neue Akti­on“ (NA) den Kom­men­tar (30. April 2013. http://ber-na.de/Kommentare/2013/April/files/komkopfschu0308tteln30.pdf) mit dem Titel: „Kom­pe­tenz nicht erwünscht! – Wie lan­ge müs­sen wir Igno­ranz und Dilet­tan­tis­mus noch ertra­gen.“ öffent­lich gemacht. Die­ser Kom­men­tar ist auch heu­te noch Beweis dafür, dass es natio­na­le Kom­pe­tenz gab die ange­bo­ten wur­de um eine Inbe­trieb­nah­me, auch des zu klei­nen BER zu sichern. Das Ange­bot an den Auf­sichts­rat, eines hoch­kom­pe­ten­ten Team durch ?Fri­Tec Engi­nee­ring CAD/CAM IT Con­sul­ting & Per­so­nal­be­ra­tung, aus welt­weit aner­kann­ten Pla­nern und wei­te­ren Fach­leu­ten lag vor. Es war alles dabei: Wis­sen­schaft­ler, Inge­nieu­re, Tech­ni­ker, IT-Manager, Juris­ten, alle­samt erfah­ren im Bau und der Funk­ti­ons­wei­se von Flug­hä­fen. Es wur­de negiert, nicht ein­mal beant­wor­tet! In Reak­ti­on auf die­se Unver­schämt­heit gegen­über den Per­sön­lich­kei­ten die hier bereit waren zu hel­fen, hat­te NA die Namen und Funk­tio­nen auch ver­öf­fent­licht. Wir wie­der­ho­len hier um deut­lich zu machen wel­che Chan­ce ver­tan wur­de, dass man nicht in Euro­pa suchen muss­te um eine Gene­ral­pla­nung auf die Bei­ne zu stellen.Hier das Team, der Beweis für natio­na­le Kom­pe­tenz für Gene­ral­pla­nung (Kurz­form):
  • 1.) Herr Jan Behr­mann, Dipl.-Ing.; Pro­jekt­steue­rer von Groß­pro­jek­ten ?Luft­ver­kehr, Erd­öl­ver­ar­bei­tung und Gas­ver­flüs­si­gung.
  • 2.) Herr Mar­tin Koi­ni, Grad. Ing.Senior Desi­gner Air­port Gepäck/ För­der­tech­nik.
  • 3.) Herr Dr. Armin Mörz, Dr.-Ing., Gut­ach­ter für Welt­bank, Regio­na­le Ent­wick­lungs­ban­ken, bei Flug­ha­fen­pro­jek­ten.
  • 4.) Herr Gün­ther Asen­dorf, Dipl.-Ing. Archi­tekt; Lang­jäh­ri­ger Chef­ar­chi­tekt Flug­ha­fen Frank­furt (Fra­port AG) und tätig als Pla­ner bei welt­wei­ten Flug­ha­fen­pro­jek­ten.
  • 5.) Herr Erhard Geist, Erfah­re­ner Pro­jekt­ma­na­ger für tech­ni­schen Aus­bau von Flug­hä­fen
  • 6.) Herr Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta, Dipl.-Ing., Archi­tekt Flughafen-und Ter­mi­nal­funk­ti­ons­pla­ner bei mehr als 40 Flug­ha­fen­pro­jek­ten welt­weit, Gut­ach­ter in 18 Raumordnungs-und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren in Deutsch­land.
  • 7.) Herr Klaus Abe­le, Gut­ach­ter für Instru­men­tie­rung und Befeue­rung von Flug­hä­fen.
  • 8.) Herr Prof. Dr. Fried­rich Thie­ßen, Betriebs-und Wirt­schafts­ana­ly­sen; Bera­ter im Aus­bau­ver­fah­ren Flug­ha­fen Frankfurt,Ausbauverfahren Flug­ha­fen Kassel-Calden und Bera­ter der Lan­des­re­gie­rung NRW zu Fra­gen wirt­schaft­li­cher Aus­wir­kun­gen vom Nacht­flug­be­trieb am Flug­ha­fen Köln/Bonn.
  • 9.) Herr Prof. Dr.-Ing. Ger­hard Stei­ne­bach, Dekan der Uni Kai­sers­lau­tern
  • RAum-Umweltplanung. Bera­ter im Aus­bau­ver­fah­ren Flug­ha­fen Frank­furt Main.
  • 10) Herr Prof. Dr. Bern­hard Stüer, Fach­an­walt für Luft­ver­kehrs­recht.
  • 11) Herr Dr. Eber­hard Gro­et­schel, Interims-/Projektmanager IT
  • 12) Herr Rene Kusche Interims-/Projektmanager IT
  • 13) Herr Mar­kus Bain­go, Pro­jekt­ma­na­ger SAP.
  • 14) Herr Micha­el Friedl, Ent­wick­ler ?Admi­nis­tra­ti­ons­ma­na­ger.

