Ein­la­dung zur 140. Mon­tags­mahn­wa­che am 3.03.2014 um 19 Uhr +++ Infor­ma­tio­nen, Ter­mi­ne, Ana­ly­sen +++ Pres­se­schau +++

Lie­be Mit­strei­ter und Sym­pa­thi­san­ten,
auch in die­ser Woche rei­ßen die Nega­tiv­mel­dun­gen zum Flug­ha­fen und sei­nen Akteu­ren nicht ab. Fer­tig­stel­lungs­ter­min nicht vor 2016, selbst die Grund­la­gen des Brand­schutz­kon­zep­tes (Brand­schutz­ma­trix etc.) feh­len noch immer, Schall­schutz­maß­nah­men wei­ter­hin ver­nach­läs­sigt und dann noch die unglaub­li­chen Kos­ten­ex­plo­sio­nen??? ……
Und, geht ein Pro­test­schrei oder wenigs­tens -gemur­mel durch die Pres­se und Bevöl­ke­rung ob der unglaub­li­chen Miss­wirt­schaft, Des­in­for­ma­ti­on und Geld­ver­schwen­dung??  Wird etwas dage­gen unter­nom­men?
Nein!!
Da fehlt in Ber­lin und Bran­den­burg Geld an allen Ecken und Enden. Da wird an einem fal­schen Stand­ort Geld im mär­ki­schen Sand ver­schwen­det für ein Pro­jekt, dass mitt­ler­wei­le so vie­le erkenn­ba­re mas­si­ve Pro­ble­me hat und in den nächs­ten Jahr­zehn­ten wei­te­res Geld in Grö­ßen­ord­nun­gen ver­schlin­gen wird. Die Gewin­ne der Air­lines blei­ben nicht in der Regi­on, aber die nega­ti­ven Fol­gen des Flug­ha­fens wer­den eine gan­ze Regi­on über Jahr­zehn­te beglei­ten und wahr­schein­lich sehr ver­än­dern…Nun zu den Fak­ten und Infor­ma­tio­nen.  
Beson­ders ans Herz legen möch­ten wir auch die Video-Mitschnitte von den Son­der­aus­schüs­sen im Bran­den­bur­ger Land­tag („Wenn Ver­ant­wort­li­che auf Fra­gen ant­wor­ten müs­sen, für die sie kei­ne Ant­wor­ten haben….“).

TERMINE

Die Ber­li­ner Mor­gen­post ver­an­stal­tet ein Forum zum The­ma: Sanie­rungs­stau und Schul­schmutz
am Mon­tag, 3. März, um 19 Uhr in der Aula des Schadow-Gymnasiums,
Beu­cke­stra­ße 27-29 in 14163 Berlin-Zehlendorf 8S- Bahn­hof Zehlen­dorf)
Anmel­den kön­nen Sie sich per E-Mail an aktionen@morgenpost.de
oder per Fax an die Num­mer 25 91 7 30 49
Tei­len Sie bit­te mit, wie vie­le Plät­ze Sie benö­ti­gen. Wenn Sie Abon­nent der Ber­li­ner Mor­gen­post sind, schrei­ben Sie bit­te auch Ihre Abo-Nummer dazu, Abon­nen­ten wer­den bei der Platz­ver­ga­be bevor­zugt berück­sich­tigt.
Anmer­kung FBI: Geld für ein fehl­ge­plan­tes Flug­ha­fen­pro­jekt ist vor­han­den – die Schu­len und somit unse­re Zukunft ver­sinkt im Dreck…

20.03. 2014  um 19.30: Buch­le­sung mit dem Autor des Buches: „Der Haupt­stadt­flug­ha­fen. Miss­wirt­schaft und Langeweile-ein Insi­der­be­richt“  im Dorf­klub Müg­gel­heim.
Ver­an­stal­ter: Bür­ger­initia­ti­ve Müg­gel­heim e.V.
Mat­thi­as Roth lebt und arbei­tet zur Zeit in den USA und ist für eini­ge Tage in Deutsch­land. Es ist uns gelun­gen, ihn für unse­re Regi­on für die­se Ver­an­stal­tung zu gewin­nen. Alle Inter­es­sen­ten sind herz­lich ein­ge­la­den. Wir orga­ni­sie­ren selbst­ver­ständ­lich auch einen Buch­ver­kauf und eine anschlie­ßen­de Auto­gramm­stun­de.
150. Mon­tags­de­mo am 12.05.2014; Gro­ße DEMO auf dem Markt­platz mit Büh­ne & Co.
Rück- und Aus­bli­cke, Was haben wir erreicht, auf wel­chen Ebe­nen und mit wel­chen Mit­teln kämp­fen wir wei­ter…..
Bit­te geben Sie die­se Ter­mi­n­in­fo an Fami­lie, Freun­de, Nach­barn etc. wei­ter.
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INFORMATIONEN AUS DEN BIs

PRESSEERKLÄRUNG der Kanz­lei Bau­mann Rechts­an­wäl­te: Flug­ha­fen BER – Spä­ter und teu­rer
https://www.fbi-berlin.org/archives/7996

VIDEOS / VIDEOCHRONIK

BER – Alles im Plan (Video ungekürzt)Sehen Sie hier die unge­kürz­te Son­der­sit­zung des Son­der­aus­schus­ses im Bran­den­bur­ger Land­tag vom 27.02.2014.
Es ist ein erhel­len­des Stück der Arbeit unse­rer Volks­ver­tre­ter und Ver­ant­wort­li­chen der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Ber­li­ner Bran­den­burg (FBB).
Wir lie­gen im Plan: Das waren die meist gebrauch­ten Wor­te von Flug­ha­fen­chef Meh­dorn bei der Tagung. Ist der Flug­ha­fen noch liqui­de? Ja sagt die Regie­rung, nein die Oppo­si­ti­on. Jeden­falls konn­ten Kre­di­te für die Sanie­rung der Nord­bahn nicht beschafft wer­den. Das ist min­des­tens ein Alarm­zei­chen. „Für 2014 reicht das Geld noch“, war zu ver­neh­men. „Danach müs­sen wir sehen“, so Meh­dorn. Was wird mit dem Schall­schutz für die Anwoh­ner? Wir lie­gen im Plan, sagt Meh­dorn. Die Obe­re Luft­fahrt­be­hör­de hat den Flug­ha­fen ange­wie­sen, bestehen­de DIN Nor­men ein­zu­hal­ten. 3500 Berech­tig­te haben Schall­schutz bekom­men. Der muss nun über­prüft und not­falls abge­än­dert wer­den. Was wird mit dem Brand­schutz? Kei­ne kla­ren Ant­wor­ten. Bei die­ser Tagung konn­te man die Kunst ler­nen, Fra­gen nicht zu beant­wor­ten. Wer so regiert, hat eben kei­ne Ant­wor­ten.http://bi-gosener-wiesen.blogspot.de/2014/02/ber-alles-im-plan-video-ungekurzt.html?spref=tw Video vom

BER-Sonderausschuss am 24.02.2014 im Land­tag Pots­dam: Da kann man sich nur an den Kopf fas­sen
Meh­dorns Geis­te schweb­te im Raum
Eine Ein­schät­zung zur 10. Sit­zung des BER-Sonderausschusses im Bran­den­bur­ger Land­tag 24.02.2014 inkl. Video
http://bi-gosener-wiesen.blogspot.de/2014/02/da-kann-man-sich-nur-den-kopf-fassen.html?spref=tw

Offe­ner Brief an einen CDU Poli­ti­ker, Katho­li­ken und Arzt
Er ringt um Bekannt­heit mit dem Ziel, Minis­ter­prä­si­dent zu wer­den
Dank Schier­ack: CDU ist nicht wähl­bar und kei­ne Alter­na­ti­ve zu SPD und Lin­ke
http://www.ber-na.de/

Untreue und Par­tei­en­fi­nan­zie­rung für Wahl­be­trug
Jetzt müs­sen unbe­las­te­te Par­tei­en für Wahl­al­ter­na­ti­ven sor­gen
http://www.ber-na.de/

Wei­ter­hin Rechen­schwä­che beim Schall­schutz­pro­gramm?
Die von Herrn Meh­dorn in sei­nem Brief vom 21.02.14 an Staats­se­kre­tär Bret­schnei­der bedau­er­te Vor­ga­be des MIL, „wonach unter ande­rem für die Geneh­mi­gungs­fä­hig­keit den betrof­fe­nen Anwoh­nern mit einer Frist von 6 Mona­ten vor Inbe­trieb­nah­me der Süd-Start-und Lan­de­bahn voll­stän­di­ge Kos­ten­über­nah­me­er­klä­run­gen (KEV) zu über­mit­teln sind, damit die­se den Ein­bau von Schall­schutz­maß­nah­men vor der Inbe­trieb­nah­me der Süd-Start-und Lan­de­bahn noch rea­li­sie­ren kön­nen“, ent­stammt einem Ablauf­plan zum Schall­schutz­pro­gramm aus dem Jah­re 2008 von der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft höchst selbst und zwar für die rei­nen bau­hand­werk­li­chen Arbei­ten.
Wei­ter­le­sen…
http://www.bvbb-ev.de/index.php/weitere-aktuelle-infos/1164-weiterhin-rechenschwaeche-beim-schall­schutz­pro­gramm

Pla­nungs­de­sas­ter am BER kos­tet wei­te­re Mil­lio­nen, droht nun gar die Insol­venz?
In der Son­der­sit­zung des BER-Sonderausschusses am 27.Februar 2014 stell­te MdL Herr Bey­er (FDP) klar, dass die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft (FBB) im nächs­ten Jahr nach momen­ta­ner Finanz­la­ge zah­lungs­un­fä­hig, sprich plei­te, sei. Die Abge­ord­ne­ten der Frak­tio­nen CDU und Bünd­nis 90/Grüne schät­zen die Situa­ti­on ähn­lich ein.

Das Pla­nungs­cha­os ver­dich­tet sich immer mehr. Ins­ge­samt 60 Mit­ar­bei­ter prü­fen der­zeit die Nach­for­de­run­gen der Bau­fir­men, die teil­wei­se 3 bis 4 Jah­re zurück­lie­gen. Und 35 Inge­nieur­bü­ros küm­mer­ten sich um den Schall­schutz, so Meh­dorn.
Am Don­ners­tag soll­te die Finanz­che­fin, Frau Föls­ter, Infor­ma­tio­nen zur finan­zi­el­len Situa­ti­on der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft geben, jedoch fehl­te sie an die­sem Tag. …
Wei­ter­le­sen: http://www.bündnissüdost.de/2014/02/planungsdesaster-am-ber-kostet-weitere-millionen-droht-nur-gar-die-insolvenz/

Kos­ten für Schall­schutz am BER stei­gen auf etwa eine Mil­li­ar­de Euro
http://www.bündnissüdost.de/2014/02/kosten-fuer-schallschutz-am-ber-steigen-auf-etwa-eine-milliarde-euro/

Presse-Rückblick von der Mahn­wa­che vor dem Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um am 25.02.2014

http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/nahaufnahme/201402/201661.html

http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/wie-ein-fehlalarm-nachtfluggegner-ins-ministerium-spuelt.html

 

Jus­tiz ver­han­delt über Flug­rou­ten

  • Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt (OVW) in Ber­lin ver­han­delt am 4. und 5. März über die Kla­ge der Stadt Lud­wigs­fel­de­ge­gen vor­ge­se­he­ne An- und Abflug­rou­ten.
  • Bei der Kla­ge der Gemein­de Wildau, der Stadt Königs Wus­ter­hau­sen und von Pri­vat­leu­ten geht es am 9. und 10.April es eben­falls gegen die Rou­ten. In bei­den Fäl­len hal­ten die Klä­ger die Stre­cken für rechts­wid­rig und wen­den sich gegen Lärm­be­las­tun­gen.
  • Im Juni fol­gen dann Kla­gen von Anwoh­nern des Flug­ha­fens Tegel, die Ent­schä­di­gun­gen für zuneh­men­den Lärm am alten Flug­ha­fen ver­lan­gen. Schon im Vor­jahr befass­ten sich die Rich­ter mit dem Flughafen-Komplex.
 ………………

POLITIK

Jür­gen Trit­tin (@JTrittin) twit­tert:
28.02.14 19:54
Kein Lärm­schutz 4600 Brand­bur­ger, dafür über 46 000 Spnadau­er, Pan­kower zu gelärmt Vol­les Ver­trau­en für #Meh­dorn?

Wir ant­wor­ten: Ursa­che hier­für ist die desas­trö­se Stand­ort­fehl­ent­schei­dung und das Ver­sa­gen der Poli­tik.  Wir erin­nern hier auch an die Rol­le des Herrn Trii­tin
http://www.tagesspiegel.de/berlin/trittin-fuer-ausbau-von-schoenefeld/416386.html

