+++Ein­la­dung zum Weih­nachts­sin­gen am 15.12.+++ Infor­ma­tio­nen, Ter­mi­ne & Pres­se­schau +++

Lie­be Mit­strei­ter,
mit die­sem News­let­ter laden wir zum 4. Weih­nachts­sin­gen der FBI auf dem Markt­platz in Fried­richs­ha­gen ein und geben wie immer einen klei­nen Ein­blick in die Gescheh­nis­se rund um den BER und die Flug­ha­fen­po­li­tik.
“Stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht?”
4. Weih­nachts­sin­gen der FBI 
Mon­tag, 15.12.2014 um 19 Uhr, Markt­platz Fried­richs­ha­gen.
Die Demons­tra­tio­nen und Mahn­wa­chen in Fried­richs­ha­gen fin­den seit Juli 2012 jeden Mon­tag statt. Das Weih­nachts­sin­gen ist der 181. Mon­tags­pro­test und wird in die­sem Jahr von Andrea Timm (voc, git), Mit­glie­dern des Bero­li­na Chor­en­sem­bles Köpe­nick, dem Posau­nen­chor Fried­richs­ha­gen und Thi­lo Hop­pe (tromp) musi­ka­lisch unter­stützt. Mode­ra­ti­on: Micha­el Ehren­teit.

„Hoff­nung ist eben nicht Opti­mis­mus, ist nicht Über­zeu­gung, dass etwas gut aus­geht, son­dern die Gewiss­heit, dass etwas Sinn hat – ohne Rück­sicht dar­auf, wie es aus­geht.“ Václav Havel

PM der FBI: “Stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht” – Die­ses Lied, das den Frie­den, die Ruhe und Besinn­lich­keit der Weih­nacht als Bot­schaft zu den Men­schen trägt, gilt auch als Hoff­nung. Noch sind Fried­richs­ha­gen und die Müg­gel­see­re­gi­on vom Flug­lärm eini­ger­ma­ßen ver­schont. Aber nicht, weil die um ihre Rech­te kämp­fen­den Bür­ger dafür sorg­ten oder gar ein Umden­ken in der Ver­kehrs­po­li­tik ein­setz­te, son­dern weil Poli­ti­ker und Flug­ha­fen­ge­sell­schaft seit Jah­ren die Bau­stel­le BER ein­fach nicht fer­tig bekom­men. Aller­dings kos­tet den Bür­ger die­se Unfä­hig­keit wei­te­re Mil­li­ar­den an Steu­er­gel­dern. Die­ses fehlt bei der Erhal­tung von Biblio­the­ken und Musik­schu­len, bei der Beset­zung von Stel­len in Bür­ger­äm­tern, bei der Sanie­rung maro­der Stra­ßen und ver­schlis­se­ner Brü­cken, um nur Eini­ges zu nen­nen. Und nicht zu ver­ges­sen: Anders­wo gibt es längst kei­ne stil­le Nacht mehr.
Bis zur Eröff­nung die­ses am fal­schen Ort geplan­ten und gebau­ten Flug­plat­zes leben wir hier in einer trü­ge­risch stil­len Nacht. Alle bis­he­ri­gen Pro­tes­te und Volks­be­geh­ren für ein Nacht­flug­ver­bot von 22-6 Uhr sind zuguns­ten einer vagen Wirt­schaft­lich­keit die­ses Mons­ter­bau­es BER und der Gewinn­si­che­rung der Flug­bran­che abge­bü­gelt wor­den.
Es geht inzwi­schen bei den Pro­tes­ten gegen den BER nicht mehr allein um eine ruhi­ge Nacht oder gar um Flug­rou­ten, die ohne­hin – höchst­rich­ter­lich bestä­tigt – die „Wahl zwi­schen Pest und Cho­le­ra“ bedeu­ten. Es geht um das Ein­for­dern einer Ver­kehrs­po­li­tik, die nach­hal­tig und weit­sich­tig auch einer nächs­ten Genera­ti­on gerecht wird. Die maß­lo­se Geld­ver­schwen­dung muss ein Ende haben. Es meh­ren sich Stim­men, die lang­fris­tig den Neu­bau eines von pri­va­ten Inves­to­ren finan­zier­ten Flug­plat­zes an geeig­ne­te­rer Stel­le dis­ku­tie­ren. Zu einer Umkehr oder Neu­start ist es nie zu spät. Gesund­heit und Umwelt dür­fen nicht aufs Spiel gesetzt wer­den. Also wird wei­ter an jedem Mon­tag auf dem Markt­platz für das Anlie­gen gekämpft.
PRESSESCHAU
Berich­te und Reak­tio­nen zur Auf­sichts­rats­sit­zung der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft am 12.12.2014
(Einen Link mit dem Mit­schnitt der Pres­se­kon­fe­renz fin­det Ihr unter MEDIALES wei­ter unten)
Zeit­li­che Zusam­men­fas­sung der Meilensteine/Zeitplan für die Eröff­nung aus den Infor­ma­tio­nen in den Medi­en:
– Anfang 2015             Ver­pflich­tung eines neu­en Gene­ral­pla­ners für die Tech­nik­pla­nung
– Mit­te    2015             Sanie­rung der Haupt­ver­ka­be­lung abge­schlos­sen
– Som­mer 2015           Fer­tig­stel­lung der Tech­nik­pla­nung
– Ende 2015                Fer­tig­stel­lung des Süd­piers (für Air Ber­lin) – soll­te doch eigent­lich schon fer­tig sein?!?
– Ende 2015                Ermitt­lung und Zustel­lung aller Beschei­de für Schall­schutz­an­sprü­che
– Febr. 2016                Aus­lau­fen des der­zei­ti­gen Ver­tra­ges von Meh­dorn
– März-Juni 2016         bau­li­che Fer­tig­stel­lung des Haupt­ter­mi­nals
– Sep­tem­ber 2017       Abschluss der Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren
– Juni-Dez. 2017         geplan­te Eröff­nung des BER
 

