+++ Ein­la­dung zur 155.Mahnwache +++ Neu­es Wirt­schafts­gut­ach­ten zum B€R +++ Ter­mi­ne, Pres­se­schau & Co. +++

Wir laden ein zum 155. Mon­tags­pro­test auf dem Markt­platz und freu­en uns auf zahl­rei­che Teil­neh­mer.

Ein The­ma der Woche: Es wur­de ein neues/weiteres Gut­ach­ten zur Wirt­schaft­lich­keit des B€R ver­öf­fent­licht. Beauf­tragt wur­de es von den Grünen-Fraktionen in Abge­ord­ne­ten­haus, Bran­den­bur­ger Land­tag und Bun­des­tag.
Für die­je­ni­gen, die sich mit die­sem Pro­jekt schon etwas län­ger beschäf­ti­gen (z.B. Frank Wel­skop u.a.) ist das Ergeb­nis kei­ne Über­ra­schung: Das Pro­jekt B€R läuft finan­zi­ell völ­lig aus dem Ruder und wird den Steu­er­zah­ler über Jahr­zehn­te pro Jahr meh­re­re 100 Mil­lio­nen € Sub­ven­tio­nen kos­ten. Aber war­um das alles? War­um müs­sen die Steu­er­zah­ler eine Flug­ha­fen­ge­sell­schaft und Air­lines finan­zie­ren?
Die Fra­ge wird sein, wel­che Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen die Grü­nen und ande­re Par­tei­en aus den ver­öf­fent­lich­ten Zah­len? Ein­fach ein wei­ter so, Augen zu und durch???

Mit die­sem Ergeb­nis muss nun -wenn man sich nicht unglaub­wür­dig machen will- zwangs­läu­fig eine ande­re Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sem Pro­jekt erfol­gen. Dazu gehört min­des­tens eine fun­dier­te Bestands­auf­nah­me, die den der­zei­ti­gen Stand genau­so umfasst wie die zu erwar­ten­den finan­zi­el­len Fol­gen.
Dafür muss man jetzt einen Schnitt machen und das Pro­jekt vor­erst stop­pen, damit nicht TAG für TAG und MONAT für MONAT wei­te­res gutes Geld dem schlech­ten hin­ter­her­ge­wor­fen wird, und wei­te­re Fak­ten geschaf­fen wer­den, ohne dass man eigent­lich weiß, was am Ende raus­kommt.
Die­ses Fak­ten­schaf­fen bis zur Alter­na­tiv­lo­sig­keit muss auf­hö­ren!
Es müs­sen ver­schie­de­ne Sze­na­ri­en unter­sucht, dis­ku­tiert und dann im Ergeb­nis ver­gli­chen wer­den.
Bei so vie­len Steu­er­mil­li­ar­den darf es jetzt auf ein paar Mona­te der Klä­rung nicht ankom­men!
Die Berich­te der Medi­en zum Ergeb­nis des Gut­ach­tens gibt es in der Pres­se­schau.

Dass schon jetzt Gel­der an allen Ecken und Enden feh­len, sieht und hört man in Ber­lin und Bran­den­burg auf Schritt und Tritt. Ein wei­te­res klei­nes Bei­spiel aus Köpe­nick ist die vor­ge­se­he­ne Schlie­ßung der Bobrowski-Bibliothek. Dar­auf soll mit einem Akti­ons­tag auf­merk­sam gemacht wer­den (sie­he Ter­mi­ne).

Das o.g. Gut­ach­ten gibt es hier zum Down­load:
http://www.gruene-fraktion-brandenburg.de/fileadmin/ltf_brandenburg/Dokumente/Studien_und_Gutachten/Studie_Wirtschaftliche_Situation_BER.pdf

Wei­te­re aktu­el­le INFOS und Berich­te gibt es auch immer hier:

Aktu­el­les


https://www.facebook.com/fbi.berlin

<h2<RÜCKBLICK

Pro­test­ak­ti­on beim dies­jäh­ri­gen Hof­fest des Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters am 04.06.2014
• Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.686794298024467.1073741900.192148484155720&type=1
• Bericht (mit Bild von der Demo) in der BZ:
IMAG0897.jpg

TERMINE

27.06.2014 16 bis 18 Uhr:
(Aktions)Ausleihtag zum Erhalt der Stadt­teil­bi­blio­the­ken in Fried­richs­ha­gen
Wir bit­ten Sie/ Euch, den „Aus­leih­tag“ von BIBER zu unter­stüt­zen und am 27. Juni 2014 von 16 bis 18 Uhr mög­lichst vie­le Bücher, Ton­trä­ger etc. aus­zu­lei­hen. Set­zen wir gemein­sam ein ein­drucks­vol­les Zei­chen, dass uns (Kietz)Kultur wich­tig ist – und zwar mit kom­mu­na­len Musik­schu­len u n d Biblio­the­ken!
Mehr Infor­ma­tio­nen in weni­gen Tagen unter http://www.maulbeerblatt.com
oder schon jetzt in der neu­es­ten Print-Ausgabe des Maul­beer­blat­tes.

Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung

„SULFATE IN DER SPREE“

Gast: Sil­ke Gebel, MdA, umwelt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen Frak­ti­on
am 27.06.2014 (18:00 – 20:00)
Ort: Gast­stät­te Ruder­club Ägir, Spree­str. 1, 12587 Ber­lin
http://www.gruene-treptow-koepenick.de/bezirksgruppe/termine/?tx_cal_controller[getdate]=20140604&tx_cal_controller[offset]=1&cHash=25502218cf127c5816f0e2676e89311d

NEUE DOKUMENTE AUF BER-WATCH

BVBB-Dokumentation Zah­len Fak­ten 15. Mai 1998 – PDF im Anhang und auf:
https://ber.piratenfraktion-berlin.de/media/documents/3897_001.pdf

BVBB-Gesamtkonzept für einen Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg Inter­na­tio­nal – PDF im Anhang und auf:
https://ber.piratenfraktion-berlin.de/dokumente/

Pres­se­mel­dung fdc Air­port Con­sult

Vom 05. Juni 2014
Der zuver­sicht­li­che Weg ins Nichts
„Der Flug­ha­fen BER ist auf dem rich­ti­gen Weg und die begon­ne­nen Arbei­ten wer­den auch ohne Pro­fes­sor Groß­mann wei­ter­ge­führt.“ Die­se Mel­dung vom 03. Juni 2014 lässt nichts Gutes erah­nen.
Seit über zwei Jah­ren herrscht auf „Deutsch­lands größ­ter Bau­stel­le mit dem moderns­ten Flug­ha­fen Euro­pas“ still­stand und ein Ende ist nicht abseh­bar. Man hat Feh­ler gezählt, Pla­ner gefeu­ert und geheu­ert, Exper­ten ohne Exper­ti­se geholt, einen End­los­sprint gestar­tet, vor­an­ge­kom­men ist man nicht.
Am Ende des beschrit­te­nen Wegs mag eine funk­tio­nie­ren­de Ent­rau­chungs­an­la­ge ste­hen, einen funk­tio­na­len Flug­ha­fen wird es so nicht geben.
Der Luft­ver­kehr in Ber­lin wächst und die Flug­ha­fen­an­la­gen des BER wer­den immer klei­ner. Der Luft­ver­kehrs­stand­ort Ber­lin Bran­den­burg ver­liert an Bedeu­tung. Wer den Satel­li­ten als Pro­blem­lö­sung pro­pa­giert wird wei­te­re Mil­lio­nen ver­pul­vern; mehr Kapa­zi­tät gibt es damit nicht. Der Satel­lit ist War­te­flä­che pur. War­te­flä­chen gibt es genug. Es feh­len Abfer­ti­gungs­an­la­gen.
Die Gesell­schaf­ter set­zen alternativ- und taten­los auf den Erfolg der bis­he­ri­gen Ver­sa­ger. Statt mit Auf­fang­po­si­tio­nen zu ent­wi­ckeln, wird das end­gül­ti­ge Aus ange­steu­ert.
So wird ein anspruchs­vol­les Pro­jekt von über­for­der­ten Pla­nern, kon­zep­ti­ons­lo­sen Auf­trag­ge­bern und stol­zen Poli­ti­kern gegen die Wand gefah­ren. Das Ergeb­nis wird nicht nur die öffent­li­chen Kas­sen belas­ten, son­dern auch den Luft­ver­kehrs­stand­ort Ber­lin Bran­den­burg nach­hal­tig schä­di­gen. Aus die­ser Kri­se wer­den nur unkon­ven­tio­nel­le Wege füh­ren. Dazu scheint es aber allen Betei­lig­ten an Mut zu feh­len.
(Die­ter Fau­len­bach da Cos­ta)
http://ber-na.de/Aktuelles/files/ber-2014-2.pdf

KOMMENTARE/Infos aus den BI´n

Anmer­kung zur PM der GRÜNEN vom 12.5.2014 (im Anhang)
Die Berech­nun­gen zum finan­zi­el­len GAU des BER scho­cken wahr­schein­lich immer noch nicht, denn die GRÜNEN wol­len in Bezug auf die jähr­lich erfor­der­li­chen Zuschüs­se i.H.v. 500.000 Mio., wahr­schein­lich nur 495.000 Mio.anstreben, als halb­sei­de­ne Mini­mie­rung der Las­ten für die öffent­li­che Hand.
Auch wenn Hof­rei­ter kürz­lich von einer erfor­der­li­chen Ent­ker­nung des BER sprach, der Stand­ort­wunsch der GRÜNEN ist Schö­ne­feld!
Zitat aus der PM der Grü­nen (sie­he PDF im Anhang): „Den Vor­schlag eines kom­plet­ten Neu­baus an ande­rer Stel­le nann­te AXEL VOGEL „aus Sicht vie­ler Anrai­ner zwar nach­voll­zieh­bar, aber illu­so­risch“. Es gibt kei­ne men­schen­lee­ren Gebie­te in Deutsch­land. Jeder neue Stand­ort schafft neue Pro­ble­me, bringt neue Betrof­fe­ne und Wider­stän­de her­vor. Es sei zudem nicht davon aus­zu­ge­hen, dass die Lan­des­re­gie­run­gen von Ber­lin und Bran­den­burg, die schon mit der Suche nach pri­va­ten Flug­ha­fen­be­trei­bern für den
BER geschei­tert sind, im zwei­ten Anlauf erfolg­rei­cher wären.“ ….
„Ziel ist es, einen Weg zu fin­den, um die abseh­ba­ren jähr­li­chen Zuschüs­se aus den öffent­li­chen Haus­hal­ten zu mini­mie­ren.“