Im Anhang fin­den Sie einen Brief einer Akti­vis­tin aus unse­rer Regi­on an Herrn Trit­tin aus dem Jahr 2003 als Reak­ti­on auf den Tages­spie­gel Arti­kel. Die­ser Brief hat nichts an sei­ner Aktua­li­tät ein­ge­büßt.
hei­se online 28.02.2014 15:20
Ber­li­ner Poli­zei spei­chert Daten von Demo-Veranstaltern
Das Poli­zei­prä­si­di­um der Haupt­stadt betreibt seit 2004 eine „stadt­wei­te Ver­an­stal­tungs­da­ten­bank“, in der per­sön­li­che Infor­ma­tio­nen über die Anmel­der poli­ti­scher Pro­test­kund­ge­bun­gen drei Jah­re lang auf­be­wahrt wer­den.
Die Ber­li­ner Poli­zei spei­chert per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten von Per­so­nen, die öffent­li­che poli­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen ange­mel­det haben, in einer Daten­bank. Eine Anfra­ge [1] nach dem Ber­li­ner  Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz hat zuta­ge gebracht, dass die Poli­zei­füh­rung Mit­te 2004 die eine zen­tra­le „Ver­an­stal­tungs­da­ten­bank“ (VDB) in Auf­trag gege­ben hat. Dar­in wer­den per­so­nen­be­zo­ge­ne Anga­ben von Anmel­dern poli­ti­scher Ver­samm­lun­gen und Demons­tra­tio­nen sowie „öffent­lich sicht­ba­re“ pro­mi­nen­te Teil­neh­mer drei Jah­re lang auf Vor­rat gespei­chert, wie Netzpolitik.org berich­tet [2].Laut der „Errich­tungs­an­ord­nung [3]“ des heim­lich ein­ge­führ­ten Poli­zei­re­gis­ters soll die Daten­bank die „Pla­nung von Ein­satz­kräf­ten“, das Erstel­len von „Füh­rungs­do­ku­men­ten, Über­sich­ten, Lage­bil­dern und Sta­tis­ti­ken“ sowie eine „Gefähr­dungs­be­wer­tung“ ver­gleich­ba­rer künf­ti­ger Ver­an­stal­tun­gen erleich­tern. Auch Ver­fas­sungs­or­ga­ne, Ver­tre­tun­gen der Län­der beim Bund, Bun­des­mi­nis­te­ri­en, die Bun­des­po­li­zei und das Bun­des­kri­mi­nal­amt sowie Par­tei­en und Stif­tun­gen steu­ern regel­mä­ßig Daten bei.
Dabei hat ein offen­bar recht gro­ßer Per­so­nen­kreis Zugriff auf die Daten. Dazu zäh­len „Mit­ar­bei­ter aller Poli­zei­dienst­stel­len, wenn und soweit die Kennt­nis der Daten zur recht­mä­ßi­gen Erfül­lung ihrer Auf­ga­ben erfor­der­lich ist“. Aus einer Auf­stel­lung [4] Ber­li­ner IT-Verfahren geht her­vor, dass über 2000 Mit­ar­bei­ter der Ber­li­ner Poli­zei und der Senats­ver­wal­tung für Inne­res die VDB in einem „Dia­log­ver­fah­ren“ nut­zen. Miss­brauch soll ein als ver­trau­lich ein­ge­stuf­tes Sicher­heits­kon­zept ver­hin­dern. (Ste­fan Krempl) / (vbr [5])
URL die­ses Arti­kels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Berliner-Polizei-speichert-Daten-von-Demo-Veranstaltern-2127559.html
Links in die­sem Arti­kel:
[1]
https://fragdenstaat.de/anfrage/errichtungsanordnung-der-stadtweiten-veranstaltungsdatenbank/
[2]
https://netzpolitik.org/2014/polizeiliche-vorratsspeicherung-von-versam%20mlungen-in-berlin/
[3]
https://fragdenstaat.de/files/foi/14628/ifg_polpbln_20140127_anlage.pdf
[4]
https://www.berlin.de/imperia/md/content/seninn/itk/it-controlling/it-bepla/bericht2012/120723_it_verfahren_2012___nutzung_ba_sv.pdf
[5] mail­to:vbr@ct.de
Pres­se­mit­tei­lung „Der Kai­ser ist nackt“ des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Chris­toph Schul­ze zum gegen­wär­ti­gen Stand der Ver­hand­lun­gen über eine Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots am BER
„Der Kai­ser ist nackt“

Zum gegen­wär­ti­gen Stand der Ver­hand­lun­gen zwi­schen den Län­dern Bran­den­burg und Ber­lin über eine Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots am geplan­ten Groß­flug­ha­fen BER erklärt der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Chris­toph Schul­ze:
„Die Regie­rungs­frak­tio­nen von SPD und Links­par­tei haben die Volks­in­itia­ti­ve für ein stren­ge­res Nacht­flug­ver­bot von Anfang an abge­lehnt. In der Abstim­mung im Land­tag am 16.12. 2011 haben die­se Frak­tio­nen mit ihrer Mehr­heit die Annah­me der Volks­in­itia­ti­ve und damit ein stren­ge­res Nacht­flug­ver­bot ver­hin­dert.
Doch nach dem erfolg­rei­chen Volks­be­geh­rens und unter dem Ein­druck von 106.000 gesam­mel­ten Unter­schrif­ten bekam man es in SPD und Links­par­tei offen­bar mit der Angst zu tun. Aller­dings wur­de nun anschei­nend nicht etwa über­legt, wie das Volks­be­geh­ren best­mög­lich umzu­set­zen sei, son­dern nur wie man der Bewe­gung die Spit­ze abbre­chen kön­ne.
Dafür ver­fiel man auf einen „genia­len“ Plan: Am 27.2.2013 wur­de das Volks­be­geh­ren mit den Stim­men der Regie­rungs­par­tei­en im Land­tag ange­nom­men. Mei­ner Mei­nung nach schon damals mit dem fes­ten Vor­satz, das Volks­be­geh­ren zwar for­mal anzu­neh­men, jedoch kei­ne ernst­haf­ten Schrit­te für des­sen Umset­zung zu tun. Das Volks­be­geh­ren soll­te auf die­sem Wege aus­ge­bremst wer­den.

So wur­de der Beschluss zur Annah­me des Volks­be­geh­rens mit einem Antrag flan­kiert, der mit den Zie­len des Volks­be­geh­rens kaum etwas zu tun hat­te. Dank die­ses poli­ti­schen Win­kel­zugs erreich­te man eine Beschluss­la­ge die es erlaub­te, das Volks­be­geh­ren anzu­neh­men und gleich­zei­tig die Lan­des­re­gie­rung mit einem Hand­lungs­auf­trag aus­zu­stat­ten, der eine ernst­haf­te Umset­zung des Volks­be­geh­rens nicht vor­sah.
Ich fra­ge mich: Wenn das nicht Betrug am Wäh­ler ist, was dann?
Ein Jahr nach die­ser Ent­schei­dung hat nun die Lan­des­re­gie­rung einen Bericht vor­ge­legt (s. Anhang) um über den Stand der Umset­zung des Volks­be­geh­rens zu unter­rich­ten. Im Ergeb­nis des Berichts lässt sich klar fest­stel­len: Nichts von dem, was das Volks­be­geh­ren gefor­dert hat, ist auch nur ansatz­wei­se umge­setzt. Der Bericht strotzt vor Absichts­er­klä­run­gen und Vor­ha­ben die kei­ner will und die nur des­we­gen ange­setzt wur­den, um damit die schein­ba­re Aus­sichts­lo­sig­keit des Vor­ha­bens zu „bewei­sen“.
Die schlich­te Wahr­heit aus mei­ner Sicht: Die Lan­des­re­gie­rung tut nichts, der Kai­ser ist nackt. Unter die­sen Vor­zei­chen kann man für die wei­te­ren Ver­hand­lun­gen nur schwarz sehen. Solan­ge bei den Regie­rungs­par­tei­en der poli­ti­sche Wil­le fehlt, wird kei­ne sub­stan­ti­el­le Ver­bes­se­rung und kein stren­ge­res Nacht­flug­ver­bot erreicht wer­den kön­nen.
Klei­ne Anfra­ge von Chris­toph Schul­ze an die Lan­des­re­gie­rung: „Bran­den­bur­gi­scher Allein­gang für ein stren­ge­res Nacht­flug­ver­bot“ (im Anhang)Landtag Bran­den­burg 5/306; 5. Wahl­pe­ri­ode; Unter­rich­tung gemäß Arti­kel 94 der Ver­fas­sung des Lan­des Bran­den­burg; „Volks­be­geh­ren „Für eine Ände­rung des § 19 Absatz 11 des Lan­des­ent­wick­lungs­pro­gram­mes zur Durch­set­zung eines lan­des­pla­ne­ri­schen Nacht­flug­ver­bo­tes am Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg Inter­na­tio­nal LT-Drucksachen 5/6894-B und vom 5.Juni 2013
„Akzep­tanz für den Flug­ha­fen Wil­ly Brandt durch Nacht­ru­he­kom­pro­miss (erhö­hen)“, LT-Drucksache 5/7376-B2.
SPD Wahl­kampf in Bran­den­burg: Woid­ke will „BER-Schallschutz jetzt zügig ange­hen“
Man muss kein Pro­phet sein, um zu wis­sen was davon nach den Wah­len übrig­bleibt…

Pres­se­mit­tei­lung Woid­ke: BER-Schallschutz jetzt zügig ange­hen; 25.02.2014
Minis­ter­prä­si­dent Diet­mar Woid­ke hält die Ent­schei­dung der FBB, die Sanie­rung der Nord­bahn am Flug­ha­fen BER zu ver­schie­ben, für „rich­tig und not­wen­dig“. Nur so kön­ne der Schall­schutz für betrof­fe­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gewähr­leis­tet wer­den.
Woid­ke sag­te in Pots­dam wört­lich: „Auch in punc­to Lärm­schutz sind die Auffas-sung der Lan­des­re­gie­rung und die Rechts­la­ge ein­hun­dert­pro­zen­tig kon­gru­ent. Auch vor­läu­fi­gen Flug­be­trieb auf der Süd­bahn kann es erst geben, wenn für alle betrof­fe­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Schall­schutz in vor­ge­se­he­nem Maße ge-währleistet ist. Dafür gibt die gest­ri­ge Neu­ter­mi­nie­rung der Sanie­rung der Start-bahn Nord alle Vor­aus­set­zun­gen. Sie ist daher rich­tig und auch kos­ten­güns­ti­ger.
Es steht nicht im Belie­ben der Geschäfts­füh­rung der FBB, die Rechts­la­ge frei zu inter­pre­tie­ren. Rechts­si­che­res Han­deln ist die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung, den Flug­ha­fen so schnell wie mög­lich ans Netz zu brin­gen. Alle Sei­ten sind gut bera-ten, an einem Strang zu zie­hen und media­le Allein­gän­ge zu unter­las­sen. Dann ist die Chan­ce gege­ben, alle Kräf­te auf die Fer­tig­stel­lung des BER zu kon­zen­trie­ren. Die Gefahr einer Ver­zö­ge­rung der Inbe­trieb­nah­me wegen des Schall­schut­zes sehe ich nicht.“Pira­ten­frak­ti­on im AGH
Meh­dorns Ankunft in der Rea­li­tät
Der Chef der FBB, Hart­mut Meh­dorn, hat ein­ge­stan­den, dass der Flug­ha­fen BER 2015 nicht zu eröff­nen sein wird.
Dazu sagt Mar­tin Deli­us, Abge­ord­ne­ter der Pira­ten­frak­ti­on:
„Dass der Eröff­nungs­ter­min 2015 nicht halt­bar ist, über­rascht uns nicht. Mit PR allein ist kein Flug­ha­fen zu bau­en.
Hart­mut Meh­dorn hat sich in sei­nen ers­ten hun­dert Tagen mit allem Mög­li­chen außer der Fer­tig­stel­lung des BER beschäf­tigt. Die wirk­lich drän­gen­den Fra­gen wie z. B. den Lärm­schutz, den Fort­gang der Bau­stel­le oder die nach wie vor bestehen­den tech­ni­schen Pro­ble­me im Ter­mi­nal hat Meh­dorn nach wie vor nicht ange­packt. Statt­des­sen war ihm in der Ver­gan­gen­heit wich­ti­ger, ein posi­ti­ves Image als „Macher“ zu kre­ieren. Wir haben immer wie­der dar­auf hin­ge­wie­sen, dass schlag­zei­len­träch­ti­ge Ide­en wie die Teil­er­öff­nung den Flug­ha­fen nicht wei­ter­brin­gen. Die­se Ein­schät­zung hat sich nun erneut bewahr­hei­tet.
Die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft muss jetzt drin­gend den abge­bau­ten tech­ni­schen Sach­ver­stand wie­der auf­bau­en. Die Gesell­schaft braucht eine gut aus­ge­stat­te­te tech­ni­sche Pro­jekt­lei­tung, die unab­hän­gig von den Maß­ga­ben von Meh­dorn agie­ren und direkt an den Auf­sichts­rat berich­ten kann. Das ist weit­aus wich­ti­ger als der Ruf nach einem neu­en, exter­nen Exper­ten­gre­mi­um.
Nur so kann das Pro­jekt end­lich vor­wärts kom­men. Hart­mut Meh­dorn muss ein­se­hen, dass er den Flug­ha­fen nicht fer­tig bau­en wird, wenn er nicht anfängt als Team­spie­ler zu agie­ren.“
https://www.piratenfraktion-berlin.de/2014/02/25/mehdorns-ankunft-in-der-realitaet/……………………………..

PRESSESCHAU

„Durch die Ber­li­ner Bür­ger­schaft muss ange­sichts des Flug­ha­fen­de­ba­kels ein Ruck gehen: Sie kann, sie darf nicht län­ger anse­hen, wie der Ruf unse­rer Stadt zer­stört wird durch einen Mann, der nichts erbau­en will, der nichts erbau­en kann, son­dern stolz dar­auf ist, sich aus der West­ber­li­ner Schlam­me­li­te in das höchs­te Amt der Stadt manö­vriert zu haben.“

Direkt­wahl statt Wowe­reit

Von Mar­kus C. Ker­ber
Ber­lins Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter will sich mal wie­der der Ver­ant­wor­tung ent­zie­hen. Dabei offen­bart der Fall Schmitz erneut sein Ver­sa­gen. Des­halb müs­sen die Bür­ger der Stadt Klaus Wowe­reit ihr Ver­trau­en ent­zie­hen. Ein Auf­ruf

Der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter von Ber­lin hat immer noch nicht ver­stan­den, was die Stun­de geschla­gen hat: Er lässt sich von sei­nen Getreu­en wei­ter fei­ern. Er deckt einen Steu­er­sün­der in sei­nem Senat, spen­diert groß­zü­gi­ge Abfin­dun­gen, hat kei­ne Ide­en für die Stadt und vor allem: er dilet­tiert in Sachen Flug­ha­fen. Einst war der BER das ein­zi­ge Groß­pro­jekt auf Sei­ten des Senats zur Reindus­tria­li­sie­rung Ber­lins. Inzwi­schen ist er zur Lach­num­mer ver­kom­men und Klaus Wowe­reit wie­der Chef des Auf­sichts­ra­tes. Er will nicht knei­fen, sagt er, son­dern sich der Ver­ant­wor­tung stel­len.

Wowe­reit – der Anpas­ser
Die Wahr­heit sieht anders aus: Wowe­reit – ehe­mals Regie­rungs­rat zur Anstel­lung in Tem­pel­hof und in das Amt des Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters nur durch Für­spra­che der West­ber­li­ner Par­tei­en­olig­ar­chie gekom­men – will sich der Ver­ant­wor­tung ent­zie­hen. Obwohl das Ver­sa­gen sei­ner Poli­tik offen­bar dem Mit­tel­maß geschul­det ist, das bei der Bewäl­ti­gung der Flug­ha­fen­pro­ble­ma­tik in Ber­lin am Werk war, träl­lert Wowe­reit, der leib­haf­ti­ge Reprä­sen­tant hedo­nis­ti­scher Demo­kra­tie, wei­ter sein Lied: The par­ty goes on.
Wowe­reit hat in der jah­re­lan­gen Dis­kus­si­on um geeig­ne­te Stand­or­te nie Stel­lung bezo­gen, son­dern ist immer dem Main­stream gefolgt. Ob Spe­ren­berg oder Schö­ne­feld, ob Sten­dal oder Par­chim, Wowe­reit wuss­te sich anzu­pas­sen. Nach der Stand­ort­ent­schei­dung mein­te er, das Flug­ha­fen­pro­jekt BER sei sein Pro­jekt. Es kom­me nicht auf den Stand­ort an, son­dern auf die Qua­li­tät der Pro­jekt­be­treu­er. Daher wähl­te er sich unter den mit­tel­mä­ßi­gen den schlech­tes­ten Flug­ha­fen­chef. Rai­ner Schwarz – bis­her nur als Ver­wal­ter von Flug­hä­fen tätig – wur­de Geschäfts­füh­rer der Ber­li­ner Flug­ha­fen GmbH und klagt nach sei­nem Raus­wurf nun auf Wei­ter­zah­lung sei­nes Gehalts bis 2016.
Der Bund hat wenig Macht, aber kann er sich der Nach­schuss­pflicht ver­wei­gern? Statt dar­auf zu drän­gen, im Wege eines Bun­des­kom­mis­sars das Ber­li­ner Sodom und Gomor­rha, die­sen Sumpf des Mit­tel­ma­ßes tro­cken zu legen, ver­sucht die­ser „im Ein­ver­neh­men mit den Län­dern Ber­lin und Bran­den­burg“ die Flug­ha­fen­pro­ble­ma­tik zu behe­ben. Ken­ner der Pro­ble­ma­tik sind da schon wei­ter. Sie ver­lan­gen schlicht und ein­fach den Abriss.

