+++ Ein­la­dung zum 175.!!! Mon­tags­pro­test +++ Kur­ze Pres­se­schau +++

Lie­be Mit­strei­ter und Sym­pa­thi­san­ten,
an die­sem Mon­tag tref­fen wir uns zum 175. Mal auf dem Markt­platz in Fried­richs­ha­gen.
Wir wür­den die­se mar­kan­te Zahl gern zum Anlass neh­men, um uns bei all denen zu bedan­ken, die gemein­sam mit uns seit mehr als 3 Jah­ren auf die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen die­ses stadt­nah geplan­ten Flug­ha­fen­pro­jek­tes auf­merk­sam machen. Vie­le von unse­ren Mit­strei­tern sind auch schon deut­lich län­ger aktiv.
Neben den wis­sen­schaft­lich erwie­se­nen Gesund­heits­schä­den für die Anwoh­ner ent­wi­ckelt sich das Pro­jekt B€R zuneh­mend mehr zu einem finan­zi­el­len Desas­ter für die gesam­te Regi­on. Die Mil­li­ar­den, die beim BER ver­senkt wer­den, feh­len in Ber­lin und Bran­den­burg an allen Ecken und Enden.
Die Fak­ten und Infor­ma­tio­nen zu die­sen The­men müs­sen für alle Bür­ger Ber­lins und Bran­den­burgs trans­pa­rent gemacht wer­den, damit sie in der Lage sind, sich ein rea­lis­ti­sches Bild jen­seits der poli­ti­schen „Arbeitsplatz- und Wirt­schafts­wun­der­mär­chen“ zu machen.
 
Auch aus die­sem Grund demons­trie­ren wir jeden Mon­tag wei­ter! 
Anläss­lich der klei­nen Jubi­lä­ums­zahl wol­len wir am 03.11. kurz inne­hal­ten und auf das Erreich­te ansto­ßen, dabei aber auch nicht aus den Augen ver­lie­ren, dass noch ein lan­ger Weg vor uns liegt…
Bit­te schon vor­mer­ken: Am 15.12.2014, 19:00 Uhr ver­an­stal­ten wir wie­der das gro­ße FBI-Weihnachtssingen auf dem Markt­platz in Berlin-Friedrichshagen.
Nun noch eine kur­ze Pres­se­schau mit aktu­el­len Infor­ma­tio­nen zum The­ma:

PRESSESCHAU

Anony­mer Brief­kas­ten beim Tages­spie­gel
Hel­fen Sie, Miss­stän­de auf­zu­de­cken!http://www.tagesspiegel.de/berlin/anonymer-briefkasten-beim-tagesspiegel-helfen-sie-missstaende-aufzudecken/10872304.html
Durch unse­ren neu­en anony­men Brief­kas­ten auf Tagesspiegel.de kön­nen Sie, lie­be Lese­rin­nen, lie­be Leser, uns ab sofort Doku­men­te zukom­men las­sen und als Absen­der dabei uner­kannt blei­ben.
Sym­bol­bild für den neu­en anony­men Brief­kas­ten auf Tagesspiegel.de, mit dem Infor­man­ten uner­kannt Doku­men­te an die Jour­na­lis­ten des Tages­spie­gel schi­cken kön­nen.
Mit unse­rem neu­en anony­men Brief­kas­ten auf Tagesspiegel.de kön­nen Sie dem Tages­spie­gel digi­tal Doku­men­te schi­cken, die auf Miss­stän­de hin­wei­sen.
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Skan­dal um Flug­ha­fen BER als Bei­spiel für Intrans­pa­renz
Gera­de im Loka­len ist das öffent­li­che Kor­rek­tiv einer bis­wei­len als inkom­pe­tent oder will­kür­lich emp­fun­de­nen Kom­mu­nal­po­li­tik und -Ver­wal­tung wich­tig, weil die Bür­ger davon noch direk­ter betrof­fen sind. Und gera­de in Ber­lin führt sich so man­ches Bezirks­amt auch in Zei­ten ver­meint­lich zuneh­men­der Trans­pa­renz wie ein Mini-Pentagon auf. Neu­köllns Bür­ger­meis­ter Heinz Busch­kow­sky zum Bei­spiel wei­ger­te sich, Aus­kunft dar­über zu geben, inwie­weit ihm Bezirks­amts­mit­ar­bei­ter bei sei­nem multikulti-kritischen Best­sel­ler „Neu­kölln ist über­all“ hal­fen, bis er gericht­lich dazu ver­pflich­tet wur­de.
Eine poli­ti­sche Ebe­ne höher ver­su­chen die poli­tisch und wirt­schaft­lich Ver­ant­wort­li­chen in Ber­lin seit Jah­ren die Öffent­lich­keit im Dau­er­skan­dal BER im Unkla­ren zu hal­ten, obwohl der neue Hauptstadt-Flughafen mit Steu­er­geld finan­ziert wird. Die meist ver­geb­li­chen Ver­su­che des Tages­spie­gels, auf behörd­li­chem Weg an Infor­ma­tio­nen und Unter­la­gen zu kom­men, haben wir vor eini­ger Zeit in einem umfas­sen­den Bei­trag auf unse­rer Sei­te „Mehr Ber­lin“ doku­men­tiert – als unend­li­che Geschich­te.
Umso wich­ti­ger ist es, in sol­chen kras­sen Fäl­len von Res­sour­cen­ver­schwen­dung und Inkom­pe­tenz, dass Unter­la­gen, die Miss­stän­de auf­zei­gen, öffent­lich gemacht wer­den. Dass Jour­na­lis­ten nicht immer aus eige­nem Antrieb der­art Skan­da­lö­ses auf­de­cken, hat uns das Bei­spiel BER schmerz­lich vor Augen geführt. Ein BER-Whistleblower hät­te uns Jour­na­lis­ten auf die Sprün­ge gehol­fen.
Hel­fen Sie mit! Unse­ren anony­men Brief­kas­ten fin­den Sie hier: http://www.tagesspiegel.de/briefkasten/