Meh­dorn und Wowe­reit außer Kon­trol­le

Es wird wei­ter­hin getäuscht, gelo­gen – aber es wer­den kei­ne Kon­se­quen­zen gezo­gen!
Wie viel sich die BER-Versager Wowe­reit (SPD) und sein Freun­derl Meh­dorn (Vors. GF FBB) wei­ter­hin an Lügen und Täu­schun­gen leis­ten kön­nen, demons­trier­ten sie unbe­scha­det im Haupt­aus­schuss des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses am 04.06.14. Offen­sicht­lich ver­such­ten die Abge­ord­ne­ten, die bis heu­te ihre Ver­ant­wor­tung und ihre Kon­troll­pflich­ten nicht wahr­neh­men, Wowe­reit und Meh­dorn zum zig­ten Male eine Hil­fe­stel­lung zu geben, die es ihnen erlaub­te, den Aus­schuss und die Öffent­lich­keit wie­der­um mit Schau­er­mär­chen zu bedie­nen. Dass weder Meh­dorn noch Wowe­reit, der Auf­sichts­rat, die Gesell­schaf­ter oder die Abge­ord­ne­ten, die die Regie­run­gen „tra­gen“, ein Kon­zept haben, um auch unter den Fol­gen von Kor­rup­ti eine Inbe­trieb­nah­me des BER sicher­zu­stel­len, ist auch nach die­ser Sit­zung des Haupt­aus­schus­ses nicht zu bestrei­ten. Fau­len­bach da Cos­ta (FdC) hat das Dilem­ma und die Hilf­lo­sig­keit mit einem Satz gegei­ßelt: „Der zuver­sicht­li­che Weg ins Nichts“ (Pres­se­mel­dung FdC: http://ber-na.de/Aktuelles/files/ber-2014-2.pdf).
Dafür lügen und täu­schen sie wei­ter­hin und ver­tu­schen die Wahr­heit

Lüge Nr. 1
Ohne Nach­weis erklär­te Meh­dorn den Abge­ord­ne­ten, dass Kor­rup­ti Groß­mann, den er selbst zum hoch­do­tier­ten Tech­nik­chef gemacht hat­te und nun geschasst hat, vor der Korruptions-Staatsanwaltschaft Neu­rup­pin sei­ne Schuld „halb­wegs“ ein­ge­stan­den hät­te. Dar­auf kam post­wen­dend die Ant­wort in Form einer Erklä­rung von Groß­manns Fir­ma (Gicon): Meh­dorn sei „irre“, es hät­te gar kei­ne Ver­neh­mung von Groß­mann gege­ben – so lau­te­te die Behaup­tung zur Abwehr von Meh­dorns „Geschich­te“ vor den Abge­ord­ne­ten. Dicker noch: Es wur­de erneut ange­kün­digt, dass alle Vor­wür­fe gegen Groß­mann ent­kräf­tet wür­den. Zuerst wol­le man nun mit allen Mit­teln gegen Vor­ver­ur­tei­lun­gen vor­ge­hen.

Fazit:
Ent­we­der war Meh­dorn mit sei­nen unbe­wie­se­nen Aus­sa­gen höchst leicht­sin­nig und woll­te sich durch die­se Unwahr­heit ins, aus sei­ner Sicht, rich­ti­ge Licht rücken – oder die Erklä­rung der Fir­ma Gicon war eine Lüge. Im Ergeb­nis wur­den die Abge­ord­ne­ten an der Nase her­um­ge­führt!

Lüge Nr. 2
Wer sich erin­nert weiß, dass Meh­dorn und sein Auf­sichts­rat bis­her unwi­der­spro­chen immer wenigs­tens einen zwei­ten Vor­stand für den tech­ni­schen Bereich der FBB für unver­zicht­bar hiel­ten. Nach­dem Meh­dorn und sein inkom­pe­ten­ter Auf­sichts­rat den noch vor Jah­res­frist hoch­ge­lob­ten Tech­nik­vor­stand Amann als von Meh­dorn erkann­te fach­li­che Nie­te, bei Fort­zah­lung sei­ner Vor­stands­be­zü­ge, von der Auf­ga­be ent­bun­den hat­ten und ihn in eine schlecht aus­ge­stat­te­te Schreib­stu­be ohne Sitz­ecke abscho­ben, kommt jetzt die Meh­dorn­sche Erkennt­nis: „Wir haben zwei Geschäfts­füh­rer und das reicht!“ Was denn nun?

Fazit:
Hat der Auf­sichts­rat gelo­gen, als er Amann berief, viel­leicht in Untreue gehan­delt, als er einen teu­ren Geschäfts­füh­rer ein­stell­te? Der war doch dann laut Alles­wis­ser Meh­dorn über­flüs­sig! Oder wer hat da gelo­gen? Der Auf­sichts­rat, der Amann als drit­ten Geschäfts­füh­rer für unab­ding­bar hielt, oder jetzt Meh­dorn, der sol­che Behaup­tun­gen, zwei Geschäfts­füh­rer reich­ten, aus sach­frem­den Erwä­gun­gen auf­stellt? Im Ergeb­nis wur­den die Abge­ord­ne­ten an der Nase her­um­ge­führt!

Lüge Nr. 3
Auch hat Meh­dorn wochen­lang ver­brei­tet: Ich brau­che sofort Geld. Es reicht nur noch bis Ende Juni 2014. Der Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­ta­ges habe vor gut 4 Wochen durch Frei­ga­be von ca. 29 Mio. Euro die Insol­venz kurz­fris­tig auf­ge­hal­ten. Jetzt ver­mit­telt er ange­be­risch eine Ent­war­nung der Insol­venz­ge­fahr. Dazu bin­det Meh­dorn den Abge­ord­ne­ten die­ses Mär­chen auf: Wir haben nun noch genü­gend Geld, denn die Flug­ha­fen­an­lie­ger rufen die Mit­tel für den Lärm­schutz lang­sa­mer bzw. gar nicht ab. Jetzt, weil die Flug­ha­fen­an­lie­ger säu­mig sind, reicht das Geld der FBB noch bis ins nächs­te Jahr. Die­se Aus­sa­ge ist eine dreis­te Lüge! Tat­sa­che ist, die Flug­ha­fen­an­lie­ger kön­nen die Mit­tel für den Lärm­schutz nicht abru­fen, weil die FBB unwil­lig oder unfä­hig ist, die ver­trag­li­chen Vor­aus­set­zun­gen zu erfül­len und die Wert­ermitt­lun­gen und den Schutz­um­fang pro betrof­fe­ne Immo­bi­lie zu ermit­teln. Dann macht Meh­dorn auch kei­ne Anga­ben dar­über, wie viel denn die Ermitt­lung an Gut­ach­ter­kos­ten ver­ur­sacht und wie lan­ge es dau­ern wird, bis jeder Betrof­fe­ne weiß, ob sein Haus noch gegen Lärm­schutz gesi­chert wer­den kann oder durch Abfin­dung zur Schrott­im­mo­bi­lie degra­diert wird.

Fazit
Was für einen Bären hat Meh­dorn den Abge­ord­ne­ten mit die­ser Begrün­dung für die plötz­li­che Sol­venz der FBB auf­ge­bun­den! Anzu­neh­men ist, dass sich die Abge­ord­ne­ten gern belü­gen lie­ßen, weil sie damit der Ver­ant­wor­tung ent­ho­ben waren, sofort Haus­halts­mit­tel zu Ver­fü­gung stel­len zu müs­sen, um einen Kon­kurs der FBB abzu­wen­den. Für den Lärm­schutz ist dann aber kein Geld mehr da. Somit ist auch erklär­bar, war­um die FBB nicht unver­züg­lich ihrer Pflicht nach­kommt, den Lärm­schutz zu sichern. Mög­lich ist aber auch, dass sich ein Lärm­schutz erüb­rigt und dafür kein Geld mehr aus­ge­ge­ben wer­den soll, weil Meh­dorn und Wowe­reit wis­sen, dass die­ser Fluch­ha­fen nicht mehr fer­tig wird.

Lüge Nr. 4
Ob es durch Kor­rup­ti einen Zeit­ver­lust für die „Irgendwann-Inbetriebnahme“ gibt oder auch nicht, konnte/wollte Meh­dorn den Abge­ord­ne­ten nicht sagen. Als Kri­te­ri­en für die Zeit­an­ga­be einer Inbe­trieb­nah­me schwa­dro­nier­te er dann den Abge­ord­ne­ten vor: Das hängt davon ab, ob für den geschass­ten Groß­mann ein Nach­fol­ger gefun­den wird. Er sich­te schon! Immer­hin: 16 Fach­leu­te, die Groß­mann mit­ge­bracht hat­te, sol­len nach Prü­fung wei­ter­ar­bei­ten. Da lie­ge nun schrift­lich vor, dass sie von den Machen­schaf­ten ihres Chefs, Groß­mann, nichts gewusst haben. Den Abge­ord­ne­ten ist da wohl nicht auf­ge­fal­len, was die­ser Schwa­dro­neur, der selbst­er­nann­te „Dödel“, Meh­dorn, bis­her immer als Inbetriebnahme-Geschichte erzählt hat. Sicher kön­ne man sagen, wie es mit dem Ter­min ste­he, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sei­en: Die Plä­ne für die nun neue Brand­schutz­an­la­ge müs­sen voll­stän­dig vor­lie­gen und bau­recht­lich geneh­migt sein. Die Fir­ma Sie­mens benö­ti­ge dann nach sei­nen und eige­nen Aus­sa­gen 18 Mona­te, um die Anla­ge betriebs­be­reit fer­tig­zu­stel­len. Da darf man fra­gen: War­um kei­ne Anga­ben zum Ter­min? Wenn die Plä­ne fer­tig sind, die vom geschass­ten Groß­mann tech­nisch umge­setzt wer­den sol­len, kann man kei­nen Ter­min nen­nen? Von heu­te an benö­tigt Sie­mens 18 Mona­te. D. h. Mit­te 2016, nach Pro­be­be­trieb könn­te dann nach Meh­dorn der Flug­ha­fen auch abge­nom­men in Betrieb gehen.