Das Haf­tungs­ge­bot auf­ge­ho­ben
Wir wol­len an die­ser Stel­le den Tag nicht vor dem Abend loben und die Abriss­bir­ne nicht vor­ei­lig bestel­len, son­dern das ein­for­dern, was in einer Demo­kra­tie zu den Mini­ma­lia poli­ti­schen Anstands gehört: Haf­tung für die eige­nen Feh­ler. Ver­ant­wor­tung für began­ge­nes Unrecht. Noch bevor der Flug­ha­fen, der den Namen eines visio­nä­ren Bun­des­kanz­lers zu Unrecht trägt, zu einem Schand­mal nicht nur für Ber­lin, son­dern für ganz Deutsch­land wird, wol­len wir ein Zei­chen set­zen. Wowe­reit war nie ein Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter, son­dern ein fri­vo­ler, selbst­ge­fäl­li­ger, der Hybris ver­haf­te­ter öffent­li­cher Genüss­ling, der ohne Meri­ten in ein Amt gekom­men ist, das für ihn ganz offen­sicht­lich zu groß gera­ten scheint. Klei­der machen manch­mal Leu­te, aber die Klei­der, mit denen sich Wowe­reit umhüllt, sind eine Num­mer zu groß für ihn.

Wir wol­len unse­ren Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter selbst wäh­len
Die poli­ti­sche Cha­rak­ter­lo­sig­keit Wowe­reits zeigt sich spä­tes­tens in der Cau­sa André Schmitz. Obwohl der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter seit 2012 Kennt­nis vom Steu­er­be­trug sei­nes Kul­tur­staats­se­kre­tärs hat­te, hielt er sei­nen Par­tei­freund im Amt. Schmitz war erst zurück­ge­tre­ten, nach­dem der Fall vor weni­gen Tagen an die Öffent­lich­keit gelangt war. Obschon Wowe­reit von sei­nen Par­tei­freun­den auf Bun­des­ebe­ne wider­wil­lig Unter­stüt­zung erfährt, ist die­se Ange­le­gen­heit mit­nich­ten erle­digt. Im Gegen­teil: „Die Hüt­te brennt,“ dies stell­te der Neu­köll­ner SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Busch­kow­sky fol­ge­rich­tig fest. Und statt den Steu­er­sün­der vom Hof zu jagen, wird er mit einem gol­de­nen Hand­schlag im Wert von 209.000  Euro ver­ab­schie­det.

In einer Situa­ti­on, in wel­cher der Ruf Ber­lins auf dem Spiel steht, die Regeln demo­kra­ti­schen Anstands miss­ach­tet wer­den und das Abge­ord­ne­ten­haus Ber­lin in sei­ner Mehr­heit einem Mann, dem kein Ber­li­ner mehr glaubt, sein Ver­trau­en aus­spricht, heißt das Gebot der Stun­de: Weg mit Wowe­reit!
Dies ist mehr als ein Auf­ruf. Dies ist ein Weck­ruf, der sich an alle Bür­ger Ber­lins rich­tet, und nun auch an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Deut­schen Repu­blik, die nicht anse­hen kön­nen und wol­len, dass Ber­lin, die deut­sche Haupt­stadt, also eine Stät­te, die Geist anzieht und von der Geist aus­ge­hen soll­te, von einem öffent­li­chen Genüss­ling regiert wird, der nur eins kann: Bür­ger­wün­sche ver­ach­ten, Feten fei­ern und Pro­mi­nenz genie­ßen. Durch die Ber­li­ner Bür­ger­schaft muss ange­sichts des Flug­ha­fen­de­ba­kels ein Ruck gehen: Sie kann, sie darf nicht län­ger anse­hen, wie der Ruf unse­rer Stadt zer­stört wird durch einen Mann, der nichts erbau­en will, der nichts erbau­en kann, son­dern stolz dar­auf ist, sich aus der West­ber­li­ner Schlam­me­li­te in das höchs­te Amt der Stadt manö­vriert zu haben.

Direkt­wahl des Bür­ger­meis­ters
In einem Gespräch mit der FAZ meint Wowe­reit, sei­ne Fehl­leis­tun­gen als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der auch noch ver­tei­di­gen zu dür­fen. Ist er auf die vie­len ille­ga­len Geneh­mi­gun­gen auch noch stolz? Der Mann nimmt die Rea­li­tät nicht wahr, son­dern zeigt Selbst­mit­leid. Der Bund habe ihm so zuge­setzt. Zeit für eine Amts­pau­se Zwecks post­trau­ma­ti­scher Behand­lung?

Der Pro­test muss ein­her­ge­hen mit einer ver­fas­sungs­po­li­ti­schen For­de­rung: Über­las­sen wir die Wahl des Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters nicht län­ger dem Abge­ord­ne­ten­haus! Ver­trau­en wir nicht län­ger einer Olig­ar­chie, die – von Steu­er­gel­dern finan­ziert – das Kar­tell der Block­par­tei­en gebil­det hat! Ergrei­fen wir die Initia­ti­ve, zei­gen wir Zivil­cou­ra­ge und Bür­ger­mut!

Der Ber­li­ner Bür­ger­wil­le soll­te ein zusätz­li­ches Ziel haben: Wir wol­len unse­ren Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter selbst wäh­len. Dies ist in der Ber­li­ner Ver­fas­sung – von Par­tei­en für Par­tei­po­li­ti­ker aus­ge­ar­bei­tet – nicht vor­ge­se­hen. Umso mehr geht es dar­um, die Direkt­wahl des Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters auf die Tages­ord­nung zu set­zen. Was in Mün­chen, Stutt­gart und Düs­sel­dorf selbst­ver­ständ­lich ist, soll­te auch in Ber­lin mög­lich sein. Der Ruf „Weg mit Wowe­reit!“ geht also ein­her mit einer ver­fas­sungs­po­li­ti­schen For­de­rung nach mehr direk­ter Demo­kra­tie.

Mar­kus C. Ker­ber ist Pro­fes­sor für Öffent­li­che Finanz­wis­sen­schaft und Wirt­schafts­po­li­tik am für Insti­tut Volks­wirt­schaft & Wirt­schafts­recht an der TU-Berlin und Grün­der des think tank Euro­po­lis ( www.europolis-online.org)
http://www.cicero.de/berliner-republik/weckruf-die-buerger-berlins-wowereit-muss-weg/57056


Und wie­der die Mär von der Not­wen­dig­keit von Nacht­flü­gen
Bran­den­burg will die Betriebs­ge­neh­mi­gung ändern und so ein Nacht­flug­ver­bot von 22 bis sechs Uhr durch­set­zen wie in einem Volks­be­geh­ren gefor­dert. Ber­lin und der Bund – die bei­den ande­ren Flughafen-Gesellschafter – leh­nen das bis­lang ab.

Regie­rungs­spre­cher Brau­ne: „Der Antrag ist not­wen­dig, um dem Wil­len des Land­tags Rech­nung zu tra­gen.“ Bran­den­burg wer­de jedoch wei­ter ver­han­deln bis zur gemein­sa­men Pla­nungs­kon­fe­renz zwi­schen Bran­den­burg und Ber­lin Ende März. Vor­her jedoch soll förm­lich in der Gesell­schaf­ter­ver­hand­lung über ein stren­ge­res Nacht­flug­ver­bot ent­schie­den wer­den. Bis­lang gilt es laut Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für die Zeit von null bis fünf Uhr.

…Eine ande­re Alter­na­ti­ve wäre eine zeit­li­che Aus­deh­nung von null Uhr bis 5.30 Uhr. Aller­dings sehen sowohl die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft als auch die Gesell­schaf­ter Bund und Ber­lin eine Ein­schrän­kung der Flug­zei­ten als bedenk­lich an. Sie befürch­ten, dass vie­le Lang­stre­cken­flü­ge dann nicht über Ber­lin abge­wi­ckelt wer­den könn­ten.

Das wür­de die Wirt­schaft­lich­keit des Flug­ha­fens, der hohe Kre­di­te zurück­zah­len muss, nega­tiv beein­flus­sen.

Anmer­kung FBI:
– also hier­her Ver­kehr umlei­ten, der gar nicht Ber­lin­spe­zi­fisch ist?
– ent­spricht dies dem regio­na­len Bedarf von Berlin/Brandenburg??
– an dem inter­na­tio­na­len Dreh­kreuz Frank­furt beträgt die „Ruhe­zeit“ von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr
– lt. Lob­by benö­tigt die Fracht die Nacht und die Feri­en­flie­ger, bei­des nicht gera­de der Schwer­punk­te in Ber­lin
 
 

… dies ein sehr inter­es­san­ter Neben­satz
Aller­dings hät­te Meh­dorn auch kein Geld für die Arbei­ten (Nord­bahn­sa­nie­rung) gehabt. Der Auf­sichts­rat hat­te das 44-Millionen-Euro-Projekt nur unter der Bedin­gun­gen erlaubt, dass der Flug­ha­fen dafür einen Kre­dit auf­nimmt. Das sei bis­her nicht gelun­gen, heißt es am Flug­ha­fen.
Woid­ke:
Die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft habe ihre Haus­auf­ga­ben beim Schall­schutz nicht gemacht und zwar – wie von den Gerich­ten fest­ge­stellt – seit Jah­ren. Der Flug­ha­fen liegt beim Schall­schutz im Rück­stand, erst für 14 der 4700 Woh­nun­gen an der Süd­bahn wur­de Beschei­de erstellt. Jetzt dürf­ten kei­ne neu­en Kla­gen ris­kiert wer­den.
nur die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft??
..
Den Mehr­auf­wand für den Betrieb von Schönefeld-Alt und Tegel bezif­fert Meh­dorn bis­her mit rund 17 Mil­lio­nen Euro monat­lich. Hin­zu soll eine ähn­lich hohe Sum­me durch erwar­te­te, aber nicht erziel­te Ein­nah­men durch den BER-Betrieb kom­men. Dem Flug­ha­fen feh­len so fast 35 Mil­lio­nen Euro monat­lich in der Kas­se, was auch die Bilanz des ver­gan­ge­nen Jah­res ver­ha­geln wird. Bereits das Jahr 2012 hat­te der Flug­ha­fen mit einem Ver­lust in Höhe von 185 Mil­lio­nen Euro abge­schlos­sen.

 
 
Wall Street Jour­nal erwähnt als ers­te 18 Mio PAX Kapa­zi­täts­eng­pass
„Ein Zir­kus kann nicht im Cam­ping­zelt pro­ben“
Der frü­he­re Flug­ha­fen­pla­ner Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta hält die Eröff­nung im Jahr 2016 für wahr­schein­lich und rech­net damit, dass der Bau am Ende mehr als 6 Mil­li­ar­den Euro kos­ten wird. Ursprüng­lich geplant waren 1,7 Mil­li­ar­den Euro.


Mit dem Ser­vice, der ange­strebt wird, kann man 18 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re im Jahr abfer­ti­gen. Die Flug­ha­fen­be­trei­ber wol­len aber bis zu 27 Mil­lio­nen errei­chen. Sie kön­nen aber nicht die Kun­den von Fein­kost Käfer mit den Kun­den von Kik gemein­sam durch ein Ter­mi­nal schleu­sen. Das funk­tio­niert nicht.
http://www.wsj.de/article/SB10001424052702304610404579404903041928542.html
Ber­li­ner Pan­nen­flug­ha­fen wird den Staat noch mehr Geld kos­ten
…Für Bey­er und sei­ne Kol­le­gen von der CDU ist offen­sicht­lich, dass dem Groß­pro­jekt spä­tes­tens Anfang 2015 ein erns­ter finan­zi­el­ler Eng­pass droht. Zu vie­le Fra­ge­zei­chen ste­hen in der Bilanz hin­ter wich­ti­gen Pos­ten…
http://www.wsj.de/article/SB10001424052702304709904579409782044239384.html
BER wird 2016 in vie­len Tei­len bereits Sanie­rungs­fall sein
Die aktu­ell dro­hen­de, erneu­te Ver­schie­bung der Eröff­nung des Groß­flugh­ha­fens BER in Berlin-Schönefeld auf das Jahr 2016 ist für den Flug­ha­fen­ex­per­ten Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta nicht über­aschend. „Die Schwie­rig­kei­ten mit der Ent­rau­chungs­an­la­ge die­nen nur zur Ver­ne­be­lung der wirk­li­chen Pro­ble­me“, erklär­te Fau­len­bach da Cos­ta gegen­über der in Ber­lin erschei­nen­den Tages­zei­tung „neu­es deutsch­land“. Wie der Flug­ha­fen­ex­per­te bereits vor eini­ger Zeit in Gut­ach­ten für die CDU-Fraktion im bran­den­bur­gi­schen Land­tag her­aus­ge­ar­bei­tet hat­te, liegt das Haupt­pro­blem des BER in der man­geln­den Kapa­zi­tät des Ter­mi­nals, das ledig­lich 18 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re im Jahr abfer­ti­gen kön­ne. „Am Ende“, so der Offen­ba­cher Flug­ha­fen­ex­per­te, „hat man eine funk­tio­nie­ren­de Ent­rau­chungs­an­la­ge, aber kein funk­tio­nie­ren­des Ter­mi­nal.“
Über­dies sei im Jahr 2016 die für die Eröff­nung 2011 fer­tig­ge­stell­te Soft­ware und IT fünf Jah­re über­holt. So dürf­te der noch gar nicht eröff­ne­te Flug­ha­fen in vie­len Tei­len bereits zum Sanie­rungs­fall gewor­den sein.
http://www.hannover-zeitung.net/aktuell/vermischtes/47219934-hauptstadtflughafen-software-schon-heute-veraltet
Bit­te­re Wahr­hei­ten zum Pannen-Projekt BER
Wahr­heit 1: 1 400.000 Euro kos­tet der BER min­des­tens mehr.