 

Robin Wood
http://www.robinwood.de/Protest.1024.0.html
Noch mehr Flug­ver­kehr ist kli­ma­schäd­lich für Alle!
Machen Sie mit: Unter­schrei­ben Sie den Pro­test an Bun­des­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el! Damit der Kli­ma­wan­del nicht noch wei­ter durch den Flug­ver­kehr vor­an­ge­trie­ben wird, müs­sen sinn­lo­se Sub­ven­tio­nen abge­schafft und die Flug­ver­kehr­steu­er dau­er­haft bei­be­hal­ten wer­den! Für ein Luft­ver­kehrs­kon­zept, das Kli­ma­schutz­zie­le nach­hal­tig erfüllt!

 

FLUGLÄRM Welt­weit aner­kann­ter For­scher Dr. Babisch belegt nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den Men­schen
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/risiko-fuer-herzinfarkte-erhoeht_14730843.htm

 
 

Eine Bran­che im Sturz­flug
irgend­wann ist halt Schluss mit schnel­ler, höher, wei­ter, bil­li­ger, noch bil­li­ger. Die Fra­ge ist halt nur, wann die Schmerz­gren­ze bei denen erreicht ist, auf deren Kos­ten es geht… ?
http://www.aargauerzeitung.ch/busslides-az/milliarden-verluste-eine-branche-im-sturzflug-128336543

Dazu passt:
Fra­port AG: Ein Vor­zei­ge­ar­beit­ge­ber in Deutsch­land? Ein Blick hin­ter die Kulis­sen!
Die Fra­port AG ist Betrei­ber und zugleich Eigen­tü­mer des Frank­fur­ter Flug­ha­fens und beschäf­tigt dort rund 21.000 Men­schen und ist somit einer der größ­ten Arbeit­ge­ber in der Rhein-Main-Region. In ver­schie­de­nen Ran­kings wird die Fra­port AG unter den bes­ten Arbeit­ge­bern Deutsch­lands geführt und prä­sen­tiert sich ger­ne öffent­lich­keits­wirk­sam als vor­bild­li­cher, sozia­ler Arbeit­ge­ber.
Mel­dun­gen über Stei­ge­run­gen in Fracht und Pas­sa­ge ste­hen bei­na­he wöchent­lich in der Pres­se und mit der Arbeits­agen­tur wur­de ein Abkom­men über eine inten­si­ve­re Zusam­men­ar­beit in Bezug auf drin­gend benö­tig­te Arbeits­kräf­te unter­zeich­net.
Dies alles mutet sehr vor­bild­lich an, doch wie sieht die Rea­li­tät hin­ter den Kulis­sen der Fra­port AG aus? Hier weht ein ande­rer und schar­fer Wind, wel­cher nicht für die Ohren der Öffent­lich­keit bestimmt ist. ……
 