Die Ant­wort der Ver­sa­ger
Bis heu­te ist nicht bekannt aus wel­chen, sicher aber bor­nier­ten Grün­den anstel­le die­ser Fach­leu­te die Unter­neh­mens­be­ra­tung ?Roland Ber­ger? mit dem Desas­ter auf­räu­men soll­te. Bekannt aber hät­te sein müs­sen, dass die­se renom­mier­te Unter­neh­mens­be­ra­tung im Feld ?Funk­ti­ons­wei­se und Bau von Flug­hä­fen? kei­ne ?Haus­num­mer? ist. Auf jeden Fall trau­ten die Wowe­reits (SPD) und Meh­dorns die­sen Bera­tern nicht zu als Gene­ral­pla­ner zu fun­gie­ren. So wie man anneh­men darf soll­ten die ?Berger- Bera­ter? Meh­dorns teu­re ?Sprint ? Gesel­len? sein. Sicher darf man anneh­men, dass schon deren Hono­rar aus­ge­reicht hät­te um das Exper­ten­team zu finan­zie­ren des­sen Ange­bot dumm­dreist noch nicht ein­mal beant­wor­tet wur­de. Lie­ber ein 33 Mio. Hono­rar­an­ge­bot für Luft ? und Nie­mand fiel dar­auf her­ein!

Gefragt ist Mut zu neu­em Den­ken ? Hoff­nung gibt es nicht ? wohl aber Pro­blem­lö­sung
Es ist nun an der Zeit Bekennt­nis­se für einen Neu­an­fang abzu­le­gen. Hier sind die Bür­ger­initia­ti­ven eben­so gefragt wie die Ver­tre­ter der maro­den FBB, des Vol­kes, der Steu­er­zah­ler und wirk­li­chen Eigen­tums­ver­tre­ter, die Abge­ord­ne­ten in den Par­la­men­ten von Bund, Ber­lin und Bran­den­burg.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit „höfi­scher Hal­tung“, einer Kri­tik die zwi­schen Seicht und rich­ti­gen Erkennt­nis­sen Kon­troll­pflich­ten ver­nach­läs­sigt hat.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit der ver­rück­ten Behaup­tung nach der es kei­ne Alter­na­ti­ve zum BER in Schö­ne­feld gibt.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit der Behaup­tung der BER wür­de so oder so auch ein wirt­schaft­li­cher Erfolg, wenn er dann nur in Betrieb gehe.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit allen Ver­su­chen, einer zwangs­läu­fi­gen Ent­ker­nung des BER Ter­mi­nals um wenigs­tens eine Abfer­ti­gungs­ka­pa­zi­tät von 30 Mil­lio­nen Passagieren/Jahr sichern zu kön­nen die dann 2018 schon nicht mehr aus­reicht um Wachs­tum zu bewäl­ti­gen.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit dem Krampf 200 000 vom Flug­lärm­be­trof­fe­nen vor­zu­gau­keln, das ihr men­schen­ver­ach­ten­des Schick­sal mit Lüf­tern und Schall­schutz­fens­tern, ande­ren Flug­rou­ten und Flug­ver­fah­ren vor Flug­lärm schützt.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit Pro­tes­ten für fal­sche und dum­me Zie­le, die weder die Flug­lärm­pro­ble­me der Betrof­fe­nen besei­ti­gen noch der Lebens­um­welt lebens­wert hal­ten.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit der rück­sichts­lo­sen Ver­bren­nung von Steu­er­gel­dern in einen BER der über Jahr­zehn­te Jahr für Jahr Hun­der­te Mil­lio­nen an Steu­er­gel­dern für sei­ne Exis­tenz ein­for­dert die dar Daseins­vor­sor­ge in Ber­lin und Bran­den­burg ent­zo­gen wer­den.