Fazit:
Meh­dorn glaubt selbst nicht mehr, dass es einen Inbe­trieb­nah­me­ter­min gibt. So wie er bis­her den Zeit­ho­ri­zont und die Bedin­gun­gen vor­ge­schwa­felt hat, käme Mit­te 2016 in Fra­ge. Wenn er nun den Inbe­trieb­nah­me­ter­min davon abhän­gig macht, ob, wann oder über­haupt er noch einen neu­en Technik-Verantwortlichen ein­stel­len kann, dann lügt er vor dem Hin­ter­grund der Grün­de, die er bis­her ver­mit­telt hat. Schlim­mer noch, er weiß sel­ber nicht mehr, ob er es noch erlebt, dass auch nur ein Pas­sa­gier am BER abge­fer­tigt wird.

Lüge Nr. 5
Die 5. Lüge muss Wowe­reit allei­ne ver­ant­wor­ten.
Weil gilt „mitgefangen/mitgehangen“, erzählt er den Abge­ord­ne­ten: Flug­ha­fen­chef Meh­dorn habe dar­auf „rich­tig und kon­se­quent“ reagiert, indem er dar­auf set­ze, den Fall auf­zu­klä­ren. Was Wowe­reit scham­haft ver­schweigt ist die Tat­sa­che, dass Meh­dorn schlam­pig bis unver­ant­wort­lich mit die­ser Affä­re umge­gan­gen ist. Schon Mit­te 2013 hat­te Trans­pa­ren­cy die­sen Alles­kön­ner auf mög­li­che kor­rup­ti­ve Ver­trags­ver­let­zun­gen auf­merk­sam gemacht. Ergeb­nis: Groß­mann. Die Art und Wei­se und der wohl gren­zen­lo­se Leicht­sinn, mit dem Groß­mann dann zunächst als Fir­ma und spä­ter als Ange­stell­ter der FBB „ein­ge­kauft“ wur­de, ist schon allei­ne ein Grund, Meh­dorn eben­falls zu schas­sen. Wenn dann auch noch stimmt, dass Groß­mann die Wen­de 1989 des­halb gut über­stan­den hat, weil er schon in der DDR gut ver­netzt war, dann wird erst recht klar, dass Meh­dorn bei per­so­nel­len Ent­schei­dun­gen unpro­fes­sio­nell aus sei­nem Bauch­ge­fühl vor­geht.

Fazit:
Wowe­reit ist so an Meh­dorn geket­tet, dass er die Wahr­hei­ten hin­ter des­sen „Geschich­ten“ nicht mehr benen­nen kann. Es hie­ße, Wowe­reit völ­lig zu unter­schät­zen, wenn man ihm unter­stellt, er wis­se nicht, dass der BER auch dank Meh­dorn vor die Wand gefah­ren ist. Dass er mit sei­ner Behaup­tung, Meh­dorn hät­te rich­tig und kon­se­quent auf Kor­rup­ti reagiert, sich selbst und ande­re belügt, gehört zu sei­ner Ver­tei­di­gungs­li­nie. Wowe­reit wie auch die gan­ze poli­ti­sche Klas­se weiß: Wenn Meh­dorn geht, ist auch er erle­digt. Weil dies auch die Abge­ord­ne­ten wis­sen, die als Par­tei­sol­da­ten Wowe­reits „Treu­ge­ber“ sind oder sein war­mes Koali­ti­ons­bett mit ihm tei­len, wird es von den Par­la­men­ten kei­ne Umkehr hin zu sach­ori­en­tier­ten Ent­schei­dun­gen auf der Grund­la­ge von Wahr­heit geben.

Merk­pos­ten
„Wir wer­den fer­ti­ger und fer­ti­ger“ war dann noch eine Durch­hal­te­pa­ro­le, die Meh­dorn der Abge­ord­ne­ten auf­schwätz­te. Selbst die­se Aus­sa­ge ist nicht die Wahr­heit. Frei nach Trappa­to­ni muss es wahr­heits­ge­mäß hei­ßen: „Meh­dorn und Wowe­reit haben fer­tig“. Es wird so lan­ge wei­ter gelo­gen und getäuscht wer­den, wie Wowe­reit und Meh­dorn für das Desas­ter ver­ant­wort­lich sind und die Abge­ord­ne­ten ihrer Pflicht nicht nach­kom­men.
Sie müs­sen aber den Neu­an­fang als Lösung durch­set­zen.
Neu­an­fang heißt: Schluss mit der Lach­num­mer “Wir ver­su­chen einen Flug­ha­fen zu bau­en“ und Aus­schrei­bung für einen pri­vat finan­zier­ten und zu betrei­ben­den Groß­flug­ha­fen an einem ande­ren Stand­ort ( sie­he hier:http://ber-na.de/Aktuelles/NNK/index.html).
Redak­ti­on
Neue Akti­on (NA)

Wo bleibt der Staats­an­walt?
Untreue des BER-Aufsichtsrates und der Gesell­schaf­ter­ver­tre­ter!?
Mit der Über­schrift zum Bericht von Bene­dict Ugar­te Chacón (Pira­ten) im „ND“ vom 11.06.14 „Geschäfts­füh­rung ging am BER 2008 vol­les Risi­ko“ wur­de nur die harm­lo­se Vari­an­te des Skan­dals – der Ver­schie­bun­gen der Inbe­trieb­nah­me­ter­mi­ne – des BER beschrie­ben. Die straf­wür­di­ge Vari­an­te wird dann text­lich so wie­der­ge­ge­ben: …..“Die FBB-Geschäftsführung konn­te sich für sol­che Vor­schlä­ge nicht erwär­men. So heißt es im Bespre­chungs­pro­to­koll knapp, es sei fest­ge­legt wor­den, dass »Vari­an­te 1 Eröff­nung Okto­ber 2011 unter zur Kennt­nis­nah­me der damit ver­bun­de­nen Termin- und Kos­ten­ri­si­ken ver­folgt wird«. Der Auf­sichts­rat folg­te der Geschäfts­füh­rung und ent­schied sich für die Bei­be­hal­tung des Ter­mins, was Drees&Sommer in ihrem »Pro­jekt­sta­tus­be­richt Nr. 12/2008« wie folgt kom­men­tier­ten: »Für das Gesamt­pro­jekt besteht daher ein erheb­li­ches Risi­ko.« Der Ver­trag mit Drees&Sommer wur­de schließ­lich nicht ver­län­gert“…

Der Auf­sichts­rat folg­te der Geschäfts­füh­rung, was heißt: Er war über alle Risi­ken infor­miert und hat sie den­noch miss­ach­tet. Der Auf­sichts­rat hat „ja“ gesagt zu allen Fol­gen aus den Risi­ken, die das Bera­tungs­un­ter­neh­men Drees&Sommer (Pro­jekt­ana­ly­sen Novem­ber 2008) iden­ti­fi­ziert und vor­ge­tra­gen hat.
In der Auf­sichts­rats­sit­zung am 12. Dezem­ber 2008 hat GF Schwarz dann im Detail auch noch alle mög­li­chen Lösungs­va­ri­an­ten für die Siche­rung eines Inbe­trieb­nah­me­ter­mins bei Ver­zö­ge­rung von 6 Mona­ten erläu­tert.
Zitat zum Bericht:….“ So ist die Rede von »fehlende(r) Pla­nungs­tie­fe durch bau­be­glei­ten­de Pla­nung sowie in die Pla­nung zu inte­grie­ren­de Nut­zungs­än­de­run­gen« und davon, dass zum Zeit­punkt der Auf­trags­er­tei­lung »aus­füh­rungs­rei­fe und in sich abge­schlos­se­ne Plan­pa­ke­te« feh­len wür­den. Auch ist die Rede von »wei­te­ren Kos­ten­trei­bern durch hohes Nach­trags­po­ten­zi­al wegen unschar­fer Aus­schrei­bun­gen und durch Maß­nah­men zur Sta­bi­li­sie­rung von gestör­ten Planungs- und Bau­ab­läu­fen«.
In vol­ler Kennt­nis der fach­lich begrün­de­ten Erkennt­nis­se…
Zitat:
….“ Wei­ter­hin sei ein Fest­hal­ten an dem Ter­min nicht wirt­schaft­lich, da Beschleu­ni­gungs­maß­nah­men mit höhe­ren Kos­ten ver­bun­den wären und den Bau­fir­men signa­li­siert wer­de, dass »hohe Ange­bo­te aus Ter­min­grün­den zwangs­läu­fig akzep­tiert wer­den«. Zudem bege­be sich die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft in eine Situa­ti­on, in der die Fir­men ver­zö­gert arbei­ten könn­ten, »um dadurch For­de­run­gen bes­ser durch­set­zen zu kön­nen«.
…hat sich die­ser Auf­sichts­rat für eine Lösung ent­schie­den, von der klar war, dass nun noch höhe­re Kos­ten anfal­len – ohne die Sicher­heit zu haben, dass der Ter­min der Inbe­trieb­nah­me im Okto­ber 2011 gehal­ten wer­den kann.
Mit Sicher­heit anzu­neh­men ist auch, dass die Gesell­schaf­ter­ver­tre­ter Wowe­reit (SPD), Plat­z­eck (SPD) und Ram­sau­er (CSU) eben­falls von Schwarz über nun zu erwar­ten­de Kos­ten­stei­ge­run­gen infor­miert wur­den.
Fazit:
Bis­her haben Wowe­reit und der Auf­sichts­rat erfolg­reich ver­tuscht, dass Schwarz sie über eine kom­men­de Ter­min­ver­schie­bung und so oder so kom­men­de Kos­ten­stei­ge­run­gen infor­miert hat­te. Da bestand die Absicht, zunächst den GF Kört­gen zum Schul­di­gen des sich anbah­nen­den Desas­ters zu machen, um dann Schwarz als nächs­ten Schul­di­gen in der Hin­ter­hand zu haben.
Um die eige­ne Schuld/Verantwortung zu ver­tu­schen und ein Risi­ko auf Schwarz und Kört­gen abschie­ben zu kön­nen, wur­den stei­gen­de Kos­ten in Mil­li­ar­den­hö­he bil­li­gend in Kauf genom­men. Da kann der Steu­er­zah­ler zu Recht Untreue ver­mu­ten, weil auch die­se Kos­ten­stei­ge­run­gen nur aus den öffent­li­chen Haus­hal­ten finan­ziert wer­den kön­nen.
Immer­hin konn­ten Gesell­schaf­ter und Auf­sichts­rat zur Ablen­kung eige­nen Ver­sa­gens den Über­brin­ger der schlech­ten Bot­schaft, Drees&Sommer, ent­sor­gen, um dann in wei­te­ren Akten der Ver­zweif­lung ihr unse­riö­ses Han­deln zu ver­tu­schen.
Die Geschäfts­füh­rer Kört­gen, Amann und zuletzt Schwarz mit Mil­lio­nen­ab­fin­dun­gen zu ent­sor­gen, das war die Lösung, um sich selbst zum Sau­ber­mann rein­zu­wa­schen. Zu erwar­ten, dass nun end­lich die Abge­ord­ne­ten in den Par­la­men­ten mit der Steu­er­geld­ver­nich­tung Schluss machen und einen Neu­an­fang erzwin­gen, ist rei­ne Illu­si­on.
Da bleibt nur die Hoff­nung, dass wie in Rhein­land Pfalz (Affä­re Nür­burg­ring) jetzt auch in Ber­lin und Bran­den­burg die Staats­an­walt­schaft ihre Pflicht zum Ein­grei­fen erkennt.
Redak­ti­on
Neue Akti­on (NA)
www.ber-na.de/