Haupt­stadt­flug­ha­fen: Ex-Technikchef Groß­mann ent­geht nur knapp dem Gefäng­nis
Jochen Groß­mann bleibt der Gang ins Gefäng­nis erspart: Das Land­ge­richt Cott­bus ver­häng­te gegen den ehe­ma­li­gen Tech­nik­chef des Ber­li­ner Skan­dal­flug­ha­fens BER ein Jahr auf Bewäh­rung plus 200.000 Euro Geld­stra­fe.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hauptstadtflughafen-ex-technikchef-grossmann-erhaelt-bewaehrungsstrafe-a-999482.html

Es soll mit allen Mit­teln ver­hin­dert wer­den, daß Inter­na an die Öffent­lich­keit kom­men…
… Die Straf­jus­tiz greift im bis­her größ­ten Kor­rup­ti­ons­skan­dal am Flug­ha­fen BER durch: Der frü­he­re Tech­nik­chef Jochen Groß­mann soll wegen „Bestech­lich­keit im geschäft­li­chen Ver­kehr“ und „Betru­ges“ zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wer­den. Die für Kor­rup­ti­ons­de­lik­te zustän­di­ge Neu­rup­pi­ner Staats­an­walt­schaft hat nach Tagesspiegel-Informationen einen Straf­be­fehl gegen den 56-Jährigen bean­tragt – auf eine Haft­stra­fe von einem Jahr, aus­ge­setzt zur Bewäh­rung und Zah­lung von 200 000 Euro an die Lan­des­kas­se Bran­den­burgs.
Groß­mann wäre rechts­kräf­tig ver­ur­teilt, wenn das Gericht dem folgt und Groß­mann selbst den Straf­be­fehl akzep­tiert.
Davon ist aber aus­zu­ge­hen, da dem Chef und Inha­ber der in Dres­den ansäs­si­gen Gicon-Gruppe mit 14 Fir­men und 460 Beschäf­tig­ten so eine öffent­li­che Gerichts­ver­hand­lung erspart blie­be.

Dass Groß­mann nicht ange­klagt wird, ist den­noch eine Über­ra­schung. Das Straf­be­fehls­ver­fah­ren wird eigent­lich vor allem in min­der­schwe­ren oder in kla­ren Fäl­len ange­wandt, in denen nach Akten­la­ge ent­schie­den wer­den kann. Es soll der Ent­las­tung von Gerich­ten und Staats­an­walt­schaf­ten die­nen, dem Beschul­dig­ten aber auch eine schnel­le, kos­ten­spa­ren­de und unauf­fäl­li­ge Ver­fah­rens­er­le­di­gung ermög­li­chen, heißt es. Bei Groß­mann bewegt sich das Straf­maß an der Höchst­gren­ze, per Straf­be­fehl kann eine Frei­heits­stra­fe auf Bewäh­rung bis zu einem Jahr ver­hängt wer­den.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/korruptionsverdacht-am-ber-in-berlin-ex-technikchef-jochen-grossmann-droht-hohe-strafe/10892038.html
 