„Lie­ber 5 Jah­re zu spät als nie“

Ganz unver­hofft ereilt uns am Frei­tag­nach­mit­tag end­lich mal eine gute Nach­richt vom neu­en Ber­li­ner Haupt­stadt­flug­ha­fen: Der BER soll also im zwei­ten Halb­jahr 2017 eröff­nen. Spä­tes­tens. Ein kon­kre­te­res Datum will man nicht nen­nen.
…. Spä­tes­tens. Es ist schon kuri­os, dass die­se Nach­richt Erleich­te­rung her­vor­ruft. Immer­hin liegt der Ter­min fünf Jah­re nach dem geplan­ten Start und ist also kein Ruh­mes­blatt für die Bau­her­ren. .. .Es nährt aber die Hoff­nung, dass es auf der Bau­stel­le end­lich vor­an­geht und zumin­dest ein Mini­mum an Klar­heit herrscht, wie die­ses ver­pfusch­te Pro­jekt zu ret­ten ist.
Wenn in die­ser Lage der Auf­sichts­rat sich nun end­lich traut, ein Eröff­nungs­jahr zu nen­nen, ist das zwei­fel­los inter­es­sant.
Anmer­kung: Vie­le kön­nen und wol­len gar nicht hin­ter die Kulis­sen schau­en, wenn es um das The­ma die­ses Flug­ha­fens geht
 
„Jetzt gibt es kei­ne Plei­ten mehr“
 „Wir sind heu­te froh und ich bin rich­tig auch ein biss­chen stolz“, sag­te Geschäfts­füh­rer Hart­mut Meh­dorn nach der Sit­zung.
Meh­dorn sprach auch von einer „fro­hen und guten Bot­schaft“ und füg­te hin­zu: „Ich den­ke, die Bau­stel­le ist im Griff. Das schaf­fen wir, da gibt es kei­ne irgend­wie gear­te­ten Plei­ten mehr.“
Sowohl die Geschäfts­füh­rung als auch der Auf­sichts­rat haben sich auf die­sen Zeit­plan fest­ge­legt – und müss­ten bei einem erneu­ten Schei­tern wohl die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung über­neh­men.

Doch die Kon­trol­leu­re zeig­ten sich vom detail­lier­ten Zeit­plan des im Som­mer enga­gier­ten Tech­nik­chefs Jörg Marks über­zeugt: Fer­tig­pla­nen bis zum Som­mer 2015, Fer­tig­bau­en bis Früh­jahr 2016, und dann bis zu ein­ein­halb Jah­re für Pro­be­be­trieb und Abnah­men – die­ser Teil war auch schon mal deut­lich knap­per geplant, es ist also Luft im Zeit­plan.

„Wir haben die größ­ten Pro­ble­me der Ent­rau­chungs­an­la­ge eigent­lich gelöst, wir haben kon­zep­tio­nell den Durch­bruch erreicht, wir wis­sen genau, wie wir es machen wol­len“, so Marks.