Es muss Schluss gemacht wer­den mit der Schwei­ge­spi­ra­le zum Alter­na­tiv ? Kon­zept ?Zen­tral­flug­ha­fen für Deutsch­land? (siehe?bitte Link) in dem schon 2011 eine Stu­die vor­ge­stellt wur­de die als Nach­nut­zung für das BER Desas­ter alle ent­schei­den­den Posi­tio­nen dar­stellt.

Nur noch Dyna­mit
Die offen­sicht­li­che Aus­weg­lo­sig­keit das Desas­ter an einem Sin­gle Air­port mit einem zwei­ten Ter­mi­nal ?Schö­ne­feld ?Alt? zu lösen lässt die Hoff­nung auf eine Radi­kal­lö­sung kei­men. Alle Ver­sa­ger wären ?aus dem Schnei­der?, wenn die ?Kathe­dra­le des 21. Jahr­hun­derts Opfer von Dyna­mit wür­de. Dann gäbe es einen teu­ren Neu­an­fang. Aber die­se Hoff­nung ist trü­ge­risch. Noch ist kein Ter­ro­rist gefun­den der die­sen Auf­trag über­nimmt.
Redak­ti­on
Neue Akti­on
www.ber-na.de

 

Salat und Boxen aus Tem­pel­hof?
+++ Burk­hard Kie­ker, Ex-Sprecher der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft, seit 2009 Chef der Ber­li­ner Tou­ris­mus­för­de­rung, ver­kauft alte Geschich­ten als neue +++ Der Ber­li­ner Senat lei­det an olym­pi­schen Visio­nen +++

Guten Tag,
in Ber­lin sind die Wege beson­ders kurz. Man kennt sich und begeg­net sich mal in die­ser, mal in jener Funk­ti­on.
Dazu kommt dann noch eine freund­li­che Beglei­tung durch einen Groß­teil der Haupt­stadt­pres­se und fer­tig ist die net­te Public-Relation-Geschichte, die dann mit unab­hän­gi­gem Jour­na­lis­mus so viel zu tun hat wie ein Acker­gaul mit einem Renn­pferd.
Im tiefs­ten Som­mer­loch äußer­te sich jüngst Burk­hard Kie­ker, seit 2009 Chef der lan­des­ei­ge­nen Tou­ris­mus­för­de­rung visit­Ber­lin, und ließ das geneig­te Publi­kum wis­sen: „Tem­pel­hof ist die nächs­te gro­ße Geschich­te, die Ber­lin erzäh­len kann.“
Ja, zu Tem­pel­hof gab und gibt es eine Men­ge zu erzäh­len, was wir auch  uner­müd­lich getan haben und auch wei­ter­hin tun wer­den.

Alles Sati­re? Nein. Herr Kie­ker, über­neh­men Sie!
Herz­li­che Grü­ße
Ihr Brennpunkt-BER-Team
P.S.
Der Kon­zert­ver­an­stal­ter Mat­thi­as Hörst­mann zieht sich aus Tem­pel­hof zurück und wird zukünf­tig die Are­na in Trep­tow nut­zen.
http://www.brennpunkt-ber.de/content/salat-und-boxen-aus-tempelhof
…………………………
PRESSESCHAU

Durch bes­se­re Tech­nik Erhö­hung der Flug­ha­fen­ka­pa­zi­tä­ten – Alle Jets zie­hen Wir­bel­schlep­pen hin­ter sich her – und gefähr­den so ande­re Flug­zeu­ge. Jetzt wol­len For­scher die Luft­ver­wir­be­lun­gen berech­nen und damit Sicher­heits­ab­stän­de ver­rin­gern.