Groß­mann hat­te ursprüng­lich sogar noch gegen sei­ne Ent­las­sung geklagt!!
Nach sei­ner Ver­ur­tei­lung wegen Kor­rup­ti­on und Betrugs hat der Ex-Technikchef des Haupt­stadt­flug­ha­fens, Jochen Groß­mann, die Kla­ge gegen sei­ne frist­lo­se Kün­di­gung zurück­ge­zo­gen. Das teil­te das Arbeits­ge­richt Cott­bus mit, das den Fall ursprüng­lich heu­te ver­han­deln woll­te. …….
http://www.nordkurier.de/brandenburg/ex-technikchef-des-flughafens-zieht-klage-zurueck-2910717810.html
Mie­te­rEcho 370 / Okto­ber 2014
Good­bye Wowi
Die Amts­zeit des Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters endet, wie sie anfing,mit rie­si­gem Skan­dal und unge­lös­ten Pro­ble­men
Von Bene­dict Ugar­te Chacón                        
„Nach der schwe­ren Kri­se der Bank­ge­sell­schaft Ber­lin, der Finanz­kri­se des Lan­des und der Spen­den­af­fä­re geht es jetzt dar­um, das Ver­trau­en in die Poli­tik wie­der her­zu­stel­len. (…) Wir brau­chen einen Men­ta­li­täts­wech­sel der Poli­tik in Ber­lin.“ Mit die­sen Wor­ten begann Klaus Wowe­reit (SPD) sei­ne Regie­rungs­er­klä­rung als frisch instal­lier­ter Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter am 28. Juni 2001. Zuvor waren Gerüch­te auf­ge­kom­men, dass der dama­li­ge SPD-Landesvorsitzende Peter Strie­der seit Län­ge­rem dar­an arbei­te, die Koali­ti­on mit der CDU, in der die SPD der klei­ne­re Part­ner war, zu been­den. Vor dem Hin­ter­grund des damals hoch­ko­chen­den Skan­dals um die Bank­ge­sell­schaft mit ihren Immo­bi­li­en­fonds­ge­schäf­ten und der Spen­den­af­fä­re um den dama­li­gen CDU-Fraktionschef und Vor­sit­zen­den der Ber­lin­Hyp Klaus-Rüdiger Lan­dow­sky ergab sich für die SPD hier­zu nun eine mehr als güns­ti­ge Gele­gen­heit.                  
http://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2014/me-single/article/goodbye-wowi.html
JUSTIZ
„Frei­brief für Tag­träu­me­rei und Selbst­be­die­nung“
Poli­ti­ker reagie­ren mit Unver­ständ­nis auf Urteil zu BER-Chef
Von Andre­as Abel und Tho­mas Fül­ling
– Über­rascht und mit Unver­ständ­nis haben Abge­ord­ne­te am Don­ners­tag das Urteil des Land­ge­richts Ber­lin im Rechts­streit zwi­schen der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Ber­lin Bran­den­burg (FBB) und deren frü­he­rem Geschäfts­füh­rer Rai­ner Schwarz zur Kennt­nis genom­men. „Die Ent­schei­dung des Gerichts ist nicht nach­zu­voll­zie­hen“, sag­te Ste­fan Evers, Spre­cher der CDU-Fraktion im BER-Untersuchungsausschuss des Abge­ord­ne­ten­hau­ses. Die Rich­ter hat­ten Schwarz‘ Kla­ge in fast allen Punk­ten statt­ge­ge­ben. Die frist­lo­se Kün­di­gung sei nicht wirk­sam erfolgt, dem Mana­ger ste­he daher die Fort­zah­lung sei­ner Bezü­ge zu, urteil­ten sie. Die Ansprü­che sum­mie­ren sich auf rund 1,2 Mil­lio­nen Euro.
Im Unter­su­chungs­aus­schuss ste­he die Befra­gung von Rai­ner Schwarz noch aus, sag­te Evers. Die Aus­sa­gen des ehe­ma­li­gen BER-Technikchefs Man­fred Kört­gen dort hät­ten aber gezeigt, dass ein erheb­li­cher Teil des Ver­sa­gens im Zusam­men­hang mit der kurz­fris­ti­gen Absa­ge des Eröff­nungs­ter­mins im Mai 2012 bei der dama­li­gen Geschäfts­füh­rung des Flug­ha­fens lie­ge – „in orga­ni­sa­to­ri­scher, struk­tu­rel­ler und per­sön­li­cher Hin­sicht“, so Evers. Die FBB müs­se in die Beru­fung gehen, for­der­te er.
……
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article133601632/Freibrief-fuer-Tagtraeumerei-und-Selbstbedienung.html#