Das Ter­min­band sei „in Koope­ra­ti­on aller betei­lig­ten Fir­men und Pla­nungs­part­ner ent­stan­den“, sag­te Marks. Aber: „Der Abnah­me­pro­zess ist nicht genau zu ter­mi­nie­ren.“ Des­halb kön­ne auch noch kein genau­er Eröff­nungs­ter­min genannt wer­den

 
Kom­men­tar · HAUPTSTADT-Flughafen: Aber­wit­zig
http://www.swp.de/bietigheim/nachrichten/politik/Kommentar-HAUPTSTADT-Flughafen-Aberwitzig;art4306,2950007
Kein Zwei­fel, rech­nen kann Hart­mut Meh­dorn. Wenn die zwei Flug­hä­fen in Ber­lin mehr Pas­sa­gie­re abfer­ti­gen als der neue Air­port soll, stimmt Grund­sätz­li­ches nicht. Da drängt sich auf, was der quirlig-findige Mana­ger vor­schlägt: aus­bau­en. Wel­cher Zeit­punkt ist der güns­ti­ge? Rich­tig, wenn gewer­kelt wird. Da spart man auf jeden Fall die Kos­ten für das Ein­rich­ten einer neu­en Bau­stel­le.
Natür­lich sprengt dies wie­der den Finanz­rah­men des Pro­jekts. Doch der hat sich längst auf­ge­löst. Es wür­de wohl Mona­te dau­ern, die Über­bleib­sel in den Büros des BER oder sei­ner Auf­sichts­gre­mi­en zu fin­den. Schlap­pe 177 wei­te­re Mil­lio­nen fal­len kaum noch ins Gewicht. Bei 5,4 Mil­li­ar­den Euro ver­schiebt sich nur hin­ter dem Kom­ma etwas.
Nun ist klar, eine Fehl­pla­nung wie der neue Haupt­stadt­flug­ha­fen sucht ihres­glei­chen. Meh­dorn trägt dar­an wenig Schuld. Dass ihm aber erst andert­halb Jah­re nach Amts­an­tritt als Chef­sa­nie­rer auf­fällt, dass der Air­port unter­di­men­sio­niert ist, kratzt mas­siv an sei­nem Image als letz­ter Ret­ter ange­schla­ge­ner Unter­neh­men. Nach­voll­zieh­bar ist hin­ge­gen, dass die Bun­des­re­gie­rung an ihm fest­hält. Ein neu­er Mann muss sich erst ein­ar­bei­ten in das kaum zu über­bli­cken­de Schla­mas­sel an Bau­sün­den.
Was bleibt? Rasch ent­schei­den über ein zusätz­li­ches Ter­mi­nal und die fäl­li­ge Sanie­rung der Start­bahn des Flug­ha­fens Schö­ne­feld, die zum neu­en Air­port gehö­ren soll. Sonst ver­län­gert sich die aber­wit­zi­ge Geschich­te der Eröff­nung des BER ins Unend­li­che. Wer kann sich in einem Indus­trie­ex­port­land dar­an noch gau­die­ren? Es wird aber Zeit, Leh­ren für künf­ti­ge Groß­pro­jek­te zu zie­hen. Dar­auf hat der Steu­er­zah­ler Anspruch.
 