Pres­se­mel­dung der Neu­en Akti­on ( NA ) zur Flug­lärm­kon­fe­renz der „Grü­nen“

…. Wirk­sa­me Pro­blem­lö­sun­gen zur Bewäl­ti­gung des Flug­lärms oder der Sicher­stel­lung von Wirt­schaft­lich­keit des BER, wer­den weder vor­ge­stellt noch dis­ku­tiert. An die tat­säch­li­che Pro­blem­lö­sung, Nach­nut­zung BER Schö­ne­feld und Neu­pla­nung , z. B. in Spe­ren­berg wagen sie sich aus ideo­lo­gi­schen Grün­den nicht her­an. Der BER – Stand­ort als Ursa­che der Jam­me­rei wird eben­so wenig in Fra­ge gestellt wie sei­ne per­spek­ti­vi­sche Auf­ga­be als Alter­na­ti­ve gefor­dert. ….
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Aktons­bünd­nis Berlin-Brandenburg (ABB): www.abb-ber.de
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PRESSESCHAU

Finanz­wis­sen­schaft­ler legt Stu­die vor – BER könn­te dau­er­haft Ver­lus­te machen
Wie wirt­schaft­lich kann und wird der Flug­ha­fen BER eigent­lich sein? Die­se Fra­ge woll­ten die Grünen-Fraktionen in Abge­ord­ne­ten­haus, Bran­den­bur­ger Land­tag und Bun­des­tag beant­wor­tet wis­sen. Das Ergeb­nis liegt vor: Es ist nie­der­schmet­ternd, denn das Pro­jekt BER läuft finan­zi­ell völ­lig aus dem Ruder. Von Tho­mas Rau­ten­berg
Der Chem­nit­zer Finanz­wis­sen­schaft­ler Fried­rich Thie­ßen hat sei­ne Wirt­schaft­lich­keits­stu­die aus­ge­spro­chen vor­sich­tig for­mu­liert. Auf der Ein­nah­me­sei­te der Ber­li­ner Flug­ha­fen­ge­sell­schaft hat er groß­zü­gig drauf­ge­legt, und auch auf der Aus­ga­ben­sei­te hat er den güns­tigs­ten Fall ange­nom­men. Den­noch bleibt das Ergeb­nis ein Desas­ter – am Ende eines jeden Jah­res mit Flug­be­trieb am BER wird ein wirt­schaft­li­ches Minus von rund 150 Mil­lio­nen Euro ste­hen.
Man müs­se kein Pes­si­mist sein um sich offen das wirt­schaft­li­che Schei­tern ein­zu­ge­ste­hen, sag­te der Vize-Fraktionschef der Grü­nen im Bun­des­tag, Oli­ver Kri­scher. „Auch alle Wachs­tums­phan­ta­si­en, die es da von dem einen oder ande­ren gibt, wer­den nicht dazu füh­ren, dass wir hier am Ende die Inves­ti­ti­ons­kos­ten zurück­ver­die­nen wer­den.“
In jedem Fall müss­te die Ber­li­ner Flug­ha­fen­ge­sell­schaft ihre Ein­nah­men deut­lich stei­gern. Bei­spiels­wei­se über erhöh­te Abfertigungs- sowie Start- und Lan­de­ge­büh­ren, sag­te Finanz­wiss­sen­schaft­ler Thie­ßen, aber da höre er schon die Air­lines schrei­en. Bei den Pas­sa­gie­ren jeden­falls wird die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft nicht groß zulan­gen kön­nen. Es wer­de schwie­rig, das „typi­sche Ber­li­ner Kli­en­tel“, das künf­tig am BER ver­keh­ren wird, zum Kauf von Luxus­gü­tern zu bewe­gen. „50 Pro­zent sind Low-Cost- Rei­sen­de. Die wol­len ihr Geld viel­leicht in der Ber­li­ner Innen­stadt aus­ge­ben, aber nicht am Flug­ha­fen für irgend­ein Zeug.“
Pop: „Man kann an die­ser Stel­le von einem Deba­kel spre­chen“
Für die Ber­li­ner Grü­nen­frak­ti­ons­chefin Ramo­na Pop ist der finan­zi­el­le Offen­ba­rungs­eid der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft nur noch eine Fra­ge der Zeit. Eine Kli­ma der Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit habe dazu geführt, dass dem schlech­ten Geld immer mehr gutes hin­ter­her gewor­fen wer­den müs­se, so Popp. „Das Geld, das wir da rein gesteckt haben, ist defi­ni­tiv weg.“ Und wenn der Flug­ha­fen ans Netz gehe, ent­ste­he noch mehr wirt­schaft­li­cher Scha­den. „Je teu­rer er wird, des­to mehr Geld ist auf der einen Sei­te weg und des­to schwie­ri­ger wird es auf der ande­ren Sei­te auch, das durch Erlö­se zu refi­nan­zie­ren. Ich glau­be, man kann an die­ser Stel­le schon von einem Deba­kel spre­chen.“
Ein zu erwar­ten­des jähr­li­ches Minus von min­des­tens 150 Mil­lio­nen Euro wür­de natür­lich die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on auf den Plan rufen, die auf staat­li­che Sub­ven­tio­nen bei Flug­ha­fen­pro­jek­ten beson­ders all­er­gisch reagiert. Die Fol­ge wäre zwei­fel­los eine Pri­va­ti­sie­rung des BER. Offen­bar gibt es bereits Pla­nun­gen, die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft in eine Art Betriebs­ge­sell­schaft auf der einen und eine Bad Bank auf der ande­ren Sei­te auf­zu­spal­ten. So könn­te der künf­ti­ge Haupt­stadt­flug­ha­fen wirt­schaft­lich arbei­ten, die Ver­lus­te die­ser Bad Bank aber müss­ten die Steu­er­zah­ler tra­gen.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/wirtschaftlichkeitsstudie-ber-hohes-jaehrliches-minus.html

Gut­ach­ter erwar­ten Finanz­de­sas­ter am BER
Noch ist der Flug­ha­fen nicht eröff­net und schon steckt er laut einem Gut­ach­ten tief in den roten Zah­len. Finanz­ex­per­ten rech­nen damit, dass der BER die Milliarden-Investitionen nie ein­flie­gen wird.
Der neue Haupt­stadt­flug­ha­fen wird einem Gut­ach­ten zufol­ge sat­te Millionen-Verluste pro Jahr ein­fah­ren. Die Stu­die wur­de am Mitt­woch in Pots­dam von den Grünen-Fraktionen aus dem Bun­des­tag, dem Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus und dem Bran­den­bur­ger Land­tag vor­ge­legt und von einem Chem­nit­zer Finanz­wis­sen­schaft­ler erstellt.
Die bis­he­ri­ge Inves­ti­ti­ons­sum­me in Höhe von 4,7 Mil­li­ar­den Euro sei aus dem Geschäfts­be­trieb her­aus schon jetzt nicht mehr her­ein­hol­bar, es sei denn, die Erlö­se wür­den unrea­lis­tisch erhöht, erklär­te Gut­ach­ter Fried­rich Thie­ßen. In die­se Pro­gno­se sei der von Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn gefor­der­te Nach­schlag von 1,1 Mil­li­ar­den Euro noch nicht ein­ge­rech­net.
In einem Bei­spiel kon­kre­ti­sier­te Thie­ßen den jähr­li­chen Ver­lust auf rund 150 Mil­lio­nen Euro, wenn es bei den 4,7 Mil­li­ar­den Euro blie­be und die Ein­nah­men durch Flug­ha­fen­ge­büh­ren und Erlö­se durch die Ter­mi­nal­shops um 50 Pro­zent erhöht wür­den. Die Liqui­di­tät des Flug­ha­fens wäre gera­de noch gege­ben. Kon­kret bedeu­te das: Der Flug­ha­fen habe Geld auf der Bank, ver­brau­che aber sein Ver­mö­gen, das mit Mit­tel der Steu­er­zah­ler auf­ge­baut wor­den sei, erklär­te der Exper­te.