Kom­men­tar
Es ist nicht gerecht, was rech­tens ist
Hajo Schu­ma­cher über die Mil­li­on für den Ex-BER-Chef
Auf den BER ist Ver­lass. Kaum denkt man, es keh­re mal Ruhe ein, kommt der nächs­te Auf­re­ger. Dies­mal geht es um die Abfin­dung für den frü­he­ren Flug­ha­fen­chef Rai­ner Schwarz: eine sat­te Mil­li­on Euro. Phan­tas­ti­scher Lohn fürs Nicht-Arbeiten, alle­mal ein Grund zum Auf­re­gen, aber in Wirk­lich­keit nicht unge­wöhn­lich bei frist­lo­sem Feu­ern. Es bleibt das Geheim­nis der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft, war­um nicht das Mit­tel der Frei­stel­lung gewählt wur­de, um Schwarz güns­ti­ger los­zu­wer­den.
Jeder Rechts­re­fe­ren­dar weiß, dass eine frist­lo­se Kün­di­gung beson­de­rer Ver­feh­lun­gen bedarf. Dass Schwarz das aus­ste­hen­de Geld ein­for­dert, ist nicht edel, aber nach­voll­zieh­bar, dass das Gericht kein schuld­haf­tes Ver­hal­ten ent­deck­te, ist eben­falls nor­mal.
Den­noch ent­steht der Ein­druck: Es ist noch lan­ge nicht gerecht, was rech­tens sein mag. Denn der Fall Schwarz ent­larvt zwei bru­ta­le Unge­rech­tig­kei­ten im deut­schen Arbeits­recht. Wir erin­nern uns an die Pfandbon-Affäre, als eine Kas­sie­re­rin gefeu­ert wur­de, weil sie ein paar Cent Pfand nicht ver­bucht hat. Das mag ein Ver­se­hen gewe­sen sein, ein güti­ger Mensch könn­te Gering­fü­gig­keit gel­tend machen. Aber: Streng juris­tisch lässt sich Absicht, Bös­ar­tig­keit, also schuld­haf­tes Ver­hal­ten unter­stel­len. Damit ist die frist­lo­se Kün­di­gung mög­lich.
Herr Schwarz hat aber kei­nen Pfand­bon unter­schla­gen, son­dern den Über­blick über sei­ne Groß­bau­stel­le ver­lo­ren. Das mag Aus­weis von Über­for­de­rung sein, aber weder Bös­ar­tig­keit noch schuld­haf­tes Ver­hal­ten. Mer­ke: Lei­der hat auch Inkom­pe­tenz einen Anspruch auf Abfin­dung.
Grund­sätz­lich ist die Abfin­dungs­pra­xis eine gute Sache, da sie lang­jäh­ri­gen Mit­ar­bei­tern bei unbe­grün­de­ter Ent­las­sung ein finan­zi­el­les Pols­ter sichert. Da die Mana­ger­ge­häl­ter aber ins Mär­chen­haf­te gedrif­tet sind, bewe­gen sich auch Abfin­dun­gen auf Bun­des­li­ga­ni­veau. Es wäre einen Gedan­ken wert, Abfin­dun­gen zu deckeln, erst recht, wenn sie aus öffent­li­chem Geld bezahlt wer­den. Geht bei Mana­ger­ge­häl­tern ja auch.

Die sehr viel grö­ße­re Unge­rech­tig­keit: Vie­le Arbeit­neh­mer sind von der Abfin­dungs­pra­xis aus­ge­schlos­sen. Wer frei schafft – und das sind nicht nur Zahn­ärz­te, son­dern immer mehr Medi­en­men­schen, Service- und Sai­son­kräf­te sowie vie­le All­tags­kämp­fer mehr –, der sieht kei­nen Cent, wenn er ohne eige­nes Ver­schul­den sei­nen Job ver­liert. Eben­so ergeht es Mil­lio­nen pre­kä­rer Arbeits­kräf­te, die sich mit Pro­jekt­ver­trä­gen und befris­te­ten Enga­ge­ments durchs Leben han­geln oder in semi-kriminellen Sub­sub­sub­un­ter­neh­mer­struk­tu­ren gefan­gen sind. Die­se Men­schen mögen schnel­ler, effek­ti­ver, flei­ßi­ger arbei­ten als jene, die sich unge­straft einen Krank­heits­tag oder bezahl­ten Urlaub neh­men kön­nen, aber sie haben deut­lich weni­ger Rech­te. Absurd, wenn die Poli­tik mehr Risi­ko­freu­de und Fle­xi­bi­li­tät for­dert, aber auch jene belohnt, die sich ihren Büro­pflan­zen anglei­chen. Was hilft? Ein neu­es, fai­res Recht, das der Arbeits­wirk­lich­keit ent­spricht.
Rai­ner Schwarz hat übri­gens einen neu­en Job, beim Flug­ha­fen Rostock-Laage. Lauf­zeit: fünf Jah­re.