Ers­ter Arbeits­tag des neu­en Regie­ren­den „BER-Einführungsseminar“ für Micha­el Mül­ler
http://www.tagesspiegel.de/berlin/erster-arbeitstag-des-neuen-regierenden-ber-einfuehrungsseminar-fuer-michael-mueller/11115480.html
Sein ers­ter Arbeits­tag, das Rat­haus­bü­ro: ver­waist. So dürf­te noch nie der Dienst­an­tritt eines Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters aus­ge­se­hen haben. Micha­el Mül­ler ist nicht in Ber­lin, son­dern am BER. Und über­rascht dort vie­le in Geheim­run­den.
Geknickt sind hier ganz schön vie­le. Jetzt ist am BER mal wie­der von einem neu­en Eröff­nungs­ter­min die Rede. Nächs­ter Ver­such: Herbst 2017.
Blau­er Schal, schwar­zer Anzug, ein Lächeln, immer­hin das. ….
Es ist eine Über­ra­schung. Nie­mand hat­te das nach den letz­ten Que­re­len erwar­tet. Mül­ler – ein­fa­ches Mit­glied im Gre­mi­um, aber ein Haupt­ge­sell­schaf­ter – ist nicht mit auf der Pres­se­kon­fe­renz. Er steht drau­ßen im Foy­er, hin­ter den Absper­run­gen, tele­fo­niert. Ein State­ment? Er lehnt ab. Klar ist, dass auch er sein Okay gege­ben haben muss, wenn nun doch bereits ein Start­ter­min prä­sen­tiert wird, dass auch ihn das Pro­gramm von Meh­dorn und Tech­nik­chef Jörg Marks über­zeugt haben.
Er war mit neu­gie­ri­ger Span­nung erwar­tet wor­den. Es sei ja auch so etwas wie ein „BER-Einführungsseminar“ für den Ber­li­ner, hieß es vor­her. Und da war auch der Schat­ten von Vor­gän­ger Klaus Wowe­reit, der als Auf­sichts­rats­chef die Sit­zun­gen stets domi­nier­te, aber auch sei­ne per­sön­li­che provokant-sarkastische Art hat­te, die einen wie Hart­mut Meh­dorn schon rei­zen konn­te.
Und Mül­ler? Es ist nicht viel, was aus der Sit­zung nach drau­ßen drang, aber auf­schluss­reich. Ber­lins Neu­er hat­te vor­her ange­kün­digt, er wol­le sich erst ein­mal ein Bild machen. Das tat er auf sei­ne Wei­se. Und über­rasch­te man­che. Er sei „sehr kon­zen­triert, schnör­kel­los, unmiss­ver­ständ­lich in sei­nen Bei­trä­gen, in sei­nen Fra­gen“, erzählt einer. „Eine ech­te Her­aus­for­de­rung für Meh­dorn.“ Es sei wohl­tu­end, dass das Pro­vo­ka­ti­ve sei­nes Vor­gän­gers feh­le. Eine Gemein­sam­keit gibt es den­noch, Mül­ler sei „sehr gut vor­be­rei­tet“ gewe­sen, wie frü­her Wowe­reit.
Es ist auch eine Ver­söh­nung, eine Annä­he­rung, die da in Mot­zen über die Büh­ne ging. Eine, die die erhitz­ten Gemü­ter der letz­ten Wochen beru­hig­te, in denen etwa Meh­dorn auf die Bar­ri­ka­den stürm­te, weil ihm die Eigen­tü­mer exter­ne Prü­fer schi­cken, er von „Inqui­si­ti­on“ sprach. Zuletzt war noch publik gewor­den, dass es schon ver­trau­li­che Son­die­run­gen einer Nach­fol­ge des 72-Jährigen gab, des­sen Ver­trag 2016 aus­läuft. Nun bemüh­ten sich alle so zu tun, als wäre das nicht pas­siert. Die unge­wohn­te Har­mo­nie lag aber auch dar­an, wie der Vize-Aufsichtsratschef, Bran­den­burgs Flug­ha­fen­staats­se­kre­tär Rai­ner Bret­schnei­der, die Sit­zung lei­te­te: ruhig, sach­lich, aus­glei­chend. Er, der kein Öl ins Feu­er gie­ßen will, muss mit sei­nen 65 Jah­ren nichts mehr wer­den, woll­te aber mal zei­gen, dass auch er den Vor­sitz könn­te.
Details zu dem nun so trans­pa­ren­ten Zeit­plan
Ob die Skep­sis berech­tigt ist, wird sich schon in den kom­men­den Wochen erwei­sen, denn Meh­dorn und Marks haben Details ihres Fahr­plans offen­ge­legt.
So soll Anfang 2015 das euro­pa­wei­te Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren been­det und wie­der ein Gene­ral­pla­ner für den Bau ver­pflich­tet sein.
„Dann liegt die Pla­nung bei einem Gene­ral­pla­ner sowie sei­nen Fach­pla­nern für die Ent­rau­chung und kann kon­zi­piert und in sich stim­mig erfol­gen“, heißt es in einem Papier Meh­dorns, das den Stand der Din­ge am BER und die Ursa­chen für die Malai­se zusam­men­fasst.
Das Be- und Ent­lüf­ten des inner­halb der gro­ßen Ter­mi­nal­hal­le gele­ge­nen Gebäu­de­rie­gels ist tech­nisch das größ­te Pro­blem am BER und das Haupt­hin­der­nis für die Inbe­trieb­nah­me. Die dau­ern­den Plan­än­de­run­gen der Ver­gan­gen­heit haben neben einer sehr kom­pli­zier­ten Kon­zep­ti­on die Schwie­rig­kei­ten ver­ur­sacht. Die zen­tra­le Gebäu­de­tech­nik war mal für 220.000 Qua­drat­me­ter vor­ge­se­hen, berich­te­te Marks, und sol­le jetzt 360.000 Qua­drat­me­ter bewäl­ti­gen. Aus 27.000 Daten­do­sen wur­den 60.000, statt 3000 Sprink­ler sind nun 70.000 not­wen­dig.
Bis Ende des kom­men­den Jah­res will Meh­dorn auch die Bau­ar­bei­ten am Pier Süd abge­schlos­sen haben.
(Angeb­lich soll­ten doch alle Gebäu­de außer dem Haupt­ter­mi­nal schon fer­tig sein!!)
Der glei­che Zeit­ho­ri­zont gilt für den Schall­schutz, der sich nach Gerichts­ur­tei­len auf 730 Mil­lio­nen Euro ver­teu­er­te und einer der Kos­ten­trei­ber des Gesamt­pro­jek­tes ist. Bis Ende 2015 soll­ten die Ansprü­che der Flug­ha­fen­an­woh­ner, die für ihre Häu­ser Schall­schutz haben wol­len, ermit­telt und zuge­stellt wor­den sein. Dann kön­nen die Bür­ger Hand­wer­ker beauf­tra­gen, um zum Bei­spiel neue Fens­ter ein­bau­en zu las­sen.
 