Wahr­heit 2: Kern­sa­nie­rung wäre bil­li­ger.
Ein Mal die gesam­te Haus­tech­nik her­aus­rei­ßen, neu pla­nen und bau­en – das ist nach Ansicht vie­ler Bau­ex­per­ten preis­wer­ter als wei­ter­zu­ma­chen. „Eine Kern­sa­nie­rung wäre wohl das Bes­te. Der Auf­sichts­rat soll­te end­lich auch die­se Alter­na­ti­ve prü­fen“, sagt Flug­ha­fen­kri­ti­ker und Archi­tekt Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta (69).

Wahr­heit 3: Der BER könn­te erst 2017 eröff­nen!
8 Mona­te braucht Sie­mens nach eige­nen Anga­ben für den Umbau der Brand­schutz­an­la­ge. Hier gibt es nach B.Z.-Informationen bereits 4 Mona­te Ver­spä­tung. Dazu kom­men sechs Mona­te für die not­wen­di­ge Ver­ka­be­lung der Brand­schutz­an­la­ge und wei­te­re sechs für den Pro­be­be­trieb. Macht zusam­men: 34 Mona­te.
Aus­ge­hend von Febru­ar 2014 gilt es selbst in Auf­sichts­rats­krei­sen als rea­lis­tisch, dass der BER somit erst zum Flug­plan­wech­sel im März 2017 eröff­net.
Pro­blem: Die Bau­ge­neh­mi­gun­gen für das Süd­pier und das Ter­mi­nal enden August bzw. Okto­ber 2016. Geht der BER 2017 an den Start, müss­te dafür extra die Bran­den­bur­ger Bau­ord­nung geän­dert wer­den. Außer­dem bri­sant: Den Tegel-Anwohnern ste­hen laut Flug­lärm­ge­setz ab 2017 Schall­schutz­maß­nah­men zu, soll­te bis dahin der alte Flug­ha­fen nicht geschlos­sen sein: Kos­ten: rund 2,4 Mil­li­ar­den Euro.
http://www.bz-berlin.de/service/flughafen-berlin-brandenburg/bittere-wahrheiten-zum-pannen-projekt-ber-article1808223.html
„Bau­fort­schritt, Kos­ten, Zeit­ho­ri­zont“ – Dob­rindt for­dert ver­bind­li­chen Gesamt­plan
http://www.tz.de/wirtschaft/dobrindt-fordert-mehdorn-verbindlichen-gesamtplan-zr-3380473.html
„Von den 60 Flug­hä­fen, die wir in Deutsch­land haben, sind 54 über­flüs­sig.“
Exper­te: „Sechs Flug­hä­fen wären aus­rei­chend für Deutsch­land“
Exper­te Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta for­dert Kon­zen­tra­ti­on auf gro­ße Air­ports. Erfurts Flug­ha­fen­chef ver­weist auf Kos­ten.
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Experte-Sechs-Flughaefen-waeren-ausreichend-fuer-Deutschland-361291496#.Uwi7d5_UlHI.face­book
KOMMENTAR: Auch Häme nutzt sich ab
Lang­sam ist die Häme über die Ver­zö­ge­run­gen beim Bau des Haupt­stadt­flug­ha­fens BER ziem­lich abge­nutzt. So abge­nutzt, dass das Sati­re­ma­ga­zin „Der Pos­til­lon“ noch­mal den Arti­kel von August 2012 auf sei­ne Inter­net­sei­te stellt.
Dar­in geht es um die Ein­füh­rung einer neu­en Zeit­form in der deut­schen Spra­che, dem Futur III. Ein Bei­spiel: „Ich wer­de nächs­tes Jahr im Som­mer nach Mal­lor­ca in den Urlaub geflo­gen wären gewe­sen.“ Der Aus­druck eines unmög­li­chen Vor­gangs. Meh­dorn, ange­tre­ten als der stren­ge Flughafen-Chef mit kla­rem Zeit­plan, schei­tert. An der Aus­sa­ge, die Eröff­nung kön­ne auch erst 2016 erfol­gen, zeigt sich sei­ne Ohn­macht.
Meh­dorn fühlt sich von den Akteu­ren die­ses Dra­mas gegän­gelt – schließ­lich sind sich selbst die drei Eigen­tü­mer Ber­lin, Bran­den­burg und der Bund nicht immer einig. Er hat die Kom­ple­xi­tät der Pro­ble­me und Viel­falt der Inter­es­sens­grup­pen am Pan­nen­flug­ha­fen unter­schätzt – Pfusch am Bau, ruhe­be­dürf­ti­ge Anwoh­ner, peni­ble Behör­den, Poli­ti­ker, die wie­der­ge­wählt wer­den wol­len. Die Poli­tik for­dert nun erneut eine Exper­ten­grup­pe. Die Fra­ge ist: Wer plant und arbei­tet denn bis­her am BER? Lai­en in Anzü­gen? Futur III wird wohl noch län­ger die Sprach­re­ge­lung dort bestim­men – auch wenn die­se Rede­form nur Sati­re ist.
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/KOMMENTAR-Auch-Haeme-nutzt-sich-ab;art4325,2471262
Grü­ne schei­tern im Land­tag mit Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots
Die bran­den­bur­gi­schen Grü­nen kämp­fen gegen Nacht­flü­ge – nun ist ein Antrag zur Erwei­te­rung geschei­tert.
Pots­dam – Ein Antrag der bran­den­bur­gi­schen Bünd­nis­grü­nen auf Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen ist am Don­ners­tag im Land­tag geschei­tert. Aus ihrer Sicht könn­te die Lan­des­re­gie­rung per Beschluss zum Pla­nungs­recht ein Nacht­flug­ver­bot von 22 Uhr bis 6 Uhr allein durch­set­zen, wenn die Ver­hand­lun­gen mit Ber­lin erfolg­los blei­ben. „Sie haben das Volks­be­geh­ren zur Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots im Land­tag ange­nom­men“, erin­ner­te Chris­toph Schul­ze von den Bünd­nis­grü­nen an die Adres­se der SPD-Fraktion. „Nun haben Sie auch die Pflicht, dies durch­zu­set­zen.“ 57 Abge­ord­ne­te lehn­ten den Antrag ab; es gab 11 Ja-Stimmen und 2 Ent­hal­tun­gen.
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/833275/
und wie pas­sen dann sol­che Aus­sa­gen von Bran­den­burg dazu??

Nächs­ter Akt in der Nachtflugkomödie/tragödie
http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafen-woidke-will-ber-nachtruhe-erzwingen/9555916.html

Am Frei­tag hat das Land bei Ber­lins Regie­ren­dem Klaus Wowe­reit (SPD) die Ein­be­ru­fung einer Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung der drei BER-Eigentümer bean­tragt, um vor dem 25. März förm­lich über ein stren­ge­res Nacht­flug­ver­bot zu ent­schei­den. Das geht aus dem Schrei­ben an Wowe­reit her­vor, das dem Tages­spie­gel vor­liegt.

Aus dem Schrei­ben an Wowe­reit geht her­vor, dass Bran­den­burg die Geschäfts­füh­rung durch die Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung beauf­tra­gen will, „einen Antrag zur Ände­rung der Betriebs­ge­neh­mi­gung zu erstel­len“. Und zwar so, dass es am BER künf­tig „kei­ne plan­mä­ßi­gen Flü­ge … in der Zeit von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr“ gibt.

Bran­den­burg argu­men­tiert, dass es ein „erheb­li­ches unter­neh­me­ri­sches Inter­es­ses“ an einem „aus­kömm­li­ches Ver­hält­nis zu den Anwoh­nern“ gebe. Dies wie­ge mehr als das wirt­schaft­li­che Ertrags­po­ten­zi­al in den Nacht­rand­zei­ten. Bis­he­ri­ge Ver­su­che Woid­kes, Zuge­ständ­nis­se zu errei­chen, waren geschei­tert. Da die­se bis­her nicht zu einem Ein­ver­neh­men geführt habe, sei nun „eine förm­li­che Posi­ti­ons­be­stim­mung im Gesell­schaf­ter­kreis ange­zeigt und nötig“, heißt es in dem von Finanz­staats­se­kre­tä­rin Danie­la Tro­chow­ski (Lin­ke) unter­zeich­ne­ten Schrei­ben. Für den Fall, dass Bran­den­burg schei­tern soll­te, lässt Woid­ke nach Tagesspiegel-Informationen inzwi­schen auch einen Allein­gang Bran­den­burgs prü­fen.

…und endet wie sei­ne Par­tei­ge­nos­sin Kraft NRW!?

 

Plei­ten, Pech und Pan­nen
Der BER und kein Ende
War­um öff­net der BER ver­mut­lich erst im Jahr 2016? Hart­mut Meh­dorn und Diet­mar Woid­ke haben sich im Son­der­aus­schuss des Land­tags gegen­sei­tig die Schuld dafür gege­ben. Neue behörd­li­che Vor­schrif­ten brems­ten ihn aus, klag­te der Flug­ha­fen­chef am Don­ners­tag. Der Minis­ter­prä­si­dent kon­ter­te: Die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen sei­en nicht erst ges­tern aus der Bran­den­bur­ger Erde gewach­sen.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/flughafen-sonderausschuss-im-landtag-beraet-ueber-ber.html