Air Ber­lin rech­net mit dem BER-Start frü­hes­tens 2017
Die Ber­li­ner müs­sen noch min­des­tens bis 2017 auf die Eröff­nung des neu­en Groß­flug­ha­fens war­ten, davon ist Air-Berlin-Chef Prock-Schauer über­zeugt. Er for­dert ein rea­lis­ti­sches Datum.
Ber­lins neu­er Groß­flug­ha­fen wird frü­hes­tens in drei Jah­ren, also im Jahr 2017 eröff­nen. Zumin­dest Air-Berlin-Chef Wolf­gang Prock-Schauer rech­net nicht mit einem frü­he­ren Datum. Die Flug­ge­sell­schaft ist der­zeit mit einem Markt­an­teil von 50 Pro­zent die größ­te am Flug­ha­fen Tegel und spielt in den Plä­nen des BER die zen­tra­le Rol­le. Für 2015 sei es zu spät, sag­te Prock-Schauer am Mon­tag bei der Industrie- und Han­dels­kam­mer Ber­lin (IHK), „an eine Eröff­nung 2016 glau­be ich nicht, 2017 soll­te ein rea­lis­ti­sches Datum sein.“ Ein offi­zi­el­ler Ter­min steht bis­her nicht fest. Der Flug­ha­fen muss unter ande­rem die Ent­rau­chungs­an­la­ge kom­plett umbau­en.
Dem Air-Berlin-Chef ist eine Kom­plet­ter­öff­nung lie­ber als ein Pro­vi­so­ri­um, das schritt­wei­se eröff­net wird. „Beim Flug­ha­fen bin ich eher für Per­fek­ti­on“, sag­te Prock-Schauer. Die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sol­le sich lie­ber Zeit neh­men und die noch bestehen­den Pro­ble­me lösen, als den BER in Tei­len in den Betrieb zu neh­men. Der Mana­ger hält auch nichts davon, den Flug­ha­fen Tegel nach der Eröff­nung des BER wei­ter­zu­be­trei­ben. „Ich bin für einen Flug­ha­fen“, beton­te Prock-Schauer. Er wol­le nicht, dass die Bil­lig­flie­ger in Tegel sit­zen – und so von der Nähe zur Innen­stadt pro­fi­tie­ren. Bil­lig­flie­ger flie­gen nur direk­te Stre­cken, etwa Berlin–London, ohne Umstei­ge­ver­bin­dun­gen anzu­bie­ten. Air Ber­lin setzt dage­gen unter ande­rem dar­auf, dass Kun­den Flü­ge buchen, die zum Bei­spiel von Ber­lin über Abu Dha­bi nach Syd­ney füh­ren. „Wir kön­nen unse­ren Ver­kehr nicht auf zwei Flug­hä­fen auf­tei­len.“Bes­se­re Anbin­dung an die Stadt gewünscht
Der Air-Berlin-Chef wünscht sich für den BER eine bes­se­re Anbin­dung an die Stadt. Außer­dem reg­te er an, bereits jetzt dar­über nach­zu­den­ken, wie sich der Flug­ha­fen erwei­tern las­se. Schließ­lich wer­de der neue Air­port mit sei­ner Eröff­nung bereits an der Kapa­zi­täts­gren­ze arbei­ten. Gegen die Idee, den alten Flug­ha­fen Schö­ne­feld offen­zu­las­sen, hat Prock-Schauer grund­sätz­lich nichts. Der BER sei dann für ihn grund­sätz­lich immer noch ein Flug­ha­fen, aller­dings mit einem zusätz­li­chen Ter­mi­nal. Unter ande­rem inter­es­siert sich der Bil­lig­flie­ger Ryan­air für Alt-Schönefeld.
Air Ber­lin beför­dert der­zeit rund 33 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re jähr­lich, fast jeder drit­te davon star­tet oder lan­det in Ber­lin. Das Geschäft soll in Zukunft noch wach­sen. Vor allem in Asi­en sieht Prock-Schauer gro­ßes Poten­zi­al. Von Ber­lin aus steu­ert die Flug­ge­sell­schaft 60 Zie­le an, jede Woche star­ten rund 900 Maschi­nen der Air­line in Ber­lin. 2013 star­te­ten und lan­de­ten in Tegel rund 20 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re, 6,7 Mil­lio­nen nutz­ten Schö­ne­feld.
Bevor Air Ber­lin den BER zu neu­en Höhen bringt, muss das Unter­neh­men sich aller­dings erst ein­mal neu auf­stel­len. Prock-Schauer hat Air Ber­lin einen Umbau ver­ord­net: ein­heit­li­che Maschi­nen und Kon­zen­tra­ti­on auf bestimm­te Märk­te. Außer­dem wer­den 200 der 8500 Stel­len gestri­chen..
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article133718879/Air-Berlin-rechnet-mit-dem-BER-Start-fruehestens-2017.html
Air-Berlin: BER kommt wohl erst 2017
Die Flug­ge­sell­schaft Air Ber­lin plant nicht mit einer Eröff­nung im Jahr 2016. Unter­des­sen wur­de Ex-Technikchef Jochen Groß­mann wegen Bestech­lich­keit und Betrugs ver­ur­teilt
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/905483/

