Offen­hal­tung des Flug­ha­fens Tegel

P R E S S E M I T T E I L U N G
Berlin-Friedrichshagen, 25.09.2017

Pres­se­mit­tei­lung der Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve (FBI) zum Ergeb­nis des Volks­ent­scheids: „Offen­hal­tung des Flug­ha­fens Tegel“
Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Ber­lins haben sich mehr­heit­lich per Volks­ent­scheid für die Offen­hal­tung des Flug­ha­fens Tegel ent­schie­den.

Die Fried­richs­ha­ge­ner Bür­ger­initia­ti­ve (FBI) erklärt dazu fol­gen­des:
Inner­städ­ti­sche und stadt­na­he Flug­hä­fen mit einem hohen Flug­auf­kom­men gefähr­den durch Lärm und Emis­sio­nen die Gesund­heit vie­ler Men­schen und sind aus die­sem Grun­de nicht mehr zeit­ge­mäß. Dies gilt glei­cher­ma­ßen für die Flug­hä­fen Tegel und BER/Schönefeld, denn auch eine Redu­zie­rung von Betrof­fe­nen­zah­len an der einen Stel­le ist nichts wert, wenn es an ande­rer Stel­le wei­ter­hin schwer Betrof­fe­ne gibt, obwohl dies ver­mie­den wer­den kann.

Bekann­ter­ma­ßen wird der neue Flug­ha­fen BER, soll­te er denn über­haupt jemals eröff­nen, von Anfang an zu klein sein und er ent­steht außer­dem noch am fal­schen Stand­ort.

Die Lösung des Pro­blems liegt jedoch nicht in einer unbe­grenz­ten Offen­hal­tung des Flug­ha­fens Tegel, son­dern viel­mehr in einem neu­en, flug­ha­fen­taug­li­chen Stand­ort für den BER.

Die­ser Stand­ort muss so gewählt wer­den, dass deut­lich weni­ger Men­schen den gesund­heits­ge­fähr­den­den Aus­wir­kun­gen des Flug­be­triebs aus­ge­setzt wer­den, als es jetzt im Gebiet des geplan­ten BER der Fall ist. In einer dünn besie­del­ten Regi­on kön­nen Schwerst­be­trof­fe­ne ange­mes­sen ent­schä­digt und umge­sie­delt wer­den, so dass kein Anwoh­ner mehr unzu­mut­ba­re Gesund­heits­schä­den erlei­den muss. Wei­ter­hin sind an einem sol­chen Stand­ort ein 24-h-Betrieb sowie ein ange­pass­tes Wachs­tum mög­lich.

Die grö­ße­re Ent­fer­nung  eines neu­en Stand­orts zu Ber­lin muss hier­bei durch eine schnel­le und moder­ne Ver­kehrs­an­bin­dung kom­pen­siert wer­den.

Bis zur Fer­tig­stel­lung des BER an einem neu­en Stand­ort (mög­lichst durch pri­va­te Inves­to­ren frei­fi­nan­ziert) soll­ten die Flug­hä­fen „Tegel“ und „Schö­ne­feld alt“ gemein­sam offen blei­ben und danach geschlos­sen wer­den.

Die Arbei­ten am jet­zi­gen BER sind zu Guns­ten des neu zu errich­ten­den Flug­ha­fens sofort ein­zu­stel­len!

Das BER-Gelände am Stand­ort Schö­ne­feld bie­tet ent­spre­chend den Pla­nun­gen und Erläu­te­run­gen des Ber­li­ner Stadt­pla­nungs­bü­ros Drey­er Platz für bis zu 300.000 Woh­nun­gen!

Ent­wi­ckelt man das infra­struk­tur­mä­ßig bes­tens ange­schlos­se­ne BER – Gelän­de in die­sem Sin­ne, wird die­ses zur Lin­de­rung der Woh­nungs­not in Ber­lin und sei­nem Speck­gür­tel bei­tra­gen.

Gleich­zei­tig könn­ten so ein gro­ßer Teil der für den BER aus­ge­ge­be­nen Kos­ten wie­der ein­ge­spielt wer­den. Inwie­weit die bestehen­den Gebäu­de zweck­dien­lich nach­ge­nutzt wer­den kaön­nen, müs­sen Fach­leu­te ent­schei­den.

Dies wäre im Sin­ne der Mil­lio­nen­re­gi­on Berlin/Brandenburg. So wür­den Arbeits­plät­ze geschaf­fen und gleich­zei­tig die Kon­kur­renz­fä­hig­keit Ber­lins durch lebens­wer­te Wohn- und Nah­erho­lungs­ge­bie­te im Nor­den und im Süden ver­bes­sert wer­den.

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