Kri­sen­sit­zun­gen zu BER – „Was ist eigent­lich an die­sem Bau los?“
Nach der Vor­war­nung von Flughafen-Chef Meh­dorn, dass der BER erst 2016 in Betrieb gehen könn­te, rin­gen alle um Fas­sung. Von „drin­gen­dem Klä­rungs­be­darf“ ist die Rede. Tat­säch­lich bro­delt es hin­ter den Kulis­sen gewal­tig. Eine Kri­sen­sit­zung von Meh­dorn, Wowe­reit und Woid­ke ist bereits anbe­raumt.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/BER-Medorn-verschiebt-Sanierung-der-Nordbahn-auf-20151.html
Zeit- und Kos­ten­plan ste­hen immer noch aus
„Er muss liefern“Heute Rap­port! Meh­dorn vor BER-Bruchlandung?
Das Mil­li­ar­den­pro­jekt Haupt­stadt­flug­ha­fen bringt Chef­ma­na­ger Meh­dorn erneut in Bedräng­nis. Bei einem Kri­sen­ge­spräch in Ber­lin soll er heu­te zu neu­en Pro­ble­men Stel­lung bezie­hen. Bür­ger­meis­ter Wowe­reit stell­te sich hin­ter ihn, doch bei Bund und Län­dern bro­delt es.
http://www.focus.de/politik/deutschland/flughafenchef-mehdorn-zu-neuem-krisengespraech-in-berlin-streit-ueber-haupstadt-flughafen-verschaerft-sich-erneut_id_3650541.html
BER-Krisentreffen im Roten Rat­haus hat begon­nen
Die Kri­se um die BER-Eröffnung spitzt sich zu. Um 9 Uhr tra­fen sich die Regie­rungs­chefs Wowe­reit, Woid­ke und der Flug­ha­fen­chef Meh­dorn zu einem ver­trau­li­chen Spit­zen­tref­fen im Roten Rat­haus. „Wir wer­den heu­te Klar­text reden“, sag­te einer der Teil­neh­mer – dann ver­schwan­den sie im Büro des Regie­ren­den.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/mehdorn-wowereit-woidke-bomba-ber-krisentreffen-im-roten-rathaus-hat-begonnen/9551076.html
Woid­ke: Feh­len­der Brand­schutz Haupt­hin­der­nis für Flughafen-Eröffnung
Hart­mut Meh­dorn hat es nicht leicht in die­sen Tagen. Das liegt aber zum gro­ßen Teil an ihm selbst. Schließ­lich hat er ent­schei­den­de Vor­ha­ben am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen auf­ge­ge­ben. Die bran­den­bur­gi­schen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten wol­len genau wis­sen, war­um.
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/833289
Meh­dorn hält Wut­re­de im Land­tag
Drau­ßen vor dem Pot­da­mer Land­tag fla­cker­ten Ker­zen für ein Nacht­flug­ver­bot am BER, drin­nen brann­te Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn für sei­ne eige­ne Sache. Kern­bot­schaft sei­ner Wut­re­de im Son­der­aus­schuss: „Wir betrei­ben einen Flug­ha­fen, wir sind kei­ne Schall­ex­per­ten“.
Pots­dam. Ein wenig erin­ner­te Hart­mut Meh­dorn an Gio­van­ni Tra­pat­to­ni, den eins­ti­gen Bayern-Trainer, der mit sei­ner Wut­re­de in die Sport­ge­schich­te ein­ging. Rund 20 Minu­ten rede­te sich der Flug­ha­fen­chef am Don­ners­tag im Son­der­aus­schuss BER des Bran­den­bur­ger Land­tags in Rage, kne­te­te dabei hef­tig die Hän­de und erklär­te wort­reich, war­um aus sei­ner Sicht so vie­les schief läuft beim Flug­ha­fen­pro­jekt von Schö­ne­feld.
Immer wie­der sei der Flug­ha­fen mit neu­en Schall­schutz­auf­la­gen durch die Luft­fahrt­be­hör­de kon­fron­tiert wor­den, das habe das Pro­jekt zurück­ge­wor­fen, erklär­te der Mana­ger. So sei dem Flug­ha­fen erst jetzt bekannt gewor­den, dass zu den Schall­schutz­auf­la­gen auch der Ein­bau von Zu- und Abluft­sys­te­men gehö­re. „Wir wun­dern uns dar­über, dass man uns das erst jetzt sagt“, erklär­te Meh­dorn. „Wir haben schon 3500 Haus­hal­te abge­ar­bei­tet. Das kön­nen wir jetzt wie­der von vor­ne anfra­gen.“ Sein Unter­neh­men sei des­we­gen ins Abseits gedrängt wor­den. Des­halb habe er die für Som­mer geplan­te Sanie­rung der Nord­bahn auf März 2015 ver­scho­ben.
„Wir betrei­ben einen Flug­ha­fen, wir sind kei­ne Schall­schutz­ex­per­ten und erst recht kei­ne Belüf­tungs­ex­per­ten“, sag­te er. „Wenn sich die Bedin­gun­gen alle sechs Wochen ändern, fan­gen wir halt wie­der von vor­ne an. Dafür kann der Flug­ha­fen nix“, sag­te er. „Vie­len Dank.“
Meh­dorn, der bin­nen weni­ger Tage nicht nur die Nord­bahn­sa­nie­rung ver­scho­ben, son­dern auch den Test­be­trieb gekippt hat­te, ließ mit sei­ner Sua­da die Abge­ord­ne­ten eini­ger­ma­ßen per­plex zurück.
„Sie müs­sen ja kein Exper­te für Ent­lüf­tung sein, aber inzwi­schen stellt sich die Fra­ge, für was Sie über­haupt Exper­te sind“, stell­te FDP-Chef Gre­gor Bey­er fest. Ingo Senft­le­ben (CDU) zeig­te sich ver­wun­dert dar­über, dass sich der Airport-Boss fast zwei Jah­re nach der plan­mä­ßi­gen Eröff­nung des BER ein „Lüfter-Duell“ mit der Behör­de lie­fe­re. Axel Vogel, Grünen-Fraktionschef, frag­te, was die Nord­bahn­sa­nie­rung über­haupt mit der jüngst ange­droh­ten wei­te­ren Ver­schie­bung der Flug­ha­fe­n­er­öff­nung zu tun habe. Meh­dorn hat­te schließ­lich davor gewarnt, dass der BER jetzt erst 2016 eröff­nen könn­te.
Minis­ter­prä­si­dent Diet­mar Woid­ke (SPD) wies Meh­dorns Gene­ral­kri­tik zurück. „Die­se Rah­men­be­din­gun­gen sind nicht erst ges­tern aus der Bran­den­bur­ger Erde gewach­sen“, sag­te er. „Sie sind seit Jah­ren bekannt.“ Der Flug­ha­fen müs­se die recht­li­chen Vor­ga­ben eins zu eins ein­hal­ten, andern­falls droh­ten einst­wei­li­ge Ver­fü­gun­gen das Pro­jekt zu gefähr­den. Auch Flug­ha­fen­ko­or­di­na­tor Rai­ner Bret­schnei­der (SPD) beton­te, dass die Auf­la­gen bereits aus dem Jahr 2009 stamm­ten. Sie hät­ten aber durch jüngs­te höchst­rich­ter­li­che Ent­schei­dun­gen an Bri­sanz gewon­nen.
Die Ver­wir­rung um den Flug­ha­fen­chef hat­te in den letz­ten Tagen ste­tig zuge­nom­men. Am Mon­tag hat­te er die Abge­ord­ne­ten des Son­der­aus­schus­ses düpiert, indem er der Sit­zung fern­blieb. Des­we­gen hat­te die Oppo­si­ti­on für ges­tern die Son­der­sit­zung bean­tragt. Ein für ges­tern geplan­ter Kri­sen­gip­fel zwi­schen Meh­dorn, Woid­ke und Ber­lins Regie­rungs­chef Klaus Wowe­reit (SPD) fand nicht statt. Dem Ver­neh­men nach wol­len sich die drei heu­te tref­fen.
Vor dem Land­tag erin­ner­ten BER-Anwohner mit 1060 sym­bo­li­schen Ker­zen an das vor einem Jahr vom Land­tag ange­nom­me­ne Volks­be­geh­ren. 106000 Bran­den­bur­ger hat­ten für ein Nacht­flug­ver­bot von 22 bis 6 Uhr unter­schrie­ben, das noch immer nicht umge­setzt ist. Die Grü­nen und der FDP-Abgeordnete Hans-Peter Goe­tz, for­der­ten die Regie­rung auf, das Nacht­flug­ver­bot im Allein­gang durch­zu­set­zen. Ihr Antrag wur­de jedoch abge­lehnt.
Von Tors­ten Gell­ner
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Berlin-Potsdam-Flughafenchef-Mehdorn-haelt-Wutrede-im-Sonderausschuss-des-Landtags
Schon wie­der eine Absa­ge am BER
Wo kei­ne Kri­se, da auch kein Kri­sen­tref­fen: Klaus Wowe­reit, Diet­mar Woid­ke und Hart­mut Meh­dorn pfle­gen eine selt­sa­me Rea­li­täts­wahr­neh­mung und las­sen ein Mee­ting zum BER aus­fal­len. Dabei hät­ten sie gute Grün­de, sich zu tref­fen.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/hauptstadtflughafen-schon-wieder-eine-absage-am-ber,10809148,26353296.html
BER – Jetzt sind wir schon beim Jahr 2016
Was lan­ge währt, wird end­lich gut. Die­se Weis­heit scheint auf den BER nicht zuzu­tref­fen. Denn gut ist bis jetzt nur wenig. Und ob über­haupt etwas bes­ser wer­den kann, dar­an schei­den sich die Geis­ter. Geschäfts­rei­sen­de jeden­falls wer­den noch min­des­tens zwei Jah­re viel­leicht sogar drei mit Tegel und Schö­ne­feld Vor­lieb neh­men müs­sen. Denn mit der Eröff­nung – der wie­viel­ten eigent­lich? – wird es ver­mut­lich auch 2015 nichts.
http://dmm.travel/news/artikel/lesen/2014/02/ber-jetzt-sind-wir-schon-beim-jahr-2016-57731/
Flug­ha­fen Berlin-Brandenburg – Pro­jekt geschei­tert (Arti­kel aus MAi 2012)
http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/c85-kommentare/4389-flughafen-berlin-brandenburg-projekt-gescheitert.html
Meh­dorn bestä­tigt, was alle schon wuss­ten BER frü­hes­tens 2016 am Start
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/fruehestens-2016-am-start-34827128.bild.html
BER star­tet frü­hes­tens 2016
Die Sanie­rung der BER-Nordbahn wird auf nächs­tes Jahr ver­scho­ben. Der Flug­ha­fen wird des­halb wohl erst 2016 eröff­net. Der Lan­des­re­gie­rung in Bran­den­burg dürf­te das im Wahl­kampf hel­fen.
… Hät­te die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft tat­säch­lich im Juli mit der Sanie­rung der Bahn begon­nen, dann hät­te der Streit um Flug­lärm ver­mut­lich den bran­den­bur­gi­schen Wahl­kampf über­schat­tet….
http://www.berliner-zeitung.de/hauptstadtflughafen/flughafen-berlin-brandenburg-ber-startet-fruehestens-2016,11546166,26336600.html
Meh­dorn warnt BER-Hauptstadtflughafen star­tet viel­leicht erst 2016
Der gro­ße Dampf­ma­cher Hart­mut Meh­dorn tutet SOS: In einem Brief hat der Flughafen-Chef der Lan­des­re­gie­rung Bran­den­burgs mit­ge­teilt, dass der Fluch­ha­fen BER mög­li­cher­wei­se erst 2016 eröff­net wer­den kann.
http://www.berliner-kurier.de/brandenburg/mehdorn-warnt-ber-hauptstadtflughafen-startet-vielleicht-erst-2016,7169130,26334556.html
Haupt­stadt­flug­ha­fen: Meh­dorn schließt wei­te­re Ver­schie­bung von BER-Eröffnung nicht aus
Die Fer­tig­stel­lung des Haupt­stadt­flug­ha­fens könn­te sich erneut ver­schie­ben. In einem Schrei­ben warnt BER-Chef Hart­mut Meh­dorn davor, dass es erst 2016 zur Eröff­nung kommt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ber-eroeffnung-koennte-sich-laut-mehdorn-auf-2016-verschieben-a-955423.html
Meh­dorns Pro­vo­ka­ti­on „Eine gute Nach­richt für Bran­den­burg“
Meh­dorn bläst die Sanie­rung der Nord­bahn für 2014 ab – mit einem Eklat. Trotz­dem begrüßt Bran­den­burg die Ent­schei­dung Meh­dorns.
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/832359/
Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sagt Sanie­rung der Nord­bahn ab
Erst vor weni­gen Tagen hat­te Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn den geplan­ten Test­be­trieb abge­sagt. Nun folgt die nächs­te Plei­te für die BER-Planer – und bei Meh­dorn steigt die Sor­ge, dass es kei­ne BER-Eröffnung vor 2016 geben wird.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber/wieder-aerger-am-ber-flughafengesellschaft-sagt-sanierung-der-nordbahn-ab/9531454.html
Mas­si­ve Kri­tik an Meh­dorn nach neu­er BER-Schlappe
Meh­dorn hat vor einer BER-Eröffnung erst 2016 gewarnt. Nun wach­sen Zwei­fel an sei­nen Macher­qua­li­tä­ten. Im Bran­den­bur­ger Land­tag soll er Stel­lung bezie­hen. Ber­lins Grü­ne for­dern ein Exper­ten­gre­mi­um.
Nach der Absa­ge des Test­be­triebs am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen wol­len die Regie­rungs­chefs von Ber­lin und Bran­den­burg in einem Spit­zen­ge­spräch die Lage bera­ten. Das Tref­fen des Ber­li­ner Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters und Flughafen-Aufsichtsratschefs Klaus Wowe­reit (SPD), Bran­den­burgs Regie­rungs­chef Diet­mar Woid­ke (SPD) und Geschäfts­füh­rer Hart­mut Meh­dorn ist für die­sen Don­ners­tag ange­setzt, wie aus einem inter­nen Schrei­ben her­vor­geht. Meh­dorn hat­te dar­in die Sanie­rung der nörd­li­chen Roll­bahn ver­scho­ben und vor einer Eröff­nung des Flug­ha­fens erst 2016 gewarnt. Die Kri­tik an dem Geschäfts­füh­rer aber auch am Auf­sichts­rat riss daher am Diens­tag nicht ab.
Meh­dorn soll am Don­ners­tag im Pots­da­mer Land­tag zu neu­en Ter­min­ver­schie­bun­gen Stel­lung bezie­hen. Auf Antrag der Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen CDU, Grü­ne und FDP kommt der Flughafen-Ausschuss dann zu einer neu­er­li­chen Son­der­sit­zung zusam­men. „Wir kön­nen ihn als Aus­schuss nicht zu der Sit­zung zitie­ren. Aber sei­ne Teil­nah­me als Geschäfts­füh­rer ist aus­drück­lich erwünscht“, sag­te der stell­ver­tre­ten­de Aus­schuss­vor­sit­zen­de Ingo Senft­le­ben (CDU) am Diens­tag. Dies habe er Meh­dorn auch in einem Brief mit­ge­teilt – eben­so wie die Ver­wun­de­rung dar­über, dass die­ser am Mon­tag in der Sit­zung gefehlt habe.
Der Obmann der Links­par­tei im Bundestags-Verkehrsausschuss, Her­bert Beh­rens, teil­te mit, Meh­dorn sei wie­der ein­mal Opfer sei­ner eige­nen Cou­ra­ge gewor­den. „Zwei gro­ße Plei­ten inner­halb einer Woche sind selbst für das Pan­nen­pro­jekt BER unge­wöhn­lich.“ Meh­dorn müs­se jetzt beim Schall­schutz Gas geben. Er hat­te die Sanie­rung ver­scho­ben, weil er die betrof­fe­nen Haus­hal­te nicht recht­zei­tig mit Schall­schutz ver­sor­gen kann. Meh­dorn mach­te dafür die Luft­fahrt­be­hör­de ver­ant­wort­lich, die kurz­fris­tig Vor­ga­ben ver­schärft habe.
Grü­ne for­dern Exper­ten am BER
„Jetzt rächt sich, dass der Auf­sichts­rat nicht mit Exper­ten aus Wirt­schaft und Bau­bran­che besetzt wur­de“, sag­te die Grünen-Fraktionschefin im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus, Ramo­na Pop. „Wir for­dern daher die Ein­set­zung eines Exper­ten­gre­mi­ums, das die Vor­gän­ge am BER unter die Lupe nimmt und rea­lis­ti­sche Hand­lungs­emp­feh­lun­gen geben kann.“ Pop warf Meh­dorn vor, bis­lang kei­nen Erfolg vor­wei­sen zu kön­nen.
Kri­tik gab es auch von Bran­den­burgs Minis­ter­prä­si­dent Woid­ke (SPD). Er begrüß­te zwar die Ver­schie­bung der Nordbahn-Sanierung als „rich­tig und not­wen­dig“, kri­ti­sier­te zugleich Meh­dorn wegen sei­ner Aus­sa­gen zu einer Ver­zö­ge­rung wegen des Schall­schut­zes: „Es steht nicht im Belie­ben der Geschäfts­füh­rung der FBB, die Rechts­la­ge frei zu inter­pre­tie­ren.“ Die Gefahr einer Ver­zö­ge­rung der Inbe­trieb­nah­me wegen des Schall­schut­zes sehe er nicht, beton­te Woid­ke.
Die Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen im bran­den­bur­gi­schen Land­tag bean­trag­ten „auf­grund des drin­gen­den Klä­rungs­be­darfs“ eine Son­der­sit­zung des Flughafen-Ausschusses am Don­ners­tag. Das teil­te der infra­struk­tur­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Fraktion, Rai­ner Genil­ke, am Mon­tag­abend mit. „Wir erle­ben erneut eine Rolle-Rückwärts beim Flug­ha­fen BER“, kri­ti­sier­te er. Der Flug­ha­fen wer­de noch erheb­lich teu­rer, und eine Eröff­nung vor 2016 sei höchst unwahr­schein­lich.
Exper­te warnt vor ver­al­te­ter Soft­ware beim BER-Start
Noch im Janu­ar hat­te Meh­dorn ver­si­chert, alles für eine Inbe­trieb­nah­me des Flug­ha­fens im Jahr 2015 zu tun. Doch schon in der ver­gan­ge­nen Woche sag­te er den für Juli geplan­ten Test­be­trieb in einem Sei­ten­flü­gel des Ter­mi­nals ab. Der Flug­ha­fen­chef ver­wies auf man­geln­de Unter­stüt­zung im Auf­sichts­rat.
Die Nord­bahn über­nimmt der neue Flug­ha­fen vom benach­bar­ten alten Flug­ha­fen Schö­ne­feld. Sie muss aber saniert wer­den.
Der Flug­ha­fen­fach­mann Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta warn­te, die für die geplan­te Eröff­nung 2011 kon­zi­pier­te Soft­ware wer­de 2016 schon zu alt sein. „Am Ende hat man eine funk­tio­nie­ren­de Ent­rau­chungs­an­la­ge, aber kein funk­tio­nie­ren­des Ter­mi­nal“, sag­te Fau­len­bach dem „Neu­en Deutsch­land“. Er ist bei den Kri­ti­kern des neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen ein gern gese­he­ner Gut­ach­ter. dpa/ap
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article125183063/Massive-Kritik-an-Mehdorn-nach-neuer-BER-Schlappe.html
Nach der neu­en BER-Verschiebung
Putscht die SPD Wowe­reit jetzt weg?
Damit er sei­ner Par­tei bei der nächs­ten Wahl nicht scha­det
http://www.bild.de/regional/berlin/klaus-wowereit/steht-wegen-ber-unter-druck-34837528.bild.html
War­um sich Meh­dorns BER-Pläne immer wie­der ändern
BER-Chef Meh­dorn revi­diert immer wie­der sei­ne Plä­ne. So ver­är­gert er die Poli­tik, von der er sich zu wenig unter­stützt fühlt. Die erneu­te Ver­schie­bung der Eröff­nung bis 2016 bringt nun neu­en Ärger.
Mit einem leicht gequäl­ten Lächeln beant­wor­te­te die Ber­li­ner Finanz-Staatssekretärin Mar­ga­re­tha Sud­hof, die auch Mit­glied im BER-Aufsichtsrat ist, am Diens­tag die Fra­gen zum BER. Es han­de­le sich beim BER um die „größ­te noch nicht fer­tig­ge­stell­te Gewer­be­im­mo­bi­lie Ost­deutsch­lands“, sag­te sie. Das so nega­tiv belas­te­te Wort „Flug­ha­fen“ ver­mied die Ber­li­ner Poli­ti­ke­rin bewusst.
Die Stim­mung unter allen Betei­lig­ten ist wei­ter abge­sackt, nach­dem Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn am Mon­tag in einem Brief an Bran­den­burgs Flug­ha­fen­ko­or­di­na­tor erst­mals eine Eröff­nung wohl nicht vor 2016 in Aus­sicht gestellt hat­te. Die Oppo­si­ti­on fühlt sich bestä­tigt. „Dass der Eröff­nungs­ter­min 2015 nicht halt­bar ist, über­rascht uns nicht“, sag­te der Piraten-Abgeordnete Mar­tin Deli­us, der den BER-Untersuchungsausschuss im Abge­ord­ne­ten­haus lei­tet. Mit PR allein sei kein Flug­ha­fen zu bau­en.
Die Regie­rungs­po­li­ti­ker sind ver­är­gert über Meh­dorn, weil die­ser nach der Absa­ge des umstrit­te­nen Pro­be­be­triebs am Nord­pier bin­nen einer Woche auch noch den Start der Sanie­rung der Nord­bahn ver­scho­ben hat­te. Der Brief, in dem er die schlech­ten Nach­rich­ten kund­tat, ging zudem nur an die Bran­den­bur­ger Staats­kanz­lei. Und nicht an den Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den, den Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit (SPD). Auch nicht an die ande­ren Ber­li­ner Auf­sichts­rats­mit­glie­der. Meh­dorn ist sau­er auf sei­ne Kon­trol­leu­re aus der Poli­tik, vor allem auf die Bran­den­bur­ger. Er fühlt sich nicht hin­rei­chend unter­stützt. Und die Ber­li­ner sind nicht gut zu spre­chen auf die bran­den­bur­gi­schen Nach­barn, weil die­se „nur ihren Wahl­ter­min“ am 24. Sep­tem­ber im Kopf hät­ten, wie der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit (SPD) in klei­nem Kreis moser­te.
Woid­ke stört ver­scho­be­ne Nordbahn-Sanierung nicht
Tat­säch­lich stört es die Bran­den­bur­ger nicht, dass mit der Sanie­rung der alten, bereits vom bestehen­den Flug­ha­fen Schö­ne­feld genutz­ten Nord­bahn ein wei­te­rer Schritt hin zu einer Eröff­nung des Air­ports auf 2015 ver­tagt wur­de. Bran­den­burgs Minis­ter­prä­si­dent Diet­mar Woid­ke (SPD), der nicht in den BER-Aufsichtsrat gehen woll­te, begrüß­te die Ver­schie­bung der Nordbahn-Sanierung am Haupt­stadt­flug­ha­fen als „rich­tig und not­wen­dig“. Nur so kön­ne der Schall­schutz für betrof­fe­ne Bür­ger ent­spre­chend der Rechts­la­ge gewähr­leis­tet wer­den, so der Regie­rungs­chef. Woid­ke kri­ti­sier­te zugleich Meh­dorn: „Es steht nicht im Belie­ben der Geschäfts­füh­rung, die Rechts­la­ge frei zu inter­pre­tie­ren.“