Lärm­tep­pich über der Stadt
Pira­ten: Abwei­chun­gen von den Flug­rou­ten ver­grö­ßern die Belas­tung der Ber­li­ner
Vie­le Flug­zeu­ge in Tegel wei­chen von den fest­ge­leg­ten Flug­rou­ten ab. Die Daten dar­über wer­den nicht erfasst, sagt die Flug­si­che­rung.
Der Haupt­stadt­flug­ha­fen BER wird ver­mut­lich erst 2017 eröff­net, so lan­ge müs­sen Tegel und Schö­ne­feld noch durch­hal­ten. Beson­ders Tegel platzt aus allen Näh­ten. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den rund 174 000 Starts und Lan­dun­gen gezählt, fast 20 000 mehr als 2009. Der Frak­ti­ons­chef der Pira­ten­frak­ti­on, Mar­tin Deli­us, woll­te per par­la­men­ta­ri­scher Anfra­ge vom Senat wis­sen, wie vie­le der Flü­ge von den fest­ge­leg­ten Rou­ten abwi­chen und damit das Lärm­pro­blem für die Anwoh­ner ver­schärf­ten. Zu sei­ner Über­ra­schung muss­te der Senat pas­sen, weil die Deut­sche Flug­si­che­rung (DFS) »weder Daten über die Zahl von Flug­ver­kehrs­kon­troll­frei­ga­ben erhebt, noch eine ent­spre­chen­de Höhen­zu­ord­nung vor­nimmt«, erklär­te Chris­ti­an Gaeb­ler, Staats­se­kre­tär in der Stadt­ent­wick­lungs­ver­wal­tung. Auch über die Grün­de des Abwei­chens wer­den kei­ne Daten erfasst.
»Es scheint, als ob hier aus rein öko­no­mi­schen Inter­es­sen alter­na­ti­ve Flug­rou­ten genutzt wer­den, die zu einer mas­si­ven Lärm­be­las­tung der Bevöl­ke­rung füh­ren«, kri­ti­siert Deli­us. Dass man solch ein Vor­ge­hen zu Las­ten der Bevöl­ke­rung nicht sta­tis­tisch doku­men­tie­ren will, lie­ge auf der Hand sagt der Abge­ord­ne­te mit Ver­weis auf den Sach­ver­stän­di­gen­rat für Umwelt­fra­gen. Das Gre­mi­um, das die Bun­des­re­gie­rung berät, hat­te erst kürz­lich in einem Gut­ach­ten die Pra­xis der DSF beson­ders in Tegel scharf kri­ti­siert, dass bei Starts ab einer Flug­hö­he ab 5000 Fuß (etwa 1525 Meter) »gene­rell eine abwei­chen­de Ein­zel­frei­ga­be erteilt wird«. Das erfol­ge teil­wei­se so regel­mä­ßig, »dass neben den fest­ge­leg­ten Flug­rou­ten alter­na­ti­ve ›fak­ti­sche› Flug­rou­ten ent­ste­hen«. Dies kom­me einer Umge­hung der fest­ge­leg­ten Rou­ten gleich und sei rechts­wid­rig. Laut Sach­ver­stän­di­gen­rat wür­den Pilo­ten die Erlaub­nis häu­fig bean­tra­gen, um aus öko­no­mi­schen Grün­den mög­lichst früh in Rich­tung ihres Flug­ziels abzu­dre­hen.
Dies will DSF-Pressesprecher Ste­fan Jae­kel nicht aus­schlie­ßen, aber »je kür­zer der Flug, des­to bes­ser für die Umwelt«. Ansons­ten aber sei die Frei­ga­be im Luft­ver­kehr total üblich, inter­na­tio­nal wür­de dafür sogar eine Gren­ze von 1000 Fuß gel­ten. »Für Tegel haben wir extra aus Lärm­schutz­grün­den 5000 Fuß gewählt.« Unter die­ser Höhe dürf­ten die Maschi­nen nur aus Sicher­heits­grün­den von ihrer Rou­te abwei­chen, etwa bei Gewit­ter oder zu gerin­gem Abstand. Dar­über wer­de die Frei­ga­be nach Anfra­ge des Pilo­ten aber in der Regel immer erteilt. Damit sol­le auch vor­ge­beugt wer­den, dass sich unter­schied­lich schnel­le Flug­zeu­ge im sel­ben Kor­ri­dor zu nahe kom­men könn­ten.
Dass die Abwei­chun­gen nicht erfasst wer­den, begrün­de­te Jae­kel mit dem Auf­wand. »Wir müss­ten bei jedem ein­zel­nen Flug den Funk­ver­kehr doku­men­tie­ren.« Aber wenn Bür­ger und Poli­ti­ker zu ein­zel­nen Flü­gen Aus­kunft wünsch­ten, gebe man die.
Für den Sach­ver­stän­di­gen­rat ist die Frei­ga­be vor allem des­halb rechts­wid­rig, weil sie »weder nach Laut­stär­ke der unter­schied­li­chen Flug­zeug­ty­pen noch nach der Schutz­be­dürf­tig­keit des über­flo­ge­nen Gebiets unter­schei­det«. Deli­us for­dert den Senat auf, sich auf Bun­des­ebe­ne dafür ein­zu­set­zen, dass sich Air­lines und Flug­si­che­rung an die ursprüng­lich geneh­mig­ten Flug­rou­ten hal­ten und nur in wirk­li­chen Not­fäl­len davon abwei­chen.
Andern­falls befürch­tet er für den BER, »dass die geplan­ten Flug­rou­ten fak­tisch aus­ge­höhlt wer­den, bevor der Flug­ha­fen über­haupt in Betrieb gegan­gen ist.« Soll­te die Flug­si­che­rung die per­ma­nen­ten Aus­nah­men wei­ter­hin erlau­ben, so müss­ten die Schall­schutz­maß­nah­men um den BER um ein Viel­fa­ches erwei­tert wer­den. Das for­dert auch die Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve, die schon lan­ge auf das Pro­blem hin­weist. »Und bei uns soll nicht mal die Rege­lung wie in Tegel gel­ten, dass am Wochen­en­de und nachts erst ab 8000 Fuß die Rou­te ver­las­sen wer­den darf«, sagt Spre­cher Man­fred Kurz. »Der Lärm­tep­pich wird immer brei­ter.«