Grü­ne for­dern belast­ba­res Finanz­kon­zept
„Schon jetzt zeich­net sich ein finan­zi­el­les Desas­ter ab“, sag­te die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus, Ramo­na Pop. Als mit­tel­gro­ßer Flug­ha­fen sei der Haupt­stadt­flug­ha­fen kon­zi­piert wor­den. Als sol­cher müs­se er soli­de fer­tig­ge­stellt wer­den, erklär­te sie.
Der Flug­ha­fen hät­te nicht mehr als 3,5 Mil­li­ar­den Euro kos­ten dür­fen, ergänz­te ihr Bran­den­bur­ger Amts­kol­le­ge Axel Vogel. „Jede Mil­li­ar­de Euro, die der BER an zusätz­li­chen Inves­ti­ti­ons­mit­teln auf­frisst, ver­grö­ßert die jähr­li­chen Ver­lus­te“, sag­te er. Die Grünen-Politiker ver­lang­ten die Vor­la­ge eines trans­pa­ren­ten und belast­ba­ren Finanz­kon­zepts. Solan­ge die­se Unter­la­gen nicht vor­lä­gen, wür­de kei­ner wei­te­ren Mit­tel­frei­ga­be zuge­stimmt.
Aus dem Finanz-Dilemma kom­me der Flug­ha­fen auch nicht her­aus, in dem er auf wei­te­res Wachs­tum set­ze, mein­te Thie­ßen. Über­le­gens­wert sei allen­falls, den alten Schö­ne­fel­der Ter­mi­nal als Abfer­ti­gungs­ort für den Low-Cost-Verkehr zu ent­wi­ckeln.
http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article128966430/Gutachter-erwarten-Finanzdesaster-am-BER.html

Meh­dorn gibt Garan­tie für BER ab
Noch ist er unklar, der BER-Eröffnungstermin, doch Ende des Jah­res will Hart­mut Meh­dorn ein Datum ver­kün­den – und die­ses dann auch defi­ni­tiv ein­hal­ten. Dafür ver­bürg­te sich der Flug­ha­fen­chef nun in einem Inter­view per­sön­lich. Doch das Miss­trau­en ist groß: Am Frei­tag hat­te der BER-Untersuchungsausschuss im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus gefor­dert, auch die aktu­el­len Abläu­fe an der Bau­stel­le kon­trol­lie­ren zu dür­fen.
https://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/Mehdorn-Garantie-Eroeffnungstermin-BER.html

Geschäfts­füh­rung ging am BER 2008 vol­les Risi­ko
Ter­min­pro­ble­me der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft lan­ge bekannt / Kri­ti­sche Bera­ter wur­den nicht wei­ter enga­giert
Dass eine Eröff­nung des Flug­ha­fen BER nicht pünkt­lich erfol­gen konn­te, deu­te­te sich bereits 2009 an. Eine Bera­ter­fir­ma warn­te vor zei­ti­gen Ter­mi­nen.
Vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Affä­ren um Kor­rup­ti­on und zwei­fel­haf­te Ver­ga­ben am Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg (BER) wird erneut über dadurch her­vor­ge­ru­fe­ne Ver­zö­ge­run­gen bei der Fer­tig­stel­lung gemut­maßt. Doch intern wird bei der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft schon seit Beginn des Pro­jekts über Ver­schie­bun­gen dis­ku­tiert.
Ursprüng­lich soll­te der BER im Okto­ber 2011 in Betrieb genom­men wer­den. Der Ter­min wur­de im Juni 2010 auf den 3. Juni 2012 ver­scho­ben und fand schließ­lich doch nicht statt. Und bereits im Jahr 2008 warn­ten Pro­jekt­be­tei­lig­te, dass der ursprüng­li­che Ter­min nicht ein­ge­hal­ten wer­den kön­ne und emp­fah­len sogar eine Eröff­nung erst für April 2013.
Dies geht aus Doku­men­ten des Bera­tungs­un­ter­neh­mens Drees&Sommer her­vor, die der Pira­ten­frak­ti­on im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus zuge­spielt wur­den und die die­se öffent­lich zugäng­lich gemacht hat. Dabei han­delt es sich um Pro­jekt­sta­tus­be­rich­te von Dezem­ber 2008 und Janu­ar 2009, ein Pro­to­koll einer Bespre­chung von Drees&Sommer mit der Geschäfts­füh­rung der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft (FBB) am 10. Novem­ber 2008 und eine Zusam­men­fas­sung von Ana­ly­se­er­geb­nis­sen, die die Bera­ter der Geschäfts­füh­rung am 18. Novem­ber 2008 als ver­trau­li­ches Doku­ment hat­ten zukom­men las­sen. Die Bespre­chung am 10. Novem­ber 2008 soll­te zur Vor­be­rei­tung der Auf­sichts­rats­sit­zung am 12. Dezem­ber 2008 die­nen. Teil­neh­mer waren neben den Bera­tern von Drees&Sommer unter ande­rem der dama­li­ge Geschäfts­füh­rer der FBB, Rai­ner Schwarz, und der tech­ni­sche Geschäfts­füh­rer Man­fred Kört­gen. Bei der Bespre­chung wur­den von Drees&Sommer bestehen­de Pro­jekt­ri­si­ken vor­ge­stellt. So ist die Rede von »fehlende(r) Pla­nungs­tie­fe durch bau­be­glei­ten­de Pla­nung sowie in die Pla­nung zu integrierende(n) Nut­zungs­än­de­run­gen« und davon, dass zum Zeit­punkt der Auf­trags­er­tei­lung »aus­füh­rungs­rei­fe und in sich abge­schlos­se­ne Plan­pa­ke­te« feh­len wür­den. Auch ist die Rede von »wei­te­ren Kos­ten­trei­bern durch hohes Nach­trags­po­ten­zi­al wegen unschar­fer Aus­schrei­bun­gen und durch Maß­nah­men zur Sta­bi­li­sie­rung von gestör­ten Planungs- und Bau­ab­läu­fen«. Ins­ge­samt bestehe ein »hohes Risi­ko« für das damals noch gel­ten­de Ziel, den Flug­ha­fen im Okto­ber 2011 zu eröff­nen. Die­ses kön­ne nur noch mit teu­ren Beschleu­ni­gungs­maß­nah­men und einem »zeit­lich stark ein­ge­schränk­tem Pro­be­be­trieb erreicht wer­den«.
Als Alter­na­ti­ven zu die­sem Sze­na­rio, das Drees&Sommer als »Vari­an­te 1« bezeich­net, schlu­gen die Bera­ter zwei wei­te­re Vari­an­ten vor: Bei der zwei­ten soll­te die Ver­ga­be­pra­xis geän­dert und die Eröff­nung um sechs Mona­te ver­scho­ben wer­den, bei »Vari­an­te 3« soll­ten die Aus­schrei­bun­gen auf­ge­ho­ben und euro­pa­weit in »klein­tei­li­ger Pake­tie­rung« aus­ge­schrie­ben wer­den. Aus der wäh­rend des Gesprächs vor­ge­stell­ten Prä­sen­ta­ti­on geht klar her­vor, war­um eine Eröff­nung im Okto­ber 2011 stark risi­ko­be­haf­tet war. So wür­den extrem kur­ze Pla­nungs­vor­läu­fe ohne Puf­fer­zei­ten in Kauf genom­men und es bestehe die Gefahr »gestör­ter Bau­ab­läu­fe«. Zudem wer­de der not­wen­di­ge Pro­be­be­trieb »stark ein­ge­schränkt« und kön­ne »nur bau­be­glei­tend erfol­gen«.
Wei­ter­hin sei ein Fest­hal­ten an dem Ter­min nicht wirt­schaft­lich, da Beschleu­ni­gungs­maß­nah­men mit höhe­ren Kos­ten ver­bun­den wären und den Bau­fir­men signa­li­siert wer­de, dass »hohe Ange­bo­te aus Ter­min­grün­den zwangs­läu­fig akzep­tiert wer­den«. Zudem bege­be sich die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft in eine Situa­ti­on, in der die Fir­men ver­zö­gert arbei­ten könn­ten, »um dadurch For­de­run­gen bes­ser durch­set­zen zu kön­nen«.
Dies alles kön­ne mit »Vari­an­te 3« ver­mie­den wer­den, da bei einer klein­tei­li­ge­ren Aus­schrei­bung unter Ein­be­zie­hung mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men der Wett­be­werb erhöht und damit die Kos­ten gesenkt wer­den könn­ten. Als Eröff­nungs­ter­min nann­ten Drees&Sommer nach der »Vari­an­te 3« den Okto­ber 2012 bzw. April 2013.
Die FBB-Geschäftsführung konn­te sich für sol­che Vor­schlä­ge nicht erwär­men. So heißt es im Bespre­chungs­pro­to­koll knapp, es sei fest­ge­legt wor­den, dass »Vari­an­te 1 Eröff­nung Okto­ber 2011 unter zur Kennt­nis­nah­me der damit ver­bun­de­nen Termin- und Kos­ten­ri­si­ken ver­folgt wird«. Der Auf­sichts­rat folg­te der Geschäfts­füh­rung und ent­schied sich für die Bei­be­hal­tung des Ter­mins, was Drees&Sommer in ihrem »Pro­jekt­sta­tus­be­richt Nr. 12/2008« wie folgt kom­men­tier­ten: »Für das Gesamt­pro­jekt besteht daher ein erheb­li­ches Risi­ko.« Der Ver­trag mit Drees&Sommer wur­de schließ­lich nicht ver­län­gert.

Bene­dict Ugar­te Chacón arbei­tet als wis­sen­schaft­li­cher Refe­rent für die Pira­ten­frak­ti­on im Unter­su­chungs­aus­schuss des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses zum BER-Debakel.
Link zu den Doku­men­ten: https://www.piratenfraktion-berlin.de/2014/04/14/ber-desaster-weitere-dokumente-aufgetaucht/
http://www.neues-deutschland.de/artikel/935482.geschaeftsfuehrung-ging-am-ber-2008-volles-risiko.html

Neue Filz-Vorwürfe am BER
Hat der Ex-Technikchef Geschäfts­part­nern Auf­trä­ge zuge­schanzt?
Ber­lin – Die BER-Affäre um den gefeu­er­ten Technik-Chef Jochen Groß­mann (56) zieht immer grö­ße­re Krei­se. Jetzt lie­gen BILD inter­ne Unter­la­gen vor, die doku­men­tie­ren, wie er sich offen­bar ein Firmen-Filzwerk am Haupt­stadt­flug­ha­fen in Berlin-Schönefeld auf­ge­baut hat.
Knapp ein Jahr waren der Pro­fes­sor aus Dres­den und sei­ne Fir­ma Gicon für den Flug­ha­fen tätig. Dabei stieg Groß­mann zum tech­ni­schen BER-Großhirn auf, lei­te­te das wich­ti­ge „Modul Ent­rau­chung und Kon­zep­te“ (MEK).
Ers­ter Filz-Verdacht: In den MEK-Protokollen fin­den sich Unter­schrif­ten von Gicon-Mitarbeitern, dar­un­ter von Wolf­ram Z. und Frank Z. Merk­wür­dig aber: Nach BILD-Recherchen arbei­ten bei­de auch für die Fir­men Arcus und Her­mos – also für Büros, die kürz­lich die Zuschlä­ge für zwei lukra­ti­ve Pla­nungs­auf­trä­ge erhal­ten haben.
Nur ein güns­ti­ger Zufall?
Ges­tern woll­te sich Groß­mann nicht dazu äußern. Fakt ist: Die Staats­an­walt­schaft Neu­rup­pin ermit­telt gegen ihn wegen Ver­dachts der Bestech­lich­keit. Er soll für eine Auf­trags­ver­ga­be an die Pla­nungs­fir­ma Arca­dis indi­rekt 350 000 Euro ver­langt haben.
Nur ein Ein­zel­fall?
Nächs­ter Filz-Verdacht: Auf Anfra­ge bestä­tigt Wolf­ram Z. von Her­mos, die „Fir­ma Gicon schon seit Län­ge­rem in Fra­gen Mess-Steuer- und Rege­lungs­tech­nik“ zu bera­ten. Merk­wür­dig aber: Groß­mann selbst hat am 2. Mai auf BILD-Anfrage schrift­lich bestä­tigt, dass es „kei­ne enge Koope­ra­ti­on zwi­schen Gicon und Her­mos“ gebe.
Drit­ter Filz-Verdacht: Laut Flughafen-Organigramm (Sep­tem­ber 2013) arbei­te­te Wolf­ram Z. direkt mit dem Exper­ten zusam­men, der den BER-Auftrag bear­bei­te­te, den sich Her­mos spä­ter schnapp­te.
Auch Arcus bestä­tigt, dass sie ihren Mit­ar­bei­ter Frank Z. für das BER-Projekt an Groß­manns Fir­ma Gicon aus­ge­lie­hen hat. „Den Pla­nungs­auf­trag haben wir aber in einem ord­nungs­ge­mä­ßen Wett­be­werbs­ver­fah­ren erhal­ten“, heißt es. So behaup­tet das auch Her­mos.
Der­zeit prüft die Task Force des Flug­ha­fens die umstrit­te­nen Ver­ga­ben. Laut inter­nen Doku­men­ten besteht ein „signi­fi­kan­tes Zei­t­ri­si­ko durch ggf. not­wen­di­ge Neu­aus­schrei­bun­gen“.
http://www.bild.de/regional/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-international/filz-vorwuerfe-am-ber-36351158.bild.html