Am Don­ners­tag sind nun Wowe­reit, Woid­ke und Meh­dorn ver­ab­re­det, um die Wogen zu glät­ten. Dem Ver­neh­men nach will Wowe­reit mehr Soli­da­ri­tät von den Bran­den­bur­gern für das Gesamt­pro­jekt ein­for­dern. „Die Bran­den­bur­ger reagie­ren so, als sei­en sie die gro­ßen Leid­tra­gen­den des BER“, heißt es ver­är­gert in Ber­lin. Aber die grund­le­gen­den Dif­fe­ren­zen dürf­ten schwer aus­zu­räu­men sein, denn Woid­ke steht unter Druck. Der SPD-Politiker muss im Herbst sei­ne Land­tags­wahl bestehen. Zudem steht die rot-rote Koali­ti­on im Wort, für mehr Lärm­schutz beim BER zu sor­gen und auch die Nacht­flug­zei­ten auf 22 bis sechs Uhr ein­zu­schrän­ken. Am Don­ners­tag­nach­mit­tag soll Meh­dorn in einer Son­der­sit­zung des Flug­ha­fen­aus­schus­ses des Bran­den­bur­ger Land­tags Rede und Ant­wort ste­hen. Dabei machen sich inzwi­schen nicht weni­ge Poli­ti­ker in der Regi­on Sor­gen, dass der 71 Jah­re alte Mana­ger irgend­wann die Bro­cken hin­schmei­ßen könn­te. Dann hät­ten die Gesell­schaf­ter die Pro­ble­me ins Unend­li­che gestei­gert. Denn Meh­dorns Job will kei­ner mehr machen. Nach dem Raus­wurf des geschei­ter­ten Flug­ha­fen­chefs Rai­ner Schwarz war es nicht gelun­gen, einen kom­pe­ten­ten, füh­rungs­star­ken Mana­ger für das Pro­jekt zu gewin­nen. Auch der Inte­rims­chef Horst Amann brach­te außer einer Lis­te mit 60.000 Män­geln auf der Bau­stel­le nicht viel zustan­de. Schon ist von der „Amann-Milliarde“ die Rede, die das Inter­re­gnum des inzwi­schen von Meh­dorn kalt­ge­stell­ten Bau­ex­per­ten gekos­tet haben soll. Die Kan­di­da­ten, die der zwi­schen­zeit­li­che Auf­sichts­rats­chef Mat­thi­as Plat­z­eck (SPD) für den Geschäfts­füh­rer­pos­ten anfrag­te, hät­ten Mil­lio­nen­ge­häl­ter auf­ge­ru­fen, die in einer öffent­li­chen Gesell­schaft nicht ver­mit­tel­bar gewe­sen wären.
Meh­dorns BER-Bilanz fällt beschei­den aus
Meh­dorn erschien daher im Febru­ar 2013 wie die best­mög­li­che Not­lö­sung. Erfah­ren in der Luft­fahrt, durch­set­zungs­stark und ohne Angst vor den poli­ti­schen Kaprio­len, denen öffent­lich kon­trol­lier­te Unter­neh­men immer unter­lie­gen. Nach fast zwölf Mona­ten fällt die Bilanz des Hart­mut Meh­dorn aber beschei­den aus. „Wir wären sehr dank­bar, wenn Meh­dorn sei­ner eigent­li­chen Auf­ga­be gerecht wür­de und Fris­ten und Zei­ten nennt, wann der Flug­ha­fen auf­macht“, sag­te der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der Ber­li­ner CDU-Fraktion, Oli­ver Frie­de­ri­ci. Auch ganz oben regt sich Unmut. Der neue Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dob­rindt (CSU) – der Bund ist zu 26 Pro­zent an der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft – for­der­te jüngst für die nächs­te Auf­sichts­rats­sit­zung im April end­lich ein Kon­zept und einen Zeit­plan für die Eröff­nung.
Die Wirt­schaft reagiert ner­vös auf das Hick­hack. „Die stän­di­gen Ver­zö­ge­rungs­mel­dun­gen ver­un­si­chern in zuneh­men­dem Maße die Unter­neh­men in der Regi­on und poten­ti­el­le Inves­to­ren“, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Unter­neh­mens­ver­bän­de Berlin-Brandenburg (UVB), Chris­ti­an Amsinck, am Diens­tag. Inves­ti­tio­nen und die Schaf­fung von Arbeits­plät­zen wür­den damit gefähr­det. „Wir brau­chen end­lich einen ver­läss­li­chen Eröff­nungs­ter­min, der den Unter­neh­men Pla­nungs­si­cher­heit ver­schafft“, sag­te Amsinck.
Ver­scho­be­ne Nordbahn-Sanierung ein erns­ter Rück­schlag für Meh­dorn
Aber der frü­he­re Chef von Bahn und Air Ber­lin ist bis­her mit fast all sei­nen Vor­ha­ben am hin­hal­ten­dem Wider­stand der Auf­sichts­rä­te, poli­ti­schen Vor­fest­le­gun­gen und rea­len tech­ni­schen und juris­ti­schen Pro­ble­me geschei­tert, seit er vor knapp einem Jahr den Pos­ten bei der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft über­nom­men hat. Mit dem Plan, den Flug­ha­fen Tegel län­ger offen zu hal­ten, schei­ter­te Meh­dorn, weil die Schlie­ßung von TXL mit einer Eröff­nung des BER ver­knüpft ist. Der Pro­be­be­trieb mit ein paar weni­gen Flü­gen der Air­line Ger­ma­nia vom Nord­pier des BER aus kommt nicht zustan­de, weil die Geneh­mi­gun­gen für ver­gleichs­wei­se klei­ne Umbau­ten nicht schnell genug vor­lie­gen und ein Test im Win­ter kei­nen Sinn ergibt.
Nur Meh­dorns Vor­schlag, das alte Ter­mi­nal SXF in Schö­ne­feld für die Bil­lig­flie­ger zu nut­zen und so die dro­hen­den Kapa­zi­täts­eng­päs­se am BER wei­ter hin­aus­zu­schie­ben, wur­de eini­ger­ma­ßen wohl­wol­lend auf­ge­nom­men. Vie­le Fra­gen sind jedoch offen, weil die Flä­che eigent­lich für das Son­der­ter­mi­nal der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­se­hen ist.
Die nun ver­tag­te Nordbahn-Sanierung ist ein wei­te­rer erns­ter Rück­schlag für Meh­dorn. Es war sei­ne Ent­schei­dung, die anste­hen­den Repa­ra­tu­ren nicht erst zu hohen Kos­ten bei lau­fen­dem Betrieb des BER zu erle­di­gen, son­dern vor­zu­zie­hen. Aber erneut kommt dem Flug­ha­fen der Lärm­schutz in die Que­re, den die Bran­den­bur­ger kurz vor ihrer Land­tags­wahl und ange­sichts einer brei­ten Bür­ger­be­we­gung für mehr Ruhe um den BER sehr wich­tig ist. Wird die Nord­bahn saniert, sol­len die Jets vom alten Ter­mi­nal SXF die neue Süd­bahn des BER nut­zen. Zuvor müss­ten aber 4900 Haus­hal­te mit Lärm­schutz­fens­tern und ande­ren Schutz­in­stru­men­ten aus­ge­rüs­tet wer­den, immer­hin geht es um mehr als 150 Flü­ge pro Tag. Der Flug­ha­fen­chef wirft der Geneh­mi­gungs­be­hör­de vor, kurz­fris­tig neue Vor­ga­ben auf­ge­stellt zu haben. Zudem sei die zeit­li­che Vor­ga­be nicht zu erfül­len, den Anwoh­nern sechs Mona­te vor der Inbe­trieb­nah­me der neu­en Süd­bahn die Kos­ten­über­nah­me­be­schei­de für Umbau­ten an ihren Häu­sern zu über­mit­teln, wenn die Bahn im Juli 2014 fer­tig sein soll, so Meh­dorn. Des­halb wird das Pro­jekt jetzt ver­scho­ben.
Ursprüng­lich woll­te Meh­dorn Bau­ar­bei­ten am BER 2014 abschlie­ßen
Im Roten Rat­haus gibt man sich nach außen gelas­sen. „Die Geneh­mi­gungs­pro­ble­me der ver­gan­ge­nen Woche berüh­ren den Eröff­nungs­fahr­plan nicht“, sag­te Senats­spre­cher Richard Meng. Der Brief Meh­dorns kün­di­ge aus Sicht des Senats kei­ne Ver­schie­bung des Eröff­nungs­ter­mins an. Des­we­gen bestehe auch kein Grund, die für den April geplan­te nächs­te Auf­sichts­rats­sit­zung vor­zu­zie­hen. „Zwi­schen den Pro­ble­men beim Lärm­schutz und dem Eröff­nungs­ter­min besteht kein direk­ter Zusam­men­hang“, sag­te Meng. Meh­dorn ver­fol­ge ehr­gei­zi­ge Pla­nun­gen. „Sei­ne Haupt­auf­ga­be ist die zügi­ge Eröff­nung des Flug­ha­fens.“ Nicht alle CDU-Politiker im Senat sind die­ser Ansicht, auch wenn nie­mand offi­zi­ell eine ande­re Mei­nung ver­tre­ten möch­te. „Wir ken­nen kei­nen Fahr­plan, also kön­nen wir auch nicht wis­sen, ob der beein­träch­tigt wird oder nicht“, heißt es.
Eigent­lich hat­te Meh­dorn ange­peilt, bis zum Jah­res­en­de 2014 die Bau­ar­bei­ten auf dem Flug­ha­fen abzu­schlie­ßen. Die Tech­ni­ker hät­ten die Pro­ble­me durch­drun­gen, die kom­ple­xen Anla­gen zur Ent­rau­chung und Belüf­tung wür­den in klei­ne­re geteilt und damit steu­er­bar, so Meh­dorn. Am Nord­pier sei man fast durch, danach kämen Haupt- und Süd­pier dran. Nach einer Test­pha­se hät­te im Som­mer 2015 geöff­net wer­den kön­nen.
Die­ses Sze­na­rio hiel­ten Exper­ten aber schon vor der Nordbahn-Verschiebung für unrea­lis­tisch. Sechs Mona­te sei­en nötig, um end­lich die feh­len­den Pla­nungs­un­ter­la­gen für den Umbau der Brandschutz- und Ent­lüf­tungs­an­la­gen zu erstel­len, deren feh­ler­haf­te Aus­le­gung das tech­ni­sche Haupt­pro­blem am BER dar­stellt. Sie­mens hat sich ver­trag­lich 18 Mona­te aus­be­dun­gen, um das Sys­tem zu pro­gram­mie­ren. Sechs Mona­te müs­se man den fer­ti­gen Flug­ha­fen tes­ten, drei Mona­te Puf­fer für Not­fäl­le ein­pla­nen. Dann sei man im Herbst 2016. Und weil nie­mand im Herbst einen neu­en Flug­ha­fen eröff­ne, sei der Wech­sel auf den Som­mer­flug­plan zum März 2017 ein rea­lis­ti­scher Ter­min. CDU-Verkehrspolitiker Frie­de­ri­ci ist etwas opti­mis­ti­scher, kommt aber bei opti­ma­lem Ver­lauf auch nur auf das Früh­jahr 2016. „Wenn das Land Bran­den­burg aber immer wei­te­re Rück­zie­her macht, wird auch das nicht klap­pen“, sag­te der Christ­de­mo­krat.
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article125202249/Warum-sich-Mehdorns-BER-Plaene-immer-wieder-aendern.html
„Das ist für den Steu­er­zah­ler eine Kata­stro­phe“
Oppo­si­ti­on kri­ti­siert die von Flug­ha­fen­chef Meh­dorn ange­kün­dig­te erneu­te Ver­zö­ge­rung des BER-Starts
Die Oppo­si­ti­on im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus kri­ti­siert die vom Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn ange­kün­dig­te neu­er­li­che Ver­schie­bung der BER-Eröffnung als ver­hee­rend. „Das ist für den Steu­er­zah­ler eine Kata­stro­phe“, sag­te die Flughafen-Expertin der Links­par­tei, Jut­ta Mat­tu­schek.
Eigent­lich sei es die Auf­ga­be der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft gewe­sen, den BER so schnell wie mög­lich ans Netz zu brin­gen. „Es gibt aber schon län­ger den Ein­druck, dass das Inter­es­se in Bran­den­burg an einer schnel­len Eröff­nung nicht so groß ist“, sag­te Mat­tu­schek. Sie befürch­tet, dass vor dem Hin­ter­grund der Land­tags­wah­len in Bran­den­burg am 14. Sep­tem­ber im Nach­bar­land kein gro­ßes Inter­es­se am Fort­schritt auf der BER-Baustelle herrscht. Die Par­tei­en wol­len sich dem­nach im anste­hen­den Wahl­kampf nicht angreif­bar machen. Vor allem die Flug­rou­ten und der feh­len­de Schall­schutz sind in Bran­den­burg sehr umstrit­ten. Doch bei einer geplan­ten Eröff­nung im Jahr 2015 müss­ten in die­sem Jahr erheb­li­che Fort­schrit­te auf der Bau­stel­le erzielt wer­den.
Für die Grü­nen wer­den „schlimms­te Befürch­tun­gen“ wahr, sag­te Frak­ti­ons­chefin Ramo­na Pop. „Meh­dorn hat sich auf allen mög­li­chen Bau­stel­len ver­kämpft, nicht aber auf der Haupt­bau­stel­le“, so Pop. „Ich fürch­te, der Flug­ha­fen wird am St. Nim­mer­leins­tag öff­nen.“ Bis dahin flös­sen vie­le Mil­li­ar­den Euro durch den Flug­ha­fen. „Das ist unglaub­lich.“ Statt immer wie­der Nebel­ker­zen wie die Offen­hal­tung Tegels zu the­ma­ti­sie­ren, soll­te sich Meh­dorn nach Auf­fas­sung Pops dar­auf kon­zen­trie­ren, die Haupt­pro­ble­me wie den Brand­schutz und den Schall­schutz zu lösen.
In sei­nem Brief an die Bran­den­bur­ger Lan­des­re­gie­rung vom 21. Febru­ar bit­tet Flug­ha­fen­chef Meh­dorn um Ver­ständ­nis und Zeit. Er wei­se dar­auf hin, „dass wir mit die­ser Ver­schie­bung erneut eine Ent­span­nung auf der Bau­stel­le erzeu­gen und befürch­ten, dass beim Ein­tre­ten wei­te­rer unvor­her­ge­se­he­ner Ereig­nis­se wie in den letz­ten Mona­ten eine Inbe­trieb­nah­me erst im Jahr 2016 umsetz­bar wäre“, heißt es in dem Schrei­ben.
Ber­lins Senats­spre­cher Richard Meng woll­te die neu­er­li­che Vol­te Meh­dorns nicht kom­men­tie­ren. Der Auf­sichts­rat beton­te bis­lang stets, dass es viel zu früh für Pro­gno­sen sei. Geschäfts­füh­rung und Auf­sichts­rat wür­den auf Grund­la­ge belast­ba­rer Fak­ten ent­schei­den, wenn es etwas zu ent­schei­den gebe.
Meh­dorn nann­te vor allem die jüngs­ten Ver­zö­ge­run­gen beim Schall­schutz als Grund für die Gefahr einer erneut nach hin­ten ver­scho­be­nen Eröff­nung. Die obe­re Luft­fahrt­be­hör­de for­dert unter ande­rem, dass die Anwoh­ner sechs Mona­te Zeit haben, Schall­schutz­fens­ter ein­bau­en zu las­sen, wenn sie die Bewil­li­gung des Flug­ha­fens zur Kos­ten­über­nah­me haben. Mit dem bis­he­ri­gen Start­ter­min für die Sanie­rung der Nord­bahn im Juli ist die­se Vor­ga­be nicht ver­ein­bar. Meh­dorns Schrei­ben zufol­ge drängt die obe­re Luft­fahrt­be­hör­de auch dar­auf, DIN-Vorschriften für die Belüf­tung der Häu­ser „in sehr umfas­sen­der Form zu beach­ten“.
Damit erhält das Trau­er­spiel um den neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen BER in Schö­ne­feld einen wei­te­ren Höhe­punkt. Meh­dorn hat­te zuvor auch das Füh­rungs­per­so­nal der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft aus­ge­tauscht. Zuletzt hat­te er den Ver­trag mit der Chef­pla­ne­rin Regi­na Töp­fer auf­ge­löst. Kurz nach dem Amts­an­tritt von Meh­dorn hat­te auch Tech­nik­chef Horst Amann sei­nen Pos­ten räu­men müs­sen.
Noch im Janu­ar hat­te Meh­dorn ver­si­chert, alles für eine Inbe­trieb­nah­me des Flug­ha­fens im Jahr 2015 zu tun. Doch schon in der ver­gan­ge­nen Woche sag­te er den für Juli geplan­ten Test­be­trieb in einem Sei­ten­flü­gel des Ter­mi­nals ab. Der Flug­ha­fen­chef ver­wies auf man­geln­de Unter­stüt­zung im Auf­sichts­rat.
Der Bran­den­bur­ger Flughafen-Koordinator Rai­ner Bret­schnei­der kün­dig­te im Land­tag an, dass die Ver­hand­lun­gen zwi­schen Ber­lin und Bran­den­burg über mehr Nacht­ru­he am Flug­ha­fen Ende März abge­schlos­sen wer­den sol­len. „Spä­tes­tens Anfang April kön­nen wir dann über ein Ergeb­nis berich­ten“, sag­te Bret­schnei­der. Der Land­tag hat­te sich hin­ter ein Volks­be­geh­ren gestellt, des­sen Initia­to­ren ein aus­ge­wei­te­tes Nacht­flug­ver­bot von 22 Uhr abends bis 6 Uhr mor­gens for­dern.
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article125167381/Das-ist-fuer-den-Steuerzahler-eine-Katastrophe.html
Alle gegen Meh­dorn
Der BER wird womög­lich erst 2016 fer­tig, sagt Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn. Die jüngs­te Plei­te in der chao­ti­schen Pla­nung des Pannen-Airports sorgt für mäch­tig Wir­bel. Eine brei­te Front an Kri­ti­kern hat sich nun gegen Meh­dorn gebil­det.
…Für Woid­ke, der in die­sem Jahr drei Wah­len über­ste­hen muss, ist die Schallschutz-Frage exis­ten­zi­ell. „Wir neh­men das sehr ernst“, sag­te er kürz­lich. Die rot-rote Lan­des­re­gie­rung hat­te sich noch unter Woid­kes Vor­gän­ger Mat­thi­as Plat­z­eck (SPD) für ein aus­ge­wei­te­tes Nacht­flug­ver­bot stark gemacht – hält sie nun nicht Wort, ris­kiert sie mas­si­ven Wäh­ler­frust bei der Kommunal-, Europa- und Land­tags­wahl. Beob­ach­ter spre­chen von unmiss­ver­ständ­li­chen Ansa­gen aus der Pots­da­mer Staats­kanz­lei, dass in der Lärm­schutz­fra­ge bis zur Land­tags­wahl im Herbst kei­ner­lei Kom­pro­mis­se gemacht wür­den.
Viel­leicht war Bret­schnei­der am Mon­tag also doch etwas weni­ger über­rascht, als es schien.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/nach-der-juengsten-ber-schlappe-alle-gegen-mehdorn,10809148,26344634.html
700 Mil­lio­nen Euro für den Schall­schutz
Ursprüng­lich stan­den 139 Mil­lio­nen Euro für den Schall­schutz bereit. Jetzt wird mit fünf­mal so hohen Kos­ten gerech­net, weil die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft hat die Vor­ga­ben falsch ein­ge­schätzt. hat.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/anwohnerschutz-am-ber-700-millionen-euro-fuer-den-schallschutz,10809148,26345256.html
Video Der Start des Ber­li­ner Flug­ha­fens BER könn­te sich bis 2016 ver­zö­gern
Den Vor­sit­zen­den des BER- Unter­su­chungs­aus­schus­ses im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus, Mar­tin Deli­us, über­rascht die jüngs­te Ent­wick­lung nicht.
http://www.stern.de/video/video-der-start-des-berliner-flughafens-ber-koennte-sich-bis-2016-verzoegern-2092736.html
Dem Schall­schutz zulie­be
Der Pan­nen­flug­ha­fen BER kann wohl erst 2016 eröff­net wer­den. Ber­lin und Bran­den­burg schie­ben sich des­halb nun gegen­sei­tig die Schuld zu. Was folgt dar­aus?
http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber-eroeffnung-wohl-erst-2016-dem-schallschutz-zuliebe/9537828.html
Der Lärm-Streit geht wei­ter
Pots­dam –
Bür­ger­initia­ti­ven behar­ren auf einer Aus­wei­tung des Nacht­flug­ver­bots am neu­en Ber­li­ner Flug­ha­fen BER.
http://www.berliner-zeitung.de/hauptstadtflughafen/flughafen-ber-der-laerm-streit-geht-weiter,11546166,26336806.html
Allein der Schall­schutz kos­tet rund 700 Mil­lio­nen Euro
Rund 25.500 Haus- und Woh­nungs­ei­gen­tü­mer im Umkreis des künf­ti­gen Flug­ha­fens Ber­lin Bran­den­burg haben Anspruch auf Schall­schutz.
14.000 davon befin­den sich so nah an den Enden der bei­den Start- und Lan­de­bah­nen, dass ihnen der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss den vol­len Schutz zubil­ligt. Dazu gehö­ren beson­ders dich­te Fens­ter und die Däm­mung von Wän­den und Dächern. Wo bau­lich kein Lärm­schutz mög­lich ist, wird eine Ent­schä­di­gung gezahlt.
Ursprüng­lich stan­den 139 Mil­lio­nen Euro für den Schall­schutz bereit. Jetzt wird mit fünf­mal so hohen Kos­ten gerech­net – bis zu 700 Mil­lio­nen Euro. Der Grund: Die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft hat die Vor­ga­ben der Plan­fest­stel­lung falsch ein­ge­schätzt. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tig­te im Janu­ar, dass der Flug­lärm in den Woh­nun­gen die nor­ma­le Gesprächs­laut­stär­ke nicht über­stei­gen darf.
In der Dis­kus­si­on geht es zur­zeit um die Men­schen, die in 4900 Woh­nun­gen unweit der süd­li­chen Start- und Lan­de­bahn leben. Über deren Köp­fe wer­den mehr Jets flie­gen, wenn wie geplant die Nord­bahn saniert wird, die schon lan­ge der alten Flug­ha­fen Schö­ne­feld nutzt. Die Arbei­ten an der Nord­bahn soll­ten im Juli begin­nen. Bis dahin lässt sich aber der Schall­schutz für die 4700 Haus­hal­te nicht ver­wirk­li­chen. Die Erneue­rung der Asphalt­pis­te wur­de des­halb um min­des­tens neun Mona­te ver­scho­ben.
Der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der Links­par­tei, Harald Wolf, sag­te am Diens­tag, die Spe­ku­la­tio­nen um eine Eröff­nung des BER erst 2016 könn­ten nicht über­ra­schen: „Jah­re­lang hat die ehe­ma­li­ge Geschäfts­füh­rung unter Herrn Schwarz es ver­säumt, die not­wen­di­gen Lärm­schutz­maß­nah­men für den neu­en Flug­ha­fen BER umzu­set­zen“, sag­te Wolf. Wolf war von 2002 bis 2011 Ber­li­ner Wirt­schafts­se­na­tor und saß im Auf­sichts­rat der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft. Die­ses Ver­säum­nis habe nicht nur der Akzep­tanz des Flug­ha­fens bei den Anwoh­nern gescha­det, „son­dern es führt nun zu wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen bei der not­wen­di­gen Sanie­rung der zukünf­ti­gen BER-Nordbahn“, so Wolf. Anstatt „halb­ga­re Vor­schlä­ge“ in die Dis­kus­si­on zu wer­fen, sol­le Meh­dorn „sei­ne Ener­gie dar­auf ver­wen­den, den BER fer­tig zu stel­len – wozu auch die kon­se­quen­te Umset­zung des plan­fest­ge­stell­ten Schall­schut­zes gehört“, so Wolf.
http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article125203533/Allein-der-Schallschutz-kostet-rund-700-Millionen-Euro.html
VBB-Qualitätsanalyse Netz­zu­stand: Bahn­net­ze in Ber­lin und Bran­den­burg wer­den schlech­ter
533 netz­be­ding­te Geschwin­dig­keits­ein­brü­che ver­ur­sa­chen unpünkt­li­che Züge
Die Län­der Ber­lin und Bran­den­burg wen­den jähr­lich rund 355 Mil­lio­nen Euro für den Bahn-Regionalverkehr auf. Auf die Infra­struk­tur­ge­büh­ren ent­fal­len 222 Mil­lio­nen Euro. Die Fahr­gast­zah­len stei­gen seit Jah­ren. Die Stre­cken­qua­li­tät ist schlech­ter gewor­den – mit Aus­wir­kun­gen auf die Pünkt­lich­keit.
http://www.vbb.de/de/article/presse/presseinfo-vbb-qualitaetsanalyse-netzzustand-bahnnetze-in-berlin-und-brandenburg-werden-schlechter/20172.html
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SATIRE