Laut Leve­dag könn­ten der­ar­ti­ge Warn­sys­te­me nicht nur die Sicher­heit beim Flie­gen ver­bes­sern, son­dern auch die Kapa­zi­tä­ten von Flug­hä­fen erhö­hen. Das heißt: Fal­len die not­wen­di­gen Sicher­heits­ab­stän­de gerin­ger aus, kön­nen mehr Flug­zeu­ge star­ten und lan­den – ohne zusätz­li­che Start- und Lan­de­bah­nen oder neue Flug­hä­fen.
Nach Anga­ben des Exper­ten wird der welt­wei­te Luft­ver­kehr jähr­lich zwi­schen fünf und acht Pro­zent wach­sen. «Der Bau neu­er Flug­hä­fen ist wegen der Bür­ger­pro­tes­te kaum noch mög­lich. Das wäre eine Alter­na­ti­ve», meint Leve­dag. http://www.airliners.de/warnsystem-soll-gefaehrliche-luftwirbel-hinter-flugzeugen-berechnen/33363

 

Obwohl noch lan­ge kein Ter­min für die Eröff­nung des Groß­flug­ha­fens in Sicht ist, plant BER-Chef Hart­mut Meh­dorn bereits den Umzug. Jetzt wur­de der Auf­trag dafür aus­ge­schrie­ben. http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber/planungen-fuer-den-ber-flughafen-chef-mehdorn-bereitet-den-umzug-vor/10342074.html

Die gute Haus­halts­la­ge soll es ermög­li­chen: Poli­ti­ker der gro­ßen Koali­ti­on for­dern die Abschaf­fung der Ticket­steu­er in der Luft­fahrt ab 2016. Deutsch­lands Flug­ge­sell­schaf­ten könn­ten damit jähr­lich 1 Mil­li­ar­de Euro spa­ren. Die Poli­tik stellt aber Bedin­gun­gen.
… Im Gegen­zug soll­ten die Flug­ge­sell­schaf­ten die Ent­las­tung aber für Inves­ti­tio­nen in lei­se­re Jets und den Erhalt von Arbeits­plät­zen in Deutsch­land nut­zen, heißt es in dem Schrei­ben an Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dob­rindt (CSU), das der Nach­rich­ten­agen­tur dpa vor­liegt. Zuerst berich­te­te das „Han­dels­blatt“ (Frei­tag) dar­über. http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/neuer-vorstoss-aus-union-und-spd-fuer-ende-der-ticketsteuer-a-986265.html

Bun­des­bau­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD) hält am Stand­ort für das geplan­te Regie­rungs­ter­mi­nal am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen fest. Eine Ver­drän­gung aus dem zuge­sag­ten Bau­feld wer­de die Bun­des­re­gie­rung nicht akzep­tie­ren, heißt es in einem Bericht Hend­ricks‘ an den Bau­aus­schuss des Bun­des­tags.
Das birgt Pro­ble­me für das noch jun­ge Vor­ha­ben des Flug­ha­fen­chefs Hart­mut Meh­dorn, das alte Schö­ne­fel­der Ter­mi­nal wei­ter zu nut­zen, wenn der neue Flug­ha­fen in Betrieb ist. Er reagiert damit auf abseh­ba­re Eng­päs­se im Neu­bau.
Das alte Ter­mi­nal woll­te aber eigent­lich der Bund nut­zen, bis neben­an der neue Regie­rungs­flug­ha­fen fer­tig ist. Die Pla­nun­gen dafür haben schon 50 Mil­lio­nen Euro ver­schlun­gen, wie es in dem Bericht heißt.
Meh­dorn hat­te nach der letz­ten Auf­sichts­rats­sit­zung im Juni gesagt, auch der Bund müs­se ein Inter­es­se an einer Lösung im Kon­sens haben. Der Bund sitzt dabei auf bei­den Sei­ten des Ver­hand­lungs­ti­sches: Mit Ber­lin und Bran­den­burg ist er Eigen­tü­mer der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft. Der Staats­se­kre­tär im Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um, Rai­ner Bom­ba (CDU), hat­te Meh­dorn schon im März Rücken­de­ckung gege­ben. Das Auf­sichts­rats­mit­glied sprach von einer Lösung mit Charme. http://www.airliners.de/bauministerium-beharrt-auf-standort-fuer-regierungsflughafen/33337