 
SATIRE
(oder Rea­li­tät??)
 
KOLUMNE „ZIPPERT ZAPPT“ 
Sel­te­ne Schne­cken­ar­ten in den BER-Ruinen ent­deckt 
Der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg wur­de als der umwelt­freund­lichs­te Flug­ha­fen Deutsch­lands aus­ge­zeich­net, noch vor Kassel-Calden und Tem­pel­hof.
2017 soll die Haupt­stadt­flug­ha­fen­rui­ne eröff­net wer­den.
Von Hans Zip­pert
Sogar eine Wein­berg­schne­cke bewegt sich schnel­ler als die Bau­ar­bei­ten am Flug­ha­fen BER
Die Haupt­stadt­flug­ha­fen­rui­ne soll bis 2017 restau­riert sein und dann der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wer­den. Das hat der Chef von Air Ber­lin, Wolf­gang Prock-Schauer, kürz­lich im Kaf­fee­satz gele­sen. Der Chef vom Flug­ha­fen BER, Hart­mut Meh­dorn, äußer­te sich noch nicht dazu, er dürf­te aber ziem­lich über­rascht gewe­sen sein, dass bei der Jah­res­zahl noch eine 2 am Anfang stand.
Aber war­um nicht, das Jahr­tau­send ist ja noch jung, da kann viel pas­sie­ren. Prock-Schauer sprach sich außer­dem gegen eine Teil­er­öff­nung aus. Meh­dorn will dage­gen stän­dig irgend­wel­che Tei­le eröff­nen, damit der Flug­ha­fen nicht so einen ver­schlos­se­nen Ein­druck macht. Er woll­te erst mit den Start­bah­nen anfan­gen, danach die Lan­de­bah­nen und dann den Luft­raum eröff­nen, bekam aber kei­ne Geneh­mi­gung.
Dafür gilt der BER als der rauch­meld­er­frei­es­te Flug­ha­fen Euro­pas. Umwelt­schüt­zer ent­deck­ten auf dem Rui­nen­ge­län­de drei sel­te­ne Schne­cken­ar­ten, die in die­sem geschütz­ten Bio­top bes­te Über­le­bens­chan­cen haben. Zu Recht wur­de der Haupt­stadt­flug­ha­fen als der umwelt­freund­lichs­te Deutsch­lands aus­ge­zeich­net, noch vor Kassel-Calden und Tem­pel­hof.

 

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