„BER-Finanzierung ist ein offe­nes Leck“
Die oppo­si­tio­nel­le CDU in Bran­den­burg will die aus­ufern­den Kos­ten für den Flug­ha­fen BER stär­ker kon­trol­lie­ren. Alle BER-Gelder soll­ten mit einem Sperr­ver­merk ver­se­hen wer­den. Dann müss­te der Lan­des­haus­halts­aus­schuss jeder Zah­lung zustim­men. Für die Lin­ke ist das aber kein The­ma.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/brandenburger-cdu-will-mehr-kontrolle-ueber-ber-gelder.html

Kor­rup­ti­on und falsch kal­ku­lier­te Auf­trä­ge
BER droht eine Nach­zah­lung von einer Mil­li­ar­de Euro
Kor­rup­ti­ons­ver­dacht und falsch kal­ku­lier­te Auf­trä­ge: Dem Ber­li­ner Pan­nen­flug­ha­fen BER droht schon wie­der Ärger. Offen­bar gab es Schmier­geld­for­de­run­gen und Unter­neh­men for­dern Nach­zah­lun­gen, die den Flug­ha­fen am Ende mehr als eine Mil­li­ar­de Euro kos­ten könn­ten.
http://www.focus.de/finanzen/news/falsch-kalkulierte-auftraege-ber-droht-eine-nachzahlung-von-einer-milliarde-euro_id_3904507.html

Kos­ten zu knapp kal­ku­liert BER muss Bau­fir­men Mil­li­ar­den­be­trag nach­zah­len
Die Kos­ten am Haupt­stadt­flug­ha­fen wur­den offen­bar zu knapp kal­ku­liert. Laut einem Medi­en­be­richt muss der BER den betei­lig­ten Bau­fir­men knapp eine Mil­li­ar­de Euro nach­zah­len. Der Betrag könn­te noch stei­gen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ber-muss-baufirmen-milliardenbetrag-nachzahlen-12978091.html

BER-Desaster Flug­ha­fen­ge­sell­schaft Ber­lin muss wohl eine Mil­li­ar­de Euro nach­zah­len
Beim Ber­li­ner Flug­ha­fen BER wur­den offen­bar u¨ber Jah­re Bau- und Planungsauftra¨ge in erheb­li­chem Umfang feh­ler­haft und zu knapp kal­ku­liert. Die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft hat inzwi­schen 995 Mil­lio­nen Euro an Nach­trags­for­de­run­gen der beauf­trag­ten Unter­neh­men als berech­tigt akzep­tiert, aller­dings noch nicht vollsta¨ndig begli­chen. Wei­te­re Anspru¨che in Ho¨he von 452 Mil­lio­nen Euro wer­den der­zeit gepru¨ft. Dies geht aus der bis­her unvero¨ffentlichten Ant­wort des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge des Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ste­phan Ku¨hn (Gru¨ne) her­vor, berich­tet das Nachrichten-Magazin „Der Spie­gel“.
Nach­trä­ge sind dann fäl­lig, wenn die Leis­tun­gen in der Auf­trags­ver­ga­be unvoll­stän­dig beschrie­ben sind und damit eine ordnungsgema¨ße Erfu¨llung der Arbei­ten zum ver­ein­bar­ten Preis nicht mo¨glich ist oder unver­schul­det Fris­ten nicht ein­ge­hal­ten wer­den ko¨nnen. Eine Mar­ge von 10 bis 15 Pro­zent gilt in der Bran­che bei gro­ßen Bau­vor­ha­ben als u¨blich. Beim BER ist sie aber gut dop­pelt so hoch. „Das wur­de offen­bar scho¨n gerech­net, um die Kos­ten auf dem Papier nied­rig zu hal­ten“, so Ver­kehrs­ex­per­te Kühn.
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/6807336-ber-desaster-flughafengesellschaft-berlin-milliarde-euro-nachzahlen

Flug­ha­fen BER: Nach­for­de­run­gen von über 1 Mil­li­ar­de Euro
http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/wirtschaft-flughafen-ber-nachforderungen-von-ueber-1-milliarde-euro-12977851.html

Haupt­stadt­flug­ha­fen BER: Mehr als 1 Mil­li­ar­de Euro an Nach­for­de­run­gen
http://www.zeit.de/news/2014-06/07/luftverkehr-hauptstadtflughafen-ber-mehr-als-1-milliarde-euro-an-nachforderungen-07115808

„Das wur­de offen­bar schön­ge­rech­net“
BER-Baufirmen wol­len mehr Geld
1,4 Mil­li­ar­den Euro mehr als geplant haben Bau­fir­men seit 2006 vom Ber­li­ner Flug­ha­fen gefor­dert. Wur­den die Kos­ten von Anfang schön­ge­rech­net? Die Nach­for­de­run­gen könn­ten offen­bar das jet­zi­ge Bud­get spren­gen.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/BER-Baufirmen-wollen-mehr-Geld-article12986646.html

Rund 1,4 Mil­li­ar­den Euro in sie­ben Jah­ren – Hohe Nach­for­de­run­gen von BER-Firmen
Über die Gesamt­kos­ten für den Flug­ha­fen­neu­bau herrscht wei­ter Unklar­heit, doch die­se Nach­richt lässt nichts Gutes erah­nen: Bei der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sol­len bis­lang Nach­for­de­run­gen von Unter­neh­men in Höhe von mehr als einer Mil­li­ar­de Euro auf­ge­lau­fen sein. Der Grünen-Verkehrsexperte Kühn wirft dem Flug­ha­fen Schön­rech­ne­rei vor.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/hohe-nachforderungen-an-den-ber.html

Wenn der Respekt zwi­schen den Koali­tio­nä­ren fehlt
Die Ner­ven bei Ber­li­ner SPD und CDU lie­gen blank, Rück­sicht auf­ein­an­der wird der­zeit nicht genom­men, von Respekt ganz zu schwei­gen. Das zeigt sich der­zeit bei den The­men Ener­gie, Flücht­lin­gen und BER.
Die Nie­der­la­ge des Ber­li­ner Senats beim Volks­ent­scheid über das Tem­pel­ho­fer Feld ist erst weni­ge Tage her – und schmerzt SPD und CDU immer noch, woll­ten sie doch end­lich öffent­li­che Woh­nun­gen bau­en und das Feld an den Rän­dern gestal­ten. Doch wer jetzt erwar­tet hät­te, die Koali­ti­on rauft sich zusam­men, um die nächs­ten gro­ßen Pro­jek­te gemein­sam zu stem­men, der sieht sich in die­ser Woche eines ande­ren belehrt. Die Ner­ven lie­gen blank, Rück­sicht auf­ein­an­der wird der­zeit nicht genom­men.
Das liegt, so konn­te man in den ver­gan­ge­nen Jah­ren beob­ach­ten, am feh­len­den Respekt dem Koali­ti­ons­part­ner gegen­über. Eini­ge Bei­spie­le gewünscht? Innen­se­na­tor Frank Hen­kel (CDU), der auch Auf­sichts­rats­mit­glied beim Flug­ha­fen BER ist, beklag­te sich vor zwei Jah­ren beim Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter Klaus Wowe­reit (SPD), dass er über die abge­sag­te Flughafen-Eröffnung erst kurz vor der ent­schei­den­den Sit­zung infor­miert wur­de. Geän­dert hat sich nichts: Jetzt erfuhr Hen­kel per Pres­se­mit­tei­lung, dass es einen Kor­rup­ti­ons­ver­dacht am Flug­ha­fen gibt. Wowe­reit hat­te ihn nicht infor­miert, Hen­kel monier­te dies in der RBB-„Abendschau“ bit­ter­lich.
Erin­nern Sie sich noch an den Streit um das Flücht­lings­camp, der Anfang des Jah­res eska­lier­te? Anstatt ver­trau­ens­vol­le Gesprä­che zu füh­ren, wie man das Pro­blem am bes­ten lösen kann, ließ Wowe­reit den Innen­se­na­tor im Senat auf­lau­fen – über des­sen Antrag wur­de noch nicht ein­mal gespro­chen. Also wur­de eine Kri­sen­sit­zung des Koali­ti­ons­aus­schus­ses ein­be­ru­fen – und die Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge dann Wochen spä­ter gelöst, wobei jede Sei­te den Erfolg für sich ver­bu­chen woll­te.
War­um lässt sich die Ber­li­ner CDU so behan­deln?
Ein ande­res Bei­spiel: Finanz­se­na­tor Ulrich Nuß­baum (par­tei­los, für SPD) ent­schied sich mit sei­ner Ver­wal­tung für den klei­nen neu­en Lan­des­be­trieb „Ber­lin Ener­gie“ als künf­ti­gen Gas­netz­be­trei­ber in Ber­lin. Die Gasag, die den pri­va­ten Eigen­tü­mern Vat­ten­fall, Gaz de Fran­ce und Eon gehört, soll außen vor blei­ben. Nuß­baum infor­mier­te die CDU am Diens­tag in einer kur­zen Bespre­chung vor der Senats­sit­zung – anschlie­ßend sprach man im Senat unter dem Punkt „Ver­schie­de­nes“ dar­über. Finanz­se­na­tor Nuß­baum ver­teil­te dazu Unter­la­gen – und ging dann wie selbst­ver­ständ­lich in die Pres­se­kon­fe­renz, um sei­ne Ent­schei­dung kund­zu­tun.
Dass die CDU der Rekom­mu­na­li­sie­rung kri­tisch gegen­über steht, dass sie Nuß­baums Ent­schei­dung skep­tisch sieht, dass sie sich Bedenk­zeit aus­ge­be­ten hat­te, all dass inter­es­sier­te den Finanz­se­na­tor wenig. Und so konn­te es eigent­lich nicht mehr ver­wun­dern, dass die CDU-Fraktion am dar­auf­fol­gen­den Tag Grund­stücks­ge­schäf­te aus dem Hau­se Nuß­baum stopp­te und mit der Oppo­si­ti­on stimm­te – auch wenn offi­zi­ell natür­lich bestrit­ten wird, dass das eine mit dem ande­ren etwas zu tun habe.
Ich habe schon häu­fig nicht ver­stan­den, war­um die Ber­li­ner CDU sich von den Sozi­al­de­mo­kra­ten so behan­deln lässt. Wahr­schein­lich, weil Hen­kel, der ja auch CDU-Landesvorsitzender ist, Angst hat, dass die SPD bei einem ernst­haf­ten Krach die Koali­ti­on auf­kün­di­gen und ein Bünd­nis mit Grü­nen schlie­ßen könn­te. Aber ein Koali­ti­ons­part­ner, der ängst­lich ist, des­sen Ziel es nicht ist, bei der nächs­ten Abge­ord­ne­ten­haus­wahl stärks­te Par­tei zu wer­den – auch auf die Gefahr hin, dass die SPD dann nicht bereit ist, als klei­ner Juni­or­part­ner in eine gemein­sa­me Regie­rung zu gehen –, der hat schon ver­lo­ren. Und er wird so behan­delt wie Hen­kel und sei­ne CDU von Wowe­reit und Nuß­baum.
http://www.morgenpost.de/kolumne/meine-woche/article128840884/Wenn-der-Respekt-zwischen-den-Koalitionaeren-fehlt.html