Noch ein paar Details
Der Druck auf Meh­dorn war groß, aber auch er hat Druck gemacht, hat durch­ge­setzt, dass sein „Ter­min­band“ öffent­lich ver­kün­det wird: „Wir glau­ben, dass wir Juni bis Sep­tem­ber 2017 die Inbe­trieb­nah­me des BER end­gül­tig umset­zen kön­nen“, sag­te er.
Spä­ter wur­de der Zeit­raum auf Juni bis Dezem­ber kor­ri­giert. Bau­lich soll der Flug­ha­fen im Früh­jahr 2016 fer­tig sein, es fol­gen Abnah­men und Pro­be­be­trieb.
Die Pro­ble­me auf der Bau­stel­le von Deutsch­lands dritt­größ­tem Flug­ha­fen sind noch immens. Die Öffent­lich­keit soll in soge­nann­ten Mei­len­stei­nen künf­tig über die Fort­schrit­te infor­miert wer­den.
Dabei ist klar: Wenn es soweit ist, wird der BER schon zu klein sein, weil das Pas­sa­gier­wachs­tum alle Erwar­tun­gen über­trifft: Fast 28 Mil­lio­nen Gäs­te wer­den Tegel und Schö­ne­feld bis Ende des Jah­res zäh­len. Für 27 Mil­lio­nen ist der BER kon­zi­piert. Meh­dorn warnt: „Bereits bei der Eröff­nung ist der Flug­ha­fen über­las­tet, wes­halb eine siche­re Inbe­trieb­nah­me stark gefähr­det ist.“
Der Plan, der nun dis­ku­tiert wird: Statt die vom Flug­ha­fen­ar­chi­tek­ten als Kapa­zi­täts­re­ser­ve vor­ge­se­he­nen Satel­li­ten­ge­bäu­de zu bau­en – es wäre zu teu­er und wür­de zu lan­ge dau­ern – soll der Nord­flü­gel des BER durch einen Anbau ver­län­gert wer­den. „Ähn­lich dem Ter­mi­nal C in Tegel“, sagt Bret­schnei­der. Das neue Modul soll ein Ter­mi­nal mit eige­nem Ein­gang, eige­nen Sicher­heits­schleu­sen und Abfer­ti­gungs­schal­tern sein. Damit ver­schafft sich Meh­dorn Luft: Der Anbau könn­te acht bis zehn Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re im Jahr auf­neh­men. Den­noch droht Meh­dorn wei­te­res Unge­mach, auch wenn die Gesell­schaf­ter sei­nen Ver­trag ver­län­gern soll­ten: 2016 läuft die Bau­ge­neh­mi­gung für das Ter­mi­nal aus. Es wäre eine Kata­stro­phe für das Pro­jekt, weil mit einer neu­en Geneh­mi­gung noch schär­fe­re Bau­stan­dards berück­sich­tigt wer­den müss­ten, die nach­ge­ar­bei­tet wer­den müss­ten. Eine simp­le Frist­ver­län­ge­rung sei aus­ge­schlos­sen.

Kom­men­tar von Lorenz Maroldt: Ent­ker­nung, Abriss, Neu­bau. Dort – oder woan­ders.

http://www.tagesspiegel.de/politik/debakel-um-den-hauptstadt-flughafen-der-ber-braucht-einen-neuen-anfang/11032468.html

Zer­schlagt das Mons­ter: Der neue Bau­se­na­tor Andre­as Gei­sel zeigt sich zuver­sicht­lich, dass der BER „eines Tages“ eröff­net wird. Doch das Flughafen-Projekt braucht kei­nen Abschluss­ter­min, son­dern einen Neu­start. Ein Kom­men­tar … 2012, 13, 14, 15, 16, 17, 18 … Wird der BER jemals fer­tig? Nach­dem sich der neue Bau­se­na­tor Andre­as Gei­sel auf einen Eröff­nungs­ter­min fest­gelegt hat, kann man den Glau­ben dar­an wirk­lich ver­lie­ren. Gei­sel hat als Ter­min „eines Tages“ genannt, und das ist dann doch, im Ver­gleich zum gro­ßen Ter­min­schwei­ger Hart­mut Meh­dorn, ein­fach viel zu kon­kret, um sich dar­auf zu ver­las­sen. …

