39. Mon­tags­de­mons­tra­ti­on in Fried­richs­ha­gen, 26.03.2012 19:00 Uhr

Fried­richs­ha­gen wird rich­tig gif­tig: Der Ber­li­ner Kiez im Süd­os­ten for­dert jetzt Aus­kunft vom Ber­li­ner Senat über die toxi­ko­lo­gi­schen Gefah­ren des Flug­ha­fens BER und fragt, ob der Über­flug von Ber­lins größ­tem See und Trink­was­ser­re­ser­voir Müg­gel­see mit der euro­päi­schen Was­ser­rah­men­richt­li­nie im Ein­klang steht.

Fer­ner for­dert die Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve (FBI) eine Kreuz­be­gut­ach­tung aller bis­he­ri­gen Unter­su­chun­gen zu den erwar­te­ten BER-Umweltfolgen durch unab­hän­gi­ge Wis­sen­schaft­ler. Es sei nicht aus­zu­schlie­ßen, so die FBI,  dass bei der Fest­le­gung der Müggelseeroute​ mit über 120 Über­flü­gen pro Tag bei Ost­wind mög­li­che Gefah­ren für die Trink­was­ser­ver­sor­gung Ber­lins nicht hin­rei­chend unter­sucht wor­den sind. An die Adres­se von Umwelt­se­na­tor Mül­ler wie­der­holt die Initia­ti­ve die For­de­rung nach einem umfas­sen­den Umwelt­mo­ni­to­ring: Die Ber­li­ner Bevöl­ke­rung im Osten habe ein Anrecht dar­auf zu erfah­ren, wie sich ihr Trink­was­ser und das sen­si­ble Dahme-Spree-Ökosystem durch den BER mög­li­cher­wei­se ver­än­dert. (Ein­la­dung Pres­se­team FBI)

Die FBI hat auch Bezirks­bür­ger­meis­ter Oli­ver Igel ein­ge­la­den und ihn gebe­ten, von der DFS Ver­an­stal­tung letz­te Woche im Rat­haus Trep­tow zu berich­ten, zu der weder die freie Pres­se noch die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit zuge­las­sen waren. Wie berich­tet tourt die DFS gegen­wär­tig durch die Gemein­den und Bezir­ke, um die Volks­ver­tre­ter über zukünf­ti­ge Flug­lärm­be­las­tun­gen zu infor­mie­ren – jedoch unter Auss­schluss der Öffent­lich­keit.