Air­port Berlin-Brandenburg: Sie­ben Flops zur deut­schen Dau­er­bau­stel­le
Drei Buch­sta­ben für ein ein­zi­ges Desas­ter: BER. Der neue Haupt­stadt­flug­ha­fen Brandenburg-Berlin füllt inzwi­schen gan­ze Ord­ner mit Arti­keln vol­ler nega­ti­ver Über­ra­schun­gen, Kurio­si­tä­ten, Kos­ten­pro­gno­sen und Ent­täu­schun­gen. Wie von allen tra­gi­schen Geschich­ten, gibt es auch hier­von ein „Best Of“.

Haupt­stadt­flug­ha­fen eröff­net in 32 Jah­ren
Der Haupt­stadt­flug­ha­fen soll­te ursprüng­lich am 30. Okto­ber 2011 eröff­nen. Als sich aber abzeich­ne­te, dass die Ver­le­gung von Eröff­nungs­ter­mi­nen gefühlt zur Tages­ord­nung wer­den wür­de, kün­dig­te Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn ein Express­pro­gramm an, um den BER zügig män­gel­frei zu bekom­men. Der TÜV nann­te 66.500 nöti­ge Maß­nah­men. Ende 2013 waren drei Pro­zent der Bean­stan­dun­gen beho­ben. Im März 2014 waren es bereits vier Pro­zent. Kann das rasan­te Tem­po gehal­ten wer­den, ist der Flug­ha­fen in 32 Jah­ren män­gel­frei – immer­hin schnel­ler als der Köl­ner Dom (632 Jah­re).

Flug­ha­fen wird still bewirt­schaf­tet
Still bewirt­schaf­ten“ lau­tet der Ter­mi­nus dafür, die Tech­nik am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen regel­mä­ßig zu nut­zen. Jeden Tag kom­men also Ange­stell­te nach Berlin-Schönefeld, fah­ren die Com­pu­ter hoch und run­ter, stel­len lee­re Gepäck­bän­der an und aus, betrei­ben die Roll­trep­pen, öff­nen und schlie­ßen Fes­ter und tes­ten Was­ser­häh­ne sowie Toi­let­ten­spü­lun­gen. Alles im Diens­te der War­tung! Bekannt­lich gilt: Wer ras­tet, der ros­tet.

Brand­schutz­an­la­ge zu gut, um wahr zu sein
Nicht regel­mä­ßig getes­tet wird die Brand­schutz­an­la­ge des BER. Sie gehört zu den kom­ple­xes­ten Brand­schutz­sys­te­men der Welt. Sie umfasst 75.000 Sprink­ler und 16.000 Mel­der, 3.400 Lüf­tungs­klap­pen und über 80 Ven­ti­la­to­ren. Ein­zi­ges Man­ko: Die Brand­schutz­an­la­ge ist so kom­plex, dass sie erst gar nicht betrie­ben wer­den kann. Der Steu­er­com­pu­ter ist nicht fähig, Brand­her­den die rich­ti­gen Was­ser­men­gen zuzu­tei­len und auch die Ent­rau­chungs­lu­ken öff­nen nicht kor­rekt. Tra­gisch ist das aber nicht, denn die Betriebs­zu­las­sung der Brand­schutz­an­la­ge ist eh schon wie­der abge­lau­fen…
Kei­ne Kran­ken­sta­ti­on am BER

Jeder gute Flug­ha­fen bie­tet sani­tä­re Anla­gen, Bis­tros und eine medi­zi­ni­sche Not­fall­ver­sor­gung. Der BER nicht, denn die Kran­ken­sta­ti­on fehlt. Im Ernst­fall sol­len Ärz­te aus der Regi­on ange­for­dert wer­den, doch Exper­ten war­nen vor einer Man­gel­ver­sor­gung. Zumin­dest das Gesetz ist aber auf der Sei­te der Ver­ant­wort­li­chen, denn die Ret­tungs­kräf­te ledig­lich aus der Regi­on zu bezie­hen, ist zuläs­sig.
Beschei­de­ne Pro­mi­nenz

Der Flug­ha­fen Berlin-Brandenburg ist längst schon zu inter­na­tio­na­ler Berühmt­heit gelangt. So füllt der Flop der Nati­on längst nicht mehr nur deut­sche Zei­tun­gen. Falls die Skan­da­le aber irgend­wie unter­ge­gan­gen sein soll­ten, wei­sen auf dem Roll­feld des BER rie­si­ge wei­ße Kreu­ze die Pilo­ten dar­auf hin, dass bit­te noch nicht gelan­det wird.
Licht am Ende des Tun­nels

Opti­mis­mus ver­brei­tert der Haupt­stadt­flug­ha­fen in der Nacht. Dann strahlt er hell den Ster­nen ent­ge­gen, wäh­rend im Kos­ten­tun­nel noch lan­ge kein Licht in Sicht ist. Grund für die Illu­mi­na­ti­on des BER ist, dass die Steue­rungs­tech­nik der Beleuch­tungs­an­la­gen schlicht ver­ges­sen wur­de.
BER kos­tet Bus­fir­ma ein Ver­mö­gen

Der Haupt­stadt­flug­ha­fen umfasst eine groß­zü­gi­ge Hal­te­stel­le für Schnell­bus­se. Das beauf­trag­te Bus­un­ter­neh­men Haru-Reisen order­te drei Bus­se für 800.000 Euro und stell­te sie­ben neue Mit­ar­bei­ter ein, doch ein Fahr­gast wur­de nie abge­holt. Inzwi­schen sind die Hal­te­stel­len ver­waist, die Bus­se wie­der ver­kauft und die Bus­fah­rer ent­las­sen. 250.000 Euro wur­den in den Sand gesetzt. Im Ver­gleich zu den stei­gen­den Bau-, Haltungs- und Rechts­kos­ten sind das aber nur Pea­nuts.
http://news.fluege.de/flughafen-infos/airport-berlin-brandenburg-sieben-flops-dauerbaustelle/65403.html

OVG ver­han­delt über Kla­gen – Tegel-Anwohner for­dern Schall­schutz oder Scha­den­er­satz
Der BER ruht in Schö­ne­feld still vor sich hin. Dafür brummt der Flug­ver­kehr in Tegel ohne Ende. Zum Leid­we­sen vie­ler Anwoh­ner, die auf die Schlie­ßung gehofft hat­ten und sich nun getäuscht grund­sätz­lich getäuscht sehen. Eini­ge von ihnen haben vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Berlin-Brandenburg auf den Bau von Schall­schutz­maß­nah­men oder auf eine Lärm­ent­schä­di­gung geklagt. Ab Mitt­woch wird ver­han­delt – doch die Chan­cen der Lärm­be­trof­fe­nen ste­hen nicht son­der­lich gut. Von Tho­mas Rau­ten­berg
http://www.rbb-online.de/politik/thema/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/fluglaerm/oberverwaltungsgericht-entscheidet-ueber-laermschutzklage-tegel.html

Woher die Brand­last beim BER wirk­lich kommt
„Too good. Two. Be true.“ Das ist das Mot­to von Mein­hard von Ger­kan. Zur Mar­ke­ting­show in Vene­dig hat­te der Archi­tekt auch BER-Chef Hart­mut Meh­dorn ein­ge­la­den. Selbst­kri­tik fand nicht statt. Von Mar­cus Woel­ler
http://www.welt.de/kultur/article128867817/Woher-die-Brandlast-beim-BER-wirklich-kommt.html