 

Ter­min für Ter­min­nen­nung nun Mit­te 2015
Wann eröff­net der BER? Die Angst vor der erneu­ten Bla­ma­ge ist groß, die Ant­wort auf die Gret­chen­fra­ge will wohl über­legt sein. Flughafen-Chef Hart­mut Meh­dorn will sich daher mit der Ver­kün­dung eines kon­kre­ten Ter­mins noch Zeit bis zum Som­mer im kom­men­den Jahr las­sen. Mor­gen will er aber immer­hin schon ein „Ter­min­band“ nen­nen.
Mit Tricks kann Nord­bahn ab Mai 2015 saniert wer­den
Wäh­rend der BER-Aufsichtsrat noch tagt, gibt es Ergeb­nis­se an ande­rer Stel­le: Die umstrit­te­ne Sanie­rung der Nord­pis­te in Schö­ne­feld kann begin­nen – aller­dings nicht zum Ter­min, den sich Hart­mut Meh­dorn vor­ge­stellt hat­te.

Die Ter­min­ver­schie­bung sei das Ergeb­nis der sorg­fäl­ti­gen Abwä­gung der Inter­es­sen des Flug­ha­fens, der Flug­ge­sell­schaf­ten und der Anwoh­ner, teil­te das Bran­den­bur­ger Infra­struk­tur­mi­nis­te­ri­um heu­te mit.

Die Luft­fahrt­be­hör­de hat­te zuvor vor­ge­ge­ben, dass Anwoh­ner der Süd­bahn, die bis zu zwölf Mona­te vor der Inbe­trieb­nah­me einen Antrag auf Lärm­schutz gestellt haben, sechs Mona­te vor der Inbe­trieb­nah­me den Bewil­li­gungs­be­scheid für den Lärm­schutz erhal­ten haben müs­sen.

Die jetzt noch offe­nen Fäl­le müss­ten „wei­ter mit Nach­druck ver­folgt und so weit wie mög­lich vor Beginn der Maß­nah­me erle­digt wer­den“, heißt es in der Mit­tei­lung des Minis­te­ri­ums wei­ter.

Für den Betrieb auf der Süd­bahn gel­ten die stren­ge­ren Nacht­flug­re­geln, die für den BER erlas­sen wor­den sind. Mit einem Flug­ver­bot zwi­schen 0 Uhr und 5 Uhr. Auf der Nord­bahn ist ein 24-Stunden-Betrieb zuge­las­sen. Zudem darf die Süd­bahn nicht auf der vol­len Län­ge genutzt wer­den, son­dern nur ent­spre­chend der kür­ze­ren Nord­bahn.

 
Meh­dorn – Inter­view im Tages­spie­gel
Ver­scho­be­ne Eröff­nungs­ter­mi­ne, man­geln­des Ver­trau­en, feh­len­de Kon­zep­te
… Er for­der­te das Ver­trau­en des Auf­sichts­rats in die Geschäfts­lei­tung – „oder er sucht sich eine neue“, sag­te Meh­dorn. „Wir hof­fen, dass der Auf­sichts­rat nach und nach merkt, uns kann man ver­trau­en, wir machen einen guten Job.“ Die Geschäfts­füh­rung tue alles, um das Ver­trau­en der Gesell­schaf­ter und des Auf­sichts­ra­tes zurück­zu­ge­win­nen, sag­te Jörg Marks. Die­ses Ver­trau­en sei durch Feh­ler der Vor­gän­ger­ge­schäfts­füh­run­gen ver­lo­ren gegan­gen.
 