Die Kor­rup­ti­ons­af­fä­re um BER-Technikchef Jochen Groß­mann erfor­dert wei­te­re Ermitt­lun­gen. Der Ver­dacht gegen ihn hat sich offen­bar erhär­tet.
Wei­te­re Unter­su­chun­gen in Kor­rup­ti­ons­af­fä­re
Die Korruptions-Ermittlungen gegen den frü­he­ren BER- Tech­nik­chef Jochen Groß­mann wer­den mit Vehe­menz vor­an­ge­trie­ben. Auf einen Abschluss will sich die Neu­rup­pi­ner Staats­an­walt­schaft aller­dings bis­lang nicht fest­le­gen. ?Wir ermit­teln?, sag­te Frank Win­ter, der zustän­di­ge Ober­staats­an­walt, am Mon­tag. Das Lan­des­kri­mi­nal­amt wer­te nach wie vor Unter­la­gen und Fest­plat­ten aus, die bei der Durch­su­chung von Groß­manns Woh­nung und Fir­ma in Dres­den Ende Mai beschlag­nahmt wor­den waren. ?Es sind etli­che Ter­ra­byte Daten?, erläu­ter­te Win­ter. ?Ich hof­fe, dass die Aus­wer­tung Ende August abge­schlos­sen wer­den kann.
Neue Ver­dachts­fäl­le sei­en nicht hin­zu­ge­kom­men.
Die Korruptions-Affäre hat das BER-Projekt erneut schwer erschüt­tert. Der als ver­meint­li­che Ret­ter gehol­te umtrie­bi­ge IT-Professor aus Dres­den hat­te für Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn das Kon­zept ent­wi­ckelt, die nicht funk­tio­nie­ren­de Brand­schutz­an­la­ge im Ter­mi­nal zu zäh­men. Die wird in drei beherrsch­ba­re Abschnit­te auf­ge­teilt, wor­an fest­ge­hal­ten wird. Gegen Groß­mann lau­fen zwei Ermitt­lungs­ver­fah­ren. Eins wegen des Ver­dachts der ?Bestech­lich­keit im geschäft­li­chen Ver­kehr?, weil er offen­bar von einem hol­län­di­schen Pla­nungs­un­ter­neh­men rund 350 000 Euro abzwei­gen woll­te. Um die Sum­me soll­te die Fir­ma das Gebot für einen BER-Auftrag erhö­hen und den Auf­preis dann an eine Großmann-Firma abfüh­ren. Die­ser Ver­dacht hat­te sich laut Staats­an­walt­schaft bei den Durch­su­chun­gen erhär­tet. Zum ande­ren geht es um ver­bo­te­ner Preis­ab­spra­chen von Bie­tern, an denen er betei­ligt gewe­sen sein soll. In bei­den Kom­ple­xen hat­ten auch die Unter­su­chun­gen der von  Meh­dorn ein­ge­setz­ten Flughafen-Taskforce, die Ende Juni einen Zwi­schen­be­richt vor­leg­te, den Ver­dacht erhär­tet. Groß­mann, inzwi­schen gefeu­ert, hat zu den Vor­wür­fen bis­lang geschwie­gen. Er wol­le ?wegen des lau­fen­den Ver­fah­rens wei­ter kei­ne Stel­lung bezie­hen?, sagt Elke Neu­jahr, Spre­che­rin der Großmann-Firma GICON.
Das Geld reicht nur, wenn der BER bis 2016 eröff­net
Unter­des­sen hat der Pannen-Flughafen einen neu­en Rück­schlag ein­ste­cken müs­sen. Die euro­pa­wei­te Aus­schrei­bung für die zen­tra­le Planungs- und Bau­ko­or­di­nie­rung am BER – gesucht wur­de ein Gene­ral­pla­ner – muss­te abge­bro­chen wer­den, weil sich kein Inter­es­sent fand. Es gebe ?kei­nen Bedarf?, so die Begrün­dung. So hat­te 2013 ein Team von Flug­ha­fen­pla­nern wie Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta, Archi­tek­ten und ande­ren Exper­ten – koor­di­niert vom Ham­bur­ger Bera­ter Jür­gen Frie­de­rich­sen – Hil­fe beim BER ange­bo­ten, aber von Meh­dorn eine Absa­ge erhal­ten. Am Mon­tag erklär­te Frie­de­rich­sen ange­sichts der neu­en schlech­ten Bot­schaf­ten: ?Wir ste­hen wei­ter bereit.?
Und die Zeit läuft. Der Auf­sichts­rat hat­te zwar auf sei­ner letz­ten Sit­zung wei­te­re 1,1 Mil­li­ar­den Euro für den Pannen-Airport bewil­ligt, des­sen Kos­ten damit auf 5,7 Mil­li­ar­den Euro klet­tern. Doch das Geld reicht nur, wenn der BER bis 2016 eröff­net. http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber/flughafen-ber-in-berlin-weitere-untersuchungen-in-korruptionsaffaere/10289732.html