Flughafen-Satire vom 3.6.2012
Das wird schon
Sep­tem­ber 2016: Zehn Jah­re nach dem ers­ten Spa­ten­stich geht der neue Flug­ha­fen in Betrieb. Gesamt­kos­ten: 7,5 Mil­li­ar­den Euro. Wir schau­en stau­nend in die Zukunft.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafen-satire-das-wird-schon/6704098.html

Stol­zer Bau­ar­bei­ter hofft, dass neu­ge­bo­re­ner Sohn einst Ber­li­ner Flug­ha­fen fer­tig­stel­len wird
Wenn Joa­chim Scholz auf sei­nen neu­ge­bo­re­nen Sohn blickt, wird er mit Stolz erfüllt. Denn eines steht für den Bau­ar­bei­ter jetzt schon fest: Sein Jun­ge wird eines Tages den Ber­li­ner Flug­ha­fen BER fer­tig­stel­len, an dem der 33-Jährige der­zeit ver­bis­sen arbei­tet. Dar­an, dass er den Abschluss der Bau­ar­bei­ten noch selbst erle­ben wer­de, glaubt Joa­chim Scholz nicht.
Der Gedan­ke dar­an, wie sein klei­ner Hart­mut, den er nach dem der­zei­ti­gen Chef des Flug­ha­fens benann­te, bei der Eröff­nungs­fei­er dabei sein wird, wenn er selbst schon lan­ge unter der Erde liegt, sei das Größ­te, so Scholz. „Die­ses Gefühl kann­ten sonst wohl nur die Bau­meis­ter der gro­ßen Pyra­mi­den“, erklärt er mit gla­si­gen Augen.
Bereits in weni­gen Mona­ten will er damit begin­nen, Hart­mut an die Fort­füh­rung sei­nes Lebens­werks zu gewöh­nen, indem er ihn so früh wie mög­lich mit Brand­schutz­tech­nik und all­ge­mei­nen Bau­feh­lern ver­traut macht.
Zwei­fel, sein Sohn, des­sen Geburts­ter­min in den letz­ten 17 Mona­ten immer wie­der ver­scho­ben wer­den muss­te, könn­te der Auf­ga­be nicht gewach­sen sein, lässt Scholz nicht zu. Not­falls wer­de Hart­mut die Fackel in fer­ner Zukunft an sei­nen eige­nen Sohn, Ver­tre­ter künf­ti­ger Zivi­li­sa­tio­nen oder tech­nisch höher ent­wi­ckel­te Ali­ens wei­ter­rei­chen.
http://www.der-postillon.com/2014/02/stolzer-bauarbeiter-hofft-dass.html