Und noch ein­mal 20 Mill. für Tegel
Wegen der Ver­zö­ge­rung beim Bau des Haupt­stadt­flug­ha­fens BER soll der Flug­ha­fen in Berlin-Tegel laut einem Medi­en­be­richt noch­mals saniert wer­den. Rund 20 Mil­lio­nen Euro sol­len in die Instand­set­zung ins­be­son­de­re von Roll­we­gen und Vor­feld­flä­chen flie­ßen. Auf die Moder­ni­sie­rung drängt das Land Ber­lin als Flughafen-Gesellschafter.
Ber­li­ner Flug­hä­fen mel­den für Novem­ber einen Zuwachs von 7,5 Pro­zent
http://www.airportzentrale.de/berliner-flughaefen-melden-fuer-november-einen-zuwachs-von-75-prozent/36924/Die Zahl der Flug­be­we­gun­gen ins­ge­samt stieg im Zeit­raum Janu­ar bis Novem­ber auf ins­ge­samt 233.900 Starts und Lan­dun­gen, eine Zunah­me um 5,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum. In Schö­ne­feld stieg die Zahl der Flug­be­we­gun­gen auf 65.004. Das ent­spricht einem Anstieg von 7,8 Pro­zent. In Tegel gab es im Ver­gleich zum Vor­jahr einen Anstieg um 4,3 Pro­zent. Ins­ge­samt wur­den in Tegel von Janu­ar bis Novem­ber 168.896 Flug­be­we­gun­gen regis­triert.
Anmer­kung: Wenn die Stei­ge­rungs­ra­te bei jähr­lich 5 % bleibt, über­schrei­ten wir schon in 9 Jah­ren die 360.000 Flug­be­we­gun­gen! Das wird für vie­le Men­schen ein
Alp­traum wer­den.

Das schwar­ze Ver­ant­wor­tungs­loch

Die Gesell­schaf­ter des BER krei­sen um ein schwar­zes Ver­ant­wor­tungs­loch. Und weil alle sich drü­cken, ist immer Hart­mut Meh­dorn schuld – an allem. Wie prak­tisch! Ein Kom­men­tar.

Mar­tin Deli­us von der Pira­ten­frak­ti­on über vor­ent­hal­te­ne E-Mails im Flughafen-Unter­su­chungs­aus­schuss, die Arbeit von Hart­mut Meh­dorn und die Feh­ler von Ex-BER-Chef Rai­ner Schwarz

 
 

BER-Untersuchungsausschuss

Offe­ne Arro­ganz
Ex-BER-Chef vor dem Unter­su­chungs­aus­schuss.

Schwarz gibt sich „arro­gant, respekt­los und pat­zig“
Zuerst weist Ex-Technik-Chef Man­fred Kört­gen die Schuld von sich, nun tut es ihm sein dama­li­ger Kol­le­ge Rai­ner Schwarz gleich: Der Bau des Haupt­stadt­flug­ha­fens sei schlicht nicht sei­ne Auf­ga­be gewe­sen, sag­te er am Frei­tag vor dem BER-Untersuchungsausschuss. Auf Fra­gen ant­wor­te­te er nur wider­wil­lig, meist pat­zig und beleh­rend – und han­del­te sich damit bei­na­he ein Ord­nungs­geld ein.

 
 
Flug­ha­fen Frank­furt
Tau­sen­de inner­deut­sche Flü­ge könn­ten sofort auf die Schie­ne ver­la­gert wer­den – BUND stellt Stu­die „Kurz­stre­cken­flü­ge auf die Schie­ne vor“
Rund drei Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re aus 28.000 Kurz­stre­cken­flü­gen am Frank­fur­ter Flug­ha­fen könn­ten schon heu­te ohne Kom­fort­ver­zicht die Bahn statt des Flug­zeugs nut­zen. Das gesam­te Ver­la­ge­rungs­po­ten­zi­al liegt sogar bei rund 9,5 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren und über 100.000 Flug­be­we­gun­gen. Mit die­sem vom BUND ermit­tel­ten Ver­la­ge­rungs­po­ten­zi­al wür­de die Volks­wirt­schaft 60 Mil­lio­nen Euro pro Jahr ein­spa­ren. Das ist das Ergeb­nis der Stu­die „Kurz­stre­cken­flü­ge auf die Schie­ne“, die der BUND heu­te in Frank­furt vor­ge­stellt hat. BUND Vor­stands­mit­glied Jörg Nitsch: „Die kon­se­quen­te Ver­la­ge­rung inner­deut­scher Flü­ge auf die Schie­ne muss nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und Aus­flüch­ten end­lich Rea­li­tät wer­den.“ Sie wür­de die Umwelt­be­las­tun­gen durch Flug­lärm und Schad­stoff­aus­stoß deut­lich redu­zie­ren.“ Die kon­se­quen­te Ver­la­ge­rung der zumeist inner­deut­schen Kurz­stre­cken­flü­ge auf die Schie­ne wür­de auch die Abfer­ti­gungs­ka­pa­zi­tä­ten des Frank­fur­ter Flug­ha­fens güns­tig beein­flus­sen, so dass die wirt­schaft­li­che ris­kan­te Inves­ti­ti­on in den Bau des drit­ten Ter­mi­nals sich erüb­ri­gen würde.Der BUND for­dert, dass die Landes- und die Bun­des­re­gie­rung ihre Luft­ver­kehrs­po­li­tik auf die Koope­ra­ti­on von Flug­ge­sell­schaf­ten, Flug­hä­fen und Bahn und das Ver­la­ge­rungs­ziel aus­rich­tet.
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Die BUND-Studie zeigt die Poten­zia­le der Ver­la­ge­rung von Flug­be­we­gun­gen auf die Schie­ne am Bei­spiel des Frank­fur­ter Flug­ha­fens im Jahr 2013 bei Nut­zung der heu­te vor­han­de­nen Bahn­an­ge­bo­te auf.
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Die volks­wirt­schaft­li­chen Vor­tei­le in einer Grö­ßen­ord­nung von 60 Mil­lio­nen Euro wur­den auf der Grund­la­ge des ein­schlä­gi­gen EU-Handbuchs ermit­telt. Die­ses berech­net die exter­nen Kos­ten von Flü­gen nach typi­schen Flug­stre­cken und Flug­zeug­mus­tern im Landing-Takeoff-Zyklus (LTO) bzw. Rei­se­flug und unter­schei­det bei den Lärm­wir­kun­gen nach der Zahl der Lärm­be­trof­fe­nen an den jewei­li­gen Flug­hä­fen. Bei Bahn­fahr­ten wer­den die Kos­ten auch spe­zi­ell für den Hoch­ge­schwin­dig­keits­ver­kehr aus­ge­wie­sen. Betrach­tet und mone­ta­ri­siert wer­den im EU-Handbuch die Umwelt­as­pek­te Schad­stof­fe, Lärm und Kli­ma­wir­kun­gen. Wei­te­re volks­wirt­schaft­li­che Vor­tei­le erge­ben sich durch eine höhe­re Aus­nut­zung der mit öffent­li­chen Gel­dern bereit­ge­stell­ten Schie­nen­in­fra­struk­tur.