Forsa-Umfrage Wowe­reit ist Ber­lins unbe­lieb­tes­ter Poli­ti­ker
Laut einer Umfra­ge im Auf­trag der Ber­li­ner Zei­tung ist der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter (SPD) der unpo­pu­lärs­te Spit­zen­po­li­ti­ker der Haupt­stadt. Auch sei­ne Par­tei erlei­det dem­nach einen deut­li­chen Popu­la­ri­täts­ver­lust. http://www.berliner-zeitung.de/berlin/forsa-umfrage-wowereit-ist-berlins-unbeliebtester-politiker,10809148,28020342.html


Kein Satel­lit für den Air­port BER
In der Stand­ort­pla­nung für Bran­den­burg ist kein Platz für wei­te­re Ver­kehrs­flug­plät­ze
Berlin-Brandenburg war einst die Kin­der­stu­be der Flie­ge­rei. Die Luft­fahrt­re­gi­on, in der heu­te ein moder­ner Groß­flug­ha­fen zu schei­tern droht, hat sich von man­chem hoch­flie­gen­den Traum ver­ab­schie­det.
 Der Haupt­stadt­air­port BER, der bereits seit Som­mer 2012 in Betrieb sein soll­te, wirkt sowohl auf Schönefeld-Gegner als auch auf Luft­fahr­t­en­thu­si­as­ten wie eine stein­ge­wor­de­ne Pro­vo­ka­ti­on. Der Anblick des ewig Unfer­ti­gen hält bei den einen die im ewi­gen Streit um Stand­ort­wahl, Flug­rou­ten und Lärm­schutz geris­se­nen Wun­den offen. Den ande­ren ist er Beleg für eine all­ge­mei­ne Unfä­hig­keit der Regie­ren­den. Jeden­falls ist der Plan der Flug­ha­fen­ge­sell­schaf­ter – des Bun­des und der Län­der Ber­lin und Bran­den­burg -, die Ber­li­ner Flug­hä­fen Tem­pel­hof, Tegel und Schö­ne­feld durch einen ein­zi­gen Air­port zu erset­zen, bis heu­te nicht umge­setzt. Zwar wur­de Tem­pel­hof geschlos­sen, doch platzt nun Tegel aus allen Näh­ten, und der ehe­ma­li­ge DDR-Zentralflughafen Schö­ne­feld wurs­telt als ewi­ges Pro­vi­so­ri­um wei­ter. Die Flug­gast­zah­len errei­chen der­weil immer neue Höhen.
In die öffent­li­che Erre­gung ange­sichts des Miss­ma­nage­ments am BER mischen sich ver­läss­lich die Stim­men derer, die die Auf­ga­be von Schö­ne­feld for­dern und diver­se Alternativ- oder Satel­li­ten­stand­or­te beschwö­ren. Für die Lan­des­re­gie­rung in Pots­dam sind das »olle Kamel­len«. Der Spre­cher des Infra­struk­tur­mi­nis­te­ri­ums, Lothar Wie­gand, stellt klar: »Es gibt kei­nen Bedarf an wei­te­ren inter­na­tio­na­len Ver­kehrs­flug­hä­fen in Berlin-Brandenburg über Schö­ne­feld hin­aus. Das ist lan­des­pla­ne­risch so fest­ge­legt. Das heißt, für wei­te­re Stand­or­te in der Regi­on wird es kei­ne Geneh­mi­gung geben.«
Trotz alle­dem wird stets aufs Neue Spe­ren­berg ins Gespräch gebracht. …..http://www.neues-deutschland.de/artikel/941188.kein-satellit-fuer-den-airport-ber.html


Deut­sche Flug­si­che­rung gibt Aus­kunft Kla­gen über mehr Flug­lärm in Wer­der
Die Anwoh­ner von Anwoh­nern in Wer­der (Potsdam-Mittelmark) müs­sen immer mehr Flug­lärm ertra­gen. War­um dies so ist, wur­de aus einer Ant­wort der Deut­sche Flug­si­che­rung deut­lich. Wie es aber aber, wenn der BER eröff­net ist, dar­über kann nur spe­ku­liert wer­den. http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Klagen-ueber-mehr-Fluglaerm-in-Werder

