43. Mon­tags­de­mons­tra­ti­on am 23.04.2012 um 19:00 Uhr in Fried­richs­ha­gen

Das Mot­to der 43. Mon­tags­de­mons­tra­ti­on lau­tet: „Fischers Frit­ze fängt kran­ke Fische“

In den letz­ten Tagen erschie­nen in den Medi­en besorg­nis­er­re­gen­de Berich­te über einen Ber­li­ner Berufs­fi­scher, der durch die Müg­gel­see­rou­te um sei­ne Exis­tenz – und die Exis­tenz des Fisch­be­stands in den Köpe­ni­cker Gewäs­sern bangt. Schad­stof­fe der Flie­ger könn­ten in den See gelan­gen und sich in den Fischen anrei­chern, so dass deren Ver­zehr pro­ble­ma­tisch wird. (z. B.in der Media­thek von RBB online).

Auch die Sport­fi­scher am Müg­gel­see sind alar­miert durch die Plä­ne des Flug­ha­fens, Ber­lins größ­ten See ohne gül­ti­ge Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung über­flie­gen zu las­sen. Sie fürch­ten sich vor gra­vie­ren­den Ein­schrän­kun­gen ihrer Akti­vi­tä­ten durch Flug­lärm und vor den weit­ge­hend uner­forsch­ten  Aus­wir­kun­gen des Flug­ver­kehrs auf die Fische.

Die Köpe­ni­cker Gewäs­ser wie der Müg­gel­see erfül­len bis­lang eine wich­ti­ge Funk­ti­on ​beim euro­päi­schen Arten­schutz. So wur­den allein im ver­gan­ge­nen Jahr 1,5 Ton­nen Jun­gaa­le ein­ge­setzt, geför­dert aus dem Fisch­fonds der Euro­päi­schen Uni­on.

​Des­halb wird sich die Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve jetzt mit einem Infor­ma­ti­ons­pa­ket an Brüs­se­ler Stel­len für Fisch­fang und an das deut­sche Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­ri­um wen­den: Die­ses Paket ent­hält auch den kürz­lich ein­ge­reich­ten Bür­ger­an­trag der Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve zum Umwelt­mo­ni­to­ring  und die Kor­re­spon­denz mit dem Ber­li­ner Senat für Stadt­ent­wick­lung. Die­ser hält ein Moni­to­ring nach wie vor für über­flüs­sig und will statt des­sen das toxi­ko­lo­gi­sche Gut­ach­ten des Frank­fur­ter Flug­ha­fens auf Ber­lin anwen­den. Über die toxi­ko­lo­gi­schen Ergeb­nis­se aus Süd­hes­sen tobt der­zeit ein erbit­ter­ter Exper­ten­streit.

Die ​Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve hat über 1.000 Mit­glie­der und ist in den Antifluglärm-Organisationen ABB und Bünd­nis Süd­ost ver­tre­ten. Mit der Wannsee-Region, die eben­falls der uner­war­te­ten Ver­lär­mung und Schad­stoff­be­las­tung aus­ge­setzt ist, steht die FBI im engen Aus­tausch: Neben einer hohen Anzahl an betrof­fe­nen Bür­gern wer­den die­se bei­den wich­ti­gen Nah­erho­lungs­re­gio­nen Ber­lins emp­find­lich vom BER beein­träch­tigt wer­den.