Sen­sa­ti­on! BER wird noch im März 2014 eröff­net – Ber­lin kauft Flug­ha­fen MUC und macht ihn zum Ber­li­ner Stadt­ge­biet
Jetzt wird doch alles ganz schnell gehen. Ber­lin bekommt bereits im März 2014 sei­nen wohl­ver­dien­ten BER Haupt­stadt­flug­ha­fen. Nach­dem inzwi­schen jedem klar gewor­den sein dürf­te, dass eine Fer­tig­stel­lung des ursprüng­li­chen BER nicht mehr gelin­gen kann, da sich die Auf­la­gen gar nicht erfül­len lie­ßen, haben der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter von Ber­lin, Klaus Wowe­reit (SPD), der auch als Hob­by BER-Aufsichtsratsvorsitzender ist, und der Flug­ha­fen­bau­stel­len­chef Hart­mut Meh­dorn nun doch noch eine Lösung gefun­den. In einem spek­ta­ku­lä­ren Deal über­neh­men die Län­der Ber­lin und Bran­den­burg für 6,7 Mil­li­ar­den Euro den Münch­ner Groß­flug­ha­fen im Erdin­ger Moos, dem inzwi­schen zweit­größ­ten deut­schen Flug­ha­fen, der offi­zi­ell „Flug­ha­fen Franz Josef Strauß“, heißt, aber sel­ten so genannt wird. Ver­brei­te­ter ist das inter­na­tio­na­le Kür­zel MUC.
Damit Ber­lin auch for­mal einen Haupt­stadt­flug­ha­fen bekommt, erwirbt Ber­lin das Gebiet des MUC als Enkla­ve. Man star­tet und lan­det also in Zukunft auf Ber­li­ner Grund, damit han­delt es sich also tat­säch­lich um einen Flug­ha­fen in Ber­lin. Als Aus­gleich für den Gebiets­ver­lust erhält das Land Bay­ern das Bran­den­bur­ger Tor, das Schloss Char­lot­ten­burg und den Ber­li­ner Funk­turm sowie jeweils den dazu­ge­hö­ri­gen Grund, wodurch ange­mes­se­ne baye­ri­sche Enkla­ven ent­ste­hen. Mit der Gebiets­ab­tre­tung habe man auch den Preis erheb­lich drü­cken kön­nen, so Wowe­reit, das arme Ber­lin habe ein­fach nur begrenz­te finan­zi­el­le Mit­tel.
Wowe­reit sieht kei­ne Pro­ble­me, dass der Flug­ha­fen ein Stück von Ber­lin ent­fernt ist. Vie­le Groß­städ­te hät­ten ihren Flug­ha­fen weit drau­ßen vor der Stadt, so Wowe­reit. Beson­ders erfreut ist Wowe­reit, dass sich die Lärm­be­läs­ti­gung durch den Flug­ha­fen in engen Gren­zen hält. In kei­nem Ber­li­ner Stadt­teil wür­den die Lärm­ober­gren­zen auch nur annä­hernd erreicht, man höre die Flug­zeu­ge prak­tisch gar nicht, schwärmt Wowe­reit. Es habe sich gezeigt, dass Ber­lin nun doch Flug­ha­fen kön­ne. Ein rich­tig moder­ner Flug­ha­fen sei das, staunt Wowe­reit.
Ein­zi­ges Man­ko sei der lang­wie­ri­ge Trans­fer ins Ber­li­ner Zen­trum. Hier denkt Wowe­reit an die Anschaf­fung von Hoch­ge­schwin­dig­keits­bus­sen nach, die die Flug­gäs­te in Win­des­ei­le zwi­schen Haupt­stadt und Haupt­stadt­flug­ha­fen hin- und her­chauf­fie­ren. Aber das Wich­tigs­te sei, dass der Hauptstadtflughafen-Albtraum nun end­lich ein Ende habe. Nun kön­ne er sich sogar wie­der auf Par­tys sehen las­sen, meint Wowe­reit. Bis vor­aus­sicht­lich Ende März wer­de noch der Test­be­trieb mit Sta­tis­ten pri­mär aus Bay­ern fort­ge­führt, dann wer­de der BER offi­zi­ell eröff­net. Flug­ha­fen­bau­stel­len­chef Meh­dorn fühlt sich bestä­tigt. Er woll­te im ursprüng­li­chen BER einen Test­be­trieb auf­neh­men, wofür er aber kei­ne Geneh­mi­gung erhal­ten hat­te. Ein Test­be­trieb sei also doch sinn­voll und mach­bar, so Meh­dorn.
http://www.xnews.eu/blog/?p=598

 

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ÜBER DEN TELLERRAND

MONITOR: Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP EU Pro­pa­gan­da fliegt auf
http://www.youtube.com/watch?v=7ySQ5ff857gJugo­sla­wi­en in Kiew
Vom Bür­ger­krieg zur Spal­tung

http://www.rationalgalerie.de/home/jugoslawien-in-kiew.htmlUkrai­ne nähert sich der NATO
Die EU hat ein neu­es Ent­wick­lungs­pro­jekt

http://www.rationalgalerie.de/home/ukraine-naehert-sich-der-nato.htmlDie betro­ge­ne Ukrai­ne
Der Wes­ten hat wie­der mal trü­ge­ri­sche Hoff­nun­gen geschürt. Außen­mi­nis­ter Stein­mei­er setz­te sich dazu gar mit den Natio­na­lis­ten an einen Tisch. Jetzt droht der Kol­laps.
http://www.geolitico.de/2014/02/25/die-betrogene-ukraine/Kann Washing­ton zu glei­cher Zeit drei Regie­run­gen stür­zen?
Die Macht eines Staa­tes bemisst sich sowohl nach sei­ner Fähig­keit, sich selbst zu ver­tei­di­gen, als auch auf einer oder meh­re­ren Fron­ten angrei­fen zu kön­nen. Mit die­sem Hin­ter­grund ver­sucht Washing­ton zum ers­ten Mal zu zei­gen, dass es zur glei­chen Zeit drei Regie­run­gen, in Syri­en, in der Ukrai­ne und in Vene­zue­la stür­zen kann. Wenn es ihm gelin­gen soll­te, wird kei­ne Regie­rung mehr in der Lage sein ihm zu wider­ste­hen.
http://www.voltairenet.org/article182296.htmlRechen­schafts­be­rich­te: Kor­rup­ti­ons­wäch­ter bekla­gen ver­bor­ge­ne Par­tei­spen­den
Die gro­ßen Par­tei­en haben das Jahr 2012 mit einem ordent­li­chen Plus abge­schlos­sen. Das zei­gen die nun ver­öf­fent­lich­ten Rechen­schafts­be­rich­te. Die Ein­nah­men spru­deln auch dank groß­zü­gi­ger Spen­der. Trans­pa­renz­or­ga­ni­sa­tio­nen kri­ti­sie­ren, dass vie­le Geld­flüs­se lan­ge im Dun­keln blei­ben.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/rechenschaftsberichte-kritik-an-gestueckelten-parteispenden-a-955525.htmlDie Kri­se hat Euro­pa unde­mo­kra­ti­scher gemacht
In der Euro­kri­se hat die EU immer mehr Macht erhal­ten. Gleich­zei­tig nahm die demo­kra­ti­sche Kon­trol­le ab, da natio­na­le Par­la­men­te an Ein­fluss ver­lo­ren haben. Der Poli­tik­for­scher Dirk Jör­ke spricht daher von Post­de­mo­kra­tie in Euro­pa
http://www.cicero.de/weltbuehne/postdemokratie-rettungspolitik-eurokrise-hat-europa-undemokratischer-gemacht/57091«Euro­pa, höre das Schwei­zer Signal»
von Prof. Dr. Eber­hard Hamer
…Eben­so wie die Ame­ri­ka­ner ihre Angriffs­krie­ge mit der Phan­tom­ge­fahr von «Ter­ro­ris­mus» begrün­den, bekämp­fen jetzt die Euro-Funktionäre jede For­de­rung nach Mit­be­stim­mung der Völ­ker über das, wofür sie haf­ten und blu­ten sol­len als «Natio­nal­po­pu­lis­mus». Das inter­na­tio­na­le Gross­ka­pi­tal und die «ein­zi­ge Welt­macht» (Brze­zin­ski) wol­len kei­ne natio­na­le Mit­be­stim­mung, kei­ne wirk­li­che Demo­kra­tie in Euro­pa, son­dern nur eine schein­de­mo­kra­ti­sche Ver­klei­dung einer amerikanisch-europäischen Zen­tral­dik­ta­tur, wie der EU-Funktionär Juncker zum bes­ten gab: «Wir beschlies­sen etwas, stel­len es dann in den Raum und war­ten eini­ge Zeit ab, was pas­siert. Wenn es kein gros­ses Geschrei gibt und kei­ne Auf­stän­de, weil die meis­ten gar nicht begrei­fen, was da beschlos­sen wur­de, dann machen wir wei­ter; Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt…» So läuft die Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung in Euro­pa und die Macht­er­grei­fung der Brüs­se­ler Polit­kom­mis­si­on im Auf­trag der USA.
Die Furcht der Euro-Funktionäre, dass das Signal aus der Schweiz nun die Demo­kra­ten in Euro­pa wach­rüt­telt und sich bei der kom­men­den Euro­pa­wahl ernst­haf­ter Wider­stand der Demo­kra­ten nach Mit­be­stim­mung der euro­päi­schen Belas­tung für die Bür­ger erge­ben wür­de, wird nicht mit Argu­men­ten, son­dern mit dem Tot­schlag­s­ar­gu­ment «Natio­nal­po­pu­lis­mus» zu bekämp­fen ver­sucht. Damit zei­gen die Inter­na­tio­na­lis­ten, dass sie gegen jeden Wunsch jedes Vol­kes (popu­lus) ihre eige­nen Zen­tral­inter­es­sen ohne und gegen die Bür­ger wei­ter betrei­ben wol­len.
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1723Frei­han­dels­ab­kom­me­nEU will Son­der­rech­te für Kon­zer­ne
Die EU-Kommission hält ihre Posi­ti­on in den Frei­han­dels­ge­sprä­chen mit den USA geheim – ZEIT ONLINE macht sie öffent­lich und zeigt, wel­che Schutz­rech­te geplant sind
Es ist ein bri­san­tes Papier, und die EU-Kommission wei­gert sich, es zu ver­öf­fent­li­chen: ihren Ent­wurf für das Frei­han­dels­ab­kom­men (TTIP), das der­zeit zwi­schen den USA und der EU ver­han­delt wird. Das Papier for­mu­liert die Wün­sche, mit denen die Kom­mis­si­on in die Ver­hand­lun­gen geht. ZEIT ONLINE liegt es jetzt vor (sie­he unten).
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-02/freihandelsabkommen-eu-sonderrechte-konzerne

Klam­me Kommunen130 Mil­li­ar­den Euro Schul­den: Die­sen Städ­ten droht der Finanz­kol­laps
… „Die Bür­ger müs­sen sich auf eine neue Wel­le von Steuer- und Gebüh­ren­er­hö­hun­gen ein­stel­len – nach­dem es bereits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf brei­ter Front Erhö­hun­gen gab“, lau­te­te das Fazit von Ernst & Young.

Der Inves­ti­ti­ons­stau ist laut einer Umfra­ge der För­der­bank KfW gigan­tisch: 128 Mil­li­ar­den fehl­ten für die Sanie­rung von Stra­ßen und Schu­len. Ein Drit­tel der Kom­mu­nen geht davon aus, dass der Rück­stand in den nächs­ten fünf Jah­ren noch wei­ter anstei­gen wird.
http://www.focus.de/finanzen/steuern/klamme-kommunen-diesen-staedten-droht-der-finanzkollaps_id_3644992.html

Über­schul­dung und Abwan­de­rung rui­nie­ren deut­sche Städ­te
Vie­le Städ­te ste­cken in einer Abwärts­spi­ra­le aus Über­schul­dung, Abwan­de­rung und sin­ken­der Attrak­ti­vi­tät. Ihre Aus­ga­ben wach­sen deut­lich schnel­ler als ihre Ein­nah­men. Die Deut­schen müs­sen sich des­halb dar­auf ein­stel­len, dass die Rekord-Steuern und Gebüh­ren wei­ter anstei­gen.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/28/ueberschuldung-und-abwanderung-ruinieren-deutsche-staedte/

 

Wir wün­schen eine gute Woche!!

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