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ÜBER DEN TELLERRAND

 

Wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el möch­te die För­de­rung von unkon­ven­tio­nel­lem Erd­gas durch Fracking mög­lich machen. Das müs­sen wir ver­hin­dern! Wir brau­chen kein Fracking in Deutsch­land, wir brau­chen einen kon­se­quen­ten Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en!
Betei­li­gen Sie sich an unse­rer Online-Aktion: Schi­cken Sie eine E-Mail an die Bun­des­re­gie­rung! https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/aktion-fracking-verbieten.html

 
INTERVIEW
Weg mit den Pri­vi­le­gi­en!
Wie wol­len wir leben? Der Sozio­lo­ge Harald Wel­zer über Selbst­den­ken, Eigen­in­itia­ti­ve und die Not­wen­dig­keit, etwas vom über­schie­ßen­den Reich­tum abzu­ge­ben, um glo­ba­le Gerech­tig­keit her­zu­stel­len.
……
Sie haben mit dif­fe­ren­zier­ten Stu­di­en gegen den Kli­ma­wan­del ange­schrie­ben, aber wenn Sie heu­te über die kom­ple­xe Pro­blem­la­ge öffent­lich reden, bie­ten Sie einen gera­de­zu simp­len Aus­weg an: Depri­vi­le­gie­ren! Also abge­ben, tei­len.
Es gibt gar kei­ne ande­re Mög­lich­keit, die öko­lo­gi­schen Pro­ble­me auf die­sem Pla­ne­ten zu lösen. Denn es han­delt sich eigent­lich um ein sozia­les Pro­blem: Wir haben eine Ver­tei­lungs­fra­ge von tief­grei­fen­dem Aus­maß, weil der Lebens­stil, den wir in den pri­vi­le­gier­ten Gesell­schaf­ten pfle­gen, über­haupt nicht legi­ti­mier­bar ist. Man muss von die­sem über­schie­ßen­den Reich­tum, der einen als Hyper­kon­sum und blöd­sin­ni­ge Ver­schwen­dung sel­ber schä­digt, abge­ben, um glo­bal gerech­te­re Ver­hält­nis­se her­zu­stel­len.
Das ist die klas­si­sche sozia­le Fra­ge …
… die im Gewand der öko­lo­gi­schen Pro­ble­ma­tik wie­der­kehrt. Dass die Öko­be­we­gung und die mit Kli­ma­pro­ble­men befass­te Wis­sen­schaft und Poli­tik das Pro­blem nur technisch-naturwissenschaftlich defi­nie­ren: Das ist eine Kata­stro­phe! Wir brau­chen kei­ne Inge­nieu­re, die neue Wind­rä­der bau­en, son­dern die pri­vi­le­gier­ten Bewoh­ner die­ser Erde müs­sen von ihren Pri­vi­le­gi­en abge­ben.
 