Land­tag soll bei Geld für Haupt­stadt­flug­ha­fen stär­ker mit­re­den
Pots­dam – Die CDU-Fraktion im Bran­den­bur­ger Land­tag for­dert eine stär­ke­re Mit­be­stim­mung des Par­la­ments bei Lan­des­aus­ga­ben für den Haupt­stadt­flug­ha­fen BER. Die Christ­de­mo­kra­ten pla­nen nach Anga­ben vom Diens­tag für die Ple­nar­sit­zung Ende Juni eine Geset­zes­in­itia­ti­ve. Dem­nach sol­le im Haus­halts­jahr ein Sperr­ver­merk ein­ge­tra­gen wer­den, so dass nur nach Zustim­mung des Finanz­aus­schus­ses Geld frei­ge­ge­ben wer­den kön­ne. Der Flug­ha­fen­bau habe ein «offe­nes Leck», erklär­te CDU-Finanzexperte Lud­wig Bur­kardt. «Wir brau­chen des­halb mehr Trans­pa­renz.» Die­se las­se sich über das Par­la­ment bes­ser her­stel­len.
Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Gör­ke (Lin­ke) wies den Vor­stoß zurück. «Das Minis­te­ri­um prüft jede For­de­rung der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft auf Euro und Cent, bevor Steu­er­mit­tel für den Flug­ha­fen BER aus­ge­ge­ben wer­den. Daher ist der Antrag der CDU schicht­weg unnö­tig», beton­te Gör­ke.
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article128924327/Landtag-soll-bei-Geld-fuer-Hauptstadtflughafen-staerker-mitreden.html

Chefs des Haupt­stadt­flug­ha­fens rech­nen anders als Poli­ti­ker
Berlin/Schönefeld Beim Bau des neu­en Ber­li­ner Haupt­stadt­flug­ha­fens BER sind seit Bau­be­ginn 2006 Nach­for­de­run­gen von Bau­fir­men in Höhe von mehr als 1,4 Mil­li­ar­den Euro ein­ge­reicht wor­den. Dies geht aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Anfra­ge der Grünen-Fraktion im Bun­des­tag her­vor, wie das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Der Spie­gel“ berich­tet.
Unklar ist, ob durch die Nach­for­de­run­gen das bis­he­ri­ge Bud­get von 4,3 Mil­li­ar­den Euro gesprengt wird.
Von den Nach­for­de­run­gen sei­en 995 Mil­lio­nen Euro bereits regu­liert, wei­te­re rund 1600 For­de­run­gen in Höhe von ins­ge­samt 452 Mil­lio­nen Euro wür­den noch geprüft, erklär­te Flug­ha­fen­spre­cher Ralf Kun­kel am Sams­tag. Die­se Zah­len wur­den auch in der Ant­wort des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums genannt. „Die­se Nach­trä­ge sind im gan­zen Bau­zeit­raum seit 2006 ange­fal­len“, beton­te Kun­kel. Durch die Nach­trä­ge ent­stün­den kei­ne Mehr­kos­ten. „Die Sum­men sind in dem bis­he­ri­gen Bud­get ent­hal­ten.“
Dage­gen kri­ti­sier­te der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der Grünen-Bundestagsfraktion, Ste­fan Kühn, hier sei offen­bar schön­ge­rech­net wor­den, um die Kos­ten auf dem Papier nied­rig zu hal­ten. Meh­re­re Zei­tun­gen berich­te­ten zudem unter Beru­fung auf die Grünen-Fraktion, dass nach einer ergän­zen­den Ant­wort des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums die genann­ten Beträ­ge zu den bis­her bekann­ten Sum­men für den BER neu hin­zu kämen.
Die Nach­trä­ge sei­en „nor­ma­les Pro­jekt­ge­schäft“, sag­te hin­ge­gen der Flug­ha­fen­spre­cher. „Da der Flug­ha­fen grö­ßer wur­de, gibt es auch Nach­trä­ge. Das ist doch logisch.“ So sei wegen gestie­ge­ner Passagier-Prognosen das Ter­mi­nal um 50 Pro­zent gewach­sen, und auch das Vor­feld sowie die Roll­we­ge sei­en erwei­tert wor­den.
In der nächs­ten Sit­zung des Auf­sichts­rats Ende Juni soll Flug­ha­fen­chef Hart­mut Meh­dorn einen Kos­ten­plan für die Fer­tig­stel­lung des BER vor­le­gen. Bereits Anfang April hat­te Meh­dorn einen Nach­schlag von 1,1 Mil­li­ar­den Euro für das kom­men­de Jahr gefor­dert.
http://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/Chefs-des-Hauptstadtflughafens-rechnen-anders-als-Politiker;art25,4630962

Bun­des­amt prüft Jet-Zwischenfall über Raun­heim – A380 und B747 waren betei­ligt
Hat ein Vor­fall am Frank­fur­ter Flug­ha­fen vom 7. April doch noch ein Nach­spiel?
Das Bun­des­auf­sichts­amt für Flug­si­che­rung (BAF) unter­sucht den Vor­gang, an dem eine A380 und eine B747 betei­ligt waren. Wie BAF-Sprecherin Kers­tin Weber am Diens­tag auf Anfra­ge die­ser Zei­tung sag­te, wer­de das Ereig­nis, das als „gefähr­li­che Annä­he­rung“ gemel­det wor­den sei, im Rah­men der Auf­sichts­funk­ti­on der Behör­de geprüft. „Wir sind da dran“, so die Spre­che­rin.
Die Aus­sa­ge über­rascht, hat­te doch die Bun­des­stel­le für Flug­un­fall­un­ter­su­chung (BfU) in Braun­schweig von wei­te­ren Unter­su­chun­gen abge­se­hen. Die Flug­si­che­rung (DFS) wie­der­um hat­te erklärt, dass es „zu kei­nen Zeit­punkt zu einer Unter­schrei­tung der Sicher­heits­ab­stän­de gekom­men sei“.
„In letz­ter Sekun­de“ eine Kol­li­si­on abge­wen­det
Das Bünd­nis der Bür­ger­initia­ti­ven (BBI) hat­te hin­ge­gen von einem „Bei­na­he­crash“ gespro­chen. So habe am 7. April gegen 17.30 Uhr eine aus Mos­kau kom­men­de rus­si­sche B747 beim Anflug auf die Süd­bahn durch­star­ten müs­sen. Gleich­zei­tig habe auf der Center­bahn eine A380 der Luft­han­sa die Start­frei­ga­be nach Shang­hai erhal­ten. Dadurch sei es über Raun­heim zu einer gefähr­li­chen Annä­he­rung gekom­men. Laut BBI wur­de „in letz­ter Sekun­de“ eine Kol­li­si­on abge­wen­det. Die DFS hat­te der BI wider­spro­chen.
Frank Wolf von der BI für Umwelt­schutz Edders­heim fühlt sich nun bestä­tigt. DFS und die Stel­le in Braun­schweig hät­ten sich „mas­siv gegen wei­te­re Unter­su­chun­gen gewehrt“, behaup­tet er. „Poli­tisch gibt es wenig Inter­es­se, sol­che Vor­fäl­le, wel­che die Süd­um­flie­gung in Fra­ge stel­len, auf­zu­klä­ren.“ Laut Wolf sei der Vor­fall vom April die drit­te gefähr­li­che Annä­he­rung von Groß­raum­flug­zeu­gen im Zusam­men­hang mit der Süd­um­flie­gung gewe­sen.
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rhein-main/bundesamt-prueft-jet-zwischenfall-ueber-raunheim-a380-und-b747-waren-beteiligt_14217899.htm

Flug­si­che­rung will Gebüh­ren ab 2015 kräf­tig erhö­hen
http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-flugsicherung-will-gebuehren-ab-2015-kraeftig-erhoehen-12977054.html

Umstrit­te­nes Pro­jekt
Finanz­re­ser­ven von Stutt­gart 21 schrump­fen
09.06.2014, 14:13 Uhr
exklu­siv Zwei Mil­li­ar­den Euro wur­den als Risi­ko­puf­fer für das Pro­jekt Stutt­gart 21 ein­ge­plant. Nach einem Jahr ist bereits ein Vier­tel ver­braucht. Schrumpft die Reser­ve wei­ter im bis­he­ri­gen Tem­po, braucht die Bahn mehr Geld.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umstrittenes-projekt-finanzreserven-von-stuttgart-21-schrumpfen/10009958.html

Flug­lärm
Ärz­te erhö­hen Druck auf Poli­ti­ker
DÜSSELDORF. Der Deut­sche Ärz­te­tag hat die Poli­ti­ker in den Bun­des­län­dern und die Bun­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, dafür zu sor­gen, dass die Ver­ur­sa­cher von Flug- und Ver­kehrs­lärm bei in die­sem Kon­text indu­zier­ten Krank­hei­ten in maß­geb­li­cher Wei­se an den not­wen­di­gen Behand­lungs­kos­ten betei­ligt wer­den.
Dem Ver­si­cher­ten­sys­tem dür­fen nicht mehr meh­re­re 100 Mil­lio­nen Euro pro Jahr ent­zo­gen wer­den, heißt es in einer Ent­schlie­ßung.
Bereits 2012 hat­te der Ärz­te­tag in einem Beschluss den Schutz der Bevöl­ke­rung vor Flug­lärm und ande­ren Lärm­quel­len gefor­dert. Die Adres­sa­ten in Bund und Län­dern hät­ten bis­her aller­dings noch kei­ne Ver­bes­se­run­gen bewirkt. (eb)
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/praevention/article/862850/fluglaerm-aerzte-erhoehen-druck-politiker.html

Mehrdorn-Erbe
Das Dach des Ber­li­ner Haupt­bahn­ho­fes bleibt zu kurz
Die Bahn bezif­fert die Kos­ten für die Umset­zung des Gerkan-Plans auf 147 Mil­lio­nen Euro. Sie scheut auch nöti­ge Unter­bre­chun­gen des Ver­kehrs. Und die Bun­des­re­gie­rung will das Geld nicht bereit­stel­len.
http://www.morgenpost.de/berlin/article129025103/Das-Dach-des-Berliner-Hauptbahnhofes-bleibt-zu-kurz.html

ÜBER DEN TELLERRAND

Han­dels­blatt
US-Außenpolitik„Sieben Staa­ten in fünf Jah­ren“
Ist das, was der­zeit im Irak pas­siert, Fol­ge eines ame­ri­ka­ni­schen Mas­ter­plans, der gründ­lich dane­ben gegan­gen ist? Vie­les spricht dafür – und ein Ende ist nicht abzu­se­hen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-aussenpolitik-sieben-staaten-in-fuenf-jahren/10036758.html

USA sind eine öko­no­mi­sche Bom­be

USA sind eine öko­no­mi­sche Bom­be

Wie Mario Draghi die Wirt­schaft ankur­belt
War is good busi­ness – Invest your son
http://www.rationalgalerie.de/home/wie-draghi-die-wirtschaft-ankurbelt.html

Gele­sen – Gese­hen – Gehört
Die US-Oligarchie
Neue Stu­die zur Demo­kra­tie in den USA
http://www.rationalgalerie.de/kritik/die-us-oligarchie.html

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