Anmer­kung:  Für Ber­lin und ande­re Flug­ha­fen­stand­or­te wird ähn­li­ches gel­ten und zutref­fen

RÜCKBLICK
Klaus Wowe­reits Reden
„Wir wol­len den BER 2007 fer­tig­stel­len“
„Wir dür­fen die Pro­ble­me weder igno­rie­ren noch ver­harm­lo­sen….
„Wir müs­sen die Schwie­rig­kei­ten beim Namen nen­nen.“  WOW im Jah­re 2001http://www.tagesspiegel.de/berlin/klaus-wowereits-reden-wir-wollen-den-ber-2007-fertigstellen/11044804.html
 
 
MEDIALES
Link zur KOMPLETTEN Pres­se­kon­fe­renz (50 Minu­ten) zur Auf­sichts­rats­sit­zung in Mot­zen am 12.12.14, einschl. der Nach­fra­gen gegen Ende.
Meh­dorns Wor­te zur Eröff­nung des BER begin­nen ab 9:15 Minu­ten.

Die BBB TV Sen­dung Dezem­ber 2014 ist online:
Die Schlag­zei­len:

  • Minis­ter­prä­si­den­ten: Wie man Bür­ger­be­we­gung nicht zur Kennt­nis nimmt
  • Anspruchs­er­mitt­lung: Wie man beim Schall­schutz des Rechts­staat aus­he­belt
  • Weih­nachts­markt: Wo das BER Cha­os zum Geschäfts­mo­dell wird

Cha­os Airport-Original und Kopie, BBB TV 11.12.2014: http://www.bbbtv.de/chaos-airport-original-und-kopie-bbb-tv-11-12-2014/

IN EIGENER SACHE
Wenn Sie die Arbeit der FBI und ande­rer Bür­ger­initia­ti­ven unter­stüt­zen wol­len, freu­en wir uns sowohl über per­so­nel­le als auch finan­zi­el­le Hil­fe. Die aktu­el­len Mel­dun­gen zei­gen, dass es noch nicht zu spät ist, ein Umden­ken zu ermög­li­chen. Dazu müs­sen wir immer wie­der auf das Desas­ter bei einem „Wei­ter so“ auf­merk­sam machen und die mög­li­chen Alter­na­ti­ven auf­zei­gen.
 
Jede Spen­de (auch Klein­be­trä­ge) hilft, unse­re Arbeit fort­zu­füh­ren. VIELEN DANK!

 

Wir wün­schen allen eine besinn­li­che Advents­zeit!

Newsletter-Team der FBI
i.A. Corin­na Lud­wig

Sup­port und Web: Iris Bujok, Regi­na Men­zel
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