Das wäre eine Lösung. Doch gibt es auch eine Chan­ce, sie zu ver­wirk­li­chen?
War­um nicht? Auch Skla­ven­hal­ter sind depri­vi­le­giert wor­den, auch Man­ches­ter­ka­pi­ta­lis­ten.
Soll­te die Poli­tik mehr Dik­ta­tur wagen? Nach dem Mot­to: Ent­we­der du zahlst ? oder du bleibst hier! Du warst schon zig­tau­send Flug­mei­len unter­wegs!
Lei­der gibt es mani­fes­te Inter­es­sen dar­an, dass genau das mög­lichst nicht pas­siert. Sobald die Leu­te ihre Mobi­li­tät ein­schrän­ken, heißt das weni­ger Kon­sum von Mobi­li­täts­an­bie­tern, weni­ger Autos, weni­ger Bahn­fahr­kar­ten, weni­ger Flug­ti­ckets. Wenn Leu­te sich anders ernäh­ren, heißt das weni­ger Umsatz für die Her­stel­ler von Fer­tig­piz­za. Wenn Men­schen anfan­gen, mehr zu tau­schen und ihre Din­ge wie­der zu repa­rie­ren, sind das Umsatz­ein­bu­ßen für die Anbie­ter von Plun­der. Inso­fern herrscht das Inter­es­se, die Ver­hält­nis­se zu las­sen, wie sie sind, oder sie dyna­misch wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.
Eben­des­halb wird sich das Depri­vi­le­gie­ren wohl nicht durch­set­zen kön­nen, die Steigerungs- und Wachs­tums­in­ter­es­sen sind stär­ker.
Das kommt auf die Pro­be an. Man soll­te nur nicht davon aus­ge­hen, dass sich Ver­hält­nis­se ohne Kon­flik­te ändern las­sen. Wenn wir wirk­lich einen nach­hal­ti­gen Umgang mit Res­sour­cen pfle­gen wol­len, wer­den Unter­neh­men ver­lie­ren, deren Geschäfts­mo­dell auf der Zer­stö­rung der Umwelt basiert. Die wer­den an Pri­vi­le­gi­en und Pro­fit­mög­lich­kei­ten ver­lie­ren. Aber das ist immer so gewe­sen. Pri­vi­le­gi­en wur­den noch nie frei­wil­lig abge­ge­ben, weil die Pri­vi­le­gier­ten ein wis­sen­schaft­li­ches Papier gele­sen oder die Ergeb­nis­se einer Kon­fe­renz zur Kennt­nis genom­men haben ? son­dern weil sie mas­si­ven Wider­stand erfah­ren haben. Ich weh­re mich gegen die Ent­po­li­ti­sie­rung und Schau-Naivität, mit der man heu­te sagt: Man kann ja nichts machen! Natür­lich kann man was machen. Aber es erzeugt Kon­flik­te!
Harald Wel­zer (56), Sozio­lo­ge, ist Grün­der der Stif­tung „Futurz­wei“ zur Pro­pa­gie­rung alter­na­ti­ver Lebens­sti­le und Wirt­schafts­for­men. Sei­ne jüngs­te Publi­ka­ti­on „Selbst­den­ken“ erschien 2013. Das Gespräch führ­te Ange­li­ka Brau­er.
Währungs-Krieg: Ame­ri­ka kämpft gegen den Nie­der­gang des Dol­lar
Indem die USA das bestehen­de Finanz­sys­tem gezielt gegen ande­re Staa­ten ein­set­zen, gefähr­den sie die eige­ne Wäh­rung. Die gigan­ti­schen Schul­den, die die USA ange­häuft haben, machen sie anfäl­lig für Atta­cken aus ande­ren Volks­wirt­schaf­ten. Vor allem Chi­na wird in Washing­ton als Gefahr gese­hen, weil die Chi­ne­sen der größ­te Gläu­bi­ger der USA sind. Die Span­nun­gen mit Russ­land sol­len die neue Ach­se Moskau-Peking zu schwä­chen.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/06/waehrungs-krieg-amerika-kaempft-gegen-den-niedergang-des-dollar/

Die Macht wird neu ver­teilt
Die Hege­mo­nie der USA brö­ckelt. Kann Deutsch­land ein gleich­ge­wich­ti­ger Macht­fak­tor zwi­schen Washing­ton und Mos­kau wer­den? Und dann ist da noch der Auf­stieg der BRICS.
http://www.geolitico.de/2014/08/06/die-macht-wird-neu-verteilt/

Abstim­mung mit den Füs­sen in der Ukrai­ne
Ber­li­ner Regie­rung dul­det und stützt Ter­ror aus Kiew
http://www.rationalgalerie.de/home/abstimmung-mit-den-fuessen-in-der-ukraine.html

Poli­tik ist Glück­sa­che
Fast jedes Los ein Tref­fer
http://www.rationalgalerie.de/home/politik-ist-gluecksache.html

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Wir wün­schen eine gute Woche!
Newsletter-Team der FBI
Corin­na Lud­wig & Kat­rin Arendt
Sup­port und Web: Iris Bujok, Regi­na Men­zel
Soci­al­me­dia: Sebas­ti­an Köp­cke, Regi­na Men­zel, Bea­te Schwar­zer
FBI – Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve
Böl­sches­tr. 44, Remi­se, 12587 Ber­lin
Öff­nungs­zei­ten: Do. von 17 bis 19 Uhr
Neue Tele­fon­num­mer FBI-Büro: 030/98335562
Mobil: 0157 84 66 26 32
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